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Dunbar und seine Töchter Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8135-0698-3

NEU
Erschienen: 20.11.2017
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Edward St Aubyns meisterhafter Roman über einen machtbesessenen und eitlen Despot am Ende seines Lebens

Sein ganzes Leben lang hat Henry Dunbar auf nichts und niemanden Rücksicht genommen, besessen von der Vision, seinen kleinen Zeitungsverlag zu einem Medienkonzern auszubauen. Auf dem Zenit seiner Macht hat nur noch einen einzigen, aber mächtigen Feind: das Alter. Dunbar weiß, er muss sein Reich in die Hände seiner Töchter legen. Nur zwei der Kinder hält er für geeignet. Doch das Leben erteilt ihm eine bittere Lektion.

In seinem neuen Roman, inspiriert von Shakespeares König Lear, seziert Edward St Aubyn gekonnt innerfamiliäre Beziehungen. "Dunbar und seine Töchter" ist ein brillantes Lehrstück über Egoismus, Starrsinn und die Erkenntnis, wie leicht einem am Ende des Lebens alles Erreichte aus den Händen gleiten kann.

Edward St Aubyn (Autor)

Edward St Aubyn, geboren 1960, stammt aus einer der bekanntesten und ältesten Familien des englischen Hochadels. Er durchlebte eine schwierige Kindheit, verbrachte die meiste Zeit davon in Internaten, wurde bereits als Jugendlicher drogenabhängig und brauchte Jahre, um von seiner Sucht loszukommen. Er verarbeitete diese traumatischen Erlebnisse in mehreren Romanen, deren Veröffentlichung als Tabubruch empfunden wurde.

Edward St Aubyn lebt in London.

Aus dem Englischen von Nikolaus Hansen
Originaltitel: Dunbar
Originalverlag: Hogarth

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8135-0698-3

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

NEU
Erschienen: 20.11.2017

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Einsame Läuterung,,,

Von: Angela Busch Datum: 07.12.2017

https://literaturgarten.blogspot.de

REZENSION

INHALT:
Henry Dunbar, einer der Protagonisten war zeitlebens ein weltweit operierender, einflussreicher Imperienmogul in der Finanzbranche , der ehrgeizig Geld, Macht und sein Firmenwachstum als Lebensziel ersten Ranges gesehen hat. Mit seiner ersten Ehefrau und den zwei bösartig denkenden und handelnden Töchtern Megan und Abigail, die ihren Vater hassen, hat er ein monströses Familienleben geführt. Die dritte Tochter Florence, aus einer zweiten Beziehung hervorgehend, liebt zwar ihren Vater, aber die Beziehung von Vater und Tochter zueinander ist sehr kompliziert. Diese unguten Familienkonstellationen werden dominiert von kaltem Ehrgeiz nach Macht und Einfluss aller weiteren Familienmitglieder und Geschäftspartner , obskuren und grausamen Bösartigkeiten nach dem Motto *Jeder gegen Jeden* , perversen sexuellen Neigungen und Handlungen, weitab von jedem menschlichen, fürsorglichem Miteinander und Wertschätzung der anderen Person.

Alles verändert sich, als der schon etwas verwirrte , alte Henry Dunbar mit seinem Freund Peter versucht, daß von den Töchtern ausgesuchte Pflegeheim für alte , wohlhabende Personen heimlich zu verlassen und dadurch jeder Bevormundung von Megan und Abigail zu entgehen. Während seiner Flucht durchlebt Henry Dunbar eine seelische Veränderung und überdenkt sein Leben. Schmerzlich wird ihm bewusst, dass er ALLES verloren hat was wichtig ist im MENSCH-SEIN und zwar durch eigene Machtgier und Rücksichtslosigkeit,,,, sogar die Zuneigung seiner ihn eigentlich liebenden Tochter Florence,,,,,

