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Unorthodox

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-71534-3

Erschienen: 19.06.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 13
Spiegel Taschenbuch Sachbuch

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Am Tag seines Erscheinens führte »Unorthodox« schlagartig die Bestsellerliste der New York Times an und war sofort ausverkauft. Wenige Monate später durchbrach die Auflage die Millionengrenze. In der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, herrschen die strengsten Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe weltweit. Deborah Feldman führt uns bis an die Grenzen des Erträglichen, wenn sie von der strikten Unterwerfung unter die strengen Lebensgesetze erzählt, von Ausgrenzung, Armut, von der Unterdrückung der Frau, von ihrer Zwangsehe. Und von der alltäglichen Angst, bei Verbotenem entdeckt und bestraft zu werden. Sie erzählt, wie sie den beispiellosen Mut und die ungeheure Kraft zum Verlassen der Gemeinde findet – um ihrem Sohn ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Noch nie hat eine Autorin ihre Befreiung aus den Fesseln religiöser Extremisten so lebensnah, so ehrlich, so analytisch klug und dabei literarisch so anspruchsvoll erzählt.

Deborah Feldman (Autorin)

DEBORAH FELDMAN (geb. 1986, New York) wuchs in der chassidischen Satmar-Gemeinde im zu Brooklyn gehörenden Stadtteil Williamsburg, New York, auf. Ihre Muttersprache ist Jiddisch. Sie studierte am Sarah Lawrence College Literatur. Heute lebt die Autorin als Schriftstellerin mit ihrem Sohn in Berlin.

Aus dem Englischen von Christian Ruzicska
Originaltitel: Unorthodox
Originalverlag: Simon & Schuster

Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten, 12,5 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-442-71534-3

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 19.06.2017

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Eine Parallelgesellschaft. Als Frau ist man fassungslos.

Von: Bücherfüllhorn-Blog Datum: 14.11.2017

https://buecherfuellhorn.wordpress.com

Ich habe das Buch abends angefangen zu lesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Ich las bis vier Uhr morgens, bis zum Schluss! Das Buch ist nicht unbedingt ein Pageturner, aber das Leben von Deborah Feldman mitten in New York und dennoch so komplett abseits in der Welt, ist unvorstellbar. Groß geworden und aufgewachsen ist sie im strengen chassidischen jüdischen Glauben.

Jeder Bereich des Lebens ist reglementiert. Bücher in englischer Sprache oder generell alles, was dem Glauben widerspricht, sind natürlich nicht gestattet. Jeder muss besser sein als der andere Jude, damit Gott sie nicht mehr strafen kann. So passt jeder auf jeden Fehltritt anderer auf. Selbst Kindern wird ihre Kindheit mit den strengen Regeln geraubt.

Die Welt der Frauen wird von den Männern mit Absicht klein gehalten und beengt. Bildung ist untersagt! Die Frau soll Kinder gebären und in der Küche stehen! Mich hat vor allem entsetzt und innerlich aufgeregt, wie Frauen dort im Namen der Religion regelrecht gedemütigt werden. Wie alle Schuld ihnen angelastet wird. Diese Ungerechtigkeiten gegen Frauen. Es entsteht ein völlig falscher Eindruck von der Welt. Bildung führt zu nichts Gutem, werden sie gelehrt. Das kommt einem doch bekannt vor! In vielen Männer-Gesellschaften (Patriarchaten) die heute noch in Ländern in dieser Welt existieren, kann man ähnliches erkennen. Man kann es sich nicht vorstellen, dass es so eine religiöse Richtung mitten in New York gibt.

Dennoch schafft Deborah Feldman sich einen kleinen Zugang zur Welt der Goyim, der Nicht-Juden. So ist der Freiheitsgedanke in ihr nicht mehr zu stoppen.

Alles in allem: Diese Geschichte gibt Einblick in die ultraorthodoxe chassidische Gemeinde in New York, über das Leben, die Traditionen und Feste im Jahresrhythmus, viele Tabus und die Unterdrückung der Frauen. Eine Parallelgesellschaft. Als Frau ist man fassungslos.

Sterne: Ganz kurz nur habe ich geschwankt, zwischen 4 und 5 Sternen. Aber dann dachte ich, dass Buch hat alle meine Erwartungen erfüllt. Dennoch gab es Längen, aber weil ich das Buch zu Ende lesen wollte/musste, es ging gar nicht anders, flogen die Seiten dahin. Ich schaffte es nicht, das Buch aus der Hand zu legen. Deswegen kann es nur fünf Sterne geben!

Emotionaler Einblick in die Welt der ultraorthodoxen Juden

Von: Leben. Lieben. Lachen. Lesen. Datum: 30.08.2017

https://www.facebook.com/lebenliebenlachenlesen

Deborah Feldman ist in Brooklyn groß geworden, doch vom Big Apple und all seinen aufregenden Möglichkeiten hat sie als Kind nichts, denn sie lebt in der ultraorthodoxen chassidischen Satmar-Gemeinde.
Sie wächst bei ihren Großeltern auf und der Großvater führt ein religiös-fundamentalistisches Regiment. Ein wahrer Graus für eine kleines Mädchen, das nicht lesen darf obwohl genau das ihre Leidenschaft ist.

Was Deborah in ihrer Kindheit erlebt, ist erschreckend, lässt einen immer wieder den Kopf schütteln. Dass eine Anfang der 80er-Jahre geborene Frau in der westlichen Welt so aufwächst, hält man im ersten Moment nicht für möglich.

Doch damit ist es nicht genug, denn das Buch lädt zum Nachdenken ein. Wissen wir, wie unsere Nachbarn wirklich leben? Was motiviert Menschen, derart religiös zu werden? Wieso schaffen es so wenige Frauen, sich zu emanzipieren?

Das Buch hat mir einen tollen Einblick in eine mir fremde Welt geboten. Die Lektüre war nicht immer einfach, sowohl stilistisch als auch vom Inhalt her. Aber das fand ich wirklich gut und hat mich herausgefordert.

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