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Die gestohlenen Stunden Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48342-6

Erschienen: 15.02.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Bhalla House, einst herrschaftlicher Stammsitz der Familie, ist wenig mehr als eine Ruine, als Harriet Deveraux auf der entlegenen Insel in den schottischen Hebriden ankommt, um ihr Erbe anzutreten. Doch der verheerende Zustand des Gebäudes bleibt nicht die einzige Überraschung: Unter den morschen Bodendielen wird ein menschliches Skelett gefunden, daneben ein Medaillon mit einer Haarlocke und einer Feder. Die Frage, welches Schicksal sich hinter diesem Fund verbirgt, lässt Harriet nicht mehr los, und sie stößt auf eine tragische Geschichte von Liebe und Verrat. Eine Geschichte, die sich hundert Jahre zuvor hier ereignet hat, deren Schatten aber bis in Gegenwart reicht ...

Sarah Maine (Autorin)

Sarah Maine wurde in England geboren, wuchs dann aber in Kanada auf, bis sie in ihre Heimat zurückkehrte, um Architektur zu studieren. Schon als Kind lernte sie die einzigartige Schönheit Schottlands lieben, wenn sie dort mit ihren Eltern Urlaub machte, eine Tradition, die sie heute mit ihrer Familie fortführt. Sarah Maine lebt in York im Nordosten Englands.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Sonja Hauser
Originaltitel: Bhalla Strand
Originalverlag: Freight Books, Glasgow 2014

Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48342-6

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 15.02.2016

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Ein BUch in 100 Jahren

Von: Eska (All about the books) Datum: 11.01.2017

eska-kreativ.blogspot.de

Wie bei jedem anderen Buch hatte ich mir auch bei "Die gestohlenen Stunden" zuvor Gedanken gemacht. Gedanken darüber, was ich erwarte, was mir das Buch vorab verspricht oder besser, was ich mir von dem Buch verspreche. Ein historischer Roman, würde das Buch von Sarah Maine sein, soviel war klar. Ein historischer Roman, um eine Familiengeschichte, die bis in die heutige Zeit ragt. Kaum hatte ich das Buch begonnen, fühlte ich mich bestätigt, denn bereits im dritten Kapitel erfolgt die Reise in eine Zeit, weit vor unserer. Doch genau diese Zeitreisen, die das Buch durchziehen wie ein roter Faden, machen es umso verwirrender und umso einzigartiger. Hatte ich mich gerade erst in die Geschichte eingefunden, mich in Hetty und ihr schweres Erbe gefühlt, sprang die Geschichte 100 Jahre zurück und ich sah mich mit Beatrice und der Last einer unglücklich verheirateten jungen Frau konfrontiert. Ein geschickter Schachzug von Sarah Main, aber durchaus auch ein Mittel, das Leser vschrecken kann. "Die gestohlenen Stunden" ist kein Buch, das man mal eben im Vorbeigehen lesen kann, es erfordert zumindest auf den ersten 50-80 Seiten Konzentration, um die einzelnen Personen und Handlungsstränge zuordnen zu können. Erst wenn jeder seinen Platz in seiner jeweiligen Zeit gefunden hat, beginnt der Lesefluss und damit auch der pure Lesegenuss.

Allen voran beginnt die Geschichte mit dem Fund eines mysteriösen Skelettes, dessen Herkunft und Identität ein Rätsel bleibt. Auch wenn Sarah Maine keinen Kriminalroman geschaffen hat, gelingt es ihr dieses eine große Rätsel spannend und undurchdringlich zu halten. Erst im letzten kapitel erfährt der Leser, um wen es sich tatsächlich handelt und ich kann mit ruhigen Gewissen sagen, dasss man auf die Lösung nicht so schnell gekommen wäre. Was allerdings nicht bedeutet, dass sie völlig realtätsfremd ist!

Insgesamt lebt "Die gestohlenen Stunden" sicherlich von den Zeitsprüngen, den Fäden, die sich über 100 Jahre durch Generationen und Familien ziehen. Doch auch die Gefühlsebene kommt nicht zu kurz und nicht erst seit der Edelstein-Trilogie wissen wir es: "Liebe geht durch alle Zeiten!".
Und so sind sich die Beatrice von damals und Hetty von heute am Ende näher und ähnlicher, als wir alle zunächst vermutet haben.
Ob mit oder ohne Happy End möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, denn nichts gefällt mir weniger, als Rezensionen, die von Spoilern nahezu zerfressen sind.


