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Die Frau des Zoodirektors Eine Geschichte aus dem Krieg

Gekürzte Lesung mit Bibiana Beglau

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€ 13,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download (gek.) ISBN: 978-3-8371-3662-3

Erschienen: 31.10.2016
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Eine wahre und rührende Geschichte

Während der Zweite Weltkrieg tobt, wird der Warschauer Zoo Schauplatz einer dramatischen Rettungsaktion, die über 300 Juden vor dem sicheren Tod bewahrt. Jan und Antonina Zabinski, der Zoodirektor und seine Frau, schmuggeln Juden aus dem Warschauer Ghetto auf das brachliegende Zoogelände, wo sie die Todgeweihten in den leeren Tierkäfigen vor den Nazis verstecken und ihnen damit das Leben retten. Eine wahre Geschichte aus dem besetzten Warschau des zweiten Weltkriegs.

Bibiana Beglau liest mit der richtigen Mischung aus Empathie und Ernsthaftigkeit.

Diane Ackerman (Autorin)

Diane Ackerman, geboren am 7. Oktober 1948 in Waukegan, Illinois, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Lyrikerin. In Bezug auf ihre Bücher über Naturgeschichte lässt sich ihr Stil am besten beschreiben als eine Mischung von Dichtung, Erzählung und Populärwissenschaft. Sie unterrichtete an verschiedenen Universitäten einschließlich der Columbia University und der Cornell University. Ihre Essays erscheinen regelmäßig in angesehenen Zeitschriften.

www.dianeackerman.com


Bibiana Beglau (Sprecherin)

Bibiana Beglau, 1971 geboren, erhielt ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Seit 1995 arbeitet sie fürs Theater. Als Bibiana Beglau in Thomas Ostermeiers "Disco Pigs" auf der Bühne stand, wurde sie von Volker Schlöndorff entdeckt und für die Hauptrolle im Kinofilm "Die Stille nach dem Schuss" (2000) engagiert, für die sie u. a. mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. 2007 erhielt sie mit dem TV-Film "Unter dem Eis" den Grimme-Preis. Seit 2011 gehört sie zum Ensemble des Residenztheaters München. 2012 hat sie den Kurt-Meisel-Preis in Anerkennung ihrer großen Schauspielkunst am Residenztheater erhalten. 2014 wurde Bibiana Beglau von der renommierten Zeitschrift "theater heute" zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Beim Hörverlag ist sie u. a. in der hochgelobten Hörspielinszenierung von Emily Brontës "Sturmhöhe" (2012) in der Rolle der Nelly Dean zu hören, sie spricht Paula Dalys "Die Schuld einer Mutter" sowie Sue Monk Kidds "Die Erfindung der Flügel".

Aus dem Amerikanischen von Christine Naegele
Originaltitel: The Zookeeper's Wife (W. W. Norton & Company)
Originalverlag: Heyne

Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: ca. 455 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3662-3

€ 13,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 31.10.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Diane Ackermann: Die Frau des Zoodirektors

Von: About Syringa1001 Datum: 26.11.2017

https://aboutsyringa1001.blogspot.de/

Heute geht es um ein Buch, dass mich sehr berührt hat. Es basiert auf einer wahren Geschichte und wurde auch verfilmt. Ich muss dazu sagen, dass ich über das Thema "Nationalsozialismus" in jedweder Form durch mein Geschichtsstudium und eigenes Interesse eine Menge weiß und dass das Buch trotz allem, was ich über diese Gräueltaten schon wusste, noch viel mehr offenbarte und schaffte, mich sprachlos zu machen.

Inhalt

Es geht um die Familie Zabinski, die den Warschauer Zoo leitet. Als 1939 Polen besetzt wird, das Warschauer Ghetto gegründet wird, Bomben die Landschaft zerstören und Juden deportiert werden, hilft diese Familie vielen Menschen, indem sie sie im Haus oder in leeren Käfigen verstecken, stets in der Gefahr, entdeckt und selbst bestraft und hingerichtet zu werden.

