Und über mir das Meer

Roman

(7)
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Spannend, hoffnungsvoll und versöhnlich – inspiriert von einer wahren Geschichte.

Korea, 1943. Hanas Mutter hat sie immer gewarnt: Pass auf deine Schwester auf, und komm den japanischen Soldaten nicht zu nahe. Wie ihre Mutter ist Hana eine Haenyeo, eine der Taucherinnen, die in den Tiefen der See nach den Schätzen des Meeres sucht. Doch dann passiert es doch, während Hana im Wasser ist. Ihre Schwester Emi ist in Gefahr entdeckt zu werden, und Hana kann sie nur retten, indem sie sich selbst opfert. Sie wird von japanischen Soldaten entführt und in ein Bordell des Militärs gebracht. Aber sie wäre nicht eine Haenyeo, wenn sie sich ihrem Schicksal fügen würde.
Südkorea, 2011. Emi hat die letzten sechzig Jahre versucht zu vergessen, welch großes Opfer ihre Schwester für sie gebracht hat. Doch erst als sie sich ihrer Vergangenheit stellt, kann sie beginnen, ihren Frieden zu finden und vielleicht auch zu verzeihen ...

»Es ist ein schnörkelloses, schmerzhaft bewegendes Buch gegen das Vergessen..«

Emotion (01. Oktober 2018)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Elke Link
Originaltitel: White Chrysanthemum
Originalverlag: Chatto & Windus, London 2018
Taschenbuch, Broschur, ca. 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0749-8
Erscheint am 20. Januar 2020

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Dieses Buch spielt in: null, Korea (Südkorea)

Leserstimmen

Erschütternd

Von: Valerie Süßmuth

10.05.2019

Die Idee, etwas in dieser Nische anzusiedeln fand ich schon einmal sehr gut. Nun, die Haenyo spielen eine große Rolle in diesem Roman. Jedoch ist das Hauptthema natürlich das der sogenannten 'Trostfrauen', der Zwangsprositutierten im Krieg, die von Soldaten aus ihren Familien gestohlen und verschleppt wurden. Dementsprechend ist dieses Buch keine leichte Lektüre. Mehrmals musste ich nach Luft schnappen, denn die geschilderten Szenen und Hanas Schicksal sind ungeheuerlich. Glasklar und scharf wie ein Messer ist auch die verwendete Sprache und der Erzählstil- die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und verzichtet gänzlich auf blumige Umschreibungen, die man sonst von asiatischer Literatur kennt. Die ersten paar Seiten fand ich die Erzählweise etwas emotionslos, aber später wurde mir klar dass das die einzige Möglichkeit ist, das Buch überhaupt zu ertragen. Der nüchterne Erzählstil trifft einen sogar noch extra in den Magen. Es ist immer schwierig so ein Buch 'gut' zu nennen oder zu sagen, dass es einem gefallen hat. Den Trostfrauen wird hier eine Stimme gegeben, und das ist ungemein wichtig. Zuwenig Anteilnahme und Wiedergutmachung haben sie erfahren, mehr noch, die jeweiligen Regierungen haben sich sogar des lieben Friedens Willen geeinigt, nie wieder offiziell über diese Frauen zu sprechen. Dieser Gedanke ist sehr schmerzhaft für mich und sicher auch für jede andere Frau, die dieses Buch liest. 'Und über mir das Meer' ist ein ziemlich mutiges Debüt. Aber ich finde es gut, dass Autorin und Verlag diesen Mut gehabt haben, denn das Thema ist wichtig. Ich werde die Autorin definitiv im Auge behalten und empfehle dieses Stück wichtige Zeitgeschichte auf jeden Fall weiter. Nur nicht vergessen, auch das Nachwort der Autorin zu lesen!

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Ein oft verdrängter Teil der Geschichte

Von: Allerleiauslese

07.12.2018

Korea 1943: Als die 16-jährige Hana ihre kleine Schwester Emi vor den japanischen Soldaten schützen will, wird sie selbst verschleppt und weit weg von Zuhause in einem Bordell zur Prostitution gezwungen. Jahre später 2011 in Südkorea ist Emi mittlerweile eine alte Frau, die sich mit Schrecken an den Tag zurück erinnert, als Hana für immer verschwand. Doch kann sie nun endlich Frieden finden? Mary Lynn Bracht hat hier einen Roman über ein dunkles und oft verschwiegenes Kapitel der koreanischen und japanischen Geschichte geschrieben. Ich persönlich habe vor der Lektüre wenig bis gar nichts über die sogenannten ,,Trostfrauen" gewusst und finde es daher sehr gut, dass die Autorin mit diesem Buch das oft verdrängte und in fast in Vergessenheit geratene Thema aufgreift. Allerdings ist es auch nicht ganz leicht, diesen Roman zu lesen. Ich musste manchmal einfach eine Pause machen, weil mich das Gelesene sehr aufgewühlt, wütend und auch sehr betroffen gemacht hat. Es ist einfach unfassbar schrecklich, was damals mit den Mädchen passiert ist. Hana hat mich während des Lesens sehr beeindruckt. Sie eine starke junge Frau, die sich selbst opfert, damit ihrer Schwester ein schlimmes Schicksal erspart wird. Auch später im Bordell nimmt sie nicht alles einfach so hin, sondern wehrt sich erst und lässt sich innerlich nie ganz kleinkriegen. Für mich waren diese Szenen die schlimmsten im Buch. Die japanischen Soldaten können mit ihr machen, was sie wollen und niemand hilft ihr und den anderen Mädchen. Emi, die Schwester ist mir beim lesen irgendwie fremd geblieben. Dennoch hat sie mir leid getan, weil sie immer mit dem Wissen leben musste, dass Hana wegen ihr verschleppt worden ist. Das Buch selbst ist zwar flüssig geschrieben, aber irgendwie wird man als Leser auch auf Distanz gehalten. Ich denke, nur so bleibt die Geschichte überhaupt erträglich und lesbar. Auf jeden Fall ist es gut, dass die Autorin sich hier eingehend mit dem verdrängten Thema auseinander gesetzt hat und durch diesen Roman den Frauen, die bis heute unter der Vergangenheit leiden, eine Stimme gibt. Für mich ist ,,Und über mir das Meer" ein sehr beeindruckendes, aber auch bewegendes Buch, welches mich auch nach dem Lesen nicht loslässt. Gerne empfehle ich den Roman hier weiter.

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Vita

Mary Lynn Bracht studierte Creative Writing an der Universität von London. Als amerikanische Autorin mit koreanischen Wurzeln lebt sie in London. Sie wuchs in einer großen Gemeinde voller Frauen auf, die während der Nachkriegszeit in Südkorea großgeworden waren. 2002 besuchte Mary Lynn Bracht das Dorf, in dem ihre Mutter ihre Kindheit verbrachte.Während dieser Reise erfuhr sie unglaubliche Geschichten und hörte zum ersten Mal von den »Trostfrauen«. »Und über mir das Meer« ist ihr erster Roman.

Zur AUTORENSEITE

Elke Link

Elke Link, geboren 1962 in Erlangen, hat in München und Canterbury studiert. Sie lebt in Berg am Starnberger See, wo sie zeitgenössische und klassische Literatur aus dem Englischen und Amerikanischen übersetzt. Für ihre Übersetzung des Romans „Silas Marner“ von George Eliot erhielt sie gemeinsam mit Sabine Roth 1997 den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur.

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Links

Pressestimmen

»Der Roman ist ein Buch gegen das Vergessen, das furchtbare Schicksal beider Schwestern berührt.«

Büchereien Wien (18. März 2019)