Diener der alten Macht

Roman

(9)
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Ein alter Freund, eine neue Bedrohung – der Königsbastard ist zurück!

Fünfzehn Jahre sind seit dem schrecklichen Krieg der sechs Provinzen mit den Roten Korsaren vergangen, seitdem herrscht ein unsicherer Friede. Da verschwindet Prinz Pflichtgetreu kurz vor seiner Hochzeit mit einer Prinzessin der Roten Korsaren. Will er der Vermählung ausweichen, wie einige behaupten? Oder ist ihm etwas zugestoßen? Es gibt nur einen, der sich auf die gefahrvolle Suche nach ihm machen kann: Fitz der Bastard mit seinem Wolf Nachtauge. Doch der hat sich geschworen, nie wieder in die Intrigen des Königshofs verstrickt zu werden …



Dieses Buch ist bereits unter dem Titel »Der lohfarbene Mann« im Bastei-Lübbe Verlag erschienen.

»Robin Hobbs Schreibstil ist so faszinierend, so nachdrücklich und bildreich, dass auch dieser Auftaktroman von Anfang bis Ende ein Lesegenuss ist.«

Bücherserien Online (18. September 2018)

Aus dem Amerikanischen von Eva Bauche-Eppers
Originaltitel: Fool's Errand (Tawny Man 1)
Originalverlag: Spectra, New York 2001
Paperback, Klappenbroschur, 896 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-3203-1
Erschienen am  27. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Das Erbe der Weitseher

Leserstimmen

konnte mich nicht ganz überzeugen..

Von: Federtanz

11.11.2018

Inhalt: Diener der alten Macht spielt 15 Jahre nach dem der Krieg der 6 Provinzen mit den roten Korsaren. Fitz hat sich mittlerweile geschworen nie wieder an den Königshof und den damit einhergehenden Intrigen, Kriegen, Hass und Tod zurückzukehren und lebt nun in einer einsamen Hütte mit seinem Wolf Nachtauge und seinem Ziehsohn Harm. Fitz macht sich sorgen um die Ausbildung von Harm, da er nicht genügend Geld für jene hat, und er sich zudem nicht sicher ist, ob Harm im leben zurecht kommt. Als Fitz jedoch eines Tages zurück an den Hof muss um den verschwundenen Prinzen Pflichtgetreu zu suchen, holt ihn seine Vergangenheit ein. Der Prinz sollte zur Sicherung des Friedens heiraten und somit ist es äußerst wichtig, dass er wieder auftaucht. Fitz bricht mit seinem alten Freund "dem Narren" und der Jagdmeisterin der Königin Kettricken auf und sie decken schließlich eine Verschwörung auf. Meine Meinung: Das Buch beginnt mit ca. 300 Seiten Langweile. Es werden 1/3 des Buches lang nur die Gedanken von Fitz erzählt, die ich persönlich nicht sonderlich spannend und weitbringend empfunden habe. Natürlich sehe ich ein, dass die Autorin einiges aufarbeiten möchte, was in den 15 Jahren geschehen ist, dennoch hätte man es deutlich kürzer fassen können, bis die drei Protagonisten aufeinander treffen. Insgesamt ist in den ca 900 Seiten nicht viel Handlung vorhanden, sondern mehr Geplänkel. Erst als sich die Besucher bei Fitz häufen sieht er sich gezwungen zu handeln und bricht mit seinen Gefährten auf, um den Prinzen zu suchen. Jede Handlung die passiert zieht sich lange hin.. Die Protagonisten ans ich, sind jedoch glaubhaft und handeln auch ihrem Charakter entsprechend und nachvollziehbar. Fitz ist zu Anfang eher ein mürrischer Geselle, da er seit 15 Jahren in der Einsamkeit lebt und sich von der menschlichen Gesellschaft mehr oder weniger los gesagt hat. Jedoch ist Fitz gleichzeitig ein gefestigter Charakter, der nicht innerlich mit sich bei Entscheidungen ringt, sondern er weiß was er will. Somit lenken seine Probleme nicht vom tatsächlichen Geschehen ab, wie in manch anderen Büchern. Sein Wolf Nachtauge ist Fitz ein treuer Begleiter und Freund, der ihn begleitet und ihm nahe steht. Das Buch ist auch ohne Vorkenntnisse aus der vorigen Trilogie lesbar.

