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13 Stufen Roman

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CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18319-6

Erschienen:  13.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein unschuldig wegen Mordes zum Tod Verurteilter soll hingerichtet werden. Der ehemalige Gefängnisaufseher Nangō und der auf Bewährung entlassene Jun'ichi erhalten den Auftrag, den wahren Täter zu finden. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit nicht nur ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, sondern beide müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

Bestsellerautor Kazuaki Takano erzählt eine fesselnde Geschichte voller unerwarteter Wendungen und falscher Fährten bis hin zum furiosen Showdown. Am Beispiel der in Japan noch angewandten Todesstrafe stellt er die Frage nach Schuld und Reue, nach dem Recht auf Vergeltung. Dabei erzeugt seine vielschichtige Erzählweise eine außergewöhnliche Spannung, die den Leser bis zur letzten Seite nicht loslässt.

Interview mit Kazuaki Takano

»Wie das japanische Rechtssystem hier handlungsleitend die zentrale Rolle spielt, das hebt »13 Stufen« weit über andere Spannungsromane hinaus.«

Carsten Germis in Frankfurter Allgemeine Zeitung (05.02.2018)

Kazuaki Takano (Autor)

Kazuaki Takano, geb. 1964 in Tokio, arbeitet in Hollywood und Japan als Drehbuchautor. Für seine Romane erhielt er renommierte Preise. »Extinction« stand in Japan monatelang auf den Bestsellerlisten und wurde u.a. als bester Thriller des Jahres ausgezeichnet.

»Wie das japanische Rechtssystem hier handlungsleitend die zentrale Rolle spielt, das hebt »13 Stufen« weit über andere Spannungsromane hinaus.«

Carsten Germis in Frankfurter Allgemeine Zeitung (05.02.2018)

»Mit allen dramaturgischen Tricks des erfahrenen Drehbuchautors schickt Takano seine Protagonisten in einen Dschungel aus Lügen und Täuschungen, bürokratischen Hindernissen und überraschenden Wendungen.«

Tobias Gohlis in DIE ZEIT (11.01.2017)

»Kazuaki Takanos ›13 Stufen‹ ist eine moralische Zwickmühle gegen Hinrichtungen. Man lernt viel über die Verfasstheit, der Zerrissenheit der japanischen Gesellschaft.«

Elmar Krekeler in DIE WELT (08.02.2018)

»›13 Stufen‹ ist ein glasklar konstruierter und argumentierender Thriller, essayistisch ohne zu belehren und nebenbei die Konventionen der Kriminalliteratur hinterfragend.«

Nicolas Freund, Süddeutsche Zeitung (12.12.2017)

»Ein packender Krimi, der grandios mit falschen Fährten und überraschenden Wendungen spielt. Zugleich ein Essay über die Todesstrafe und ein Lehrstück über die japanische Gesellschaft.«

Henry Lübberstedt im STERN (über die Hörbuchfassung) (15.12.2017)

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Aus dem Japanischen von Sabine Mangold
Originaltitel: Jusan Kaidan
Originalverlag: Kodansha, Tokyo 2001

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18319-6

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

Erschienen:  13.11.2017

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13 Stufen von Kazuaki Takano

Von: Claudi@claudisbuchblog.de Datum: 01.04.2018

www.claudisbuchblog.de

Ich habe als letztes Buch 13 Stufen (Originaltitel: Jūsan kaidan (13階段), veröffentlicht 2001) von Kazuaki Takano beendet. Nachdem ich den Thriller Extinction des japanischen Schriftstellers (geboren 1964) verschlungen hatte, war für mich klar, den Autor behalte ich im Auge.

Kazuaki Takano schreibt Drehbücher, Krimis und Thriller. 13 Stufen wurde mir freundlicherweise vom PENGUIN VERLAG zur Verfügung gestellt. Ich wollte dieses Buch unbedingt hören oder lesen, egal in welcher Form. Erhalten habe ich das eBook und verschlang es ebenfalls.

Es gibt das Hörbuch zu 13 Stufen mit einer Dauer von 10:06 Stunden, gelesen von Sascha Rotermund. Als Taschenbuch hat der Roman 400 Seiten.

