Untertauchen

Roman

(2)
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Die literarische Sensation aus England - jetzt erstmals auf Deutsch!

Sechzehn Jahre ist es her, dass sie ihre Mutter zuletzt gesehen hat. Die Hälfte ihres Lebens hat sie versucht, ihre Kindheit zu vergessen - die Zeit auf dem Fluss, auf einem Hausboot, frei und ungebunden. Die Jahre danach, als ihre Mutter plötzlich weg war und sie bei Pflegeeltern unterkam. Gretel hat nicht aufgegeben, bei Kliniken, Leichenhäusern und Polizeistationen nachgefragt. Dann bringt ein Anruf die beiden wieder zusammen. Doch die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Während das Erinnerungsvermögen der Mutter zusehends schwindet, will die Tochter endlich verstehen. Warum wurde sie im Stich gelassen? Was ist damals geschehen, in jenem letzten Winter auf dem Fluss?

»Eine unglaublich gut und dicht erzählte Geschichte. Daisy Johnson ist eine großartige Erzählerin.«

Katja Engelhardt, BR Zündfunk (25. September 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Birgit Maria Pfaffinger
Originaltitel: EVERYTHING UNDER
Originalverlag: Jonathan Cape
Paperback , Klappenbroschur, 304 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-71780-4
Erschienen am  14. September 2020
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Dieses Buch spielt in: Oxford, Großbritannien

Leserstimmen

Untertauchen

Von: Literaturblogsaarland

18.01.2021

Inhalt : Sechzehn Jahre ist es her, dass sie ihre Mutter zuletzt gesehen hat. Die Hälfte ihres Lebens hat sie versucht, ihre Kindheit zu vergessen - die Zeit auf dem Fluss, auf einem Hausboot, frei und ungebunden. Die Jahre danach, als ihre Mutter plötzlich weg war und sie bei Pflegeeltern unterkam. Gretel hat nicht aufgegeben, bei Kliniken, Leichenhäusern und Polizeistationen nachgefragt. Dann bringt ein Anruf die beiden wieder zusammen. Doch die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Während das Erinnerungsvermögen der Mutter zusehends schwindet, will die Tochter endlich verstehen. Warum wurde sie im Stich gelassen? Was ist damals geschehen, in jenem letzten Winter auf dem Fluss? Vita : Daisy Johnson, 1990 geboren, war mit 27 Jahren die jüngste Finalistin des renommierten Man Booker Prize. Bereits für ihr Debüt »Fen« wurde sie mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Johnson gilt als einer der »faszinierendsten Stimmen ihrer Generation« (Entertainment Weekly). Der New Yorker nannte den Roman »bezaubernd schön«, die New York Times feierte seine »erzählerische Wucht«. Daisy Johnson lebt in Oxford am Ufer der Themse. Meine Meinung : Unsere Protagonistin verbrachte ihre Kindheit zusammen mit ihrer Mutter auf einem Hausboot. Vor sechzehn Jahren verschwand die Mutter plötzlich und es gab seither keinerlei Lebenszeichen mehr von ihr. Die beiden hatten ein ganz besonderes Verhältnis zueinender und erfanden auch eigene Wörter und eine eigene Sprache. Plöztlich aber nimmt ihre Mutter wieder Kontakt zu Gretel auf. Leider ist sie mittlerweile an Demenz erkrankt und pflegebedürftig. Sie hat nur kurze klare Momente, meistens kann sie sich an ihre Tochter kaum und wenn nur bruchstückhaft erinnern. Der Roman ist in drei Teile gegliedert. Der Teil mit der Überschrift " Cottage " spielt in der Gegenwart, " Jagd " beschreibt die Suche von Gretel und " Fluss " spielt in der Vergangenheit auf dem Hausboot. Daisy Johnson beschreibt in einer sehr bildhaften, metaphorischen Sprache das Leben von Gretel und ihrer Mutter, die zeitlebens oft mit ihrem Leben überfordert scheint. Man muss als Leser voll konzentriert und aufmerksam sein, sonst kann man mit den verschiedenen Zeitebenen und der komplexen Erzählstruktur leicht den Überblick verlieren. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und braucht die volle Aufmerksamkeit vom Leser. Mich hat der Schreibstil von Anfang an gefesselt und fasziniert und ich hoffe, dass wir von dieser Autorin noch sehr viel mehr lesen werden. Wer ein aussergewöhnliches Buch abseits vom üblichen Mainstream sucht, dem kann ich dieses Werk nur ans Herz legen. Ich vergebe für das Buch die Höchstbewertung von 5 Sternen. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Ein besonderes Leseerlebnis

Von: Sally N.

