(Hrsg.)

113 einseitige Geschichten

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Hardcover
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Franz Hohler liebt kurze Erzählungen, auch er gilt als »Meister der kleinen Form«. Seit Jahren sammelt er Geschichten, von denen keine länger als eine Seite ist. Seine Sammlung reicht von Äsop bis Alexander Kluge, von Alfred Polgar bis Anette Pehnt, von Leo Tolstoi bis Christine Nöstlinger. Traurige, lustige, anrührende, grotesk zugespitzte und mit viel Hintersinn erzählte Geschichten, denen nicht nur die miniaturhafte Kürze gemeinsam ist. Jede von ihnen entfaltet auf knappstem Raum einen Kosmos, der den Alltag und das gewohnte Leben rasch verblassen lässt und eine viel reichere Welt der Phantasie, des Unwahrscheinlichen und kaum für möglich Gehaltenen zum Vorschein bringt. 113 einseitige Geschichten hat Franz Hohler in diesem Band versammelt – 113 Seiten überraschender und immer wieder von Neuem bezwingender Lesegenuss.


ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 144 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-75701-5
Erschienen am  14. November 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Absurd,schräg und äußerst interessant

Von: Katia

17.07.2017

Meinung: Ich habe mich schon immer für Kurzgeschichten interessiert, jedoch nie wirklich mich mit Ihnen befasst. Somit war dies eine gute Möglichkeit. Der Klappentext weckte mein Interesse an dem Thema noch mehr, weshalb ich mich schließlich entschied mich intensiver mit dem Thema zu befassen. Es werden viele bekannte Autoren und deren Worte wiedergegeben, darunter die Brüder Grimm, Alexander Kluge, Kafka und viele mehr. So werden auch interessante und spannende aber auch unbekannte Texte, wie zum Beispiel von Simon (7 Jahre) erzählt. Die Wahl der Geschichten scheint ohne wirklichen Grund und recht beliebig. Jede Geschichte ist nie länger als eine Seite, kann jedoch auch nur aus 2 Zeilen bestehen. Das Cover ist recht passend gewählt und auch sehr schön anzusehen. Auch wenn es scheint, als ob das Buch weder eine chronologische noch thematische Gliederung besitzt, konnte ich allerdings im Laufe des Buches dennoch eine vorfinden. Nicht immer waren alle Geschichten eines Themas hintereinander geordnet, trotzdem fand man stets eine Doppelseite bei dem dies der Fall war. Die Geschichten so absurd und schräg viele auch sind bringen einen öfter zum Nachdenken und zeigen Situationen, hinter denen oft eine spannende, längere und emotionale Geschichte vorzufinden ist. Besonders die absurden und nachdenklichen Texte begeistern mich sehr. Ein schönes Buch, welches man immer wieder zwischen durch lesen kann. Fazit: Alles in allem ist es ein schnell zu lesendes Buch, welches perfekt für Bahnfahrten und unterwegs ist. Es beinhaltet sowohl unbekannte als auch bekannte Autoren und garantiert den Lesespaß. Es ist einfach und angenehm zu lesen und bringt die unterschiedlichsten Emotionen hervor. Dank: Außerdem möchte ich mich natürlich bei dem btb Verlag , sowie der Verlagsgruppe Randomhouse bedanken, die mir dieses Rezensionsexemplar freundlicherweise zugeschickt haben. Ich bedanke mich nochmals bei Ihnen für die Möglichkeit dieses interessante Werk rezensieren zu dürfen und für tolle Zusammenarbeit.

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Die Buch-Rezension „113 einseitige Geschichten“ von Franz Hohler (Hg.)

Von: literaturricci

20.02.2017

In dem Buch „113 einseitige Geschichten“ hat der Schweizer Schriftsteller und Kabarettist eine lebendige Vielfalt von miniaturhaften Geschichten versammelt. Seine lesenswerte Sammlung vereint klassische und moderne Autoren unterschiedlicher Couleur. Der Schweizer Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher Franz Hohler, selbst ein Meister der pointierten Kurzprosa, liebt kurze Erzählungen und sammelt seit Jahren Geschichten, von denen keine länger als eine Seite ist. Die Auswahl umfasst sowohl groteske und lustige als auch traurige und anrührende Erzählungen. Als Autoren finden sich dabei viele bekannte, aber auch weniger bekannte Autoren. Schon die Klassiker, wie Kleist, Lessing, Hebel und später Kafka, Brecht, Canetti und Polgar widmeten sich der kurzen Form, die aus dem Alltäglichen etwas Besonderes macht. „Etwas anzufangen und überraschend aufzuhören, ist besser als etwas anzufangen und nie damit aufzuhören“, bemerkte Hohler in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Schlaglichter der Erzählkunst Die Geschichten folgen weder einer chronologischen noch einer thematischen Gliederung. Die einseitigen Geschichten sind Schlaglichter, die kurz aufblitzen, ein Motiv beleuchten und dann wieder ausgeblendet werden. „Jede Sekunde brachte Veränderungen des Lichts, der Bewegung, der Gedanken, der Laute und der Gerüche“, schreibt passend die Schweizer Schriftstellerin Adelheid Duvanel in „Ich hasste ihn“. Hohlers gelungene zusammengestellte Sammlung von kurzen Geschichten zeigt die ganze Vielfalt des schriftstellerischen Schaffens aus unterschiedlichen Stilepochen. Es sind kurze szenische Situationen, hinter denen oft eine längere Geschichte sichtbar wird. Sie gleichen einer „Umrundung der Inseln meines Interesses“, wie es treffend Künstler und Hochschullehrer Rolf Thiele in seinem Essay „Das wahre Leben oder Die Natur der Kunst“ sein künstlerisches Schaffen beschrieb. Literarische Perlen Unter den kurzen Geschichten findet sich allerlei Absurdes und Schräges, für das ich mich besonders begeistere. „Und nun werden Sie vielleicht lachen, wenn ich Ihnen sage, dass auch ich Ihnen nichts zu erzählen habe. Ich erzähle aber doch in der Hoffnung, dass Sie es verstehen werden, zwischen meinen Zeilen zu lesen“, beendet der Schriftsteller und Dada-Künstler Kurt Schwitters seine Geschichte „Das ganz einfache Leben“. Die Sammlung „113 einseitige Geschichten“ beinhaltet eine Vielzahl von zarten und lärmenden literarischen Perlen. Hohler hat sich für den Leser zusammengetragen und breitet seinen Schatz bereitwillig vor dem Leser aus. Lesenswert. Ein Füllhorn facettenreicher Erzählkunst, angereichert mit grotesken und anrührenden Kurzgeschichten.

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Vita

Franz Hohler wurde 1943 in Biel, Schweiz, geboren. Er lebt heute in Zürich und gilt als einer der bedeutendsten Erzähler seines Landes. Franz Hohler ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2002, dem Kunstpreis der Stadt Zürich 2005, dem Solothurner Literaturpreis 2013, dem Alice-Salomon-Preis sowie dem Johann-Peter-Hebel-Preis 2014.

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