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Alte Freunde Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-453-26944-6

Erschienen:  30.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Zwei alte Schulfreunde. Craig war früher der charismatische Anführer, zu dem alle aufschauten und der zum Rockstar avancierte. Alan stand stets im Abseits, war Mitläufer. Dreißig Jahre später haben sich die Vorzeichen radikal geändert. Alan ist erfolgreicher Gourmetkritiker und Bestsellerautor, während sich Craig als Obdachloser auf Londons Straßen rumtreibt. Das Schicksal führt die beiden wieder zusammen. Alan greift seinem alten Freund unter die Arme und versucht ihn wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Und bald ist nichts mehr so wie es war.

»Ein großartiger Roman voller Witz und guter Dialoge, mit etlichen unerwarteten Wendungen.«

Stefan Maelck, MDR Kultur (02.11.2017)

John Niven (Autor)

John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband The Wishing Stones, studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, die halbfiktionale Novelle Music from Big Pink über Bob Dylan und The Band in Woodstock; 2008 landete er mit dem Roman Kill Your Friends – einer rabenschwarzen Satire auf die Musikindustrie – einen internationalen Bestseller. Es folgten die Romane Coma, Gott bewahre, Das Gebot der Rache, Straight White Male, Old School und Alte Freunde. John Niven schreibt außerdem Drehbücher. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.

»Ein großartiger Roman voller Witz und guter Dialoge, mit etlichen unerwarteten Wendungen.«

Stefan Maelck, MDR Kultur (02.11.2017)

»Der König der gepflegten Entgleisung«

Ralf Niemczyk, Rolling Stone (26.10.2017)

29.10.2018 | 20:00 Uhr | Berlin

Heyne Hardcore Night mit John Niven, Annika Line Trost, Thorsten Nagelschmidt, Mimi Erhardt und Kristof Schreuf

Eintritt:
VVK € 15,- zzgl. Geb./ AK € 16,50,-
Einlass ab 19:30 Uhr

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Mehr Infos

Pfefferberg Theater
Schönhauser Alle 176
10119 Berlin

Weitere Informationen:
Thalia Buchhandlung Berlin
10179 Berlin

Tel. 030/2758162-0, thalia.berlin-alexa@thalia.de

31.10.2018 | 20:00 Uhr | Hamburg

Heyne Hardcore Night mit John Niven, Timo Blunck, Simone Buchholz, Bernd Begemann und Hawel/McPhail

Moderation: Markus Naegele

Eintritt: VVK € 18,- zzgl. Geb.
Einlass ab 19:00 Uhr

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Mehr Infos

Nochtspeicher
Bernhard-Nocht-Straße 69a
20359 Hamburg

Aus dem Englischen von Stephan Glietsch
Originaltitel: No Good Deeds
Originalverlag: Heineman

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-453-26944-6

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen:  30.10.2017

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Amüsant, bitterböse, nachdenklich stimmend und ein eher mittelprächtiges Ende

Von: Sandy Datum: 30.07.2018

nightingale-blog.net/

Meine Meinung
Das nicht jeder unter dem Wort »Freundschaft« das gleich versteht, ist nichts Neues. Ab wann ist ein Freund wirklich ein Freund? John Niven hat sich in seinem neuen Roman ALTE FREUNDE intensiv und auf seine ganz eigene Art mit dem Thema Freundschaft beschäftigt. Er schreibt in dieser dunklen Komödie über die Erinnerung an eine längst vergangene Freundschaft zweier Männer, sowie deren Erfolge bzw. Misserfolge.

Während Alan es als bekannter Restaurantkritiker und durch die Ehe mit einer wohlhabenden Frau in die englische High-Society geschafft hat, sich aus dem ehemals übermenschlich großen Schatten seines Freundes Craig zu lösen, ist dieser nach einem Hoch als Rockstar tief gefallen. Nachdem sich die beiden zufällig wiedersehen, steht für Alan fest, dass er seinem obdachlosen Kumpel etwas unter die Arme greifen möchte. Doch ist Craig wirklich so hilfsbedürftig, wie er allen weismachen will?