20.12.2020

Sechzehn Jahre ist es her, dass sie ihre Mutter zuletzt gesehen hat. Die Hälfte ihres Lebens hat sie versucht, ihre Kindheit zu vergessen - die Zeit auf dem Fluss, auf einem Hausboot, frei und ungebunden. Die Jahre danach, als ihre Mutter plötzlich weg war und sie bei Pflegeeltern unterkam. Gretel hat nicht aufgegeben, bei Kliniken, Leichenhäusern und Polizeistationen nachgefragt. Dann bringt ein Anruf die beiden wieder zusammen. Doch die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Während das Erinnerungsvermögen der Mutter zusehends schwindet, will die Tochter endlich verstehen. Warum wurde sie im Stich gelassen? Was ist damals geschehen, in jenem letzten Winter auf dem Fluss? Das Cover ist eine abstrakte Darstellung einer geheimnisvollen Wasserwelt. Oder doch die verwirrten Gedanken eines demenzkranken Menschen? Ein Leseerlebnis besonderer Art. Rückblickend würde ich Daisy Johnsons Untertauchen nicht so schnell fertig lesen. Ein-zweikapitelweise lesen, etwas sicken lassen und darüber nachdenken, wäre die richtige Vorgehensweise. Die Geschichte lässt sich trotz der komplexen Handlung und Zeit- und Perspektivenwechsel flüssig lesen. Die Autorin hat einen außergewöhnlichen, anspruchsvollen und sprachlich herausfordernden Schreibstil. Ihre bildhafte Erzählungsweise schafft, dass der Leser*innen Traum und Wirklichkeit kaum unterscheiden kann. Die Handlungen der Kapitel mit dem Überschrift „Cottage“ spielen in der Gegenwart, nachdem Gretel ihre verwirrte Mutter bei sich aufgenommen hatte. In dem „Jagd“ hofft man mit Gretel während ihrer vergeblichen Suche nach ihrer Mutter jedes Mal mit. Die Handlungen im „Fluss“ sind Rückblenden von der ihrer nicht so unbeschwerten Kindheit. Trotz wundervolle Details, ist Gretels Geschichte sehr melancholisch und tragisch. Sie behandelt tiefgründige Themen wie Demenz, Selbstverletzung, Gender, verlassen werden und die vergebliche Suche. Jede einzelne Zeile ist durchdrängt mit dem seelischen Schmerz, ohne einen Schimmer Hoffnung. Eine leichte Verwirrung, begleitete mich von Anfang an, die lediglich dazu diente, dass ich immer mehr erfahren wollte. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten.„Untertauchen“ ist für mich kaum mit den Werken der zeitgenössischen Literatur vergleichbar. Ein Klassiker für die Zukunft, Literatur auf hochbegabter Ebene.

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Vita

Daisy Johnson, 1990 geboren, war mit 27 Jahren die jüngste Finalistin des renommierten Man Booker Prize. Bereits für ihr Debüt »Fen« wurde sie mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Johnson gilt als einer der »faszinierendsten Stimmen ihrer Generation« (Entertainment Weekly). Der New Yorker nannte den Roman »bezaubernd schön«, die New York Times feierte seine »erzählerische Wucht«. Daisy Johnson lebt in Oxford am Ufer der Themse.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Johnsons Stil ist so mitreißend wie der Fluss, der Schauplatz der Geschehnisse ist. Der Strom aus Erinnerungen hat mich sofort gefesselt und bis zum Ende in den Bann gezogen.«

Lea Birke, EMOTION (07. Oktober 2020)

»Mit ›Untertauchen‹ ist der für den Booker Prize nominierten Daisy Johnson ein Meisterwerk gelungen.«

PETRA (08. Oktober 2020)

»Mit einer ungeheuren Erzählwucht stürzt sich die britische Autorin Daisy Johnson in diese Mutter-Tochter-Geschichte.«

Brigitte Woman (02. Dezember 2020)

»Ein intensives, märchenhaftes Buch über eine toxische Mutter-Tochter-Beziehung«

Hartliebs Magazin (26. November 2020)

»Ein Roman, der eine mystische Energie hat.«

Günter Keil, egoFM (28. November 2020)

»Daisy Johnson ist mit ›Untertauchen‹ endgültig im Olymp der Geschichtenerzählerinnen angekommen.«

Belletristik-Couch.de (16. September 2020)