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Konklave Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18894-8

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Erschienen: 31.10.2016
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Der Papst ist tot. Die um den Heiligen Stuhl buhlenden Gegner formieren sich: Traditionalisten, Modernisten, Schwarzafrikaner, Südamerikaner ... Kardinal Lomeli, den eine Glaubenskrise plagt, leitet das schwierige Konklave. Als sich die Pforten hinter den 117 Kardinälen schließen, trifft ein allen unbekannter Nachzügler ein. Der verstorbene Papst hatte den Bischof von Bagdad im Geheimen zum Kardinal ernannt. Ist der aufrechte Kirchenmann der neue Hoffnungsträger in Zeiten von Krieg und Terror – oder ein unerbittlicher Rivale mit ganz eigenen Plänen? Die Welt wartet, dass weißer Rauch aufsteigt ...

Weitere Infos zu Robert Harris und seinen Romanen

„Harris erzählt spannend mit der ganzen Kraft seines schreiberischen Handwerks: dramaturgisch effektiv, stets balancierend zwischen glaubhaft und unwahrscheinlich. Es ist die Balance, die seine Leser so schätzen.“

Literatur SPIEGEL (29.10.2016)

Robert Harris (Autor)

Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Er war Reporter bei der BBC, Redakteur beim Observer und Kolumnist bei der Sunday Times und dem Daily Telegraph. 2003 wurde er als bester Kolumnist mit dem »British Press Award« ausgezeichnet. Er schrieb mehrere Sachbücher, und seine Romane Vaterland, Enigma, Aurora, Pompeji, Imperium, Ghost, Titan, Angst, Intrige und zuletzt Dictator wurden allesamt internationale Bestseller. Seine Zusammenarbeit mit Roman Polański bei der Verfilmung von Ghost (Der Ghostwriter) brachte ihm den französischen »César« und den »Europäischen Filmpreis« für das beste Drehbuch ein. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire.

„Harris erzählt spannend mit der ganzen Kraft seines schreiberischen Handwerks: dramaturgisch effektiv, stets balancierend zwischen glaubhaft und unwahrscheinlich. Es ist die Balance, die seine Leser so schätzen.“

Literatur SPIEGEL (29.10.2016)

Aus dem Englischen von Wolfgang Müller
Originaltitel: Conclave
Originalverlag: Hutchinson

eBook (epub), 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-641-18894-8

€ 17,99 [D] | CHF 22,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

NEU
Erschienen: 31.10.2016

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Highlight

Von: Nadine Datum: 06.12.2016

meineliteratour.blogspot.de/

Für mich ist Konklave von Robert Harris eins meiner Jahreshighlights.

Es ist ein faszinierender Blick hinter die Kulissen des Vatikans und der Wahl zum Pontifex.

Mit Kardinal Lomelli gibt Robert Harris uns einen überaus menschlichen Protagonisten an die Hand. Ein Mann der, obwohl er sich im Herzen der Christenheit befindet, sozusagen im Zentrum der Macht, immer noch von Zweifeln geplagt wird. Ein Mensch der schwankt, der zögert, zaudert und auch seine Fehler hat.

Viele schreiben es wäre nicht spannend, sondern langatmig. Ich sage, es kommt immer darauf an, wie man Spannung definiert. Nein, es gibt keine Verfolgungsjagden, keine nennenswerten Toten oder großes Drama. Alles passiert viel mehr hinter dem Rücken, hinter geschlossenen Türen. Das muss man eben mögen.

Zum Inhalt will ich nicht viel sagen. Gegen Ende hat der Autor die Spannung heftig angezogen, ich weiß, er musste es tun, aber das war der einzige Punkt an dem ich den Plot etwas zu ... holprig fand.

Mir war das Ergebnis des Konklaves schon mit lesen des Klappentextes klar und auch das Rätsel um den Kardinal aus Bagdad hatte ich relativ schnell geknackt. Ich alter Fuchs, mir macht keiner was vor!

Insgesamt hat mich Konklave gut unterhalten und ich kann es nur weiterempfehlen.

