Fünf Tage in Paris

Roman

Hardcover
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Ein aufwühlendes Familientreffen in Paris

Paris ist von sintflutartigem Regen heimgesucht, als sich die Familie Malegarde dort anlässlich einer Feier trifft. Tochter Tilia reist aus London an, wo sie als Künstlerin lebt, und Sohn Linden, ein Fotograf, kommt aus Los Angeles dazu. Schon bei der Ankunft bemerken Tilia und Linden, dass Paul, der Vater, ein stets agiler Baumschützer, kraftlos wirkt. Auch Lauren, die Mutter, ist angeschlagen. Die Seine droht über die Ufer zu treten, sodass die vier das Hotelzimmer fast nicht verlassen können. Die apokalyptischen Wetterverhältnisse spiegeln, was auf der Familie lastet. Vieles wurde in den Jahren von einem Mantel des Schweigens umhüllt. Die Ereignisse spitzen sich zu, als Paul im Restaurant zusammenbricht und ins Koma fällt. Linden hält am Krankenbett Wache - und fasst endlich den Mut, sich seinem Vater gegenüber zu outen. Doch auch Paul hat ein erschütterndes Geheimnis, das der Schlüssel zu seiner Liebe zu den Bäumen, allen voran den Linden ist ...

»Tief psychologisch, aber leicht geschrieben, entwirft Bestsellerautorin Tatiana de Rosnay in ›Fünf Tage in Paris‹ ein modernes, aufwühlendes Familienfresko. Mitreißend.«

Madame (03. April 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Französischen von Nathalie Lemmens
Originaltitel: Sentinelle de la pluie
Originalverlag: Éditions Héloise d'Ormesson, Paris 2017
Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-10365-4
Erschienen am  25. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Paris, Frankreich

Leserstimmen

Tiefgründig und nachdenklich

Von: book.mytruepassion

09.06.2020

Es sollte ein ganz normales Familientreffen werden, doch durch den nicht endenden Regen und einem Haufen Familiengeheimnisse werden es fünf nervenaufreibende Tage in Paris. Linden hat ein Geheimnis, dass er seinem kranken Vater vorenthält, weil er viel zu viel Angst vor seiner Reaktion hat. Auch der Rest seiner Familie hat Geheimnisse, die Stück für Stück gelüftet werden. Das Buch beinhaltet viele spannende, interessante und unerwartete Ereignisse. Am Anfang war es jedoch schwer durchzublicken aus welcher Perspektive bzw. Person die Geschichte erzählt wird. Nach dem ersten Kapitel legt sich die Verwirrung. Mir hat es wirklich gut gefallen, dass am Anfang der Kapitel aus der Sicht von Lindens Vater, als er ein kleines Kind war, erzählt wurde. Diese Abschnitte haben besonders viel Spannung aufgebaut und sie haben gut zu dem gepasst, wie Linden seinen Vater wahrnimmt. Aber im Großen und Ganzen war es ein sehr ruhiges und teilweise dramatisches Buch. Die Schicksalsschläge jedes Einzelnen sind emotional, traurig und herzzerreißend. Mich hat vor allem Tilias Geschichte beeindruckt und zu tiefst berührt. Es wurde ziemlich viel beschrieben und manchmal sind die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwommen, sodass ich manchmal ganz schön durcheinander kam. Die Entwicklung der Protagonisten ist wirklich erstaunlich, man kann ihnen ganz genau dabei zusehen wie sie sich näher kommen und Gefühle zu lassen. Aus diesem Grund wachsen sie einem auch schnell ans Herz. Das Einzige was mich gestört hat, war die Länger der Kapitel. Auch wenn sie einem nie zu langatmig vorkamen, war es doch anstrengend ein Kapitel mit 80 Seiten zu lesen. Vieles erschien mir unnötig. Paul (Lindens Vater)liebt Bäume und zu erst kam es mir etwas albern vor, doch im Laufe der Geschichte konnte ich ihn immer besser verstehen. Ich finde es sehr inspirierend, wie er sich für Bäume einsetzt und sie versteht, auch wenn der Grund dafür sehr traumatisch ist. Aber ich glaube, dass es alles noch viel bedeutender und gefühlvoller aussehen lässt. Der Schreibstil der Autorin war wirklich gut und mir hat es überraschend gut gefallen, dass sie kaum Dialoge im Buch verwendet. Die Erzählperspektive ist zwar nicht meine Liebste, da ich schwer in die Geschichte reinkomme, doch bei "Fünf Tage in Paris" wurde ich positiv überrascht. Das Cover passt auch extrem gut zu der ganzen Geschichte.

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Bewegende Familiengeschichte

