Nachtschwärmer

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Auf der Suche nach dem verlorenen Bruder

Ganze drei Wochen hatte Helena einen Halbbruder. Lukas hat sie auf Facebook gefunden, sie haben stundenlang telefoniert, doch bevor sie sich treffen können, stirbt er bei einem Verkehrsunfall. Als Helena in den Sommerferien mit ihrem nichtsahnenden Freund in die Uckermark zum Zelten fährt, um Lukas' Grab zu besuchen, lernt sie seine beiden besten Kumpel kennen und das Mädchen, mit dem er zusammen war. Und nach Wochen des Stillstands nimmt Helenas Leben rasant an Fahrt auf ...

»Ein Buch über die Magie der Nacht und den Blick hinter die Fassade von Menschen.«

JOY (02. August 2019)

ORIGINALAUSGABE
eBook epub (epub), 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-641-21869-0
Erschienen am  22. Juli 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Emotional, mitreißend und authentisch

Von: ellys._.bucherwelt

22.08.2019

Helena erfährt, dass ihr Halbbruder, mit dem sie erst 3 Wochen in Kontakt stand, bei einem Autounfall ums Leben kommt. Für sie bricht eine kleine geheime Welt zusammen, da sie niemandem von seiner Existenz erzählt hat. Trotzdem war die Verbindung der beiden sehr eng. Nach einem Ohnmachtsanfall, rät ihre Ärztin ihr zu Urlaub, weshalb Helena und ihr Freund Ole sich zum campen entschließen, nur Helena vergisst ein entscheidendes Detail zu erwähnen und zwar, dass der Campingplatz in Lukas Heimat, der Uckermark liegt. Dort angekommen, nimmt die Handlung ihren Lauf. Schnell lernt sie Lukas beste Freunde kennen und auch auf freundschaftliche Weise zu lieben. • Die Gestaltung des Covers finde ich absolut passen zum Inhalt des Buches. Eher düster mit einigen farblichen Akzenten. Wirklich toll. Der Verlauf der Handlung hat mir wirklich unglaublich gut gefallen. Es war ein entspanntes aufeinanderfolgen der Ereignisse, was ich auch wirklich gebraucht habe. Ein langsames herantasten auch in Sachen Liebe, fand ich toll. Es war einfach glaubhaft und echt. Die Atmosphäre es Ortes hat mir unglaublich gut gefallen. Ich habe den Flair der Uckermark quasi in mich aufgesaugt. • Die Charaktere fand ich wirklich toll, jeder hatte auf seine Weise eine besondere Art und eine besondere Geschichte. Die Charaktere und ihre Art zu handeln haben mir das Gefühl von Freiheit und Aufbruch vermittelt, sodass ich unglaublich gerne mit ihnen unterwegs gewesen wäre. Auch das umgehen mit der Trauer war absolut an jeden Charakter angepasst und wurde auf so viele unterschiedliche Weisen verarbeitet. • Der Schreibstil war anders. Härter und eher plump. Einige würden ihn als rassistisch, sexistisch und abgedroschen beschreiben, aber ich fand es passend zu den Charakteren und der Umgebung. Natürlich war es zwischendurch ein wenig „krasser, aber für mich absolut nicht verwerflich, sondern notwendig, um doch authentisch Gefühle zu vermitteln. • Alles in allem habe ich mich bei „Nachtschwärmer“ unglaublich wohl gefühlt. Es werden so viele wichtige Themen behandelt, die heutzutage oft ignoriert werden, weswegen ich für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung aussprechen möchte. Einzig und allein ein klärendes Ende hat mir gefehlt, ein richtiger Abschluss, weshalb ich das Buch mit 4,5/5⭐️ bewerten möchte. Für alle Freunde von Gefühlsachterbahnen.

