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Unterleuten Roman

Kundenrezensionen (48)

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€ 25,70 [A] | CHF 33,90*
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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87487-6

Erschienen: 08.03.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 23
Spiegel Hardcover Belletristik

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Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Juli Zeh und Felicitas von Lovenberg erkunden bei lesenswert (SWR) die Einwohner von "Unterleuten" in einer Modellversion des Dorfes. zum Video

„Juli Zehs furchtlos vor jedem Klischee ins Herz der bundesrepublikanischen Wirklichkeit zielender Gesellschaftsroman ist ein literarischer Triumph.“

Denis Scheck / Der Tagesspiegel (30.07.2016)

Juli Zeh (Autorin)

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015).

www.juli-zeh.de

„Juli Zehs furchtlos vor jedem Klischee ins Herz der bundesrepublikanischen Wirklichkeit zielender Gesellschaftsroman ist ein literarischer Triumph.“

Denis Scheck / Der Tagesspiegel (30.07.2016)

"Juli Zeh hat mit "Unterleuten" den Roman der Stunde geschrieben: über die große Gereiztheit, über Politikverachtung und Resignation."

Volker Weidermann / Der Spiegel (16.07.2016)

"Mitreißend geschrieben, lebendig und spannend – ein großer Roman."

Natascha Geier / ARD Das Erste (ttt -titel thesen temperamente) (06.03.2016)

"So kann Literatur sein: anregend, aufregend, amüsant, engagiert und voller Ungewissheiten."

Karin Grossmann / Sächsische Zeitung (02.04.2016)

"Um es mit einem Wort zu sagen: Juli Zehs neues Buch ist vorzüglicher Lesestoff. Spannend, lebendig, lehr- und kenntnisreich zum Platzen."

Ursula März / DIE ZEIT (17.03.2016)

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17.05.2017 | 20:00 Uhr | Ulm

Lesung und Gespräch

Moderation und Gesprächsleitung:
Dr. Dagmar Engels
Dr. Wolfgang Niess (SWR)

Tickets VVK: 8 € / 3 € erm.
Tickets AK: 10 € / 5 € erm.
erhältlich in der Hugendubel Filiale Ulm, Tel: 0731 1530-13/14

weitere Informationen

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Stadthaus Ulm
Münsterplatz 50
89073 Ulm

Weitere Informationen:
VHS Ulm
89073 Ulm

Tel. (0731) 15300

20.06.2017 | 18:00 - 20:00 Uhr | Kassel

Lesung
Im Rahmen der Grimm-Professur der Universität Kassel

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Mehr Infos

Universität Kassel, Hörsaal 1 im Campus Center
Moritzstr. 18
34127 Kassel

21.06.2017 | 10:00 - 12:00 Uhr | Kassel

Lesung
Im Rahmen der Grimm-Professur der Universität Kassel

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Mehr Infos

Universität Kassel, Raum 0019
Kurt-Wolters Str. 5
34127 Kassel

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 640 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87487-6

€ 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 08.03.2016

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Ganz im Ernst: Nichts für Tierliebhaber

Von: Martina Kämpfe  aus Halle Datum: 21.04.2017

Zu dem Buch ist viel Lob gesagt worden. Ich habe es empfohlen bekommen und mit Interesse gelesen, Interesse nicht an Stadt-Land-Kontexten oder Umweltschutz, sondern an der Frage, wie eine Autorin ihre vielschichtigen Figuren und Probleme letztlich auflöst. Gut gelungen ist die spannende Erzählweise, das Buch trägt durchaus krimihafte Züge, aber insgesamt ist mein Eindruck nicht nur positiv. Einiges finde ich (zu) konstruiert, man fragt sich an mehreren Stellen unweigerlich, ob sich Leute tatsächlich so verhalten würden. Fiktive Personen sind Sache des Künstlers, wo er ggf. künstlich übertreibt, das gehört dazu, allerdings wirft dieses Mittel dann auch die Hinterfragung auf, ob es für die Erzählung der Story nötig ist. Und damit ist man bei der Plausibilität der Charaktere und der Gesamtgestaltung. Bei den zahlreichen Grausamkeiten in diesem Buch kommt man oft an diesen Fragepunkt. Stellvertretend nur ein Bsp. vom Schluss: dass Fidi, die Hündin, derart verabschiedet wird, finde ich unnötig grausam und auch unplausibel, was das Verhalten der betroffenen Personen betrifft. Paradoxerweise verhält sich der Mensch ja bekanntlich zu Tieren menschlicher als zu seiner eigenen Gattung, zumindest in konkreten Mensch-Tier-Beziehungen, wie es bei der Hundehaltung ja besonders der Fall ist. Die (abstrakte) Arterhaltung einer bedrohten Vogelart, die im Buch ja auch Thema ist, interessiert hingegen ja meist nur "abstrakt" eben Tierschützer. Die Farce dieser Art Tierschutz wird wiederum gut herausgearbeitet.

"Mit dem Dorf stimmt was nicht. Ganz massiv."

Von: Travel Without Moving Datum: 18.03.2017

www.travelwithoutmoving.de

Das brandenburgische 200-Seelen-Dorf Unterleuten wirkt auf den ersten Blick wie die perfekte Idylle: Obstbäume, eine Dorfgemeinschaft, die sich schon lange kennt, Natur pur. Doch unter der Oberfläche brodeln Konflikte, die weit zurück in die Vergangenheit der Dorfbewohner führen und die sich dramatisch verstärken, als ein Windpark in unmittelbarer Nähe des Dorfes errichtet werden soll. Bald machen sich die verschiedenen Konfliktparteien gegenseitig das Leben schwer, und das idyllische Unterleuten wird immer mehr zur Hölle.

