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Das Verstummen der Natur

Das unheimliche Verschwinden der Insekten, Vögel, Pflanzen – und wie wir es noch aufhalten können

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Hardcover
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Die dramatischen Folgen des heimischen Artensterbens
Es wird still und einsam um uns herum, der Mensch vernichtet seine eigenen Lebensgrundlagen: Die Insektenbestände brechen um über 80 Prozent ein, Tausende Quadratkilometer Ackerrandstreifen und andere Lebensräume wurden in den letzten Jahren vernichtet, Meerestiere sind plastikverseucht – die Vielfalt des Lebens ist massiv bedroht. Claus-Peter Hutter, Präsident von NatureLife-International und Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz des Landes Baden-Württemberg, und Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, zeigen die Gründe für das Artensterben auf, nennen Verursacher und Verantwortliche - insbesondere die industrialisierte Landwirtschaft mit ihrem maßlosen Einsatz von Pestiziden und den endlosen Monokulturen. Und sie machen mehr als deutlich, was endlich getan werden muss. Wie genau das aussehen kann und welche Beispiele es für die Rettung der biologischen Vielfalt gibt, sät ein Körnchen Hoffnung angesichts einer apokalyptischen Entwicklung.

»Fundiert zeichnen sie nach, warum in Deutschland und weltweit Lebensräume und Arten verschwinden.«

natur (16. Januar 2020)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover, Pappband, 336 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-28109-7
Erschienen am  01. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Aufrüttelndes Buch

Von: Silke

20.01.2020

Stellen Sie sich das mal vor: Es ist Frühling und kein Insekt ist zu hören oder zu sehen. Kein Bienengesumm, kein Brummen von Käfern. Und an den Blüten sitzen keine Schmetterlinge. Leider ist das inzwischen vielerorts schon Realität: Die Zahl der Insekten in den vergangenen Jahren um über 80 Prozent zurückgegangen. 80 Prozent! Es ist still geworden in der Natur. Nicht nur das Summen der Insekten ist verstummt. Bis zu 58.000 Tierarten, so schätzen Experten, sterben pro Jahr aus. Hauptverursacher ist der Mensch, der die Meere mit Plastik und Äcker mit Pestiziden verseucht, Wiesen in Monokulturen verwandelt und Brachflächen in Bauland. „Das Verstummen der Natur“ heißt das Buch des ZDF-Journalisten Volker Angres und des Umweltschutzexperten Claus Peter Hutter, das aufwecken will. Die beiden klagen nicht nur an, sondern zeigen auch auf, wie sich die Artenvielfalt erhalten lässt. Manches geht im ganz Kleinen. Jeder Gartenbesitzer kann etwas tun. Indem er auch ein paar Wildblumen aussät und so Wildbienen und anderen Insekten Nahrung bietet. Indem er verhindert, dass seine Regentonne zur Todesfalle für Vögel und Insekten wird. Oder indem er auf Mäh-Roboter verzichtet, die nicht zwischen Gras und einem Frosch unterscheiden können. Das Buch gibt am Ende vieler Kapitel praktische Tipps, um das Verstummen der Natur zu verhindern – vom Schutz der Uferzonen über den Einsatz von Marienkäferlarven statt der Giftspritze bis zum Rat, verstärkt saisonale, regionale und Bio-Lebensmittel einzukaufen. Einzelne Lebensräume – Wälder, Moore, Wiesen, Gewässer – werden vorgestellt und es gibt ein eigenes Kapitel über Rettungsversuche. Auch über die Grenzen Deutschlands schauen die Autoren. Ziemlich am Ende kommt ein Zitat, das erschreckt, eine Aussage des früheren Umweltministers Klaus Töpfer: „Es wird sich nichts ändern – bis zur nächsten Katastrophe.“ Tatsächlich waren es oft Katastrophen, die dazu geführt haben, dass sich etwas änderte. Der Atomausstieg kam nach Fukushima zustande, und erst Meldungen wie das qualvolle und weltweit veröffentlichte Sterben eines Wals, in dessen Bauch 80 Kilogramm Plastikmüll steckten und die Information, dass der Müllstrudel im Meer inzwischen viermal so groß ist wie die Fläche Deutschlands, sorgten dafür, dass sich die Politik mit dem Thema Plastikmüll beschäftigt. Das Buch Das Verstummen der Natur: Das unheimliche Verschwinden der Insekten, Vögel, Pflanzen – und wie wir es noch aufhalten können“ (Ludwig-Verlag, 336 Seiten, 20 Euro) schockiert, aber es bietet Lösungen – und ich würde mir wünschen, dass es viele Leser bekommt. Damit die Schreckensvision von einer Natur ohne Insekten und Vögel nicht zur Wirklichkeit wird.

