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Die Glücklichen Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87453-1

Erschienen: 16.03.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Ein großes Generationsporträt unserer Zeit

Isabell und Georg sind ein Paar. Ein glückliches. Wenn die Cellistin Isabell spätabends von ihren Auftritten mit dem Orchester nach Hause geht oder der Journalist Georg von seinem Dienst in der Redaktion auf dem Heimweg ist, schauen sie oft in die Fenster fremder Wohnungen, dringen mit ihren Blicken in die hellen Räume ein. Bei abendlichen Spaziergängen werden sie zu Voyeuren. Regalwände voller Bücher, stilvolle Deckenlampen, die bunten Vorhänge der Kinderzimmer. Signale gesicherter Existenzen, die ihnen ein wohliges Gefühl geben. Das eigene Leben in den fremden Wohnungen erkennen. Doch das Gefühl verliert sich.

Mit der Geburt ihres Sohnes wächst nicht nur ihr Glück, sondern auch der Druck und die Verunsicherung. Für Isabell erweist sich die Rückkehr in ihren Beruf als schwierig: Während des Solos zittern ihre Hände, nicht nur am ersten Abend, sondern auch an den folgenden. Gleichzeitig verdichten sich in Georgs Redaktion die Gerüchte, der Verlag würde die Zeitung verkaufen. Währenddessen wird ihr Haus saniert. Im Treppenhaus hängt jetzt ein Kronleuchter, im Briefkasten liegt eine Mieterhöhung. Für die jungen Eltern beginnt damit ein leiser sozialer Abstieg. Isabell und Georg beginnen mit einem Mal zu zweifeln, zu rechnen, zu vergleichen. Jeder für sich. Je schwieriger ihr Alltag wird, desto mehr verunsichert sie, was sie sehen. Die gesicherten Existenzen mit ihren geschmackvollen Wandfarben sagen jetzt: Wir können, ihr nicht. Was vertraut und selbstverständlich schien – die Cafés, Läden, der Park, die Spielplätze mit jungen Eltern –, wirkt auf einmal unzugänglich. Gegenseitig treiben sich Isabell und Georg immer mehr in die Enge, bis das Gefüge ihrer kleinen Familie zu zerbrechen droht.

Kristine Bilkau zeichnet in ihrem Debütroman »Die Glücklichen« das präzise Bild einer nervösen Generation, überreizt von dem Anspruch, ein Leben ohne Niederlagen zu führen, die sich davor fürchtet, aus dem Paradies vertrieben zu werden.

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"Kristine Bilkau hat einen fabelhaft gelungenen Debütroman geschrieben, ebenso takt- wie kunstvoll, ganz ohne Händezittern und sehr lesenswert."

Hans-Jürgen Schings / Frankfurter Allgemeine Zeitung (02.05.2015)

Kristine Bilkau (Autorin)

Kristine Bilkau, 1974 geboren, war 2008 Finalistin des Literaturwettbewerbs Open Mike in Berlin und 2009 Stipendiatin der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin. 2010 erhielt sie das Stipendium des Künstlerdorfes Schöppingen und 2013 nahm sie an der Bayerischen Akademie des Schreibens des Literaturhauses München teil. Sie arbeitet als Journalistin und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Ihr erster Roman „Die Glücklichen“ wurde vom Feuilleton gefeiert und mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet.

"Kristine Bilkau hat einen fabelhaft gelungenen Debütroman geschrieben, ebenso takt- wie kunstvoll, ganz ohne Händezittern und sehr lesenswert."

Hans-Jürgen Schings / Frankfurter Allgemeine Zeitung (02.05.2015)

"Kristine Bilkaus Debüt "Die Glücklichen" ist mehr als ein Prekariatsroman. Es legt die Risse einer jungen Generation frei, die an der modernen Arbeitswelt scheitert."

Björn Hayer / ZEIT ONLINE (23.03.2015)

""Die Glücklichen" hat etwas zu erzählen über diese Generation, das es so womöglich noch nicht zu lesen gab."

Maren Keller / SPIEGEL ONLINE (18.03.2015)

"Kristine Bilkau hat diesen großartigen Roman geschrieben über die Generation 30+ - eine Generation, die hohe Ansprüche ans Leben stellt und an Scheitern nicht denken will."

Natascha Geier / NDR-Kulturjournal (30.03.2015)

„In nüchternen, manchmal vorsichtig elegischen Sätzen schildert sie, wie die Kleinfamilie klarzukommen versucht mit dem Absturz ins kreative Prekariat.“

Wolfgang Höbel / DER SPIEGEL (11.04.2015)

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10.11.2016 | 20:00 Uhr | Hamburg

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ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87453-1

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 16.03.2015

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Buch der Woche - Die Glücklichen von Kristine Bilkau

Von: Susanne Becker Datum: 16.08.2016

lobedentag.blogspot.de/

Buch der Woche - Die Glücklichen von Kristine Bilkau

"Das ist wieder einer dieser Momente, wenn etwas schmerzhaft schön ist und alles eine Einheit bildet. Sie, das Kind, die Wärme, die Ruhe, in solchen Momenten kann sie ein leises Ticken hören; dieser Moment wird nicht bleiben, sie wird ihn verlieren, vielleicht vergessen, ... Stillstand im schönsten Moment, das geht nicht, denn das hieße zu sterben."