MEINE MEINUNG:
Edward St Aubyn gehört zu den acht bekannten Autoren die beim „Hogarth Shakespeare-Projekt“ des Knaus Verlag mitmachen und indem die Autoren neuzeitliche Fassungen alter Shakespeare Dramen bearbeiten und diese unterschiedlichen Themen in einem eigenen Roman veröffentlichen. Der Autor hat das Drama *King Lear* von William Shakespeare als Vorlage gewählt.
Zu Beginn dieser Lektüre war ich etwas durch den doch recht anspruchsvollen und auch kunstvollen Schreibstil des renommierten Autor verunsichert. Ein Buch für den intellektuellen Leser ? DIESEN Eindruck konnte ich einfach nicht abschütteln und loswerden. Nach ca. 80 Seiten hatte ich mich aber eingelesen und dieses zeitlose Familiendrama mit Entsetzen verfolgt. Von Harmonie, Frieden und liebevoller Zuwendung war nichts zu erlesen.
Henry Dunbar’s Flucht mit Peter hatte mich beeindruckt und seine Wahnvorstellungen und einsame Flucht durch die kalte, abgelegene Landschaft haben Mitleid mit ihm in mir hervorgerufen.
Diese seelische Veränderung durch die Flucht hat der Autor eindrucksvoll dargestellt und war für mich der beste Teil des Romans.
Trotzdem konnte ich zu keinem der Protagonisten eine positive Lesebeziehung aufbauen, da mich JEDE Charakterdarstellung abgestossen hat. Das Buch ist halt keine Familiengeschichte im üblichen Sinne, sondern ein grausames Drama über Kaltherzigkeit und Unmenschlichkeit - dem Drama *König Lear* von William Shakespeare eben nachempfunden und spiegelt realistisch unser unmenschliches Finanz- und Gesellschaftssystem und die möglichen Auswirkungen dieser Einflüsse auf die Psyche.
Ich war froh, als ich das Buch beendet hatte und möchte es sicher nicht noch einmal lesen oder mich mit diesem Thema beschäftigen.
Viele Leser werden dieses Buch sicher anders erlesen und beurteilen und ich hoffe, sie können diese ungewöhnliche Lektüre positiver geniessen als ich.

Für mich kann es nur VIER **** STERNE in meiner persönlichen Wertung geben.

Dankeschön für das interessante Leseexemplar an den Autor und den Knaus-Verlag in der Random House Group!

Gelungene Shakespeare-Adaption

Von: YukBook Datum: 03.12.2017

www.yukbook.me

Wie viele Schriftsteller haben sich wohl auf die eine oder andere Weise von Shakespeare inspirieren lassen? Im „Hogarth Shakespeare-Projekt“ haben acht renommierte Autoren ein Drama ihrer Wahl sogar ganz konkret neuinterpretiert, darunter der britische Journalist und Schriftsteller Edward St Aubyn. Er hat sich „King Lear“ vorgeknöpft und aus dem Stoff eine zeitlose, dramatische Familiengeschichte gestrickt.

Sie beginnt in einem Sanatorium in Cumbria im Nordwesten Englands. Henry Dunbar, Chef eines Medienimperiums, wurde von seinen zwei intriganten und machthungrigen Töchtern Abigail und Megan mit Medikamenten vollgepumpt und in die Klinik abgeschoben. Es gelingt ihm jedoch, gemeinsam mit dem trinkfreudigen Komiker Peter Walker auszubrechen. Während Peter nur an einer Sauftour interessiert ist, wird aus Dunbars Flucht eine Reise zur Selbsterkenntnis. Schon bald trennt er sich von seinem Begleiter und versucht, trotz seiner schwachen körperlichen Verfassung allein einen Pass zu überqueren. Dabei reflektiert er voller Reue über sein verpfuschtes Leben, seine geliebte Frau, die er durch einen Unfall verlor und seine jüngste Tochter Florence, die er zu Unrecht enterbte.

Die körperliche Grenzerfahrung und der völlige Kontrollverlust im tiefsten Wald führen bei Dunbar zu einer seelischen Läuterung. In starken Metaphern beschreibt der Autor, wie psychische und physische Schmerzen sowie Innen- und Außenwelt miteinander verschmelzen. Es kommt einem vor, als suche der einst machthungrige und skrupellose Unternehmer mit dem quälenden Aufstieg auf den Berg die Nähe Gottes, seine Gnade und Erlösung.

Währenddessen starten sowohl die „bösen“ Töchter als auch Florence mit ihren jeweiligen Verbündeten eine große Suchaktion. Die Spannung wird dadurch erhöht, dass in vier Tagen eine Aufsichtsratssitzung geplant ist, die über die Zukunft des milliardenschweren Konzerns entscheiden soll. Was die Skrupellosigkeit und Grausamkeit von Abigail und Megan betrifft, werden alle Register gezogen. Ihre Kaltblütigkeit und Gewaltbereitschaft erinnert an so manche Figur aus Shakespeares Vorlage. Edward St Aubyn hat in seinem fesselnden Roman nicht nur den Stoff von King Lear geschickt in die Neuzeit versetzt, sondern auch den Fall und die Läuterung eines Menschen, nachdem er auf die nackte Existenz reduziert wurde, stilistisch und dramaturgisch überzeugend umgesetzt.

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