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Ein absolutes Jahreshighlight

Von: Buch & Gewitter

23.10.2018

Heute gibt es einen Liebesbrief. Well … – No. Das wird kein Liebesbrief, denn dann könnte ich ja meine Gefühle in Worte packen, aber das kann ich nicht. Nichts, was ich schreib, wird diesem Buch gerecht. So. Ich habe nach langen Jahren der teils unbefriedigenden Jugendbuchliteratur DEN Roman gefunden, der alle Elemente besitzt, die ich schon immer mal in einem Buch sehen wollte. Robin Hobb ist eine US-amerikanische Fantasyautorin, die mit ihrer Figur Fitz einen Protagonisten nach meinem Geschmack geschaffen hat. Und das darf man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine weibliche High-Fantasy-Autorin, die es an die Weltspitze geschafft hat. Und ihre Bücher gibt es nicht erst seit gestern. Ihre Weitseher-Reihe erschien bereits 1995 und wurde in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Ein bisschen unkonventionell habe ich in der Mitte der Reihe angefangen zu lesen. Wobei ich Reihe nochmal klar stellen sollte: Es handelt sich um zwei Trilogien, zwischen denen 15 Jahre liegen. Die Chroniken der Weitseher (Die Gabe der Könige, Der Bruder des Wolfes, Das Erbe der Schatten) beginnen die Geschichte von Fitz, dem Bastard, zu erzählen und in Das Erbe der Weitseher (Diener der alten Macht, Prophet der sechs Provinzen, Beschützer der Drachen) wird die Geschichte um Fitz fortgesetzt, zwischen den Trilogien sind aber 15 Jahre vergangen. Ich habe mich also zu der ersten Trilogie ein bisschen gespoilert, als ich mit Diener der alten Macht angefangen habe, aber da diese Welt so komplex und umfangreich ist, habe ich das meiste schon wieder vergessen und KANN ES NICHT ABWARTEN DIE GABE DER KÖNIGE ZU BEGINNEN! Denn diese Buchreihe ist grandios; wahnsinnig gut; mein Heiliger Gral. Worum gehts Fitz und sein Wolf leben abseits des höfischen Lebens in einer bescheidenen Hütte, zusammen mit ihrem Ziehsohn Harm. Sie haben sich vom Königshaus Weitseher und seinen Intrigen, von den Kämpfen, dem Hass und dem Tod, der damit einher geht, angewandt und wollen ihr Leben in Frieden verbringen. Doch als vom Narren ausersehener Katalyst kann sich Fitz nicht vor der Welt verstecken und bald liegt es an ihm, seine einzigartigen Gaben zu nutzen, um den jungen Prinzen Pflichtgetreu zu finden, der spurlos verschwunden ist. Gerade dann, als ein Bündnis mit den roten Korsaren durch seine Heirat besiegelt werden soll … Meine Meinung Diese Inhaltszusammenfassung mag an erster Stelle verwirrend klingen, tatsächlich habe ich aber keinerlei Probleme mit dem Einsteig in diese Reihe gehabt. Bevor die versprochene Handlung beginnt, werden 300 Seiten darauf verwendet Fitz und sein Leben vorzustellen, man folgt ihm in seinem Tagesablauf, lernt ihn und den Wolf Nachtauge kennen und erfährt auch durch Besuche anderer wichtiger Figuren, was im Groben zuvor passiert ist. Ich empfand diesen Einstieg als sehr sanft und schlau, man wird noch nicht mit großen Taten konfrontiert, sondern sieht die Folgen dieser und lernt, dass Fitz und der Wolf alt geworden sind. Zumindest körperlich. 35 ist nun wirklich kein „altes“ Alter, aber in der Summe dessen, was Fitz und sein Wolf in den drei Büchern davor erlebt haben, schon. Versehrt fristen sie ein friedliches, einsames Leben bis sich plötzlich die Besucher bei ihnen häufen und Fitz sich gezwungen sieht, zu handeln. Rückblickend passiert in diesem fast 900 Seiten starken Buch recht wenig. Ich hatte wesentlich mehr Handlungen und Wendungen erwartet, kann aber auch nicht sagen, dass ich enttäuscht worden bin. Eher im Gegenteil. Fitz ist ein Protagonist geworden, der seine Stärken und Schwächen genau kennt, der weiß, was er kann und was er zu riskieren bereit ist und somit hat man einen sicheren Protagonisten zur Hand, der nicht erst seinen Weg finden muss. Obwohl Fitz bereits ein gefestigter Charakter ist, heißt das nicht automatisch, dass er sich nicht mehr entwickelt. Tatsächlich