Pfauensommer

Roman

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Zwei Frauen. Zwei Sommer. Ein Haus voller Geheimnisse.

Das verschlossene Zimmer im verstaubten Westflügel von Cloudesley Manor scheint vergessen. Nur die 86-jährige Lillian weiß, was dort geschah. Nur sie weiß um die dramatischen Ereignisse jenes verhängnisvollen Sommers, die ihr Leben unwiderruflich veränderten.

Sechzig Jahre später kommt Lillians Enkelin Maggie nach Cloudesley und die Mauer des Schweigens beginnt zu bröckeln. Maggie, deren Herz sich nach Heilung sehnt, taucht in die düsteren Geheimnisse des Landguts ein. Wird sie die Geschichte ihrer Familie entwirren, bevor sie alles, was ihr viel bedeutet, verliert?

»Atmosphärisch, lebendig und sehr bewegend – diese Geschichte hat mich völlig in ihren Bann gezogen.«

Katherine Webb

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Christiane Burkhardt
Originaltitel: The Peacock Summer
Originalverlag: Hachette Australia
Paperback , Klappenbroschur, 480 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-29221-5
Erschienen am  11. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Pfauensommer

Von: Buchmomente

11.04.2019

Nachdem mit „Das Jahr der Schatten“ total begeistert hatte, war ich gespannt auf das neue Buch der Autorin. Doch irgendwie war ich diesmal nicht gefesselt von der Geschichte, und keiner der beiden Erzählstränge konnte mich richtig überzeugen. Es ist eine Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt – Lillian tritt in den 50er Jahren als junge Frau auf, die in einer Ehe feststeckt, die sie nicht glücklich macht. Im Jahr 2007 trifft Lillian nach schwerer Krankheit ihre Enkelin Maggie wieder; und auch Maggie ist mit ihrem Leben nicht zufrieden, ist bisher aber vor ihren Problemen weggelaufen. Am Anfang fand ich es etwas verwirrend, wie zwischen den beiden Erzählsträngen hin- und hergesprungen wurde, denn es sind nicht einzelne Kapitel, denen eine Jahreszahl vorgeschrieben ist, sondern meist fällt Lillian einfach mittendrin in Erinnerungen, zurück in die 50er Jahre, wo wir sie dann begleiten. Im Laufe des Buches war es dann aber leichter, den Wechsel zwischen den Erzählsträngen zu merken. Die Stimmung ist in beiden eher melancholisch und düster, und irgendwie scheinen beide Protagonistinnen die ganze Zeit ein Geheimnis mit sich zu tragen. Obwohl ich natürlich neugierig war, was denn dieses Geheimnis jeweils ist, fand ich die beiden Geschichten nicht sonderlich spannend – eher plätschern lange Zeit die Geschehnisse leise vor sich hin. Erst im letzten Viertel kommt Bewegung in die Geschichte und die Geheimnisse werden aufgelöst – und leider war ich hier auch ein wenig enttäuscht, denn letztlich entpuppt sich alles als leidvolle Liebesgeschichte, die nicht wirklich überrascht. Lillian ist mir leider die ganze Zeit sehr fern geblieben, distanziert einfach; so richtig konnte ich mich weder in sie hineinversetzen noch mit ihr leiden oder fiebern. Sie wirkt die ganze Zeit wie ein schüchternes junges Mädchen ohne eigene Meinung und in völliger Abhängigkeit von ihrem Mann, so dass ich sie manches Mal hätte schütteln wollen. Auch Maggie ist mir nicht richtig ans Herz gewachsen, weil ich sie in ihren Handlungen so gar nicht verstehen konnte und sie mir zu passiv und zurückgezogen war. Das macht es bei einem Buch, das auch durch Spannung nicht fesselt, natürlich nicht einfacher. Der Schreibstil ist aber angenehm zu lesen und sehr atmosphärisch – die düstere und melancholische Stimmung passt jedenfalls sehr gut zur Geschichte. Trotzdem war mir dieser Roman insgesamt zu langatmig und die Geschichte zu wenig fesselnd. Ich gebe daher 3/5 Sternen. Mein Fazit Mich konnte dieses Buch leider nicht richtig überzeugen, obwohl ich Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen, eigentlich gerne mag. Obwohl die Atmosphäre durchaus geheimnisvoll ist, waren die Erzählstränge eher langatmig, so dass Spannung bei mir nicht aufgetreten ist. Lange Zeit plätschern die Geschichten leise vor sich hin, erst am Ende wird es mal etwas packender. Ich gebe daher 3/5 Sternen.