Fazit:
"Die gestohlenen Stunden" von Sarah Maine ist anders. Zumindest anders, als man es erwartet, wenn man den Klappentext liest. Eine Geschichte, die ihren Anfang in der Vergangenheit genommen hat, lässt nicht zwangsläufig auf Zeitreisen schließen, die sich durch das ganze Buch ziehen. Ein geschickter Schachzug von Sarah Maine, der der ansonsten relativ einfachen Geschichte das gewisse Etwas gibt, auch wenn die Sprünge gerade zu Beginn häufig verwirren und den Einstieg in das Buch ein wenig holprig gestalten.
Für Liebhaber von Romanen, die noch einen Hauch aus der guten alten Zeit beinhalten, von Romanen, die hoch oben an der See spielen und in denen auch die sagenhafte Natur eine Rolle spielt, die über das schlichte Dasein einer einfachen Kulisse hinausgeht, für all diejenigen ist das Buch von Sarah Maine unter Garantie ein Genuss.

Insgesamt möchte ich dem Buch daher 4 von 5 Sternen geben.

Gefühlvoller Roman

Von: Nicole Plath Datum: 01.09.2016

www.nicole-plath.de

Harriet – Hetty – Deveraux ist die Erbin von Bhalla House, gelegen auf einer Insel in den schottischen Hebriden. Was einst ein herrschaftlicher Stammsitz der Familie war, ist heute kaum mehr als eine Ruine. In dieser wird ein Skelett gefunden. Was ist vor vielen Jahren hier passiert? Hetty möchte diesem Rätsel auf den Grund gehen.

Eigentlich hätte aus Bhalla House ein Luxushotel mit eigenem Golfplatz und Spa entstehen sollen – so die Pläne von Hettys Freund Gilles. Doch als Hetty vor der Ruine steht, ist fraglich, ob aus dieser jemals wieder ein Haus werden kann.

Die Einheimischen sind nicht gerade begeistert, als sie hören, dass direkt neben ihrem Vogelschutzgebiet ein Hotel entstehen soll. James Cameron versucht Hetty von ihren Hotelplänen abzubringen, das Haus sei nicht mehr zu retten. Gilles jedoch sendet in ihrem Namen Gutachter zur Ruine, die der Meinung sind, dass es zwar teuer aber machbar wäre, hier ein Hotel entstehen zu lassen.

Hundert Jahre zuvor trifft Beatrice auf Bhalla Strand ein. Sie hat den erfolgreichen Maler und Gutsherr von Bhalla House, Theo Blake, geheiratet. Sie lernt die Pächter und ihre Familien kennen, doch das damalige Standesdenken lässt eine Freundschaft eigentlich nicht zu. Was erschwerend hinzukommt ist die Vergangenheit zwischen Gutsherr und Pächter. Ein alter Streit ist längst noch nicht vergessen und schwelt noch immer unter der Oberfläche.

In Sarah Maines Roman steht nicht das gefundene Skelett und die Aufklärung, wer es ist. Es geht vielmehr um die Menschen von damals und heute. Hetty, die nicht weiß, wie sie mit Bhalla House verfahren soll. Dazu kommt noch ihre Beziehung mit Gilles, der alles und jedes für sie über sie hinweg entscheidet.

Beatrice wiederum liebt die Insel und ihre Bewohner. Doch ihre Beziehung zu Theo wird immer schwieriger. Sie kommt nicht mehr an ihn heran. Denn Theo verliert sich in seiner Vergangenheit, als er mit seiner großen Liebe auf der Insel glücklich war. Doch das kann er Beatrice nicht sagen, und so entfernen sich die beiden immer mehr voneinander.

Der Autorin ist mit „Die gestohlenen Stunden“ ein gefühlvoller Roman gelungen. Der Leser kann sich in alle Hauptfiguren hineinversetzen. Je mehr sich Vergangenheit und Gegenwart näher kommen, desto geheimnisvoller wird die ganze Sache.

Der Schreibstil ist flüssig, und dadurch ist die Geschichte leicht zu lesen. Unvorhergesehene Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung erhalten bleibt. Als schließlich das Geheimnis um die Identität des Skelettes gelüftet wird, finden Vergangenheit und Gegenwart zusammen.

Jeder, der gerne Romane mit Familiengeheimnissen, -geschichten oder -dramen liest, wird an diesem Roman seine Freude haben. Lesenswert ist er auf jeden Fall.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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