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Dunbar und seine Töchter Roman

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Erschienen:  20.11.2017
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Edward St Aubyns meisterhafter Roman über einen machtbesessenen und eitlen Despot am Ende seines Lebens

Sein ganzes Leben lang hat Henry Dunbar auf nichts und niemanden Rücksicht genommen, besessen von der Vision, seinen kleinen Zeitungsverlag zu einem Medienkonzern auszubauen. Auf dem Zenit seiner Macht hat nur noch einen einzigen, aber mächtigen Feind: das Alter. Dunbar weiß, er muss sein Reich in die Hände seiner Töchter legen. Nur zwei der Kinder hält er für geeignet. Doch das Leben erteilt ihm eine bittere Lektion.

In seinem neuen Roman, inspiriert von Shakespeares König Lear, seziert Edward St Aubyn gekonnt innerfamiliäre Beziehungen. "Dunbar und seine Töchter" ist ein brillantes Lehrstück über Egoismus, Starrsinn und die Erkenntnis, wie leicht einem am Ende des Lebens alles Erreichte aus den Händen gleiten kann.

»König Lear hat in Henry Dunbar einen würdigen literarischen Nachfahr gefunden.«

MDR Kultur, Rainer Moritz, Literaturkritiker (12.12.2017)

Edward St Aubyn (Autor)

Edward St Aubyn, geboren 1960, stammt aus einer der bekanntesten und ältesten Familien des englischen Hochadels. Er durchlebte eine schwierige Kindheit, verbrachte die meiste Zeit davon in Internaten, wurde bereits als Jugendlicher drogenabhängig und brauchte Jahre, um von seiner Sucht loszukommen. Er verarbeitete diese traumatischen Erlebnisse in mehreren Romanen, deren Veröffentlichung als Tabubruch empfunden wurde.

Edward St Aubyn lebt in London.

»König Lear hat in Henry Dunbar einen würdigen literarischen Nachfahr gefunden.«

MDR Kultur, Rainer Moritz, Literaturkritiker (12.12.2017)

»Dieser neue Roman St Aubyns ist nicht hoch genug zu preisen, er ist das Werk eines Wortsinn ungeheuerlich guten Schriftstellers.«

Süddeutsche Zeitung, Franziska Augstein (28.11.2017)

»Eine grandiose Neubearbeitung von Shakespeares ‚King Lear‘!«

Kleine Zeitung (A) (10.12.2017)

»Edward St Aubyn ist der ideale Autor für die Aktualisierung dieser finsteren Geschichte.«

Welt am Sonntag, Richard Kämmerlings (03.12.2017)

»Gekonnt seziert er familiäre Verwirrungen, zieht aus dem dichten Geflecht sprachgewaltige Fäden voller Eitelkeit und Starrsinn – und erteilt dem Despoten eine Lektion.«

Emotion, Janis Voss (06.11.2017)

mehr anzeigen

Aus dem Englischen von Nikolaus Hansen
Originaltitel: Dunbar
Originalverlag: Hogarth

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8135-0698-3

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

NEU
Erschienen:  20.11.2017

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Abgründe des Bösen

Von: vielleser18 Datum: 06.01.2018

https://www.lovelybooks.de/mitglied/vielleser18/

Eines vorweg - das "Original" - Shakespeares König Lear habe ich nie gelesen. "Dunbar und seine Töchter" ist eine moderne Neuinterpretation. Henry Dunbar ist ein alternder Medienzar, ihm gehört ein großer Konzern, er ist Milliadär. Zwei seiner Töchter haben ihn in ein abgelegenes Altersheim abgeschoben mittels Pharmaka ruhig gestellt und versuchen nun auch die Firmenleitung an sich zu reißen. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass ihr Vater und ihre jüngere Halbschwester ihre Pläne durchkreuzen wollen. Denn Dunbar flieht aus dem Heim - die Suche der unterschiedlichen Schwestern nach ihm aus den unterschiedlichsten Gründen gerät zu einem Wettlauf mit Dunbars Leben.
Der Roman führt psychologisch die ganze Bandbreite an Abgründen auf. Der alternde Egomane Dunbar, der sich am Ende seines Lebens wandelt, die Boshaftigkeit der älteren Schwestern, deren Grausaumkeiten keine (Schmerz-)Grenzen kennen, die "gute", jüngere Schwester, die den Vater nicht des Geldes wegen sucht, sondern der Familienbande wegen.

Der Roman wurde gut geschrieben, die Sichtweisen wechseln, die Gefühle und Gedanken, die Abgründe des (modernen) Menschen werden detailliert ausgeführt. Macht und Mammon, Gier und Ehrgeiz, gepaart mit einer unterirdischen Hemmschwelle erschrecken. Dabei liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der "bösen" Seite, die "gute" Seite wird Nebenschauplatz.
St. Aubyn weiß sich auszudrücken, die Situationen zu beschreiben, bildhaft, die krankhaften Züge seiner Protagonisten ausleben zu lassen, und dennoch ab und an mal auch Humor durchblitzen zu lassen.
Im Laufe des Romanes flacht die Spannung ziemlich ab und manche der Ausführungen waren mir etwas zu ausgebreitet oder auch zu blaß, so dass ich lange schwankte, ob ich drei oder vier Sterne vergeben kann, dennoch, am Ende hat mich das Drama wieder gefangen genommen, so dass ich die 3,5 Sterne, die ich gerne verteilt hätte, gerne aufrunde. Denn eines ist sicher, das Erschrecken über die Abgründe hallt noch lange nach.

