Unsichtbare Frauen

Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert

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Unsere Welt ist von Männern für Männer gemacht und tendiert dazu, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren. Caroline Criado-Perez erklärt, wie dieses System funktioniert. Sie legt die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Erhebung wissenschaftlicher Daten offen. Die so entstandene Wissenslücke liegt der kontinuierlichen und systematischen Diskriminierung von Frauen zugrunde und erzeugt eine unsichtbare Verzerrung, die sich stark auf das Leben von Frauen auswirkt. Kraftvoll und provokant plädiert Criado-Perez für einen Wandel dieses Systems und lässt uns die Welt mit neuen Augen sehen.

»Akribisch recherchiertes Pamphlet für eine weibliche Welt.«

Brigitte Woman (04. Februar 2020)

Aus dem Englischen von Stephanie Singh
Originaltitel: Invisible Women. Exposing data in a world designed for men
Originalverlag: Chatto & Windus
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22377-9
Erschienen am  10. Februar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Deprimierend

Von: Lillibeth

26.03.2020

Das Buch "Unsichtbare Frauen" von Caroline Criado-Perez hat mich ziemlich deprimiert. Trotz all der Jahre des Kampfes für eine Gleichberechtigung und -behandlung zu lesen, dass in so gut wie allen Bereichen des Lebens Frauen weitesgehend ignoriert werden, ist schwer zu lesen. Aus diesem Grund konnte ich auch nie lange an dem Buch lesen. Doch auch die Fülle an Fakten und Ergebnisse von Umfragen und Tests hat das Lesen nicht sonderlich angenehm gemacht. Sicher, all diese Daten sind wichtig und unterstreichen perfekt die Aussage des Buches, für den Leser wird es jedoch auf Dauer etwas eintönig. Trotzdem halte ich dies für ein überaus wichtiges Buch, welches perfekt darlegt, wo überall Handlungsbedarf besteht.

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Ein wichtiges Buch, nicht nur für "schwierige Frauen"!

Von: Phienchen

24.03.2020

In "Unsichtbare Frauen" will Caroline Criado-Perez auf Geschlechterungleichheiten aufmerksam machen, die den meisten (auch Frauen selbst) so nicht unbedingt bewusst sind, und was das für Auswirkungen hat. Mir ist sehr positiv aufgefallen, dass sie für ihre Thesen Quellen angibt! Es sind allerdings so überwältigend viele, dass es ohne eine große zeitliche Investition nicht möglich ist, sich alle einmal anzuschauen und zusätzlich kritisch zu hinterfragen. Sehr viele ihrer behandelten Themen wären mir ohne dieses Buch nicht aufgefallen. Ich wäre vermutlich gar nicht auf die Idee gekommen, dort nach "Genderdifferenzen" zu suchen. Das Buch versammelt viele gute Diskussionsansätze und zeigt die Schwachstellen von Statistiken und unzureichender Datenerhebungen. Es wäre überaus wünschenswert, wenn sie so einen Beitrag dazu geleistet hat, dass die Forschung und politischen Würdenträger diese Überlegungen in Zukunft berücksichtigen! Nicht so überzeugt war ich von der Strukturierung des Buches. Es ist eigentlich in thematisch klar umrissene Themenbereiche eingeteilt, aber in den Kapiteln weichen diese Abgrenzungen immer wieder auf. So entsteht leider ein Eindruck von chaotischem Hin- und Herspringen und einer Aufgeregtheit, die potentielle Leser, die das Thema vielleicht nicht so wichtig finden, eher nicht überzeugen kann (das habe ich mit Stichproben getestet). Es ist zusätzlich schade, dass es so leider nicht möglich ist, alle z.B. medizinischen Themen und Argumente gebündelt wiederzufinden, da es zwar ein Kapitel über Medizin gibt, sich aber auch im Rest des Buches entsprechende Aussagen wieder finden lassen. Als deutsche Leserin ist es vielleicht etwas unglücklich, dass einige Punkte sehr stark auf Großbritannien, die USA o.ä. ausgelegt und nicht direkt auf unsere Lebenswirklichkeit anwendbar sind. Aber dies ist der Tatsache geschuldet, dass eine britische Journalistin natürlich für ein britisches Publikum schreibt, da sie dort erstveröffentlicht. Eine entsprechende Zielgruppenanpassung wäre vom deutschen Verlag sehr schön gewesen, aber vermutlich auch in mehrerlei Hinsicht sehr aufwendig. Trotz der sehr berechtigten Kritikpunkte der Autorin finde ich persönlich, dass sie es sich am Ende oft zu einfach gemacht hat und alle Probleme auf die Datenlücken oder bewusste Ignoranz oder Negierungen der (bösartigen) Verantwortlichen zurückgeführt. Ihre Argumentationsketten kommen sehr vereinfacht gesagt oft so rüber, als könnte man alle Probleme dieser Welt lösen, wenn doch endlich die Frauen diejenigen wären, die die Entscheidungen träfen. Ich teile ihre Ansicht, dass beide Geschlechter mit einbezogen werden müssen (!!!), glaube aber nicht, dass es wirklich gerecht zugehen kann, wenn die Gesellschaft plötzlich in das andere Extrem umschlagen würde. Zusätzlich ist Unwissenheit nicht gleichzeitig Böswilligkeit. Aufgrund der Relevanz und der intensiven Recherchen kann ich trotz meiner Kritik berechtigte 4 Sterne vergeben.