Juli Zeh hat mit Unterleuten einen Gesellschaftsroman über das 21. Jahrhundert geschrieben, in dem nur noch der Einzelne zählt und die Gemeinschaft immer mehr zerfällt. Dabei gelingt es ihr hervorragend, dem Leser das Leben in Unterleuten nahe zu bringen, indem sie ihre Protagonisten detailreich und lebensnah zeichnet und die Beziehungen zueinander mit viel Feingefühl herausarbeitet.

Auch wenn der Roman im Verlauf bisweilen Längen aufweist, fand ich die Art und Weise, wie Zeh ihren Protagonisten Leben einhaucht, beeindruckend, denn jede einzelne Figur wurde komplex gezeichnet und beschrieben, wobei man anfangs sympathische Personen im Verlauf bisweilen für abstoßend hält und initial widerwärtige Menschen nach und nach besser verstehen und akzeptieren kann. Diese vielschichtigen Protagonisten empfand ich als extrem spannend und zusammen mit den verflochtenen Beziehungen zwischen ihnen als Höhepunkt des Romans. Auch die Schilderungen der Handlungsorte sind Zeh außerordentlich gut gelungen, und beim Lesen fühlt man sich des Öfteren nach Brandenburg versetzt.

Sprachlich empfand ich Unterleuten als anspruchsvoll, ohne dass sich der Roman sperrig lesen ließ. Vielmehr handelt es sich um ein flüssig lesbares Buch, das sprachlich sehr natürlich wirkt und inhaltlich packend ist.

Juli Zeh: Unterleuten. Luchterhand Literaturverlag, 2016, 639 Seiten; 24,99 Euro.

Einfach großartig!!

Von: Beate Leinweber aus Leipzig Datum: 10.06.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Hugendubel, Petersstr.12, 04109 Leipzig

"Teilweise Spoiler"!
Ich finde: Dieser neueste Roman von Julie Zeh ist einfach großartig und unbedingt lesenswert:
Was als Roman, oder auch als eine Art Stück Aufarbeitung deutsch-deutscher Geschichte beginnt, entwickelt sich nach und nach und immer mehr zu einem äußerst klugen, psychologischen Kammerspiel, über menschliche Abgründe. Der Roman zeigt auf (anfangs sehr subtil, später immer deutlicher und drängender), was Neid und Missgunst, jahrelange, unter der Oberfläche brodelnde, unterdrückte Wut und lang gehegte, unausgesprochene Konflikte, gepaart mit einer gut funktionierenden Gerüchteküche im Menschen an sich und in einer kleiner Dorfgemeinschaft, wo die Nachbarn sich ein Leben lang kennen, anrichten können- wenn man nur einen passenden „Aufhänger“ findet, der den schon lange Zeit vor sich hin schwelenden Vulkan schließlich zum emotionalen Ausbruch bringt.
Und wie erschreckend einfach es ist, eine kleine Gemeinschaft von Leuten so gegeneinander aufzuhetzen und so sich gegenseitig auszuspielen, dass Würde, Freundschaft und Anstand auf der Strecke bleiben- man braucht dazu nur ein paar gezielte Seitenhiebe.
„Unterleuten“ mag zwar an manchen Textstellen etwas überspitzt wirken, aber im Kern trifft Juli Zeh mit ihrer ganz eigenen Beobachtungsgabe völlig ins Schwarze, meiner Meinung nach; sie legt quasi ihren Finger in die noch immer aktuelle, brisante Wunde, die (stellvertretend dafür) das Dörfchen Unterleuten in verschiedene Lager spaltet: Auf der einen Seite stehen die Menschen, die nach der Wende nie mehr so richtig auf die Beine kamen, dann sind da noch die Menschen, die den „alten Zeiten“ nachtrauern, oder die Einwohner, die die „neue Zeit“ als Chance sehen und schließlich kommen noch die vermeintlich reichen Zugezogenen aus dem „Westen“- und mittendrin ein Windpark, der neu gebaut werden soll... Und der letztenendes das Fass zum Überlaufen bringt, bzw. die vor sich hin brodelnden Probleme der Dorfgemeinschaft zum Überkochen. (Denn hier zeigt sich ganz deutlich ein weiteres gesellschaftliches Phänomen: Viele Bürger sind für die Abschaffung der Atomkraftwerke und wollen gerne die Energiewende haben- aber „bitte nicht vor der eigenen Haustür“.)
Beeindruckend finde ich, mit welcher Genauigkeit die Autorin unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält: Unwillkürlich musste ich beim Lesen an solche Redewendungen wie „Schuld sind immer die Anderen“, oder „Jeder ist jedermanns Feind“, oder auch „Jeder ist sich selbst der Nächste“ denken, denn solche Sätze werden in diesem großartigen Gesellschaftsroman zur bedrückenden Realität. Toll finde ich den Schreibstil der Autorin: Sie schreibt einfach über gesellschaftliche und persönliche Abgründe, ohne dem Leser ihre eigene, ganz persönliche Meinung aufzudrängen, nein - sie schreibt ganz einfach so, dass man sich beim Lesen in die Protagonisten hineinversetzen kann, ob man dies nun will oder nicht, und Juli Zeh regt mit ihrem Roman „Unterleuten“ zum Nachdenken an.
Also: Wie schon oben gesagt: Unbed

Von: Meike Blanke aus Bremen Datum: 16.03.2016

Buchhandlung: Horner Buchhandlung

Der Gesellschaftsroman aus der Provinz liest sich spannend wie ein Thriller und enthält eigentlich alles, was uns zeitgeschichtlich umtreibt. Mein Frühjahrsfavorit!

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