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Ein Soziologe, der über politische Randgruppen geforscht hat, wird ermordet in einem Stockholmer Hinterhof gefunden. Leo Junker entdeckt, dass das Opfer Hinweise auf ein drohendes Attentat erhalten hatte. Kurz darauf wird ihm der Fall grundlos entzogen und dem schwedischen Geheimdienst übergeben. Leos ist alarmiert: Das kann nur bedeuten, dass die Ermittlungen manipuliert werden sollen. Das weckt Leos Ehrgeiz: Er setzt alles in Bewegung um herauszufinden, warum der Soziologe wirklich sterben musste. Und wie man in letzter Sekunde das bevorstehende furchtbare Attentat verhindern kann …


Aus dem Schwedischen von Susanne Dahmann
Originaltitel: Den Fallande Detektiven
Originalverlag: Piratförlaget, Stockholm 2014
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-16345-7
Erschienen am  11. Januar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Finster, packend und hochaktuell - Leo Junker ermittelt

Leserstimmen

Auf der Höhe der Zeit

Von: Michael Lehmann-Pape

03.03.2016

Wie das so ist mit den „Rechten“ und den „Linken“, den „anti-faschistischen Gruppen“ und den neuen „Rechtskonservativen“ und „Neo-Konservativen“ am rechtesten Rand der Gesellschaft, das sind jene Themen, die Carlsson als Hintergrund seines neuen Kriminalromans setzt und den Leser tief mit hineinnimmt in diese „Szenen“, die Auseinandersetzungen „bis aufs Messer“ (im wahrsten Sinne des Wortes) und all das, was unter dem Deckmantel des „ganz normalen Alltages“ bereits an Positionierungen stattfindet. Ein Soziologe wird erstochen aufgefunden. Und, vorweggesagt, das wird nicht das letzte Todesopfer der radikal-strategischen Hintergründe bleiben. Einer, der eine Interviewreihe vor einiger Zeit als Grundlage für sein Forschungsprojekt gestartet hat. Der das Vertrauen vor allem linker Extremisten gewonnen hat, nicht zuletzt, weil er selber zu Zeiten einmal Teil dieser Szene war. Soweit kommt Leo Junker mit seinen Ermittlungen, bevor er genötigt wird, den Fall an die Staatspolizei abzugeben. Und eigentlich könnte Junker es nun gut sein lassen. Der nach einem traumatischen Erlebnis gerade erst wieder im Dienst ist. Der seine Tabletten dringender benötigt, als neue Probleme auf der Dienststelle. Doch in Junker selbst ist es einfach nicht genauso trist, wie um ihn herum. Sein Büro mag geleert wirken, sein Besucherstuhl der unbequemste aller Orte und Zeiten sein, sein Verhalten unwirtlich und unnahbar, doch das alles sollte seine Vorgesetzten, Kollegen und Gegner nicht darüber hinwegtäuschen, dass einer wie er stetig und beständig an jenen Dingen „dranbleibt“, die ihm auf irgendeine ihm selbst kaum ergründliche Art und Weise nahegehen. Und so taucht Junker ein in diesen Sumpf des sogenannten politischen Kampfes, der vermummten Steinewerfer, der glatten und gelackt wirkenden rechten Extremisten, der „neuen Normalität“ von Nationalismus, Fremdenhass und Konsens-Unfähigkeit, die sich auch in Schweden bereits bei Wahlen niedergeschlagen hat. Und je mehr er in den Interviews des Soziologen gräbt, desto klarer wird ihm, dass er auf der Spur eines geplanten Attentates ist. Doch wer ist Täter und wer ist Opfer? Welche Seite zieht welche Fäden und warum? Fragen, denen auch der Leser bis zum Ende des Romans nachgehen wird. Es ist dabei gerade die Mischung zwischen äußerer Tristesse und innerem „noch nicht ausgebrannt sein“ seines Ermittlers Junker, in der Carlsson ein Bild der Gegenwart über die konkrete Person hinaus lebendig werden lässt. In unruhigen Zeiten, in der alte Ressentiments auf eine Sprachlosigkeit der etablierten Politik trifft, in der längst vergessen geglaubte, intolerante Strömungen reißendes Oberwasser gewinnen und es vorbei mit aller „Gemütlichkeit“ in den Gesellschaften des Westens ist, ist Junker ein Synonym für jene Haltung, die nur fast besiegt nicht bereit ist, ganz aufzugeben, sich einfach in die bequemen Ausreden hinein gehen zu lassen. „„Durch unseren Kampf formen wir die Zukunft unserer Kinder“. Diese Worte klangen gefährlich, giftig. Und wichtig“. Martialische Reden von der „Nation“, der „Überfremdung“, der Renaissance alter, kriegerischer, brutaler Ideen jener „Aktivisten im Schwedischen Widerstand“, die in die Mitte der Gesellschaft drängen. Auf neue, nach außen glattgebügelte Art und Weise. Und dabei junge Menschen versuchen, zu formen, Freunde gegeneinander aufbringen und vor Gewalt nicht zurückschrecken. Wie auch die „Gegner“ zu allem bereit zu sein scheinen. Präzise, klar in der Sprache, düster in der Atmosphäre, ohne vorgefertigte Antworten macht sich Carlsson auf Spurensuche in der Gegenwart und führt den Leser mit hinein dahin, wo es brodelt und gefährlich ist und weiter werden wird.