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Ein informativer Hilferuf mit Lösungsansätzen

Von: sommerlese aus Hannover

29.07.2019

Die Folgen des heimischen Artensterbens sind inzwischen allgegenwärtig sichtbar. Der Mensch vernichtet seine eigenen Lebensgrundlagen, es gibt kaum noch Insekten, Lebensräume für Wildtiere werden unwiderruflich vernichtet und das Meer ist voll mit Plastik. Wie sollen sich Tiere und Pflanzen da noch behaupten? "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." Zitat Seite 129 Albert Schweitzer Wenn die Vielfalt der Lebewesen auf der Erde stirbt, hat der Mensch auch verloren. Darüber sollte sich jeder bewusst sein. Früher wurde der Ackerbau in Form einer Dreifelderwirtschaft betrieben, dort konnte sich der Boden regenierieren, die Wildkräuter sich vermehren, die Weidetiere hatten Futter und hinterließen ihren Mist als Dünger für den darauffolgenden Getreide- oder Gemüseanbau. Es was ein Segen für Insekten, Weidevieh, aber auch für die Menschen. Heute sorgt intensivse Bewirtschaftung, die chemische Schädlingsbekämpfung und Überdüngung für die Verdrängung der Flora und Fauna auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die beiden Autoren bringen die Bedrohung der Arten mit den von Menschen gemachten Fehlern in Verbindung, sie erklären und zeigen Beispiele, sie klagen an und bringen Lösungsansätze und Vorschläge für einen besseren Umgang mit der Natur im Kleinen wie im Großen. Ihre Texte werden gestützt von aktuellem Zahlenmaterial, sie erwähnen Fehler der Politik und auch die Konsumenten, die mit ihrem Kaufverhalten diese tragische Entwicklung mit bewirkt haben. In einzelnen Kapiteln geht es Stück für Stück den Vernichtungsfaktoren auf den Grund. Hier werden insbesondere die Landwirtschaft, der Klimawandel, Tierfallen, letzte Naturoasen und der Bauwahn in den Städten von allen Seiten beleuchtet und aufklärend dargestellt. Welche Lebensräume müssen wir schützen? Intakte Wälder, Moore, Wiesen, Bäche und Flüsse, sowie Seen sind extrem wichtig für ein ausgewogenes Verhältnis in der Natur. Doch die Autoren zeigen auch Rettungsversuche auf. Es gibt noch kleine Hoffnungsschimmer, wenn wir Menschen uns darauf einlassen und wieder mehr versuchen, mit der Natur zu leben und nicht gegen sie. Zur Rettung der Wiesen gibt es folgende Vorschläge: - Wissen über Wiesenblumen und die dazugehörigen Tiere an Kinder weiter vermitteln. - keine Wiesenblumen pflücken - Anlegen von Naturwiesen - Wegrandstreifen nicht überdüngen - keinen E10-Kraftstoff tanken - Politik: - keine Förderungen für Biogasanlagen und den Maisanbau Dieses Sachbuch ist sehr umfangreich, wer sich mit den Themen näher beschäftigen möchte, der erhält am Ende noch viele Behördenadressen, Literaturhinweise und Quellenangaben zur eigenen Recherche. Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist der erklärende Ansatz, das Ansprechen von Problemen und Gefahren für die Natur und das Aufzeigen von möglichen Perspektiven und Lösungsvorschlägen, um die Natur besser zu schützen, die Arten zu bewahren und die Umwelt nicht noch weiter zu zerstören. Jeder Mensch ist hier gefragt, sich mit der Thematik zu befassen und sich für seine Natur einzusetzen. Aufklärung ist wichtig, nur wer seine Fehler kennt, wird sie vermeiden können. Versuchen wir, die Umwelt wieder lebenswerter für viele Arten zu machen, am Ende profitieren wir selbst davon. Dieses Buch ist eine eindringliche Erklärung, ein Aufschrei für die Rettung von Natur und Umwelt und für den Erhalt der Artenvielfalt. Es ist trotz der negativen Grundthematik aber auch ein hoffnungsvolles, weil motivierendes Buch.

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Vita

Claus-Peter Hutter, Jahrgang 1955, ist Präsident der Stiftung NatureLife-International und Autor zahlreicher Bücher und Publikationen zu Umwelt- und Verbraucherthemen. Hauptberuflich leitet C.-P. Hutter die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg. Volker Angres ist Autor und Leiter der Umwelt-Redaktion des ZDF. Er wurde für seine Arbeit mehrfach mit verschiedenen Umweltpreisen ausgezeichnet. Mit Claus-Peter Hutter veröffentlichte er bereits mehrere Sachbücher.

© privat
Volker Angres
© Thomas Niedermüller
Claus-Peter Hutter

Pressestimmen

»Die Autoren nennen Gründe für das Artensterben, Verursacher und Verantwortliche und sie machen deutlich, was endlich getan werden muss.«

Mittelbayerische, Conrad Fink (14. Dezember 2018)

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