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Familien haben ihre Geheimnisse - ein berührender Roman über die Liebe und den Verlust

Von: Hanne / Lesegenuss

01.04.2019

Vor einem Jahr verließ Maggie Hals über Kopf England und ging nach Australien. Dort schlägt sie sich mit Jobs durch, doch im Herzen fühlt sie sich nicht richtig wohl dort. Da erreicht sie ein Anruf aus England. Ihre Großmutter, Lillian Oberon, war ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die fast neunzigjährige Dame brauchte nunmehr ihre Hilfe. Also kehrt Maggie mehr ungewollt zurück. Doch was auch immer damals vorgefallen war, hatte Zeit. Sie ist erschrocken über den Zustand ihrer Großmutter, aber auch über den Zerfall des Hauses. Dieser riesengroße Kasten wurde von einer Person bewohnt, nämlich Lillian. Schier unmöglich, aber diese wollte dort nicht ausziehen. "Pfauensommer" setzt sich aus zwei Geschichten zusammen. Beide handeln von Lillian, zum einen als junge Frau und dann sechzig Jahre später. Die junge Lillian ist Mitte Zwanzig, als sie den Herren von Cloudesley kennenlernt und heiratet. Charles war Witwer und Vater eines Sohnes, Albie. Dieser ist es, dem Lillian alle Liebe gibt, die er braucht. Denn von seinem Vater erfährt er nur Härte. Eigene Kinder wird es in der Ehe nicht mehr geben. Auf einer Party im Haus lernt Lillian den Künstler Jack Fincher kennen. Ihr Mann hatte ihn angeheuert. Er sollte einen ganz besonderen Raum für bestimmte Artifakte schaffen. Seiner Fantasie konnte der Künstler freien Lauf lassen. Lillian fühlt sich zu diesem charismatischen Künstler hingezogen. Sie verbringt Zeit mit ihm und dadurch gerät Albie ein bisschen mehr in den Hintergrund. Für Lillian sind die Begegnungen Balsam für die Seele, denn sie leidet nicht nur seelisch in der Ehe mit Charles, sondern auch körperlich. Und so nimmt das Verhängnis seinen Lauf In der Gegenwart geht es ebenfalls um Lillian, aber auch um ihre Enkelin Maggie. Für diese wird es keine leichte Aufgabe, die Betreuung der Großmutter und Cloudesley Manor zu retten. Das letztere scheint eine aussichtslose Angelegenheit. Bis ihr der Zufall in die Hände spielt. Die Geschichte entwickelt sich emotional, denn auch für Maggie wird es eine Reise in ihre eigene Vergangenheit und den Problemen. Die Geschichten fließen mühelos ineinander. Trotz der etlich verarbeiteten Themen, Ehe, Beziehungen und Familie schafft die Autorin es, den Leser hiermit nicht zu überfüttern. Albie, der Stiefsohn von Lillian und Vater von Maggie, taucht absatzweise in der Handlung auf. Welch entscheidende Rolle er letztendlich in dem ganzen Drama spielt, erfährt der Leser erst so ziemlich zum Ende. Seine Kindheit, geprägt vom Vater, sein Leben, auf eine gewisse Art schon tragisch. Es sind nur wenige Charaktere, die einen bedeutsamen Platz in der Handlung haben. Hannah Ritchell hat es von Beginn an geschafft, dass ich nie den Faden verloren habe Auch das Cover ist ein Hingucker. Allerdings stört mich der Satz als Leserstimme von der Autorin Katharina Webb sehr. Meines Erachtens gehört das nicht aufs Cover. "Pfauensommer" eine beeindruckende Zeitreise nach Cloudesley Manor, einem Haus voller Geheimnisse. Ein Roman, das mich ganz zum Schluss im Nachwort doch sehr berührt hat. Den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten, braucht viel Kraft. Und vor allem braucht es Menschen, die einem zur Seite stehen. Das Buch hat die Autorin ihrer Schwester Jess gewidmet. "Pfauensommer", es war eine beeindruckende als auch emotionale Lesereise einer Geschichte "die lebt".

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Vita

Hannah Richell wuchs in England und Kanada auf, verbrachte viele Jahre in Australien und lebt heute mit ihrer Familie im Südwesten von England. Sie arbeitete im Marketing der Film- und Verlagsbranche und für verschiedene Zeitungen und Magazine, bevor sie begann, Geschichten zu schreiben. Ihre Romane begeistern Leser und Presse weltweit und werden in 14 Sprachen übersetzt.

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Christiane Burkhardt

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt Romane und Sachbücher aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat u. a. Werke von Paolo Cognetti, Domenico Starnone, Fabio Geda, Wytske Versteeg, Pieter Webeling, Willam Shaw und Hannah Richell ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

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Links

Pressestimmen

»Eine kunstvoll gewobene, fesselnde Geschichte über Geheimnisse und Lügen, die drei Generationen einer Familie umspannt.«

Sydney Morning Herald

»Ein wunderbar atmosphärischer Roman, der Vergangenheit und Gegenwart meisterhaft verflicht.«

Red Magazine

»Hannah Richell erzählt berührend von Liebe und Familie, Fehler und Verzicht, Kunst und Schönheit.«

Daily Telegraph, Sydney

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