Die Hafenschwester (1)

Als wir zu träumen wagten
Roman

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Hamburg, 1892: Die Cholera erschüttert die Stadt an der Elbe und fordert tausende Opfer. Als Marthas Mutter stirbt, muss sie das Überleben ihrer Familie sichern. Die junge Frau aus dem armen Gängeviertel ergattert eine Lehrstelle am Eppendorfer Krankenhaus und arbeitet sich bis zur OP-Schwester hoch. Während die Ärzte sich im Wettlauf gegen die Zeit befinden, ist Hamburg auch im politischen Umbruch: Die Hafenarbeiter streiken, die Frauen kämpfen ums Wahlrecht und für die Rechte von Prostituierten. Martha schließt sich der Frauenbewegung an und führt gleichzeitig ihren ganz persönlichen Kampf. Denn sie hat nicht nur die Liebe zur Medizin entdeckt, sondern – gegen die strengen Regeln am Krankenhaus – auch zu einem jungen Mann …

»Auf Zeitreise durch das Hamburger Gängeviertel (Headline). Melanie Metzenthin hat alles akribisch recherchiert (…).«

SAT.1 Regional, Sendung '17.30' (Hamburg) (18. September 2019)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24389-0
Erschienen am  09. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Hafenschwester-Serie

Leserstimmen

Toller historischer Roman!

Von: streifisbuecherkiste

11.11.2019

Martha ist 13 Jahre alt, als ihre Mutter und Schwester bei der großen Cholera-Epidemie in Hamburg 1892 sterben. Der Vater verfällt vor lauter Kummer dem Alkohol und so ist es an Martha für das Überleben der Familie zu sorgen. Angeregt von einem Arzt findet sie Anstellung an einem Krankenhaus als Krankenwärterin. Dort fällt ihre Wissbegier auf und so bekommt sie die Unterstützung sich in Eppendorf zur Ausbildung zur Krankenschwester zu bewerben. Und obwohl sie nicht aus der gewünschten Gesellschaftsschicht stammt, schafft sie die Ausbildung und bekommt eine gute Stellung als OP-Schwester. Sie findet dort auch Freundinnen und Kontakte zur Sozialdemokratie und der Frauenbewegung, für die sie sich sehr engagiert. Als sie einen jungen Mann kennenlernt, der sie sehr interessiert, muss sie sich entscheiden, denn ihr Beruf ist ihr nur als ledige Frau erlaubt. Melanie Metzenthin gelingt es ein buntes Bild Hamburgs am Ende des 19. Jahrhunderts zu zeichnen. Vieles liegt dort noch im Argen, die Kaufmänner der Stadt bereichern sich auf Kosten der armen Bevölkerung des Gängeviertels. Die hygienischen Zustände dort so schlecht, dass Krankheiten ein leichtes Spiel haben. Meist reicht das Einkommen des Familienvaters nicht aus um die Familie zu ernähren, so arbeiten viele Frauen in Heimarbeit um das Familieneinkommen zu erhöhen. Passiert ein Unfall stehen die Familien sofort am Abgrund. Martha erlebt nun den Zwiespalt zwischen den Gegebenheiten, die sie aus dem Gängeviertel kennt und dem was von ihr als Schwester des Erika-Ordens erwartet wird. Die Scheinheiligkeit der gehobenen Schichten stößt ihr immer wieder sauer auf und bringt sie dazu sich für die Frauenrechte einzusetzen. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, es ist mitreißend geschrieben und man zittert mit Martha mit, ob und wie sie ihren Weg gehen wird. Die Figuren sind toll dargestellt und man kann sich das damalige Hamburg gut vorstellen. Gut gefallen hat mir auch, dass gerade Martha nicht immer nur ehrenhaft arbeitet, sondern auch mal ihre fiese Seite zeigt. So ist sie deutlich glaubhafter , als wenn sie immer nur freundlich lächelnd ihren Weg gegangen wäre. Die Hafenschwester war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes. Von mir gibt auf jeden Fall eine Leseempfehlung dafür.

