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Wer kriegt was - und warum? Bildung, Jobs und Partnerwahl: Wie Märkte funktionieren

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-13693-2

Erschienen: 08.03.2016
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Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, Paperback

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Wenn’s nicht um Geld geht: Ein Nobelpreisträger zeigt, wie wir Märkte für uns nutzen können

Wie finden Eltern die richtige Schule für ihr Kind? Oder Jobsuchende den richtigen Arbeitgeber – und umgekehrt? Wie finden Nierenkranke den richtigen Organspender? Und Singles den richtigen Partner? Nobelpreisträger Alvin Roth, einer der weltweit führenden Wirtschaftswissenschaftler, zeigt, was geschieht, wenn wir etwas wollen, das für Geld allein nicht zu kriegen ist – und wie wir unsere Ziele erreichen können.

Alvin E. Roth, Spieltheoretiker, Miterfi nder des »Market Designs« und Nobelpreisträger für Wirtschaft 2012, widmet sich in seinem Buch einem Thema, das uns täglich begegnet, ohne dass wir uns dessen bewusst sind: den Märkten, die sich kaum oder gar nicht über Preise regeln lassen – sondern über den Abgleich von Interessen, das optimale Verkuppeln von Wünschen zur Zufriedenheit aller. An vielen konkreten Beispielen aus Beruf und Alltag, von der Berufswahl bis zur Parkplatzsuche, vom Hauskauf über die Online-Partnervermittlung bis zur Organspende zeigt er, wie die verschiedenen Märkte funktionieren, die unser Leben bestimmen (ob wir wollen oder nicht) – und wie wir lernen können, sie zu unseren Gunsten zu nutzen

Alvin E. Roth in "Kontext" - auf orf.at

"Biete Niere, suche Niere" - Rezension auf stern.de

"Wirtschaft ist überall" - spektrum.de

»Mitreißender und relevanter kann Wirtschaftswissenschaft nicht sein.«

Handelsblatt (19.08.2016)

Alvin E. Roth (Autor)

Alvin E. Roth, geboren 1951, war Wirtschaftsprofessor an der Harvard University und lehrt seit 2012 an der Stanford University. Er zählt zu den weltweit führenden Experten der Spieltheorie und des Marketdesigns. 2012 erhielt er für seine Forschungen den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

»Mitreißender und relevanter kann Wirtschaftswissenschaft nicht sein.«

Handelsblatt (19.08.2016)

»Unterhaltsam und andekdotenreich. (...) Das Buch ist ein Plädoyer, die Ökonomie wieder ernst zu nehmen.«

NZZ Bücher am Sonntag (27.03.2016)

»Mit seinem Buch öffnet Roth die Welt des Marktdesigns einem größeren Publikum.«

Süddeutsche Zeitung (19.03.2016)

»In einem neuen Buch erklärt er seine Forschung auch für Nichtökonomen verständlich (...).«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (20.03.2016)

»Man wird auf jeden Fall klüger bei der Lektüre, weil Roth theoretisches Wissen auf praktische Probleme anwendet, die jeden betreffen. Denn Märkte bestimmen unser Leben.«

Deutschlandradio Kultur (07.04.2016)

mehr anzeigen

Aus dem Englischen von Thorsten Schmidt
Originaltitel: Who Gets What. The New Economics of Matchmaking and Market Design
Originalverlag: Houghton Mifflin

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-13693-2

€ 19,99 [D] | CHF 24,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Siedler

Erschienen: 08.03.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Design gibt es nicht nur in der Mode und der Kunst

Von: Inas Bücherkiste Datum: 12.05.2017

inasbuecherkiste.blogspot.de

Märkte gibt es an jeder Ecke - ein Nobelpreisträger über Marktdesign

Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Alvin E. Roth erhielt gemeinsam mit Lloyd S. Shepley 2012 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für die Entwicklung der Idee des sog. Marktdesigns und die Theorie, wie in einem bestimmten Markt stabile Verteilungen erreicht werden können. Klingt trocken und abgehoben? Das ist es keinesfalls. Roth macht sich in seinem 2016 erschienenen Buch "Wer kriegt was und warum?" Gedanken darüber, wie typische und häufige Probleme, die dann entstehen, wenn ein Markt nicht reibungslos funktioniert, gelöst werden können.

Nicht nur forschen, sondern auch anwenden

Das Berufsleben von Roth unterscheidet sich in einem Punkt wesentlich von dem zahlreicher anderer Forscher: Er arbeitet nicht nur Theorien aus, sondern setzt diese auch praktisch ein. Sein im Buch dargestellter Schwerpunkt liegt dabei auf solchen Märkten, bei denen kein Geld im Spiel ist. Er bezeichnet sie als "Matching Markets": Man kann sich nicht einfach etwas oder jemanden auswählen, sondern muss ebenfalls von der Gegenseite ausgewählt werden. Roth hat z. B. ein System kreiert, mit dessen Hilfe möglichst viele Schwerkranke eine für sie dringend benötigte Niere bekommen. Die Spende von Nieren von Lebenden oder Verstorbenen darf nahezu weltweit - Ausnahme: Iran - nur unentgeltlich vonstattengehen. Mit Roth' Tauschringen ist es gelungen, viele Lebendspender zu gewinnen und so das Leben vieler Kranker zu retten. Die Spender hatten durchaus eine starke Motivation, ihr Spendenversprechen einzuhalten, aber eben keine finanzielle. Auch die praktikable und einigermaßen gerechte Zuteilung von Plätzen an öffentlichen Schulen war in New York und Boston ein so großes Problem, dass sich die Stadtverwaltungen an den Wissenschaftler wandten und um seine Hilfe baten - mit Erfolg. Eines der Probleme war, dass sich viele Eltern und zahlreiche Schulen dem offiziellen Zuteilungsverfahren entzogen und so neue Ungerechtigkeiten generiert wurden, ein anderes, dass Eltern nicht mehr ihren wahren Schulwunsch angaben, sondern eine strategische Wahl trafen. Beides sind unerwünschte Verhaltensweisen, die die Platzvergabe noch unbefriedigender machten.