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Sommer in der Uckermark

Von: Ashelia

13.08.2019

Auf "Nachtschwärmer" bin ich durch das wunderschöne Cover mit dem Sternenhimmel aufmerksam geworden und auch der Klappentext ließ ein Jugendbuch nach meinem Geschmack vermuten. Und ich lag richtig, denn mich konnte der Roman begeistern! Direkt zu Beginn erfährt der Leser, dass Helena für wenige Wochen ihren Halbbruder Lukas über Facebook kannte, bevor er bei einem Unfall starb. Die gemeinsame Mutter der beiden ließ Helena nach ihrer Geburt bei ihrem Vater zurück - seitdem hatte Helena nie Kontakt zu dem Familienzweig und wusste entsprechend nicht, dass sie einen Halbbruder hat. Doch die beiden verstanden sich auf Anhieb perfekt und planten ein Treffen in den Ferien. Und so reist Helena auf der Suche nach Antworten dennoch in die Uckermark, zu dem Zeltplatz im Ort, wo ihr Halbbruder gelebt hat. Und ihren Freund nimmt sie mit, ohne ihm je von Lukas erzählt zu haben oder warum sie wirklich mitten ins Nirgendwo möchte... Konflikte sind vorprogrammiert! Moira Frank fängt die Stimmung in der Uckermark ganz wunderbar ein. Der Sommer am See, mit den trockenen Getreide- und Maisfeldern, das ruhige, fast schon gemütliche Landleben, die Einsamkeit mitten in Deutschland, abseits von großen Städten. Ich wurde von der sommerlichen Ferienstimmung sofort eingesogen, die einen besonderen Reiz des Romans ausmachte. Helenas Zeit auf dem Campingplatz und in der Umgebung, mit den Personen, die sie dort kennenlernt, wirkten lebendig und authentisch. Auch die Charaktere empfand ich alle als individuell und authentisch ausgearbeitet. Helena ist ein eher naives Großstadtmädchen, das nach dem Tod ihres Halbbruders verwirrt ist, auf der Suche nach einem Sinn. Sie musste in der Vergangenheit viele Hänselein über sich ergehen lassen, was sie zu einem eher unsicheren Menschen gemacht hat. Sie kann mit Konflikten nicht gut umgehen, was sich in der Beziehung zu ihrem Freund auch bemerkbar macht. Sie redet über Lukas einfach mal überhaupt nicht mit ihrem Freund und auch nicht über ihre Gefühle. Widerspricht nicht, wenn alle denken, sie sei nur so bedrückt, weil sie durchs Abi fallen wird. Sie will alles mit sich selbst ausmachen, verdrängt, ob sie anderen damit vielleicht vor den Kopf stößt. Sie lernt im Laufe der Handlung, zu ihren Gefühlen zu stehen und mutiger zu sein. Weitere wichtige Personen sind die beiden Kumpel von Lukas, auf die Helena zufällig trifft. Die beiden sind sehr verschieden, halten aber zusammen wie Pech und Schwefel und haben beide ihre Päckchen zu tragen. Sie freunden sich sofort mit Helena an und zeigen ihr, dass das Landleben nicht so langweilig ist, wie man als Großstadtmädchen erwarten würde. Denn die zwei haben echt eine Menge Mist im Kopf, der nicht immer ganz legal ist - Helena aber zeigt, was es heißt, lebendig zu sein, Spaß zu haben, nicht alles so ernst zu nehmen. Ich mochte die Dynamik zwischen den dreien sehr gerne! Hinzu kommt Lukas' "Ex-Freundin", die eigentlich nie seine richtige Freundin war, sondern nur von Lukas vor den ganzen Idioten aus der Schulklasse beschützt wurde. Denn auch dieses Mädchen hat kein leichtes Leben... und zwischen ihr und Helena ergibt sich eine ganz besondere Freundschaft... Ich habe in anderen Rezensionen gelesen, dass nicht allen die Sprache im Buch gefallen hat. Es fallen öfter Schimpfworte, auch in normaler wörtlicher Rede als Ansprache. Außerdem fallen auch Worte wie Nazi oder Hitler, denn es spielt nun mal auf dem Land in Brandenburg. Ich habe eine Weile in Mecklenburg-Vorpommern gelebt und dort ähnliches erlebt, daher empfand ich die Sprache im Buch als authentisch - auch wenn das vielleicht nicht jedem gefällt. Für mich rundete es die Atmosphäre aber perfekt ab. Insgesamt hat mir "Nachtschwärmer" richtig gut gefallen. Es ist ein ruhiges Buch über ein junges Mädchen, das nach einem plötzlichen Verlust nicht weiß, wohin mit sich. Themen wie Freundschaft, Liebe, Familie, Beziehung, aber auch Mobbing werden auf eine sehr angenehme, authentische Art in die Handlung verwoben und haben mir ein wirklich schönes Leseerlebnis beschert, das auch ein paar unerwartete Wendungen bereit hielt.

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Vita

Moira Frank, geboren 1993 bei Hamburg, studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Sie hat in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht und war 2015 Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses. »Sturmflimmern« ist ihr Debütroman.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ganz klar auf der Seite der Underdogs.«

»Über Homosexualität zu schreiben, ist für Moira Frank selbstverständlich.«

Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt (12. August 2019)

»Moira Frank will weiter ihre Hauptfiguren queer sein lassen.«

»Wer ›tschick‹ gut fand, wird auch in diesem Buch das Gefühl von Freiheit erfahren und mit ein wenig Fantasie die Sommerferien der Jugend nochmal erleben.«

»Moira Frank hat es geschafft einen authentischen gefühlvollen Roman zu schreiben, den ich nicht mehr aus der Hand legen wollte.«

»Für alle Freunde von Gefühlsachterbahnen.«

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