Niven platziert die Geschehnisse mit Verweisen auf Social-Media-Seiten wie Twitter, Tumblr und Häme auf den überteuerten Londoner Wohnungsmarkt in der heutigen Zeit. In mancher Hinsicht machte sich Protagonist Alan mit seiner Schadenfreude gegenüber anderer Leute Fauxpas und der selbstgefälligen Attitüde, fast etwas unbeliebt. Gleichzeitig ertappte ich mich dabei, wie ich ihn bemitleidete, als sich das Blatt schleichend für ihn wendet. Er genießt zwar das sorgenfreie luxuriöse Leben, aber man spürt auch das die Zeit seine Spuren hinterlassen hat. Ich mochte Alan als Familienmenschen sehr. Bei all der Oberflächlichkeit bekam ich von ihm das Gefühl von wahrer Liebe für seine Frau und Kinder vermittelt. In Bezug auf Craig hielt sich meine Empathie jedoch in Grenzen. Aus ihm schlau wird man lange nicht. Das mag auch daran liegen, dass obgleich John Niven aus wechselnden Perspektiven erzählte, man von Craigs Charakter nur sehr wenig geboten bekommt.

ALTE FREUNDE war mein erstes Buch des Autors. Die Erwartungshaltung war daher relativ niedrig. Was mich von Beginn angenehm überraschte, war der tiefschwarze Humor [für welchen Niven wohl auch sehr geschätzt wird]. So las sich die Handlung amüsant, triefend vor Sarkasmus und irgendwann auch untergründig böse. Es fühlte sich an, als ob ich mir eine englische TV-Satire ansah. Aber auch die Message hinter dem Roman gefiel mir. Das Alan und Craig keine ebenbürtig gebende Freundschaft verbindet, merkt man relativ schnell. Was mir nicht gefiel war das Ende. Hier hatte es sich, meinem Gefühl nach, der Autor doch zu einfach gemacht und die gesamte Handlung nochmal in Frage gestellt. Das fand ich doch etwas schade.

Nichtsdestotrotz bin ich neugierig geworden und werde mir in Zukunft gerne ein weiteres Werk des Autors näher anschauen.


Fazit
Mein erstes Leseerlebnis mit John Niven war durchaus unterhaltend und amüsant, aber auch nachdenklich stimmend und zum Ende hin etwas enttäuschend. Zwischen all der Satire findet man einen ernsten Kern. Man macht sich unweigerlich Gedanken darüber, wie man selbst Freundschaft definiert und ob man einander wirklich gleichwertig zu schätzen weiß.

Freunde oder keine Freunde, das ist hier die Frage ...

Von: Sharon Baker Datum: 14.07.2018

sharonbakerliest.blogspot.de/

Alan ist erfolgreicher Gourmetkritiker und läuft gerade nach einem Restaurantbesuch durch die Straßen und sucht nach den passenden Worten für seine vernichtende Kritik. Gedankenversunken steht er da und wird plötzlich von jemandem angesprochen, einem Obdachlosen, der sogar seinen Namen kennt und jetzt, macht es bei Alan klick. Es ist Craig, der ihn da anspricht, Craig sein alter Schulfreund, der Rockstar, der nun als Penner vor ihm steht. Alan ist mit der Situation überfordert, wie reagiert man, was macht man und wie kann er überhaupt helfen. So gehen die beiden erst mal was trinken, lassen alte Zeiten aufleben und dann nimmt Alan Craig einfach mit nach Hause. Es steht fest, Craig soll erst mal bei der Familie bleiben und er will ihm helfen, wo er kann. So nimmt Craig‘s Leben wieder Form an und läuft in eine gute Richtung, und während bei dem einen alles besser wird, strudelt Alans Leben einer Katastrophe entgegen. Was wird passieren? Wie stehen die beiden Schulfreunde zueinander? Und kann Craig der Obdachlosigkeit wirklich entfliehen?