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Vita

Caroline Criado Perez, 1984 geboren, ist Autorin und Rundfunkjournalistin. Sie publiziert u.a. im New Statesman und im Guardian und hält regelmäßig Vorträge. Ihr erstes Buch »Do it Like a Woman« wurde von den Medien als »ein eindringlicher journalistischer Text« und zu einem der »Bücher des Jahres« des Guardian gekürt, »alle jungen Mädchen und Frauen sollten ein Exemplar besitzen«. Als eine der international bedeutendsten feministischen Aktivistinnen ihrer Zeit wurde Criado Perez mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Zu ihren bekanntesten Kampagnen-Erfolgen gehören die Mitfinanzierung der Website Women’s Room, der Abdruck einer Frau auf britischen Banknoten, die Verpflichtung von Twitter, seinen Umgang mit dem Thema Missbrauch zu ändern, und die Aufstellung einer Statue der Frauenrechtlerin Millicent Fawcett auf dem Parliament Square. 2013 wurde Caroline Criado Perez zum Human Rights Campaigner of the Year ernannt. Seit 2015 ist sie Officer of the Order of the British Empire (OBE). Sie lebt in London.

www.carolinecriadoperez.com/

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein Buch für Alle, nicht nur Feminist*innen. Es erweitert den Blick ungemein. Es gibt noch viel zu tun, um die Welt gerechter zu machen«

Bremen Zwei (10. Februar 2020)

»Für ihr Buch wertete Criado-Perez drei Jahre lang Studien und Statistiken aus, sprach mit Forschern und Wissenschaftlerinnen. Sie tauchte in ein riesiges Datenmeer ab und förderte erstaunliche Fakten zutage. Höchste Zeit umzudenken – und Frauen sichtbarer zu machen.«

Brigitte (12. Februar 2020)

»Geschickt führt Criado-Perez von einem gesellschaftlichen Missstand zum nächsten und lässt den Leser bzw. die Leserin erstaunt, entsetzt, sprachlos oder wütend zurück. Ein Buch über die ganze Welt – und eine Pflichtlektüre für die ganze Welt.«

orf.at (11. Februar 2020)

»›Unsichtbare Frauen‹ ist ein durchdachter Aufruf, die weibliche Benachteiligung in Zukunft zu bekämpfen.«

Claudia Voigt, SPIEGEL Bestseller (07. März 2020)

»In ihrem aktuellen Buch "Unsichtbare Frauen" belegt Criado-Perez, wie Industrie, Forschung und Wissenschaft sich an Männern orientieren. [...] Gleich gute medizinische Versorgung, Sicher sein beim Autofahren. Genauso wichtig genommen zu werden wie ein Mann, das fordert Caroline Criado-Perez in ihrem Buch. Ist doch nicht zu viel verlangt.«

ARD titel – thesen – temperamente (16. Februar 2020)