Der Roman Die Glücklichen von Kristine Bilkau ist ein kleines Meisterwerk, das ich beinahe übersehen hätte. Denn beim ersten Anlesen vor ein paar Monaten hat mich das Buch gar nicht gepackt. Ich hatte das Gefühl, meine eigene Geschichte, diejenige meiner ganzen Umgebung zu lesen, ein Klischee. Das wollte ich nicht. Ich legte es zurück auf den SuB und war eigentlich fest entschlossen, es irgendwann zu verschenken, zum Beispiel an Leute ohne Kinder oder Senioren, Leute, für die dieses Buch wie die Beschreibung einer exotischen Welt anmuten muss. Leute, die sich nicht vorstellen können, wie prekär es heutzutage sein kann, das Wagnis einer Familiengründung zu unternehmen. Wie tief die Gefühle, die Verunsicherung sind und wie groß die Existenzangst werden kann.

Genau dieser Punkt der großen Ähnlichkeit war es dann aber am Wochenende, als ich dem Buch im Garten unter dem Kirschbaum seine zweite Chance gab, der mich sofort hinein zog in die Handlung. Die Geschichte einer ganzen Generation las ich da. Die Situationen, die dabei aufkommenden Gefühle, alles erkannte ich bis ins kleinste Detail wieder aus dem ersten Lebensjahr meiner ersten Tochter. Wie Kristine Bilkau die Befindlichkeiten ihrer beiden Protagonisten zu Papier bringt, da zeigt sie großes, psychologisches Können.
Diese Zeit, die ja eigentlich so ein bisschen die glücklichste im Leben eines Paares sein sollte und es in vieler Hinsicht auch ist, auch für mich war sie dennoch seltsam angespannt und brachte mich nicht selten, so wie die Protagonistin Isabell, beinahe an den Rand meiner Nervenkapazitäten mit ihrer ganz eigenen Mischung aus Baustellenlärm (ja, Tatsache, wir hatten in den ersten Monaten auch eine Baustelle im Haus!), ständigem Schlafmangel, abendlichem zur Arbeit rennen, sobald der Mann zur Tür rein kommt und Großeltern, die weit weg und/oder eher unbrauchbar waren. Wie bei ihr und ihrem Mann Georg kamen dann die Angst vor Verlust des Jobs, Mieterhöhungen oder andere Veränderungen der prekären Lebensgrundlage, die sich die ganze Zeit am Rande des finanzierbaren herumschlug, hinzu, nicht weil mein Mann und ich schlechte Jobs gehabt hätten, sondern einfach, weil wir in einer Zeit Eltern geworden waren, wo es Sicherheit kaum noch gab, wo der Fulltimejob eines berufstätigen Elternteils nicht mehr ausreichte, um die Existenz einer Familie zu sichern, man also mit zwei Jobs und den daraus resultierenden knappen Zeitressourcen jonglierte. Außer man hatte reiche Eltern oder einen Job als Beamter. "Zu spät geboren.... Zu spät, um an seinen Beruf glauben zu dürfen, ohne Angst vor Zahlen und Umstrukturierungen. Wie gut hatten die alten Kollegen es noch. Sie strahlten diese Sicherheit aus, den richtigen Job gewählt zu haben. Im Sommer gings ins eigene Landhaus, Provence oder Toskana, und die Rente war auch komfortabel. Er fühlt sich jeden Tag ein wenig kleiner. Zu spät, um ein Familienvater zu sein, der etwas Bleibendes aufbaut. ..."

