Blutiger Januar

Kriminalroman

(9)
Paperback
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Januar 1973: Mitten in Glasgow erschießt am helllichten Tag ein Jugendlicher auf offener Straße eine junge Frau, bevor er sich selbst eine Kugel in den Kopf jagt. Detective Harry McCoy, dem der Mord am Tag zuvor im Gefängnis von einem psychotischen Gefangenen angekündigt wurde, steht vor einem Rätsel. Zumal der Gefangene selbst um die Ecke gebracht wird. McCoy nutzt seine alten Verbindungen zu Glasgows Unterwelt, um in den Ermittlungen voranzukommen, legt sich dabei aber schnell mit den Dunlops an, der mächtigsten Familie der Stadt. Und auch sein Boss pfeift ihn zurück. Aber McCoy lässt sich nicht beirren.

»Auf den Punkt geschrieben, packend und knallhart, düster und zutiefst befriedigend. Ein echter Pageturner!«

Bret Easton Ellis

Aus dem Englischen von Conny Lösch
Originaltitel: Bloody January
Originalverlag: Canongate
Paperback , Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-27188-3
Erschienen am  03. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Schottland, Glasgow, Großbritannien

Die Harry McCoy-Serie

Leserstimmen

Wintertod 1973

Von: wal.li

14.02.2020

Harry McCoy ist im Heim aufgewachsen. Nie hätte er gedacht, dass er es mal bis zum Detective schafft. Als ihn ein Gefängnisinsasse warnt, eine junge Frau werde zu Tode kommen, glaubt McCoy das nicht. Trotzdem versucht er mit den wenigen Hinweisen, die Frau zu finden und zu warnen. Allerdings kommen er und sein junger Kollege Wattie zu spät. Vor ihren Augen wird die Restaurantmitarbeiterin Lorna erschossen und bevor sie noch irgendetwas veranlassen können, bringt sich auch der Täter um. Harry McCoy verbeißt sich in den Fall, er will herausfinden, was den jungen Mann dazu gebracht hat, auch Lorna zu schießen. Zurück in die 1970er geht es beim ersten Auftritt von Detective Harry McCoy. In winterlich verregneten Glasgow des Januars 1973 versucht der Polizeibeamte, die Fährte aufzunehmen. Seine Vergangenheit bleibt ihm dabei immer gegenwärtig. Die alten Verbindungen können ihm manchmal helfen, doch wesentlich leichter machen sie seine Arbeit nicht. Lange dauert es allerdings nicht, bis sich herausstellt, dass Lorna nicht die unschuldige Kellnerin war wie es zunächst von ihr angenommen wurde. Dennoch hat sie einen solchen Tod nicht verdient. Nichts kann McCoy davon abbringen, die Wahrheit zu finden. So düster wie das Titelbild ist die Vorstellung, die die Handlung weckt. Man stellt sich Regen und Kälte vor. Man sieht einsame dunkle Straßen, die McCoy durchwandert. Das Verbrechen scheint überall zu sein und die Verbindungen zwischen Polizei und Verbrechen wirken manchmal enger als es erlaubt sein kann. Und doch wird in diesem Fall das Unterste zu Oberst gekehrt. Was zunächst in die eher niedrigen Schichten der Stadtstreicher zu weisen scheint, führt dann bis in die höchsten Kreise der Stadt. Mit diesem Crime Noir zeigt der Autor, dass früher auch nicht alles Gold war. Sex und Drogen beherrschten die Szene und man bekommt den Eindruck, dass sogar die Polizei Mühe hatte, sich davon fern zu halten. Harry McCoy bleibt, auch wenn nicht alle seine Gewohnheiten nachvollziehbar sind, sympathisch und integer. Einer, der mehr geschafft hat als je erhofft, der jedoch immer daran arbeiten muss, seinen Platz zu halten. Verpackt ist diese düstere Milieustudie in einen fesselnden Fall.

