Das Päckchen

Roman

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Als er gerade dienstlich in Bern ist, erreicht den Zürcher Bibliothekar Ernst ein offensichtlich irregeleiteter Anruf. Am anderen Ende der Leitung ist eine ihm unbekannte Frau, die ihn anfleht, umgehend zu ihr zu kommen. Aus einer Augenblickslaune heraus begibt sich Ernst zu der nahe gelegenen Adresse. Dort erwartet ihn eine alte Frau und drückt ihm ein Päckchen in die Hand mit der Bitte, es zu verwahren, damit es nicht in falsche Hände gerate. Zu seiner eigenen Verblüffung kommt Ernst der Bitte nach. Als er das Päckchen bei sich zu Hause öffnet, entdeckt er eine alte Handschrift, die er als ein Exemplar des „Abrogans“ erkennt, eines lateinisch-althochdeutschen Wörterbuchs, das als ältestes deutschsprachiges Buch überhaupt gilt. Sollte es sogar das bisher verschollene Original sein? Was, fragt sich Ernst, hat es mit diesem Fund auf sich? Und was soll er jetzt am besten tun …

»Spannend wie ein Krimi!«

Nicola Steiner / SRF 1 Literaturclub (14. November 2017)

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ISBN: 978-3-641-21968-0
Erschienen am  11. September 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Vergnügliche Spannung

Von: Stephanie Schuster

18.12.2017

Franz Hohler Das Päckchen Roman Aus Neugierde hebt Ernst den Hörer eines öffentlichen Telefons ab und wird mit Ernst angeredet. Obwohl es sich um eine Verwechslung handeln muss, besucht er die alte Frau, die ihn für ihren Neffen hält. Sie vertraut ihm ein Päckchen an, darin ist ein mittelalterliches Buch. So nehmen die Verstrickungen seinen Lauf. Und Ernst lügt sich von einer Ausrede zur nächsten, um der wertvollen Handschrift auf die Spur zu kommen. Genau auf diese leise, gemächliche, aber hartnäckige Art zieht der neue Roman des Schweizer Schriftstellers und Kabarettisten den Leser in den Bann. Bald ist man dicht an Ernst’s Seite und will einfach wissen, was es mit dem alten Wörterbuch auf sich hat und wie es entstand. Dazu erzählt Franz Hohler auch aus der Sicht des Skriptors, der als Benediktinermönch mit Frau und Kind von Kloster zu Kloster zieht. Das liest sich spannend und vergnüglich, ein Buch das viel Spaß gemacht hat. Buchinfos: 222 S., Hardcover, Luchterhand Verlag

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Ein geheimnisvolles Päckchen

Von: Ulrike Anna Neuberger

02.12.2017

Der Bibliothekar Ernst Stricker steht am Berner Hauptbahnhof und will gerade seine Frau anrufen von einer öffentlichen Telefonzelle, als das Telefon daneben läutet. Ernst hebt ab und als eine von der Stimme her ältere Frau ihn „Ernst“ nennt und ihn auffordert zu ihre zu kommen, fährt Ernst in die Wohnung der alten Dame. Eine alte Frau empfängt ihn erfreut und bittet ihn ein Päckchen mitzunehmen, das ihrem verstorbenen Mann gehörte und das "Männer schon bei ihr suchten". Ihr wäre es lieber, wenn Ernst es mitnehmen würde! Ernst nahm es mit nach Hause und fand heraus, dass es sich um ein handgeschriebenes Exemplar des sogenannten „Abrogans“, einem Wörterbuch, dem ältesten deutschsprachigen Buch, handeln musste. Ernst weiß selber nicht warum er das alles tat und weder seiner Frau, noch sonst jemandem davon erzählt hatte. Ist es ein Original? Sollte er es zur Polizei bringen? Ernst versucht dem Rätsel auf die Spur zu kommen. In einer zweiten Zeitebene wird erzählt wie der junge Mönch Haimo im Jahr 772 im Kloster Weltenburg den „Abrogans“ schreiben darf, der ihm vom Abt diktiert wird. Abwechselnd wird nun die alte und gegenwärtige Geschichte um das Päckchen erzählt…. Das Buch machte mich anfangs fassungslos, weil mir nicht klar war, warum jemand eine Verwechslung am Telefon nicht sofort klarstellt und dann auch noch zu einer fremden Frau in die Wohnung fährt! Selbst Franz war sein eigenes Verhalten fremd, so etwas hatte er noch nie getan! Die Figur des Franz wurde ganz gut beschrieben und vor allem bekommt man einen Eindruck von der Schweiz. Ja man bekommt Lust in die Schweiz zu fahren! Dennoch konnte ich immer wieder schwer vorwärtskommen beim Lesen. Das Buch ist vom Schreibstil her angenehm zu lesen, aber mir persönlich kam anfangs die Geschichte sehr konstruiert vor. Insgesamt ist es sicher ein gutes Buch, aber für mich etwas langatmig.

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Vita

Franz Hohler wurde 1943 in Biel, Schweiz, geboren. Er lebt heute in Zürich und gilt als einer der bedeutendsten Erzähler seines Landes. Hohler ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Alice-Salomon-Preis und dem Johann-Peter-Hebel-Preis. Sein Werk erscheint seit über vierzig Jahren im Luchterhand Verlag.

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Pressestimmen

»Großartig erzählt, voller Spannung und Empathie für die handelnden Personen.«

Sabine Dultz / Münchner Merkur (27. September 2017)

»Eine spannende Abenteuerstory.«

SonntagsBlick Magazin (24. September 2017)

»Eine unglaubliche, dennoch glaubhafte Geschichte, wie sie der Alltag schreibt.«

Christine Richard / Basler Zeitung (22. September 2017)

»Franz Hohlers neuer Roman ›Das Päckchen‹ erzählt die dubiose Geschichte rund um eine verschollen geglaubte mittelalterliche Handschrift - und unterhält prächtig.«

Felix Münger / Radio SRF 2 Kultur (10. September 2017)