Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken

Die schrägen Typen der Journaille

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Journalisten? Hohle Schwätzer und vorlaute Kläffer! Zeitungsmacher? Elende Opportunisten! Kritiker? Perfide Ignoranten! Für Balzac waren Presseleute so ziemlich das Letzte. In seinem Bestiarium der Pariser Journaille, hier erstmals ins Deutsche übersetzt, wagt der Autor einen satirischen Rundumschlag – respektlos, böse und herrlich einseitig.

Die Herren von der schreibenden Zunft haben in Balzacs Augen samt und sonders etwas maliziös Wankelmütiges, sind offen korrupt oder von eherner Prinzipienlosigkeit. Angelehnt an die zoologische Artenbestimmung knöpft er sich in seiner Typenlehre nun sämtliche Gestalten der Pressewelt vor: den Leitartikler, den Vulgarisator, das Faktotum, den Lobhudler, den Monothematiker, den Sektierer, den Mann fürs Grobe und was sonst alles über die Flure von Zeitungsredaktionen kreucht und fleucht. Die kritische Inventur des modernen Journalismus ist ein origineller Sidekick in der aktuellen Debatte um die Rolle der Medien. Ergänzt wird die heitere Philippika durch Balzacs Appell an Schriftsteller, ihr Urheberrecht zu verteidigen.

«Weil der Platz fehlt, sei Balzacs Artenlehre hier einfach umstandslos empfohlen. … Ein Stück Karikatur der Vergangenheit, mit dem man die Gegenwart etwas lässiger sieht.»

DIE WELT, Literarische Welt, Marc Reichwein (08. Oktober 2016)

Aus dem Französischen von Rudolf von Bitter
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ISBN: 978-3-641-19675-2
Erschienen am  26. September 2016
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Vita

Honoré de Balzac

Honore de Balzac (1799-1850), eigentlich der Generation der Romantiker angehörend, bildet zusammen mit Stendhal und Flaubert das große Dreigestirn der französischen Realisten. Ruinöse Unternehmungen als Verleger und Spekulant sowie sein hemmungslos verschwenderischer Lebensstil stürzten Balzac schon in jungen Jahren in gewaltige Schulden und zwangen ihn zeitlebens zu rastloser literarischer Arbeit. Seine fast hundert Titel umfassende, als universelles Sittengemälde seiner Zeit angelegte „Comédie humaine“, ist Geniestreich der Selbstvermarktung und virtuoses Monumentalwerk der Weltliteratur in einem.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

«Der Schriftsteller Honoré de Balzac kritisiert mit Witz und Verve die Presse.»

Cicero (Magazin für politische Kultur), Michael Stallknecht (01. November 2016)

«Balzacs Typenlehre, nach 173 Jahren erstmals von Rudolf von Bitter auf Deutsch herausgegeben, ist eine famos garstige Philippika über die ‹Edelfedern, Phrasendrescher und Schmierfinken›.»

«Wer sich ein Bild davon machen will, dass der Vorwurf der ‹Lügenpresse› lange vor den Nazis im Umlauf war, der soll das hübsche Bändchen aufschlagen.»

Neue Zürcher Zeitung, Franziska Meier (21. Dezember 2016)

«Ein zeitloser Band, der in jede Redaktionsstube & neben den Rechner der Blogger wie Netzaktivsten jeglicher Coleur gehört.»

»Balzacs Text nicht nur eine Kritik am Journalistenberuf, damit täte man ihm Unrecht, sondern es ist eigentlich auch eine Zeitdiagnose.«

«Unterhaltsam, pontiert und vor allem noch immer aktuell entwirft der meisterhafte Erzähler Balzac seine Typologie der Pariser Journalisten. ... Genüsslich zu lesen und immer noch zeitgemäß.»

zeitzeichen. Evang. Kommentare zu Religion und Gesellschaft (01. Dezember 2016)

«Ein spannender Einblick in Balzacs genreübergreifende Medienkritik. ... Ein hervorragendes Nachwort des Übersetzers und Herausgebers erhellt den sozio-politischen wie ökonomischen Hintergrund.»

BÜCHERmagazin, Ingeborg Waldinger (01. Oktober 2016)

»Für alle eine ebenso aufschlussreiche wie unterhaltsame Lektüre.«

Münchner Merkur, 17.12.2016

«Dieses Buch erweitert die Balzac-Rezeption beachtlich. ... Ein satirischer Rundumschlag, respektlos, böse, zeitlos.»

«Die Abrechnung Balzacs mit den Schreiberlingen hat der Herausgeber und Übersetzer Rudolf von Bitter sinnvollerweise in den politischen wie ökonomischen Zusammenhang jener Zeit gestellt.»

Die Weltwoche, Rolf Hürzeler (24. November 2016)

»Balzacs Typenlehre der Journaille ist ebenso amüsant wie differenziert.«

«Die detailgenaue Übersetzung ins Deutsche nebst aufwendiger Recherche bei Manesse als Buch. Für jeden, der schreibt, nicht nur eine wichtige sondern auch sehr unterhaltsame Lektüre.»

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