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- kompromissloser, verruchter Krimi-Noir -

Von: LACK OF LIES

19.01.2020

ALAN PARKS - Blutiger Januar (Heyne Hardcore) - kompromissloser, verruchter Krimi-Noir - Mit Detective Harry McCoy bringt der schottische Schriftsteller Alan Parks einen neuen Ermittler an den Start, der gerne mit dem Kopf durch die Wand und nicht immer mit ganz legalen Mitteln und Wegen an sein Ziel zu gelangen versucht. 01. Januar 1973: Detective Harry McCoy von der Glasgower Police Force ist auf Neujahrs-Streife. Ein Besuch in Barlinnie steht an. Schottlands größtem und härterem Knast, welcher sich in Ridrie, nordöstlich der Arbeiterstadt Glasgow befindet. McCoy wurde von dem psychotischen Gefängnisinsassen Howie Nairn einbestellt, der eine wichtige Botschaft für den gerade mal 30 Lenzen zählenden Detective hat. Ein Mädchen namens Lorna soll ermordet werden. Viel mehr Details hat Nairn allerdings nicht zu bieten und so zieht es Harry McCoy eher zur Prostituierten Janey hin, anstatt in eines der vornehmen Restaurants in der Stadt, in dem das Mädchen arbeiten soll. Am nächsten Morgen, starr vor Kälte macht sich McCoy doch noch auf den Weg zu den Restaurants und macht den Arbeitsplatz von Lorna ausfindig. Als er daraufhin gemeinsam mit seinem neuen, noch recht jungen Kollegen Wattie am Busbahnhof auf die Ankunft von Lorna wartet, kommt es zu einem Schusswechsel und einer Tragödie. Eine absolute Katastrophe. Oder um es mit den Worten von McCoy's Vorgesetzten Murray zu sagen: "Eine echte ausgewachsene Riesenscheiße." Die junge Frau wird erschossen, der Täter richtet sich, mit einem Lächeln im Gesicht, direkt im Anschluss daran selbst und auch der Gefängnisinsasse und Tippgeber Howie Nairn segnet nach gewaltsamer Fremdeinwirkung das Zeitliche. McCoy und Wattie stehen also vor dem Nichts. Warum wurde die junge Frau am helllichten Tag auf offener Straße erschossen? Warum lächelte der Täter mit dem leeren Blick? Und was wusste Howie Nairn? Am 03.09.2018 erschien der kompromisslose Krimi-Noir "Blutiger Januar", welcher in einem schmuddeligen, gewalttätigen, gefühlskalten, verkommenen, versoffenen und drogenüberschwemmten Schottland der 70er Jahre angesiedelt ist. Autor Alan Parks hält sich in seinem deftigen Debüt Roman nicht lange mit political correctness auf und beschreibt im Auftakt zu seiner Detective Harry McCoy-Serie die jeweilige Kulisse, die Brutalität und die Kälte in Glasgows Straßen in kurzen prägnanten Sätzen. Als Leser fühlt man sich also recht schnell, samt dem ganzen Abschaum, in die dreckigen Gassen von Schottlands Hauptstadt gespült. Innerhalb des 400 Seiten starken Kriminalromans bietet Parks Schreibstil einen wirklich guten Flow, der den Leser durch die skrupellose Geschichte fliegen lässt. Die Spannung sackt dabei auch nur selten einmal ab. Lediglich das Personal ist etwas üppig ausgefallen, was eine Zuordnung der einzelnen Protagonisten auf Anhieb nicht immer ganz leicht macht. Der Personenkreis ist zwar ausreichend gut gezeichnet, dennoch muss man häufiger überlegen, mit wem man es denn eigentlich gerade zu tun hat. Detective Harry McCoy, der Kontakte zur Glasgower Unterwelt pflegt, ermittelt unter anderem im Rotlicht-Milieu, in der Upperclass und bei den Obdachlosen. In diesem Glasgower Moloch Anfang der 70er stößt er auf noch mehr Perversitäten, Elend, Tristesse und Tod. Vor allen Dingen als sich Harry mit der mächtigsten Familie Glasgows, den Dunlops anlegt, entfacht er einen Flächenbrand ungeahnten Ausmaßes. McCoy, der schon mal Drohungen gegenüber den mehr oder minder Beteiligten ausspricht, geht anschließend buchstäblich durch die Hölle! Dieser Fall reicht bis in höchste Regierungskreise und den Ermittlern der Glasgower Polizei wird nahegelegt, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Aber McCoy wäre nicht McCoy, wenn er deswegen aufgeben würde. Der junge Detective ist sicherlich nicht unsympathisch, hatte jedoch eine gelinde gesagt beschissene Kindheit voller Demütigung und Gewalt. Als ehemaliges Heimkind ist er Alkohol, Drogen und Prostituierten gegenüber recht aufgeschlossen. Vielleicht ist er ein wenig schrullig, vielleicht auch ein wenig kaputt, aber tief in seinem Herzen ist Harry McCoy ein Mensch, der es den meisten anderen und vor allen Dingen sich selbst recht machen will. Außer vielleicht, wenn er wieder einmal zu hart gefeiert hat und sich mit irgendwelchen Leuten anlegt, denen er besser aus dem Weg gegangen wäre. