Kaffee und Zigaretten

Bestseller Platz 17
Spiegel Hardcover Belletristik

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Ferdinand von Schirachs neues Buch »Kaffee und Zigaretten« verwebt autobiographische Erzählungen, Aperçus, Notizen und Beobachtungen zu einem erzählerischen Ganzen, in dem sich Privates und Allgemeines berühren, verzahnen und wechselseitig spiegeln. Es geht um prägende Erlebnisse und Begegnungen des Erzählers, um flüchtige Momente des Glücks, um Einsamkeit und Melancholie, um Entwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat, um Kunst und Gesellschaft ebenso wie um die großen Lebensthemen Ferdinand von Schirachs, um merkwürdige Rechtsfälle und Begebenheiten, um die Idee des Rechts und die Würde des Menschen, um die Errungenschaften und das Erbe der Aufklärung, das es zu bewahren gilt, und um das, was den Menschen erst eigentlich zum Menschen macht. In dieser Vielschichtigkeit und Bandbreite der erzählerischen Annäherungen und Themen ist »Kaffee und Zigaretten« das persönlichste Buch Ferdinand von Schirachs.

»Wir müssen verstehen, wie wir wurden, wer wir sind. Und was wir wieder verlieren können. Als sich unser Bewusstsein entwickelte, sprach ja nichts dafür, dass wir einmal nach anderen Prinzipien handeln würden, als unsere Vorfahren. Aber wir gaben uns selbst Gesetze, wir erschufen eine Ethik, die nicht den Stärkeren bevorzugt, sondern den Schwächeren schützt. Das ist es, was uns im höchsten Sinn menschlich macht: die Achtung vor unserem Nebenmenschen.«

»Die große Stimme der deutschen Literatur«

Andreas Wunn / ZDF Mittagsmagazin (04. März 2019)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87610-8
Erschienen am  04. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Leserstimmen

Minimalistisch kluge Episoden!

Von: nil_liest

11.09.2019

Ferdinand von Schirach schreibt grandios präzise und lesenswert. Wer nicht viel Zeit und Muse hat einen dicken Wälzer zu lesen, ist mit diesem Werk bestens bedient und bekommt trotzdem literarische wertvolle Stücke. Hier versammeln sich leise, aber sehr zutreffende kurze Passagen zu diversen Themen, die von Schirach selbst erlebt hat oder historisch bekannte Blöcke wie beispielsweise die Geschichte der Farbe Magenta auf einer Seite. Ein Buch für Verwirrte, die zu viel im Kopf tragen, auf zu viele Fragen gleichzeitig eine Antwort suchen, können hier mit vielleicht etwas Ruhe finden. Nichts ist überfrachtet, kurz und gut.

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Anders als seine bisherigen Bücher ist dieses in 48 Abschnitte eingeteilt, in denen Ferdinand von Schirach von seinem Leben erzählt.