Fazit:
Moderne Neuinterpretation von Shakespeares König Lear. Interessant, psychologisch, durchdacht, detailliert,abgründig - aber gerade dadurch auch anstrengend zu lesen.

Einsame Läuterung,,,

Von: Angela Busch Datum: 07.12.2017

https://literaturgarten.blogspot.de

REZENSION

INHALT:
Henry Dunbar, einer der Protagonisten war zeitlebens ein weltweit operierender, einflussreicher Imperienmogul in der Finanzbranche , der ehrgeizig Geld, Macht und sein Firmenwachstum als Lebensziel ersten Ranges gesehen hat. Mit seiner ersten Ehefrau und den zwei bösartig denkenden und handelnden Töchtern Megan und Abigail, die ihren Vater hassen, hat er ein monströses Familienleben geführt. Die dritte Tochter Florence, aus einer zweiten Beziehung hervorgehend, liebt zwar ihren Vater, aber die Beziehung von Vater und Tochter zueinander ist sehr kompliziert. Diese unguten Familienkonstellationen werden dominiert von kaltem Ehrgeiz nach Macht und Einfluss aller weiteren Familienmitglieder und Geschäftspartner , obskuren und grausamen Bösartigkeiten nach dem Motto *Jeder gegen Jeden* , perversen sexuellen Neigungen und Handlungen, weitab von jedem menschlichen, fürsorglichem Miteinander und Wertschätzung der anderen Person.

Alles verändert sich, als der schon etwas verwirrte , alte Henry Dunbar mit seinem Freund Peter versucht, daß von den Töchtern ausgesuchte Pflegeheim für alte , wohlhabende Personen heimlich zu verlassen und dadurch jeder Bevormundung von Megan und Abigail zu entgehen. Während seiner Flucht durchlebt Henry Dunbar eine seelische Veränderung und überdenkt sein Leben. Schmerzlich wird ihm bewusst, dass er ALLES verloren hat was wichtig ist im MENSCH-SEIN und zwar durch eigene Machtgier und Rücksichtslosigkeit,,,, sogar die Zuneigung seiner ihn eigentlich liebenden Tochter Florence,,,,,

MEINE MEINUNG:
Edward St Aubyn gehört zu den acht bekannten Autoren die beim „Hogarth Shakespeare-Projekt“ des Knaus Verlag mitmachen und indem die Autoren neuzeitliche Fassungen alter Shakespeare Dramen bearbeiten und diese unterschiedlichen Themen in einem eigenen Roman veröffentlichen. Der Autor hat das Drama *King Lear* von William Shakespeare als Vorlage gewählt.
Zu Beginn dieser Lektüre war ich etwas durch den doch recht anspruchsvollen und auch kunstvollen Schreibstil des renommierten Autor verunsichert. Ein Buch für den intellektuellen Leser ? DIESEN Eindruck konnte ich einfach nicht abschütteln und loswerden. Nach ca. 80 Seiten hatte ich mich aber eingelesen und dieses zeitlose Familiendrama mit Entsetzen verfolgt. Von Harmonie, Frieden und liebevoller Zuwendung war nichts zu erlesen.
Henry Dunbar’s Flucht mit Peter hatte mich beeindruckt und seine Wahnvorstellungen und einsame Flucht durch die kalte, abgelegene Landschaft haben Mitleid mit ihm in mir hervorgerufen.
Diese seelische Veränderung durch die Flucht hat der Autor eindrucksvoll dargestellt und war für mich der beste Teil des Romans.
Trotzdem konnte ich zu keinem der Protagonisten eine positive Lesebeziehung aufbauen, da mich JEDE Charakterdarstellung abgestossen hat. Das Buch ist halt keine Familiengeschichte im üblichen Sinne, sondern ein grausames Drama über Kaltherzigkeit und Unmenschlichkeit - dem Drama *König Lear* von William Shakespeare eben nachempfunden und spiegelt realistisch unser unmenschliches Finanz- und Gesellschaftssystem und die möglichen Auswirkungen dieser Einflüsse auf die Psyche.
Ich war froh, als ich das Buch beendet hatte und möchte es sicher nicht noch einmal lesen oder mich mit diesem Thema beschäftigen.
Viele Leser werden dieses Buch sicher anders erlesen und beurteilen und ich hoffe, sie können diese ungewöhnliche Lektüre positiver geniessen als ich.

Für mich kann es nur VIER **** STERNE in meiner persönlichen Wertung geben.

Dankeschön für das interessante Leseexemplar an den Autor und den Knaus-Verlag in der Random House Group!

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