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für eine einfache, zielführende Ermittlungsarbeit, aber Detective Harry McCoy ist nun mal ein gebranntes Kind, das sich von nichts und niemanden aufhalten lässt. Der assig-verruchte Roman steigert sich allmählich in einen wahren Rausch aus Drogen, Sex, Blut und Gewalt hinein. Von Seite zu Seite wird die Story immer brutaler und wahnsinniger. Stevie Cooper ("Ich leite ein Unternehmen, kein verfluchtes Sanatorium für Junkienutten."), den McCoy schon sein gesamtes Leben lang kennt, macht da keinerlei Ausnahme. Cooper hatte ihm im Kinderheim oftmals im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch gerettet und so wäscht mittlerweile eben eine Hand die andere. "Blutiger Januar" ist also definitiv nichts für pingelige, harmoniebedürftige oder zartbesaitete Leser, die sich gelegentlich mal ein bißchen fürchten wollen. Hier gibt es nur verkommene, verrohte Leute, zum Teil am Rande, zum Teil inmitten des Gesellschaftslebens. Ohne Skrupel und Gewissen. Bei der Polizei sieht es zu dieser Zeit auch nicht viel besser aus. Korrupte Hurenböcke wo man hinblickt. Den Friedensnobelpreis gewinnt hier keiner. Und alle stecken irgendwie mit drin. "Blutiger Januar" ist somit ein Krimi/Thriller, der zurecht im Heyne Hardcore Verlag erschienen ist. Autor Alan Parks studierte Philosophie an der Universität von Glasgow. Nachdem er sein Studium mit einem Abschluss als Magister der Moralphilosophie abgeschlossen hatte, wurde er Creative Director bei London Records und arbeitete später auch bei Warner Music. "Tod im Februar" ist sein zweiter Roman um den, auf der Überholspur lebenden Detective McCoy, welcher am 28. Oktober 2019 ebenfalls im Heyne Hardcore Verlag erschienen ist. Alan Parks lebt heute in Glasgow und London. Brutalität: 89/100 Spannung: 82/100 Action: 83/100 Unterhaltung: 84/100 Anspruch: 38/100 Humor: 27/100 LACK OF LIES - Wertung: 86/100 Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Paperback/Blutiger-Januar/Alan-Parks/Heyne-Hardcore/e539952.rhd Alan Parks Blutiger Januar Kriminalroman Aus dem Englischen von Conny Lösch Originaltitel: Bloody January Originalverlag: Canongate Paperback , Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm ISBN: 978-3-453-27188-3 € 16,00 [D] | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis) Verlag: Heyne Hardcore Erschienen am 03. September 2018 More Hard Stuff @ www.lackoflies.com or www.facebook.com/LackOfLies

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Vita

Alan Parks studierte an der Universität von Glasgow Philosophie. Nach dem Studium arbeitete er als Creative Director bei London Records und später bei Warner Music, wo er für Acts wie All Saints, New Order, The Streets oder Gnarls Barcley zuständig war. Heute lebt er in Glasgow und London. Nach »Blutiger Januar« ist »Tod im Februar« sein zweiter Roman um Detective McCoy.

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Conny Lösch

Conny Lösch hat in Frankfurt am Main Anglistik und Philosophie studiert, lebt seit vielen Jahren in Berlin und hat unter anderem Bücher von Don Winslow, Tracey Thorn und Jon Savage aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

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Pressestimmen

»Ein brillant geschriebener tougher Cop-Krimi.«

Ian Rankin

»Mit seinem exzellenten Debüt katapultiert sich Parks direkt an die Spitze der schottischen Noir-Autoren.«

The Times

»Zupackend, brutal und authentisch. Parks tritt das Erbe von William McIlvanney an.«

John Niven

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