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Leo's 2. Fall

Von: Mordsbuch

22.02.2016

Nach „Schmutziger Schnee“ ist „Der Turm der toten Seelen“ das zweite Buch in der Reihe, mit dem Polizisten Leo Junker. Leo, der bei einem Einsatz mehrere Menschen erschossen hat, kämpfte sich nach der Suspendierung zurück in den aktiven Dienst. Doch die Schuldgefühle bleibe, seine Psyche leidet darunter und seine Tablettenabhängigkeit setzt dem ganzen noch dir Krone auf . In diesem Fall muss er den Mord an einem Soziologen aufklären. In eine Seitenstraße wird der Soziologe, Thomas Heber, erstochen aufgefunden. Heber der sich vor seiner Ermordung, aufgrund eines Forschungsprojekts, mit rechten und auch linken Randgruppen der Politik beschäftigte, scheint sich damit nicht nur Freunde gemacht zu haben. Warum wurde er ermordet? Kam er an Info's die nicht für seine Ohren bestimmt waren, und die auf keinen Fall bekannt werden sollten? Wer hat durch die Informationen am meisten zu befürchten? Nachdem Leo und sein Team es endlich schaffen etwas Licht ins Dunkle zu bringen, werden sie vom Fall abgezogen und der schwedische Geheimdienst übernimmt die Ermittlungen. Aber Leo gibt nicht so einfach auf, denn er vermutet, dass in diesem Fall einiges vertuscht werden soll. Und so ermittelt er weiter, privat natürlich. Wird er aufdecken, was es mit diesem Fall auf sich hat? Ich finde Christoffer Carlsson ist im zweiten Band seinem Stil treu geblieben. Diesmal geht es um das politische Zeitgeschehen, welches er gut recherchiert hat. Auch die Geschichte zu Leo Junker kommt nicht zu kurz, und man erfährt noch mehr aus seinem Privatleben. Ich finde auch den zweiten Teil wieder spannend, vom Anfang bis zum Ende. Finde aber man sollte den ersten Teil gelesen haben, um die Hintergründe zu verstehen. Fazit: Spannende Geschichte zum aktuellen Zeitgeschehen. Kann es nur empfehlen und hoffe auf eine Fortsetzung.

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Vita

Christoffer Carlsson, geboren 1986, ist der jüngste Star am schwedischen Krimihimmel. Mit 28 Jahren hat er nicht nur bereits vier hoch gelobte, international erfolgreiche Thriller geschrieben, sondern nebenher auch noch sein Kriminologie-Studium mit Promotion abgeschlossen. Der Turm der toten Seelen, der erste Band der Serie um den Polizisten Leo Junker, wurde 2013 mit dem Schwedischen Krimipreis ausgezeichnet und war auch international sehr erfolgreich. Es folgten Schmutziger Schnee (2015) und Der Lügner und sein Henker.

Zur AUTORENSEITE

Susanne Dahmann studierte Geschichte, Skandinavistik und Philosophie an den Universitäten Kiel und Freiburg im Breisgau. Nach dem Magisterexamen war sie in einem Stuttgarter Sachbuchverlag tätig. Dort arbeitete sie zunächst im Vertrieb, dann als Lektorin.

Seit 1993 übersetzt sie Bücher, hauptsächlich aus dem Schwedischen, aber auch aus dem Dänischen. Ihr Arbeitsbereich umfaßt sowohl Belletristik als auch Sachbuch, hier vor allem den Bereich historisches Sachbuch. So hat sie z.B. Henrik Berggrens Bücher über Olof Palme und Dag Hammarskjöld übersetzt, sowie Lena Einhorns »Ninas Reise« und für das Fritz Bauer Institut in Frankfurt die schwedischen und dänischen Texte von Fritz Bauer.

Susanne Dahmann lebt in Marbach am Neckar, wo sie zusammen mit anderen Kolleginnen ein Literaturbüro für Lektorat, Übersetzung und Kulturprojekte betreibt.

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