Isabell und Georg leben mit ihrem kleinen Sohn Matti in einer schönen Altbauwohnung, in einem angesagten Viertel, in einer deutschen Großstadt. Isabell ist Cellistin und hat gerade nach der Babypause wieder angefangen zu arbeiten. Jeden Abend, ausser montags, muss sie in den Orchestergraben und bei einem Musical spielen, inclusive Solo. Leider zittern neuerdings ihre Hände, unkontrollierbar, vor allem beim Solo. Natürlich eine Metapher für die Grundverunsicherung, die sie empfindet, auch durch die neue Rolle als Mutter, in der sie alles unbedingt ganz richtig machen möchte. Sie fürchtet, dass sie bald auf das Zittern angesprochen werden wird, dass sie ihre Arbeit verlieren könnte. Ein Teil von ihr wünscht es sich auch. Dieser Teil möchte sich ganz zurück ziehen in ihr höhlenartiges Mutterleben mit einem Säugling. Immer noch schläft Matti die Nächte nicht zuverlässig durch, der Schlafmangel rüttelt an Isabells Nerven. An den Tagen kommt sie nicht immer dann zum Üben, wenn es nötig wäre. Ihre "Pausen" sind nicht mehr abhängig von ihrer eigenen Planung, sondern von tausend kleinen Umständen: wird Matti schlafen, werden irgendwelche Geräusche ihn vorzeitig wecken?
"Die Erkenntnis, keinen Einfluss auf den Lärm und die Launen ihres Kindes zu haben, macht sie noch ungeduldiger; die Zeit zum Üben hängt am seidenen Faden, ..."
Der Druck auf Isabell wächst und als Leserin spürt man ihn mit jeder Zeile zunehmen. Man spürt, wie sie langsam an den Rand ihres Lebens gedrängt wird. Man zittert dem Moment entgegen, in dem sie über diesen Rand hinwegstolpern könnte. Man ahnt nichts Gutes.

Das Haus ist eingerüstet, wird saniert. Das ist nicht nur wegen des ständigen Lärms am Tage eine Bedrohung, sondern es könnte auch eine Mieterhöhung nach sich ziehen. Werden sich Isabell und Georg diese Wohnung, in der Isabell schon mit ihrer Mutter als Kind gelebt hat, noch lange leisten können? Ist es nicht ein Merkmal unserer Generation, dass man ständig fürchtet, das Haus könne eingerüstet, saniert, wärmegedämmt werden und man selbst lebt am Ende irgendwo am Stadtrand in einer Platte mit Blick auf die Autobahn?
Georg ist Redakteur bei einer Zeitung. Er arbeitet an einer Serie über Aussteiger, über Menschen, die alternative Lebenskonzepte versuchen, auf dem Land. Nebenbei klickt er sich durch Immobilienportale, checkt Häuser in allen möglichen Gegenden, Häuser mit Garten aus, und stellt fest, dass er sich mit seinem Gesparten noch nicht einmal die Grundsteuer würde leisten können.
Dann kommt die Betriebsversammlung, wo man per Videoübertragung aus dem Haupthaus des Verlags darüber informiert wird, dass zwar erst einmal alles so weiter geht, es aber zu Umstrukturierungen kommen wird. "Die Einleitung, freundliche, einstudierte Floskeln. Lange Phase der Verhandlungen, schwere Entscheidung, Tradition und Veränderung, große Herausforderungen, Formulierungen, die zu erwarten waren. Depressive Marktlage, neue Besitzer, starke Investorengruppe, Visionen, Risiko, Einschnitte."
Ist es ein Merkmal unserer Generation, dass wir uns zwar einbilden, unser Leben absolut selbst zu gestalten, es letztendlich aber von starken Investorengruppen mehr abhängt, als von unserem freien Willen, ob wir morgen arbeiten und wo wir übermorgen wohnen werden? Eben noch für handgemachte Brötchen bei der Brotmanufaktur im Kiez angestanden, morgen schon beim Amt, wegen Hartz IV eine Nummer ziehen?

Das Buch ist klar und kühl geschrieben, wie ein Protokoll. Die schnörkellose Sprache greift einem mit ihrem absoluten Mangel an Emotionalität immer wieder fast an die Kehle. Meisterhaft hat Kristine Bilkau ein Porträt unserer Zeit, einer Generation geschrieben, so meisterhaft, dass einem das Erkennen immer mal wieder im Halse stecken bleibt. Diese Existenzangst, diese Bedrohung, kommt unauffällig und auf leisen Sohlen daher, niemand sagt laut: "Ich kann mir die Brötchen jetzt nur noch im Discounter leisten!" Denn jeder, der langsam absteigt, schämt sich vor denen, die noch drin sind im Spiel. Diese leise Existenzangst hat Kristine Bilkau wirklich auf den Punkt eingefangen und transportiert sie durch ihr Buch direkt zum Leser. Wunderbar! Aber auch gruselig!

Ich muss jetzt leider weiter lesen! Entschuldigt mich also für den Rest des Abends.

P.S. Mein Dank an den Luchterhand Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars. Es hat ein wenig gedauert, aber Leute, das Buch gefällt mir jetzt außerordentlich!