Von: Petra Radtke

29.08.2019

Vor dem düsteren Hintergrund eines Jahrhunderthochwassers 2016 in Paris, taucht der Leser in eine Familiengeschichte ein, die voller unerwarteter Wendungen, Geheimnisse, Zweifel, Beziehungskrisen und Liebe ist. Die Schreibweise ist sehr bildhaft und teils voller Poesie. Man fühlt sich voll in der Geschichte gefangen und bangt und hofft mit dem Haupthelden Linden mit. Linden, ein berühmter Fotograf, der in Los Angeles lebt, reist nach Paris, denn er möchte mit seinen Eltern und seiner Schwester den 70. Geburtstag seines Vaters und den 40. Hochzeitstag seiner Eltern feiern. Tilia lebt mit Tochter und Ehemann in London. Seit Tagen regnet es ununterbrochen in Paris und es droht eine Überschwemmung. So wie diese Bedrohung immer stärker wird, droht auch das Familientreffen sich zu einem Desaster zu entwickeln. Seit Jahren liegt die Last von Lebensgeheimnissen über der Familie, die von den einzelnen Familienmitgliedern kaum noch selbst zu tragen sind. Die Katastrophe beginnt, als der Vater während der Feier plötzlich ins Koma fällt...Dann erkrankt auch noch die Mutter an einer Lungenentzündung...Durch das Hochwasser wird noch alles komplizierter... Linden, der versucht alles Menschenmöglich zu machen, um den Vater und die Mutter in gute ärztliche Betreuung zu bekommen, trägt eine schwere persönliche Last mit sich rum. Er ist homosexuell und lebt in Los Angeles mit seinem Mann. Doch er hat sich noch nie gegenüber seinem Vater geoutet und auch mit seiner Mutter hat er sich noch nie länger darüber ausgesprochen. Seine Schwester hat auch ein schweres Trauma erlebt, über das sie mit niemanden bis jetzt reden konnte. Als auch noch ihr Ehemann, der ein Alkoholiker ist, im Hotel auftaucht, spitzt sich die Situation zu...Doch auch der Vater hat ein Geheimnis, über das er mit niemanden gesprochen hat...Seine Geschichte erfährt der Leser als Rahmenhandlung zwischen den Kapiteln des Romans. Die Mutter verschweigt auch einen wichtigen Teil ihres Lebens gegenüber der Familie...Wird es nun im Angesichts der extremen Lage zu Aussprachen kommen? Wacht der Vater aus dem Koma wieder auf und gibt es noch die Versöhnung zwischen Vater und Sohn? Die Schilderung der Überflutung der Stadt ist sehr detailgenau. Anhand eines Pariser Stadtplanes auf den inneren Seiten des Einbandes, kann man als Leser die gefährdeten Gebiete der Stadt sehen. Hautnah beschrieben werden die Auswirkungen des Hochwassers für Paris, mit allen seinen Begleiterscheinungen wie Evakuierung, Plünderungen, aufopferungsvolle Hilfe, die oftmals zu spät kommt, Medien- und Touristenrummel und führt ganz nebenbei plastisch vor Augen wohin es kommen kann, wenn auf die Natur keine Rücksicht genommen wird. Auch über die Arbeit des Vaters, der sich für die Rettung der Bäume sein ganzes Leben lang einsetzt, werden viele Details deutlich gemacht und regen den Leser zum Nachdenken an. Die Familiengeschichte zeigt deutlich, wie wichtig es ist für den Zusammenhalt der Familie, über alles offen zu reden, die Gefühle der anderen verstehen zu lernen und Geheimnisse nicht zuzulassen, denn es kann schnell für eine Aussprache zu spät sein. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich sehr berührt und auch gut unterhalten. Ich wünsche ihm viele begeisterte Leser.

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Vita

Tatiana de Rosnay lebt als Tochter einer Engländerin und eines französischen Biologen in Paris. Sie hat bisher elf Romane geschrieben, von denen fünf ins Deutsche übersetzt wurden. Ihr größter Bestseller war »Sarahs Schlüssel«. Ihre Romane wurden weltweit über 13 Millionen Mal verkauft. Mehrere wurden verfilmt, neben »Sarahs Schlüssel«, »Moka« und »Boomerang«. »Fünf Tage in Paris« eroberte auf Anhieb den Platz 1 der französischen Bestsellerliste und war auch in den USA ein großer Erfolg.

Zur AUTORENSEITE

Nathalie Lemmens

Nathalie Lemmens, geboren 1976, stammt aus dem deutschsprachigen Teil Belgiens. Sie studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und übersetzt seitdem aus dem Französischen, Englischen und Niederländischen, u.a. Jean-Christophe Rufin, Adam Zamoyski und Gustaaf Peek.

zum Übersetzer

Pressestimmen

»Tatiana de Rosnay ist eine großartige Schriftstellerin, der immer wieder bewegende Romane mit Tiefgang gelingen.«

Für Sie (25. März 2019)

»Vor dem düsteren Hintergrund eines Jahrhunderthochwassers erzählt Tatiana de Rosnay einfühlsam, echt und lebensnah von den zärtlichen Banden zwischen den Generationen und den schwarzen Löchern, die durch Schweigen und Verheimlichen entstehen.«

Hamburger Abendblatt (21. Mai 2019)

»Tatiana de Rosnay hat ein bestechendes Szenario entworfen, atmosphärisch dicht und brillant komponiert. Mit uneitler Eleganz und in klarer Sprache erzählt sie ein klassisches Familiendrama.«

Neue Ruhr Zeitung (28. August 2019)

»Rosnay zeigt in ihrem atmosphärisch dichten, spannenden Roman, wie schwer es sein kann, mit der eigenen Familie zu sprechen – und wie gut am Ende die Wahrheit tut.«

flow (18. April 2019)

»Gut gemachte psychologische Unterhaltung!«

Nürnberger Zeitung (28. Juni 2019)

»Emotionen und ihre feinen Zwischentöne schildert Rosnay mit ungemein viel Feingefühl, sie macht die Personen erlebbar, nachvollziehbar, authentisch. Das beginnt mit den Beschreibungen des im Schlamm zu versinken drohenden Paris und findet seinen erzählerischen Höhepunkt in den Beziehungen der Familienmitglieder untereinander. Ein starker Roman, der intensive Bilder und Gefühle hervorruft.«

queer.de (14. September 2019)

»Extrem aufwühlend!«

OK! (10. April 2019)

»Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann.«

Gute Woche (08. Mai 2019)

»Ein aufwühlender, berührender Familienroman.«

7 Tage (11. Mai 2019)

»De Rosnay schreibt Literatur der besonders mitreißenden Sorte. Sie beherrscht die Erzählkunst auf höchstem Niveau.«

literaturmarkt.info (29. Juli 2019)