Inhalt
Japan, 2001: Ryō Kihara sitzt seit sieben Jahren wegen zweifachen Mordes in der Todeszelle, Nullbezirk genannt. Er selbst kann sich aufgrund einer Kopfverletzung infolge eines Motorradunfalls nach den Morden an die Ereignisse des Abends vor zehn Jahren nicht erinnern. Aussichtslos versucht er einen Grund für ein Wiederaufnahmeverfahren zu finden. Verzweifelt und voller Todesangst lebt und grübelt Ryō Kihara in Isolationshaft, und wartet auf seinen Tod durch Erhängen.

Jun’ichi Mikami wird nach zwei Jahren im Gefängnis vorzeitig auf Bewährung entlassen. Bei einer Kneipenschlägerei ist sein Gegner Kyōsuke Samura gestürzt und zu Tode gekommen. Als Teil der Bewährungsauflagen muss sich Jun’ichi persönlich bei dessen Vater Mitsuo Samura entschuldigen. Seine Familie zahlt zusätzlich seit zwei Jahren die Entschädigungssumme von 70 Mio. Yen ab, hat das Haus und alle Wertgegenstände verkauft bzw. verpfändet und ist fast ruiniert. Und natürlich werden sie von der Gesellschaft, Freunden und Bekannten, geächtet und mit verurteilt.

Der Oberaufseher des Gefängnisses Shōji Nangō sieht in Jun’ichi Mikami viel von sich selbst und möchte ihm bei seiner Resozialisierung helfen. Deswegen macht er Jun’ichi das Angebot, mit ihm zusammen an der Aufklärung des Falls um Ryō Kihara zu arbeiten und im besten Fall dessen Unschuld zu beweisen. Sie werden offiziell als Mitarbeiter der Anwaltskanzlei Sugiura angestellt und sehr gut bezahlt. Der einzige Haken ist, sie müssen sich beeilen; da die Hinrichtung des Todeskandidaten Kihara bevorsteht, haben sie maximal drei Monate zur Aufklärung des Falls.

Voller Tatendrang beginnt das ungleiche Duo Jun’ichi Makami und Shōji Nangō auf der Halbinsel Bōsō mit der Befragung der Zeugen. Unermüdlich durchforsten sie in der Regenzeit wochenlang ein Waldgebiet um den Tatort herum. Hilfe erhalten sie bei ihrer Suche von Staatsanwalt Nakamori, der einfach nur die Wahrheit erfahren will und vor zehn Jahren für den Fall zuständig war. Es gibt zwei ungewöhnliche Hinweise: Ryō Kihara meint sich zu erinnern, in Todesangst eine Treppe hinaufgerannt zu sein. Traum oder Realität? Am Unfallort befand sich auf der Straße ein blutbehaftetes Stück Stoff mit einer anderen Blutgruppe als der am Mordfall beteiligten.

Gibt es einen weiteren Täter? Oder war alles ganz anders als es den Anschein hat?

Fazit
13 Stufen von Kazuaki Takano ist der Debütroman des Autors und hat mich erneut überzeugt. Die Handlung entwickelt sich ruhig über längere Zeit hin, mit Einschüben vergangener Ereignisse. Und nimmt in der zweiten Hälfte Fahrt auf, wird schneller, je näher der Hinrichtungstermin kommt. Überdies gelingt es Kazuaki Takano mich bis zum Ende zu überraschen. Mit dieser Wendung wird der Krimi schlussendlich zum gelungenen Thriller.

Der Autor befasst sich mit Teilen des japanischen Rechtssystems: Hinrichtungen müssen von dreizehn Stellen der Justiz unabhängig voneinander beschlossen werden. Die dreizehnte Stelle ist dabei der jeweilige Justizminister. Zusätzlich legt die japanische Justiz nicht nur Wert auf Strafe, sondern hat auch immer die Erziehung zum besseren Menschen im Blick; für mich ein ungewöhnlicher Ansatz. Außerdem ist die Reue des Täters im Rechtssystem fest verankert und für die Resozialisierung unerlässlich.

Ein äußerst gelungener und spannender Krimi, der den Leser zum Nachdenken über Gerechtigkeit und die eigene Sicht auf die Todesstrafe anregt, dabei wird einem die Entscheidung darüber nicht einfach gemacht. Für interessierte Jugendliche und erwachsene Krimifreunde ein Muss.

13 Stufen von Kazuaki Takano ist ein absolut empfehlenswerter Roman, der von mir uneingeschränkt fünf Sterne erhält. Und den ich nicht das letzte Mal gelesen haben werde (Autor und Krimi).