Bewertung

Dieses Buch ist unglaublich. Es ist kein Pageturner, man liest es nicht einfach mal in einem Rutsch durch. Ich habe mal gehört, dass Menschen keine Bücher lesen wollen, die schwere Kost (wie dieses) beinhalten, weil ihr Leben eh schon schwer genug ist und man lieber in der Fantasie ein Happy End erleben möchte. Vermutlich, weil es einfacher ist. Und ablenkt. Und auch ich mag ein schönes Ende. Aber ich bringe es einfach mal auf den Punkt: Die Welt braucht solche Bücher. Absolut. Genauso, wie es den Geschichtsunterricht braucht, denn natürlich lernen wir einfacher aus den Geschichten anderer, als aus unseren eigenen. Was mich am Buch irriert hat, war die Vermischung von typischen Romanelementen und autobiografischem Stil. Die Autorin schwankt zwischen einer Erzählung und wissenschaftlicher Beschreibung. Sprich: Manchmal erzählt sie aus Sicht Antonias (also der Frau des Zoodirektors) und manchmal berichtet sie über sie, indem sie aus ihrem Tagebuch zitiert. Ich weiß nicht, ob ich es anstregend finden soll oder ob es nicht wunderbar ist, weil es den Charakter des Buches ausmacht. Denn was man als Leser braucht, ist Abstand. Man muss das Buch zuklappen können und die Entscheidungsgewalt darüber haben, es weiterzulesen. Und genau das gibt der Schreibstil dem Leser: Die Möglichkeit, Abstand zu nehmen, objektiv zu urteilen. Es rührt so sehr, man möchte weinen, auch wenn diese Grausamkeit mit einer solchen Nüchternheit erzählt wird. Eine Nüchternheit, die es braucht, um bei der Lektüre nicht den Verstand zu verlieren. Es ist unfassbar, dieser Kontrast eines objektiven Schulunterrichtes zu diesem Buch. Antonia ist eine unglaublich starke, empathische Frau. Sie nimmt Menschen und Tiere gleichermaßen in ihr Haus auf, umsorgt sie, stets in dem Bewusstsein, in den Augen der Nationalsozialisten eine Straftat zu begehen. Ich finde es so bemerkenswert, dass es Menschen gab, die sich dieser unmittelbaren Gefahr aussetzten. Ich finde es unglaublich, dass diese Geschichte, eine für mich persönliche Heldentat, nicht gehört wurde, wie der Klappentext schreibt, sogar durchgerutscht ist nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Bis zu dem Zeitpunkt, als die Autorin Diane Ackerman darauf aufmerksam wurde, recherchiert hat und dieses Buch geschrieben hat. Dieses Buch berührt wirklich sehr stark, ist gut recherchiert, hat ein sehr passendes Cover und erzählt trotz seiner Nüchternheit eine wahnsinnige Geschichte, die im Gedächtnis bleibt. Vielleicht ist es die Liebe der Protagonistin zu Tier und Mensch gleich, in einer Welt und zu einer Zeit, in der eine solche Liebe selten Platz fand. Ich möchte nicht zu viel über den Inhalt verraten, aber die Verbindung einer Familiengeschichte mit dem natürlichen Lauf der Natur in ihrer harmonischen Stille zu der Zerstörungskraft der Nationalsozialisten macht den Leser fassunglos und lässt einen fragen, wie so eine Gräueltat überhaupt jemals möglich war. Es zeigt aber auch, dass Nächstenliebe diese Zeit überstehen ließ. Und mehr denn je ist es wichtig, diese Geschichten heute zu erzählen. Den Film werde ich mir sicherlich auch noch ansehen.

Fazit

Es gehört gelesen zu werden. Es gehört gehört zu werden. Es gehört gesehen zu werden. Es gehört... erzählt zu werden.

Erst ok, dann sehr gut

Von: mariesbookishworld Datum: 14.09.2017

www.mariesbuecher.blogspot.de

So spannend ich auch die Beschreibung des Buches fand,
So tiefgründig die Geschichte auch ist,
So unbedingt ich das Buch auch lesen wollte bevor ich mir die Verfilmung anschaue,
So gern ich auch (wahre) Gegebenheiten aus dieser Zeit lese, ......

.....So schwer hat es mir das Buch gemacht, es zu mögen, einen Lesefluss herzustellen, in die Geschichte hereinzukommen.

Ab der Hälfte fand ich das Buch dann richtig gut. Der Heldenmut der Menschen hat mich begeistert und mitgerissen. Auch in der heutigen Zeit ist es wieder sehr schön von echten Helden zu lesen. Menschen die es geschafft haben, mit kleinen Gesten riesiges zu erreichen. Gezeigt haben, dass man einen Anfang machen kann. Zwischen gut und böse, falsch und richtig, unterscheiden sollte.

Menschen, die sich um andere sorgen, anderen Helfen, ohne Gedanken an Konsequenz, eigenes Wohl und die weitreichenden Folgen.

Jan und Antonia sind Helden, stille und leise Helden, dafür um so größer.

Leider hat der Anfang mir das Buch ein bisschen madig gemacht, jedoch möchte ich es trotzdem weiterempfehlen. Weiterhin freue ich mich sehr auf die Verfilmung!

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