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Die Berufung

Von: Anyah Fredriksson

16.09.2019

Es ist der 19. August im Jahre 1892, in Hamburg feiert Martha Westphal ihren vierzehnten Geburtstag. Ihre Mutter hat ihr zwanzig Pfennige zur freien Verfügung überlassen. Das ist enorm viel Geld für das Mädchen. Martha legt das Geld in Süßigkeiten an, die sie später am Tag mit ihren jüngeren Geschwistern Heinrich und Anna teilen möchte. Doch der Tag nimmt nicht den erhofften Verlauf, Marthas heile Welt beginnt zu bröckeln. Ihre beste Freundin muss einen Lebensweg einschlagen, von dem Martha nahezu schockiert ist, gerne hätte sie der Freundin diesen Weg erspart. Aber damit nicht genug, als Martha nach Hause, ins Gängeviertel kommt, ist die kleine Schwester erkrankt. Wie die Mutter annimmt, hat sich Anna wieder einmal mit einer Magen- und Darmgrippe infiziert. Sie schickt das Mädchen erneut hinaus. Aufgewühlt begibt sich Martha zum Hafen, nimmt dort Platz und beobachtet das geschäftige Treiben. Auf diese Weise findet sie bislang immer ihre Ruhe und Kraft zurück. Noch kann das Mädchen nicht ahnen, dass von nun an sein Leben auf dem Kopf steht und es erwachsen werden muss. Denn von nun an verändert sich alles ... Beim Lesen fühle ich mich sofort ins Hamburg des Jahres 1892 hinein versetzt, kann den Trubel und die ärmlichen Verhältnisse im Arbeiterviertel Hamburgs wie in einem Kinofilm vor mir ablaufen sehen. Die einzelnen Szenen sind voller liebevoller Details gezeichnet und das Milieu ist fassbar und lebendig. Brillant erzählt und mit Figuren voller Charakter und Echtheit, das ist die neue Serie um die Hafenschwester Martha, die sich durch ein schweres Leben und harte Zeiten kämpft, aber immer, unbeirrt ihren Traum vor Augen hat und ihn für sich umsetzt. Gefühle wie Liebe, Abscheu, Rivalität, Freundschaft, Zusammenhalt all die finden Platz in diesem Roman und die Autorin kann sie fassbar umsetzen und ehrlich und glaubhaft rüber bringen. Ihre Figuren sind zumeist liebenswert, doch natürlich gibt es auch den einen oder anderen Stinkstiefel, in ihrer Gesamtheit spielen sie jedoch hervorragend zusammen. Sprache und Schreibstil der Autorin sind einzigartig und auf höchstem Niveau angesiedelt, trotzdem in einer Leichtigkeit erzählt, so dass ich nichts als Freude beim Lesen empfinde. Die Dialoge reißen mich mit, unterstützen die Dynamik der Story grandios. Viele Gedanken und Sätze sind sofort zu Lieblingen erkoren und unvergesslich. Egal was ich von der Autorin bisher gelesen habe, ob Thriller, historischer Roman oder Sachbuch, ich fühle mich bei der Lektüre ihrer Bücher immer und stets außerordentlich gut unterhalten. Bewundernswert recherchiert ist hier alles stimmig und ausgefeilt: die Zeit, das Leben der unterschiedlichen Schichten, die Sprache, die Figuren und die Geschichte selbst. Die Autorin Melanie Metzenthin verfügt über ein immenses Wissen über die Historie der Medizin und der Stadt Hamburg und sie kann uns Lesern dies auf wunderbare Weise nahe bringen. Deshalb vergebe ich hier natürlich fünf von fünf möglichen Sternen, ernenne dieses Buch zu einem meiner Herzensbücher und empfehle es so klar weiter. Gerade Liebhaber historischer Romane werden nicht enttäuscht. Gleichwohl ist dieses Buch auch ein Buch über die Emanzipation, die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft. Auf den nächsten Band freue ich mich persönlich bereits jetzt! Liebe Leser, bitte dieses Buch unbedingt lesen!

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Vita

Melanie Metzenthin wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie auch heute noch lebt und als Fachärztin für Psychiatrie arbeitet. Mit der Vergangenheit ihrer Heimatstadt fühlt sie sich ebenso verbunden wie mit der Geschichte der Medizin, was in vielen ihrer Romane zum Ausdruck kommt. »Die Hafenschwester. Als wir zu träumen wagten« ist ihr erster Roman im Diana Verlag und der Auftakt zu einer Serie.

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Pressestimmen

»Kenntnisreich und hochspannend beschreibt Melanie Metzenthin die elenden Lebensumstände im Gängeviertel, dem Armenquartier der Stadt. (…) Die „Hafenschwester" ist nicht nur ein Buch, das man nach den ersten Seiten kaum mehr aus der Hand legen kann, es ist auch der Auftakt zu einer Trilogie.«

mopo.de (Hamburger Morgenpost) (01. Oktober 2019)

»'Die Hafenschwester' - das ist ein neuer schöner Hamburg-Roman. (...) Und da ist alles drin: Hamburg, Politik und Medizin, Konflikt und Liebe.«

Radio NDR 90,3 (Hamburg) (15. Oktober 2019)

»'Die Hafenschwester - Als wir zu träumen wagten' ist erneut ein mehr als gelungener Roman aus der Feder von Melanie Metzenthin, der die Lesenden in eine vergangene Welt eintauchen lässt und ihnen beim Lesen mühelos viel Wissenswertes und Interessantes vermittelt. Es sind auch und gerade die vielen Details, die die Geschichte so informativ und spannend machen. Ebenso wie die Begegnung mit einigen historisch verbürgten, aber nicht so bekannten Persönlichkeiten. (…) Ein wahrer Lesegenuss.«

www.histo-couch.de (18. November 2019)