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Sind die Menschenrechte westlich?

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16131-6

Erschienen: 30.03.2015
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Wenn die Idee der Menschenrechte ein Charakteristikum der westlichen Kultur ist, wie kann es dann sein, dass die längste Zeit europäischer Geschichte von Sklaverei und Folter durchzogen ist? Hans Joas zeigt anhand der Rechtfertigung von Inhumanität im Westen, wie fragil der Fortschritt in Richtung einer Sakralisierung der Person ist, und warnt vor jedem kulturellen Triumphalismus, der sich auf die erreichten Fortschritte beruft.

Hans Joas (Autor)

Hans Joas, geb. 1948, ist Soziologe und Sozialphilosoph. Er lehrt als Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität in Berlin und ist außerdem Professor und Mitglied des Committee on Social Thought an der University of Chicago. Vom April 2011 bis zum März 2014 war er Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS). Im Sommersemester 2012 hatte Joas als erster Wissenschaftler die neu geschaffene Gastprofessur der Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI.-Stiftung an der Universität Regensburg inne.

28.11.2017 | 19:30 Uhr | Essen

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ISBN: 978-3-641-16131-6

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Verlag: Kösel

Erschienen: 30.03.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Sind die Menschenrechte westlich?

Von: Teufel100 Datum: 30.10.2016

www.lesensiegut.de

Sind die Menschenrechte westlich? Dieser Frage widmet sich Hans Joas in seinem gleichnamigen Buch, welches im Kösel Verlag erschienen ist. Und diese Frage ist interessant, denn die westliche Welt schmückt sich sehr gerne damit. Doch sind die Werte, die am Ende zur Verkündung der Menschenrechte geführt haben, wirklich allein in der westlichen Welt entstanden? Kann die westliche Welt überhaupt ein Monopol auf die Menschenrechte anmelden, wenn sie diese dann nicht als Richtschnur für ihre Politik ansehen? Entspricht der Umgang mit geflüchteten Menschen den Menschenrechten? Was ist mit den Foltermethoden der USA und den Gefängnissen außerhalb der USA?

Hans Joas schaut sich nicht nur die jüngere Vergangenheit der westlichen Welt an, sondern er schaut in der Geschichte auch zurück. Er beschäftigt sich mit der Sklaverei, die noch gar nicht so lange überwunden ist, oder auch mit der Folter, die lange Zeit zu den westlichen Rechtssystemen gehörte.

Er versucht auf knapp 80 Seiten sich der Frage zu nähern und sie zu beantworten und seine Argumentationskette ist dabei schon ziemlich interessant. Sie kann am Ende aber nur der Eintritt in eine Diskussion sein, das Buch nur ein Puzzleteil, um sich seine eigene Meinung zu diesem Thema zu bilden. Dennoch ist auch dieses Teil wichtig und deswegen kann ich jedem, der sich für dieses Thema interessiert, auch nur empfehlen, dass Buch zu lesen.

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