Und über mir das Meer

Roman

(7)
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»Ein tief berührender Stoff über die Grausamkeit des Krieges und die Beharrlichkeit der Liebe.« The Bookseller

Korea, 1943. Hanas Mutter hat sie immer gewarnt: Pass auf deine Schwester auf, und komm den japanischen Soldaten nicht zu nahe. Wie ihre Mutter ist Hana eine Haenyeo, eine der Taucherinnen, die in den Tiefen der See nach den Schätzen des Meeres sucht. Doch dann passiert es doch, während Hana im Wasser ist. Ihre Schwester Emi ist in Gefahr entdeckt zu werden, und Hana kann sie nur retten, indem sie sich selbst opfert. Sie wird von japanischen Soldaten entführt und in ein Bordell des Militärs gebracht. Aber sie wäre nicht eine Haenyeo, wenn sie sich ihrem Schicksal fügen würde.
Südkorea, 2011. Emi hat die letzten sechzig Jahre versucht zu vergessen, welch großes Opfer ihre Schwester für sie gebracht hat. Doch erst als sie sich ihrer Vergangenheit stellt, kann sie beginnen, ihren Frieden zu finden und vielleicht auch zu verzeihen ...

»Ein unbekanntes Kapitel asiatischer Geschichte, so fesselnd erzählt – dieses Buch kann man nicht aus der Hand legen.«

freundin (17. Oktober 2018)

Aus dem Englischen von Elke Link
Originaltitel: White Chrysanthemum
Originalverlag: Chatto & Windus, London 2018
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-20703-8
Erschienen am  24. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Erschütternd

Von: Valerie Süßmuth

10.05.2019

Die Idee, etwas in dieser Nische anzusiedeln fand ich schon einmal sehr gut. Nun, die Haenyo spielen eine große Rolle in diesem Roman. Jedoch ist das Hauptthema natürlich das der sogenannten 'Trostfrauen', der Zwangsprositutierten im Krieg, die von Soldaten aus ihren Familien gestohlen und verschleppt wurden. Dementsprechend ist dieses Buch keine leichte Lektüre. Mehrmals musste ich nach Luft schnappen, denn die geschilderten Szenen und Hanas Schicksal sind ungeheuerlich. Glasklar und scharf wie ein Messer ist auch die verwendete Sprache und der Erzählstil- die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und verzichtet gänzlich auf blumige Umschreibungen, die man sonst von asiatischer Literatur kennt. Die ersten paar Seiten fand ich die Erzählweise etwas emotionslos, aber später wurde mir klar dass das die einzige Möglichkeit ist, das Buch überhaupt zu ertragen. Der nüchterne Erzählstil trifft einen sogar noch extra in den Magen. Es ist immer schwierig so ein Buch 'gut' zu nennen oder zu sagen, dass es einem gefallen hat. Den Trostfrauen wird hier eine Stimme gegeben, und das ist ungemein wichtig. Zuwenig Anteilnahme und Wiedergutmachung haben sie erfahren, mehr noch, die jeweiligen Regierungen haben sich sogar des lieben Friedens Willen geeinigt, nie wieder offiziell über diese Frauen zu sprechen. Dieser Gedanke ist sehr schmerzhaft für mich und sicher auch für jede andere Frau, die dieses Buch liest. 'Und über mir das Meer' ist ein ziemlich mutiges Debüt. Aber ich finde es gut, dass Autorin und Verlag diesen Mut gehabt haben, denn das Thema ist wichtig. Ich werde die Autorin definitiv im Auge behalten und empfehle dieses Stück wichtige Zeitgeschichte auf jeden Fall weiter. Nur nicht vergessen, auch das Nachwort der Autorin zu lesen!

