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Gut gegen Nordwind Roman
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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-47801-9

Erschienen: 30.04.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

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Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

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Daniel Glattauer (Autor)

Daniel Glattauer wurde 1960 in Wien geboren und ist seit 1985 als Journalist und Autor tätig. Bekannt wurde er zunächst durch seine Kolumnen, die im so genannten "Einserkastl" auf dem Titelblatt des Standard erscheinen und in Auszügen in seinen Büchern "Die Ameisenzählung", "Die Vögel brüllen" und "Mama, jetzt nicht" zusammengefasst sind. Seine beiden Romane "Der Weihnachtshund" und "Darum" wurden mit großem Erfolg verfilmt. Der Durchbruch zum Bestsellerautor gelang Glattauer mit dem Roman "Gut gegen Nordwind", der für den Deutschen Buchpreis nominiert, in zahlreiche Sprachen übersetzt und auch als Hörspiel, Theaterstück und Hörbuch adaptiert wurde.

Originaltitel: Gut gegen Nordwind
Originalverlag: Deuticke

Taschenbuch, Klappenbroschur, 224 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-47801-9

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 30.04.2012

  • Leserstimmen

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E-Mail, Wein & Sprachpsychologie

Von: Julia Franck Datum: 26.10.2014

erlesenebuecher.wordpress.com/

Auf der Rückseite meiner Ausgabe steht: “… einer der zauberhaftesten und klügsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur…” (Volker Hage, Der Spiegel). Während des Lesens dachte ich auch oft, oh ja, das ist ein schöner Liebesroman. Gerade diese sukzessive Annäherung der beiden Protagonisten allein durch ihren E-Mail-Verkehr ist so intelligent und eben klug angelegt. Das Buch geht nicht nur ins Herz, nein es regt auch den Verstand und Intellekt an und weiß diese zu befriedigen. Man ist völlig erfüllt von der Anziehungskraft, dem ehrlichen Interesse und der Abhängigkeit der Beiden. Ich konnte das alles so gut verstehen und nachvollziehen. Stellenweise habe ich wirklich mitgefiebert, mitgelitten und mitgeschwärmt.

Dann aber widerum kommen wir zu dem Wort “zauberhaftesten” auf meiner Buchrückseite. Ein zauberhafter Liebesdialog! Natürlich ist der Zauber zwischen Emmi und Leo deutlich zu spüren und nimmt einen gefangen. Aber für mich ist das Buch, nachdem ich es gelesen habe, nicht vordergründig ein zauberhafter Liebesdialog, sondern ein tragisches Drama (Pleonasmus?). Es lässt mich am Ende leer und leicht verzweifelt zurück. Das Ganze, was sich über so viele Nachrichten aufgebaut und in Emmis und Leos Köpfen oder besser Herzen festgesetzt hat, ist nur ein Traum, ein Wunschdenken. Niemals wird das der Realität standhalten. Natürlich wünscht sich das das romantische Herz, aber der Realist, der das Leben kennt, weiß, dass alle Parteien am Ende nur leiden, vor allem Emmi. Sie ist völlig zerrissen und hat mein gesamtes Mitleid. Bernhard bekommt für den Leser am Ende ein Gesicht und ab dem Zeitpunkt kann es kein zauberhafter Liebesdialog mehr sein!

Auch wenn das Buch mich insgesamt alles andere als verzaubert hat, sondern eher entzaubert, ist es geniales Buch, das einen fasziniert, beschäftigt und tief bewegt. Man schlägt es zu und eigentlich fängt das Gelesene erst dann im Hirn und Herzen richtig an zu arbeiten. Das macht ein wirklich gutes Buch aus!

Leider habe ich schon mitbekommen, dass es eine Fortsetzung gibt. Schade! Ich finde das Ende, so wie es ist, gut. (Aber natürlich siegt meine Neugier, so dass ich wohl weiterlesen werde, irgendwann mal…)

Ich liebe dieses Buch!

Von: Nika Datum: 13.05.2016

www.littletigersblog.de

Um was gehts?

Emmi ist glücklich verheiratet. Leo versucht gerade über eine gescheiterte Beziehung hinweg zu kommen. Durch einen Tippfehler landet irrtümlich eine von Emmis E-Mails bei Leo, auf die er eigentlich nur aus Höflichkeit antwortet. Mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden eine Art Brieffreundschaft (in E-Mail Format), doch als die Gefühle füreinander stärker werden, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis es zu einem ersten Treffen im realen Leben kommt.
Aber wird ihre Beziehung einer tatsächlichen Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

Was denke ich über das Buch?

"Gut gegen Nordwind" ist eines dieser besonderen Bücher, an die du dich auch Jahre später noch erinnerst. Ich war vollkommen gefesselt vom Schriftwechsel zwischen den beiden und fieberte ungeduldig der nächsten E-Mail von Leo entgegen. In Emmi konnte ich mich sehr oft selbst wiederfiinden, auch wenn ich Emmi zwischendurch total doof und übertrieben hysterisch fand.
Wichtig war für mich bei dieser Geschichte: Ich muss die Handlungen der beiden Protagonisten nicht gut oder richtig finden; ich muss Emmi und Leo auch nicht durchgängig sympathisch finden, und trotzdem kann ich mit ihnen die ganze Zeit über mitfühlen.

Gut gegen Nordwind ist eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der ich jede Minute und jede Seite genoßen habe. Das Ende war ein Schock für mich, aber es hätte kein besseres Ende für diese Geschichte geben können. (Zum Glück war Alle sieben Wellen bereits erschienen und ich konnte sofort weiter lesen!)
Wer dieses Buch noch nicht kennt, dem kann ich es nur empfehlen. Wie immer gibt es sowohl positive als auch negative Bewertungen - ich für mich kann nur sagen: Gebt der Geschichte eine Chance und entscheidet dann selbst, ob ihr Alle sieben Wellen auch noch lesen mögt bzw. ob ihr die Geschichte von Emmi und Leo auf anderem Wege, z.B. im Theater, weiter verfolgen wollt.

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