(c) Susanne Becker

Kristine Bilkau - Die Glücklichen

Von: DeklePasa Datum: 21.07.2016

https://deklepasa.wordpress.com/

Isabell und Georg führen ein vorbildliches Leben: Sie sind glücklich verheiratet, das Einkommen der Cellistin und des Journalisten reicht für die Miete einer schicken Stadtwohnung und seit einiger Zeit vervollständigt Sohn Matti ihr gemeinsames Glück. Doch bei Isabells Rückkehr in's Berufsleben ergeben sich plötzlich Probleme: Der Cellestin zittert während ihres Solos die Hand. All ihre Bemühungen dies unter Kontrolle zu halten scheitern, und so erweitert sich das Zittern ihrer Hand schnell auf ein Erzittern ihrer gesamten Karriere. Auch Georg hat bald mit beruflichen Problemen zu kämpfen: Der Verlag verkauft die Zeitung, bei der er arbeitet, und mit einem Mal ist die Zukunft der kleinen Familie ungewiss. Die finanzielle Krise mutiert schnell zu einer Zerreißprobe für das Paar.




Rezension

Ich hatte ja bereits in einem meiner früheren Beiträge darauf verwiesen, dass ich ein besonderes Augenmerk auf anspruchsvolle weibliche Autoren legen und ihre Werke dann auch hier vorstellen möchte. Kristine Bilkau zähle ich genau zu dieser Kategorie und somit schafft es nach Langem nochmal eine Autorin in die Sparte good girls dieses Blogs.

Ohne Schnörkel und somit gnadenlos einfach und ehrlich beschreibt Bilkau in ihrem Debüt das Gefühl einer ganzen Generation. Der Generation der Isabells und Georgs dieses Landes. Die, die ausreichend in ihre Bildung investiert haben, die, die sich hochgearbeitet haben, die es zu etwas gebracht haben im Leben. Eine Generation, die sich anstrengt und eine Generation deren Fleiß trotzdem nicht ausreicht, weil sie in einer Zeit der Unsicherheit hineingeboren wurde und das Einzige, das wirklich sicher ist in ihrem Leben, ist die Tatsache, dass eben gar nichts sicher ist. Die Autorin gewährt dem Leser Einblick in die Gedanken der beiden Protagonisten. Man begleitet Isabell auf dem Weg zum Orchester, spürt ihre wachsende Angst und Unsicherheit bezüglich des Zitterns ihrer Hände und wird Zeuge ihrer Bemühungen, Familie und Beruf – und somit auch sämtliche Erwartungen einer Gesellschaft – miteinander zu vereinen und ihrer Scham, weil es nicht funktionieren will. Man folgt Georg in die Personalbesprechung zum Verkauf seiner Zeitung, seines Arbeitsplatzes, seiner Zukunft. Spürt den wachsenden Druck des Mannes, der sich als Haupternährer der Familie wahrnimmt, seinen Wunsch diesem Leistungsdruck zu entfliehen und seine Angst zu versagen.

Bilkau konfrontiert den Leser mit einer Generation, die zahlreiche Pläne hat für's Vorankommen, aber keinen einzigen für's Scheitern. Denn zu scheitern ist nicht vorgesehen, Scheitern ist den Chantals und Kevins dieser Gesellschaft vorbehalten. Scheitern bedeutet Misserfolg und für Misserfolg ist kein Platz im Zukunftsplan. Und so ist das junge Paar, und mit ihnen auch der Leser, überfordert mit einer Situation, die so nicht sein darf. Hautnah erleben wir mit, wie sich die Dinge, die einmal Zeichen ihres Wohlstandes bedeuteten, zu Mahnmalen ihrer jetzigen Situation verkehren. Wie sich ein Graben auftut zwischen dem Paar und zwischen ihnen und den anderen. Die anderen, das sind plötzlich all jene, die können, sie aber können nicht. Und so muss die Familie ganz allein einen Weg suchen, um mit dieser Situation umzugehen, da sie droht, an den Umständen zu verenden...

Fazit

Erschreckend ehrliche Gesellschaftsanalyse einer Generation, die sich selbst das Recht zu scheitern verwehrt. Ein Muss für jeden erfolgreichen und für jeden gescheiterten Leser!

Diese Rezensionen beziehen sich auf “Gebundenes Buch”

Richtig beigeistert

Von: Tina Krauskopf aus Neumünster Datum: 21.07.2015

Buchhandlung: Lübbert + Hieronymus BUCH & medien Vertriebs-GmbH

Richtig begeistert hat mich die Bilkau. Ich habe mich in so vielen Punkten direkt angesprochen gefühlt. Ich mag ihre Sprache, dieses Einfühlungsvermögen und die Sicht auf die Lebenssituation heute, in der vieles anders, aber nicht unbedingt besser oder einfacher ist. Diese ganzen gut ausgebildeten Menschen, diese Gratwanderung und manchmal der tiefe Fall. Es hat mich wirklich tief berührt, vieles aufgewühlt...

Kristine Bilkau gehört zu den jüngeren deutschen Autoren, die es meisterhaft verstehen, den Alltag, das Leben und die Probleme der Ü-30 Generation vor einem politisch, gesellschaftlichen Hintergrund authentisch und völlig schnörkellos zu erzählen.

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