13 Stufen

Von: Ladysmartypants Datum: 25.02.2018

https://ladysmartypants.wordpress.com

Zum heutigen Buch muss ich fast eine kleine Vorgeschichte erzählen, da es definitiv kein Buch ist, an das ich mich alleine herangetraut hätte. Ich bin 13 Stufen zum ersten Mal auf KeJas-Blogbuch begegnet, als ich Kerstins Rezension dazu gelesen habe und irgendwie hat mich die Geschichte fasziniert. Ich hatte zuvor noch nichts mit einer solche Prämisse gelesen und das Buch direkt auf meinen Thalia Merkzettel gesetzt. Ich war zwar neugierig, aber nicht neugierig genug, um es sofort zu kaufen. Und hier kommt das Bloggerportal ins Spiel. Als ich letztens mal durch alle Titel gescrollt habe, fand ich auf einmal diesen Titel. Auch wenn das Buch von Kazuaki Takano bereits am 13. November 2017 beim Penguin Verlag erschienen war, beschloss ich, mein Glück zu versuchen und hab es als eBook angefordert. Und siehe da, ich hatte tatsächlich Glück. ��

Und darum gehts: Jun’ichi hat gerade seine Haftstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge abgesessen, als ihm sein ehemaliger Gefängnisaufseher Nangō ein lukratives Jobangebote macht: Es gilt die Unschuld eines Häftlings aus dem Todestrakt zu beweisen und ihn somit vor der Todesstrafe zu bewahren. Der Häftling soll einen brutalen Raubmord verübt haben, weshalb das Ermittlerduo von vielen Seiten keine Hilfe bekommt. Davon lassen sie sich jedoch nicht abhalten und verfolgen bald mehrere Spuren. Dabei muss Nangō mit seiner Vergangenheit kämpfen und auch die von Jun’ichi wird sie nicht kalt lassen.

13 Stufen ist ein extrem geschickt inszenierter Krimi, der sehr stark auf die unterschiedlichen Charaktere aufbaut, was zu einer unheimlich dynamischen Geschichte führt. Schon im Prolog lernt man besagten Häftling aus dem Todestrakt kennen, dessen eine, wiederkehrende Erinnerung die ganze Geschichte ins Rollen bringt. Im Laufe der Geschichte lernt man auch die beiden möglichen Bedeutungen des Titels kennen, was ich persönlich äußerst geschickt gemacht finde. In anderen Worten, der Titel passt wie die Faust aufs Auge ohne dabei zu viel von der Geschichte zu verraten.

Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus den Perspektiven von Nangō und Jun’ichi, weshalb man als Leser auch immer einen guten Einblick in die Gefühlswelten der beiden Ermittler hat. Zu beiden baut man schnell eine Beziehung auf, auch wenn man Jun’ichi anfangs nicht immer gänzlich versteht – kennt man am Ende jedoch seine vollständige Geschichte, versteht man alles. Was ich besonders bemerkenswert fand, Nangō gibt dem vorbestraften Jun’ichi eine Chance und vertraut ihm auch in brenzligen Situationen. Eine Haltung, mit der die wenigsten einem Vorbestraften begegnen würden. Eine Haltung, von der man eindeutig etwas lernen kann.

Die Geschichte ist wunderbar flüssig und vergisst im turbulenten Finale auch nicht auf kleine Details, die im Laufe der Geschichte ans Licht kamen. Und auch am Ende wird der aufmerksame Leser einen sehr wichtigen Hinweis entdecken, wenn er auch die Todesstrafe irgendwie rechtfertigt. Die Gültigkeit und die Verlässlichkeit der Todesstrafe sind unterliegende Themen, die während der ganzen Geschichte immer wieder aufgegriffen und diskutiert werden. Auch wenn ich nicht genau weiß, ob das japanische System heute noch wie in diesem Buch beschrieben funktioniert, ist es auf jeden Fall ein interessanter Einblick in solch ein System.

Alles in allem ist 13 Stufen ein mehr als nur solider Krimi mit einer hochinteressanten Prämisse, der richtigen Menge an Spannung und einem schönen plot twist am Ende. Aber es ist nicht nur für Krimifans eine Empfehlung wert, sondern aufgrund der generell unblutigen Natur der Geschichte für Leser jeglicher Art geeignet.

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