Von: Birgit Pirker

11.08.2019

„Kaffee und Zigaretten“ ist das neueste Werk aus der Feder von Ferdinand von Schirach. Meine heutige Rezension stellt mich allerdings vor eine wirkliche Herausforderung. Auch wenn das Buch im gewohnt ausdrucksstarken und sachlichen Ton des Autors verfasst wurde, ist es gar nicht leicht zu beschreiben. Anders als seine bisherigen Bücher ist dieses in 48 Abschnitte eingeteilt, in denen Ferdinand von Schirach von seinem Leben erzählt. Er beginnt bei seiner Kindheit, welche ja kurz vor Erscheinen des Buches für Schlagzeilen sorgte, und erzählt über Depressionen und die Melancholie im Leben. Er bespricht Schlagzeilen aus der Presse und politische Vorgänge der letzten Jahrzehnte. Dies sind oft Geschichten aus der Realität von Grausamkeiten, aber auch von scheinbar bedeutungslosen Dingen, die für ihn aber doch von Wert sind. Viele Ereignisse kommentiert er daher mit einem passenden Gedicht oder Zitat. Zudem berichtet er immer wieder, wie Literatur und Filme ganze Leben beeinflussen und welche Wahrheiten dahinter stecken. Das alles verbindet er zu einer Autobiografischen Erzählung! Ich muss aber auch dazu sagen, dass Ferdinand von Schirach in diesem Buch schon sehr viel Lebenserfahrung bei seinen Lesern voraussetzt. Dann wird man auch einige Hintergründe besser verstehen und zwischen den Zeilen erlesen und assoziieren können. Der Autor möchte ohne langatmige Passagen auskommen. Er fokussiert und sucht nach dem Wesentlichen! Alles in Allem ist das Buch wunderbar zu lesen. Trotz der teilweise sehr schweren Themen, schreibt er als neutraler Beobachter und urteilt nicht! Die Sprache fließt dahin, völlig unaufgeregt und man spürt den Abstand des Autors zum Geschehen, auch wenn er über Teile aus seinem eigenen Leben schreibt. Gleichzeitig scheint er dem so nahe und berührt zu sein, obwohl er oft körperlich einfach nur daneben zu stehen scheint. Schockierend, dann wieder wunderschön poetisch, aber auch dramatisch und traurig. Und immer schwingt im Tiefen die Hoffnung mit … „Kaffee und Zigaretten“ ist ein wunderbares Buch, aber jetzt brauch auch ich erstmal einen Kaffee …

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Vita

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm die Spiegel-Bestseller »Die Herzlichkeit der Vernunft«, ein Band mit Gesprächen mit Alexander Kluge, sowie die Erzählungen »Strafe«.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Es sind diese glasklaren schnörkellosen Sätze, mit denen uns Ferdinand von Schirach die Welt ein wenig verständlicher macht.«

Ulrich Steinmetzger / Nürnberger Nachrichten (05. März 2019)

»Deutschlands derzeit wohl bedeutendster Schriftsteller«

Alfred Schier / phoenix persönlich (01. März 2019)

»Der Einblick in das Schirach'sche Universum, in eine Mischung aus Herkunft, Sehnsucht nach Erlösung und Traurigkeit, hat auch immer wieder etwas Faszinierendes.«

Christoph Schröder / SWR2 (03. März 2019)

»Ein Literat von Weltrang«

Miguel Peromingo / Galore (04. März 2019)

»Eine Klasse für sich«

Manfred Papst / NZZ am Sonntag (03. März 2019)

»Der sachliche, unaufdringliche Stil, die Einblicke in eine andere Welt und die teils irrwitzigen Geschichten bleiben noch länger im Gedächtnis des Lesers.«

Kristian Teetz / Hannoversche Allgemeine Zeitung (04. März 2019)

»Mit Empathie nähert Ferdinand von Schirach sich dem Innersten, mit klarem Verstand setzt er es ins Verhältnis zum Gegebenen.«

Janina Fleischer / Leipziger Volkszeitung (04. März 2019)

»Ferdinand von Schirach bleibt auch in diesem Buch seinem unterkühlten, lakonischen Stil treu.«

Felix Müller / Berliner Morgenpost (01. März 2019)

»Mit feiner Ironie, untergründigem Humor, leiser Verzweiflung beschwört der Autor, was ihn verzweifeln lässt und was ihn rettet.«

Stefan Maelck / NDR Kultur (07. März 2019)

»Connaisseurs lesen dieses geistreiche wie sehr persönliche Buch, das zu schnelle 190 Seiten zählt, gewiss bei Kaffee und Zigaretten.«

Jürgen Kanold / Südwest Presse (04. März 2019)

»Sprachgewandt und stilsicher trifft er den Nerv, vor allem die metaphernreichen Parabeln und Kurzgeschichten regen zum intensiven Nachdenken und Philosophieren an.«

Oberösterreichische Nachrichten (04. März 2019)

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