Sehr realitätsnah

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 21.11.2016

www.rezensions-seite.de

Fast ein wenig dokumentarisch nimmt Robert Harris in seinem neuesten Werk den Leser mit hinein hinter die Mauern des Vatikans, in das Konklave der Kardinäle zur Wahl eines neuen Papstes.

Und während der „spannungsreiche“ Teil, den man von Harris immer auch mit gewohnt ist, in diesem Werk eine stark zurückgezogene Rolle spielt, gelingt es Harris dennoch, den Leser mit den inneren Zweifeln, der Gratwanderung zwischen dem „der Kirche dienen“ und dem „allein Gott dienen“ durchgehend zu fesseln.

Was nicht zuletzt an der Gestaltung seiner Hauptfigur, des Kardinaldekans Lomeli, Leiter der Papstwahl und deren Organisation, liegt.

Einer, der in sich Zweifel trägt. Zweifel, die stark genährt werden vom Verhalten von Gottes „Bodenpersonal“. Das Macht. Und Einflussgerangel innerhalb der Kirche, vor allem unter den Kardinälen, die „dunklen Geheimnisse“, die so mancher aussichtsreiche Kandidat tief vergraben wähnt, die aber einen Lomeli nicht davon abhalten werden, Spuren nachzugehen, sich selbst in Frage und um Vorgänge des Konklaves herum sehr hartnäckig Fragen zu stellen.

Vor allem aber sollte der ein oder andere Kardinal vielleicht den Satz Jesu beherzigen: „Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“. Was einen der Kandidaten alle Chancen kosten wird.

In einer Welt, die gefährdet ist, was auch das Konklave im direkten Sinne zu spüren bekommen wird. In einer Kirche, die sich mit Veränderungen schwertut und schon beim nun verstorbenen Papst (durchaus als Figur angelehnt an den aktuellen Papst) offen murrte über die „Reformlust“.

„Ich kann dein Urteil nicht ertragen, doch suche ich Erlösung durch dich“.
Das ist die andere Seite der Medallie, die Harris ebenso zu Wort kommen lässt. Stellvertretend für viele im Konklave und in der Kirche ringt Lomeli mit seinem Glauben, versucht, die Stimme des Geistes zu erfassen, übt sich in Demut und Pflicht.

„Niemand der seinem Gewissen folgt….handelt jemals falsch. Der einzige Leitfaden für die Handlungen eines Menschen kann nur sein Gewissen sein“.

Diese tröstenden, mahnenden, sehr protestantischen Worte stützen Lomeli in einer konkreten Krise. Ausgesprochen von einem geheimnisvollen Kardinal, jung für seinen Rang, nicht auf der Liste, heimlich vor Kurzem von alten Papst noch ernannt. Benitez, Erzbischof von Bagdad und noch so einiges mehr, was sich vor allem am verblüffenden und unerwarteten Ende des Romans zeigen wird und einiges mit den Rasierutensilien des Kardinals aus dem Irak zu tun haben wird.

„War es tatsächlich möglich, dass er in den vergangenen 30 Jahren der Kirche und nicht Gott gehuldigt hatte“? Das wird die Kernfrage werden, an der Lomeli sich innerlich, geistlich abarbeitet, während er zugleich das, aus den Fugen geratene, Konklave führen und organisieren muss. Wobei dieses und die Formen, in denen es abgehalten wird, immer wieder von Harris in Ruhe auch erläutert wird, ohne dabei langatmig oder allzu trocken im Stil zu werden.

Intrigen, Geheimnisse, überraschende Wendungen auf der einen Seite, die Korrumpierbarkeit auch hoher kirchlicher Würdenträger auf der anderen Seite, das, „warum es eigentlich geht“ als roter Faden durch das gesamte Werk und ein plastischer und ohne Längen zu lesender Einblick in den Kern der katholischen Kirche und des Vatikan.

Wie aus seinen Werken gewohnt gelingt es Harris wieder einmal, sein „Einfühlens in andere Welten“ und einer Darstellung in klarer, direkter Sprache samt der differenzierten Entfaltung von Personen und Beziehungen aus einem Guss zu erzählen.

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