Jetzt aber schnell...

Auch die Vergabe von Facharztstellen an Medizinstudenten oder die Bewerbungsmodalitäten für Referendarstellen bei Bundesrichtern für Jurastudenten nahm so skurrile Züge an, dass letzten Endes weder den Studenten noch den künftigen Arbeitgebern geholfen war. Beide "Matching Markets" hatten Eigenschaften, die an das Märchen vom Hasen und vom Igel erinnerten: Es wurde an den Regularien vorbei geschummelt, aber mindestens eine Seite fühlte sich zu kurz gekommen. Die beiden Phänomene, die eine sinnvolle Zuordnung der Studenten zu Bundesrichtern bzw. Kliniken verhinderten, waren einerseits die sog. verfrühte Transaktion und andererseits "explodierende" Angebote. Verfrühte Transaktionen - also z. B. Stellenangebote an ganz bestimmte Kandidaten, die immer früher abgegeben werden - entstehen aus der Sorge heraus, dass bei einer zu späten Suche nach geeigneten künftigen Juristen oder Ärzten die Konkurrenz bereits die vielversprechendsten Kandidaten für sich gewinnen konnte. In diesem Zusammenhang sind auch die "explodierenden" Angebote zu sehen: Dieser von Roth geprägte Begriff meint Stellenangebote, die einem Wunschkandidaten nur für einen äußerst begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt werden. Roth nennt hier einen extremen Fall eines Studenten, der während eines inneramerikanischen Flugs zwischen zwei Vorstellungsgesprächen ein solches Angebot eines Richters erhielt, das dieser bereits nach 35 Minuten wieder zurückzog - sowohl das Angebot als auch die Absage konnte der Student jedoch erst nach der Landung auf seinem Smartphone lesen. Der Grund für ein solches Verhalten liegt auch hier in der Angst begründet, einen (anderen) geeigneten Kandidaten zu verpassen, wenn man zu lange auf die Antwort des angeschriebenen Studenten wartet. Kurios, aber ständige Realität auf dem "Matching Market" unter angehenden Juristen und Ärzten in den USA.

Kein Modell ist dauerhaft

Roth gibt keine Patentrezepte. Er erläutert anschaulich, dass jeder Markt seine eigenen Gesetze hat und ständigen Veränderungen unterworfen ist, auf die entsprechend reagiert werden muss, wenn es zu einer von ihm als "Marktverstopfung" bezeichneten Situation kommt: Solch eine Situation entsteht beispielsweise auf Dating-Portalen im Internet, wenn attraktive Frauen von Anfragen interessierter Männer so überschüttet werden, dass sie darauf nicht mehr antworten wollen oder können. Im nächsten Schritt versenden Männer, die auf ihre Anfragen keine oder nur wenige Rückmeldungen bekommen haben, zwar immer noch weitere Nachrichten, geben sich aber für jede einzelne nun weniger Mühe, weil sie von der vorangegangenen Erfahrung frustriert sind. Die Folge: Die in der "2. Runde" angeschriebenen Frauen registrieren, dass sie nicht individuell angesprochen werden und reagieren auf diese Lieblosigkeit mit Nichtbeachtung.
Zum Schluss noch ein Beispiel für die Verfrühung in einem besonders ungewöhnlichen "Matching Market", den Roth sich mit einem chinesischen Kollegen angesehen hat: Die Arunta, ein Aborigine-Volk in Australien, waren ein polygames Volk. Das führte zu einem ständigen Frauenmangel. Wurden nun ein Junge und ein Mädchen geboren, besprachen ihre Väter nicht die Ehe zwischen den beiden Neugeborenen; das war nicht mehr möglich, weil der Vater des Mädchens bereits vor dessen Geburt eine Ehe für das ungeborene Kind arrangiert hatte. Nein, die Absprache zwischen diesen beiden frischgebackenen Vätern beinhaltete, dass die erste Tochter, die das kleine Mädchen irgendwann haben würde, den heute noch kleinen Sohn heiraten würde.

Marktdesign praxisnah erklärt

Man muss weder ein Ökonomie-Freak noch mit geballtem Wirtschaftswissen ausgestattet sein, um zu verstehen, worum es Roth beim Marktdesign geht. Die Beispiele, die er zur Erläuterung anführt, stammen entweder aus seiner eigenen Berufspraxis oder aus Zusammenhängen, die jeder versteht, der diesen Text lesen kann, also über einen Computer verfügt. Wer Marktmechanismen aus einem anderen Blickwinkel betrachten und will, ist mit "Wer kriegt was und warum?" gut beraten.

Nicht auf Europa übertragbar

Von: Nomas Literaturblog Datum: 28.01.2017

nomasliteraturblog.wordpress.com/

Grundsätzlich finde ich es ein wenig seltsam, wenn man menschliche Beziehungen nur durch die Nutzen-Kosten-Brille sieht. Es gibt zwar viele, die so ticken, aber ich nicht. Trotzdem war ich gespannt, welche Wechselwirkungen sich ergeben.

Dazu kommt, dass das Buch der US-zentriert ist und die Erkenntnisse nicht unbedingt auf Europa übertragbar. Oft werden Ausführungen wiederholt und das Buch kam mir vor, wie eine Aneinanderreihung von Anekdoten.

Fazit

Das Buch schärft zwar den Blick für zwischenmenschliche Märkte, ist aber mehr auf die USA als auf Europa ausgerichtet.

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