Ich hatte noch kein Buch von John Niven gelesen und ich bin ganz ehrlich, ich hätte dieses Buch auch nicht in die Hände genommen, wenn sich der Buchklub nicht dafür entschieden hätte. Obwohl das Cover allein schon recht stimmig ist, hätte ich es deswegen schon nicht in die Hand genommen, da lobe ich mir die englische Ausgabe, die ist da etwas unverfänglicher. Aber ich habe es gelesen, und wie es mir gefallen hat, erzähle ich euch nun.

Alan war als Kind nicht der beliebteste Junge und eher ein geduldeter Mitläufer. In Schottland geborgen und immer mit dem Wunsch, der Enge und der sozialen Unterschicht zu entfliehen. Genau wie sein Freund der Rockstar. Aber schaut man Alan jetzt an, hat sich das Blatt gravierend geändert. Nun ist er der erfolgreiche Mann, verheiratet, drei Kinder und steht finanziell verdammt gut da. Durch die Heirat mit seiner Frau hat sich ihm auch die Oberschicht geöffnet und nun wandelt er auf ganz anderen Festen rum. Er ist angekommen und ist auch ein wenig stolz darauf. Als er nun Craig wieder trifft, ist er peinlich berührt, hilflos und irgendwie, weiß er nicht recht was er machen soll. Es ist eine verzwickte Situation, soll er ihn einfach wieder gehen lassen, sein Leben als Penner weiter zuführen, oder greift Alan ein. Er greift beherzt ein und sucht ganz blauäugig nach Lösungen um Craig zu helfen, denn sie sind doch Freunde. Alan ist ein wirklich gutmütiger Trottel, der durch günstige Wendungen in seinem Leben, endlich da ist, wo er immer hin wollte. Ein großes Haus, gute Absicherung, eine Familie und Anerkennung. Obwohl er es manchmal etwas übertreibt, nimmt man Alan sympathisch auf und begleitet ihn durch sein eigenes Chaos.

Was mir als Erstes bei dieser Geschichte aufgefallen ist, geht es hier eigentlich wirklich um Freundschaft? Wie definieren die beiden Charakter ihre Freundschaft und was ist Freundschaft überhaupt für sie. Mit dieser, im Kopf schwirrenden Frage, habe ich das Buch gelesen und dabei entdeckt, das der Autor auch ein Spiegel auf unsere Gesellschaft geworfen hat. Schauen wir doch das Umfeld von Alan an, reiche und verwöhnte Statusmenschen, aber sind das, Freude? Ruft man diese in der Not? Aber was ist mit Craig, der unterm Dach wohnt. So richtig freundschaftlich gehen die beiden gar nicht miteinander um. Obwohl beider Lebenssituationen so unterschiedlich sind, spürt man sofort das unterschwellige Konkurrenzdenken. Dem einen ist es etwas unangenehm und den anderen nervt der Protz, der ihm unter die Nase gehalten wird. So spürt man die unausgeglichene Situation und fragt sich wohin wird das führen und ganz langsam erahnt man, wohin die Abwärtsspirale läuft.

Ich muss sagen, mich hat diese Geschichte überrascht, mit solch einem realistischen Bild hatte ich nicht gerechnet und finde den Ansatz wirklich toll. Es ist eigentlich gar nicht so die Freundschaftsgeschichte an sich, sondern die eigenen Fragen, die man sich selbst danach stellt. Was ist Freundschaft für mich? Würde ich einen alten Schulfreund von der Straße mit nach Hause nehmen? Wie würde ich in einigen solcher Situation reagieren? Das finde ich, macht dieses Buch aus, das hat der Autor für mich geschickt gemacht. Allerdings fand ich einige ausschweifende Szenen wirklich zu viel ausgeschmückt und ein bisschen zu sehr in der fäkal Sprache gewälzt, das hätte für mich nicht sein gemusst, aber das scheint hier sein Humor zu sein. Der ganze Rest war allerdings gut zu lesen und wie gesagt, mit tollen Ansätzen und einigen Wendungen, die auch noch sehr unterhalten hatten.

Für mich war das bestimmt nicht der letzte John Niven Roman, da er mich trotz meiner Ablehnung überzeugt und mir wirklich heiter Lesestunden beschert hat. Witzig, klug und zum Nachgrübeln.

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