lernt er sehr viel über sich selbst in diesem Buch und merkt, dass seine einstige Vorstellung vom ruhigen Leben nicht mehr passt. Die recht simple Handlung wird durch die wunderbare Beleuchtung von Figurenkonstellationen und -beziehungen gestützt, man wird Zeuge von wunderbarer Freundschaft und auch einigen Freundschaften, die ich nicht so nennen würde. Fitz hat in seinen Jahren im Dienst der Krone interessante, lebenswichtige, aber nicht immer gleichberechtigte Beziehungen geschlossen und gerade das fand ich als „Außenstehende“ sehr spannend zu betrachten. (Ich bin kein Fan von Chade.) An sich wird Fitz in diesem Buch inkognito wieder an den Hof von Königin Kettricken (weibliche Herrscherin, YES!) gerufen, um in aller Heimlichkeit das Verschwinden des Kronprinzen zu untersuchen. Denn zu einem politisch schlechteren Zeitpunkt hätte er nicht von der Bildfläche verschwinden können, durch seine Heirat soll der Frieden mit den roten Korsaren endlich gefestigt werden. Aber das geht nicht, wenn der Bräutigam nicht da ist. Fitz und der Narr machen sich zusammen mit der Jagdmeisterin der Königin auf die Suche und decken dabei eine weit schwerwiegendere Verschwörung auf, die falsch behandelt, das Reich in einen Bürgerkrieg stürzen könnte. Nun noch ein paar meiner liebsten Aspekte des Buches: Wer Katzen mag, wird hier Spaß haben. Und sich eventuell etwas gruseln. Ich habe bisher noch keine so realistische – und gruselige – Darstellung von Katzen in Büchern gelesen, wie in diesem hier. Diskriminierung mausert sich zum wichtigsten Bestandteil der Handlung, und auch, wenn ich mit der Bezeichnung und der damit verbundenen Vorstellung der Antagonisten nicht ganz einverstanden bin (es wird sich auf eine bestimmte Hauterscheinung bezogen), hat die Autorin das Pro und Contra beider Seiten sehr gut gehandhabt, es wird klug argumentiert, es gibt kein Gut oder Böse. Ich mag es immer sehr, wenn Handlungen von das-Falsche-aus-den-richtigen-Gründen-tun inspiriert werden. Ohne jetzt noch ewig abschweifen zu wollen – was ich allerdings könnte – kann ich nur sagen, dass dieses Buch aktuell mein Jahreshighlight ist. Vielleicht ist Robin Hobbs Welt nicht so originell, wie die von Patrick Rothfuss in Der Name des Windes oder ihre Figuren so divers wie bei Cassandra Clare, aber für mich und meine persönlichen Vorlieben war es perfekt. Fitz ist eine friedliche Figur, die von tiefem Ehrgefühl motiviert wird, aber auch austeilen kann und nicht Angst davor hat, seine Fähigkeiten zu nutzen. (Er wurde als Jung zum Assassinen ausgebildet.) Er ist ein stiller Held, der alles für sein Königreich hergegeben hat. Diese Aufopferungsbereitschaft beeindruckt mich tief und ich bin SO gespannt zu lesen, wie Fitz‘ Reise begonnen hat. Es war, als hätte Robin Hobb meine Idealvorstellung von einem Fantasybuch genommen und aufgeschrieben. Nur eben schon 14 Jahre bevor ich überhaupt lesen konnte und wusste, was meine Idealvorstellung sein würde. Also – Lest dieses Buch, wenn ihr auf kluge High Fantasy steht.

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Vita

Robin Hobb wurde in Kalifornien geboren, zog jedoch mit neun Jahren nach Alaska. Nach ihrer Hochzeit zog sie mit ihrem Mann nach Kodiak, einer kleinen Insel an der Küste Alaskas. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihre erste Kurzgeschichte. Seither war sie mit ihren Storys an zahlreichen preisgekrönten Anthologien beteiligt. Mit »Die Gabe der Könige«, dem Auftakt ihrer Serie um Fitz Chivalric Weitseher, gelang ihr der Durchbruch auf dem internationalen Fantasy-Markt. Ihre Bücher wurden seither millionenfach verkauft und sind Dauergäste auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Robin Hobb hat vier Kinder und lebt heute in Tacoma, Washington.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»„Diener der alten Macht“ ist ein überaus lesenswerter Roman und ein passender Einstieg in das Werk von Robin Hobb.«

Ringbote Online (20. November 2018)

Weitere Bücher der Autorin