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Emotionale Geschichte die mich erschüttert und tief bewegt hat

Von: Stefanie_booksweetbook

21.10.2018

Mary Lynn Bracht hat hier eine Geschichte erschaffen die mich auch jetzt noch nach Tagen sehr beschäftigt. Sie erzählt hier eine zwar fiktionale Geschichte die aber auf wahren Begebenheiten beruht. Sie handelt von zwei Schwestern die durch den Krieg getrennt wurden und aufs schmerzlichste erfuhren welches Schicksal Frauen in den Fängen des Krieges erleiden mussten. Wir erfahren die Geschichte aus der Sicht beider Frauen. Hana Sicht erzählt ihre Geschichte im Jahr 1943, als sie von ihrer Familie getrennt und von den japanischen Soldaten verschleppt wird. Sie ist 16 Jahre alt. Emi hingegen lernen wie als alte Frau kennen die ihre Geschichte fast 70 Jahre später im Jahr 2011 erzählt. Die Geschichte der beiden hat mich sehr berührt und ich war und bin es noch immer, geschockt, welch schreckliche Gräueltaten an den Frauen, besonders Hana die als Trostfrau den japanischen Soldaten zu diensten sein musste, verübt wurde. Hana hat mich stark beeindruckt. Trotz der schrecklichen Dinge die ihr widerfahren ist sie stark und versucht so gut es geht zu überleben. Sie lässt sich nicht brechen. Sie hat sich für ihre kleine Schwester geopfert und das gibt ihr Kraft, da sie weiß das Emi ihretwegen zu Hause in Sicherheit ist. Emi verdrängt seit der Kindheit was damals geschehen ist und fühlt sich schuldig. Ihr Leben war auch geprägt durch den Krieg und sie musste auch schlimmes erleiden. Jedes Jahr kommt sie nach Seoul und nimmt an den Demonstrationen Teil und hofft dort ihre verlorene Schwester wiederzufinden. Ich habe mit den beiden Frauen gelitten. Es ist unvorstellbar was damals schreckliches mit Frauen und Kindern gemacht wurde. Die Geschichte hat mich derart gefesselt und zutiefst berührt. Ich habe Hana sehr bewundert über ihre Stärke und ihren Überlebenswillen. Ich habe gehofft, gebangt, geweint und Hana und Emi gewünscht, dass sie irgendwann wieder zueinander finden und den schrecken des Krieges entkommen. Eine tragisch dramatische Geschichte die mich noch lange beschäftigen wird und die ich nicht vergessen werde. Für mich definitiv ein Buch das ich jeden ans Herz legen kann, der Geschichten mag die auf historischen Fakten beruhen. Es darf nicht vergessen werden was die Kriege dieser Welt den Menschen für leid zugefügt haben und noch immer tun. Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse und dem Limesverlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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Vita

Mary Lynn Bracht studierte Creative Writing an der Universität von London. Als amerikanische Autorin mit koreanischen Wurzeln lebt sie in London. Sie wuchs in einer großen Gemeinde voller Frauen auf, die während der Nachkriegszeit in Südkorea großgeworden waren. 2002 besuchte Mary Lynn Bracht das Dorf, in dem ihre Mutter ihre Kindheit verbrachte.Während dieser Reise erfuhr sie unglaubliche Geschichten und hörte zum ersten Mal von den »Trostfrauen«. »Und über mir das Meer« ist ihr erster Roman.

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Elke Link

Elke Link, geboren 1962 in Erlangen, hat in München und Canterbury studiert. Sie lebt in Berg am Starnberger See, wo sie zeitgenössische und klassische Literatur aus dem Englischen und Amerikanischen übersetzt. Für ihre Übersetzung des Romans „Silas Marner“ von George Eliot erhielt sie gemeinsam mit Sabine Roth 1997 den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur.

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Links

Pressestimmen

»Das Buch erzählt fesselnd ein bei uns nicht allzu bekanntes Kapitel der Geschichte. Selten schafft es ein Roman, so zu berühren und so lange nachzuhallen.«

Die Presse (03. Februar 2019)

»Tief berührender Roman über zwei Schwestern, die Grausamkeit des Krieges und die Beharrlichkeit der Liebe.«

Schöne Welt (28. Oktober 2018)

»Eine beeindruckend emotionale Geschichte.«

Neue Welt (17. Oktober 2018)

»'Und über mir das Meer' fesselt von der ersten Seite an.«

GLÜCKS REVUE (30. Oktober 2018)