Von Zeit und Macht

Herrschaft und Geschichtsbild vom Großen Kurfürsten bis zu den Nationalsozialisten

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Worauf gründen sich Macht und Herrschaft?

Wie entsteht Macht? Wie wird sie begründet und erhalten? Und in welchem Verhältnis stehen Macht und Zeit? Dies sind die großen Fragen, denen sich Christopher Clark hier widmet.

Wer Macht hat, verortet sich in der Zeit. ‎Er begreift sich als Teil der Geschichte und schafft damit das Geschichtsbild seiner Epoche. Vier solcher Geschichtsbilder betrachtet dieses Buch: das des Großen Kurfürsten von Brandenburg, Friedrichs II. von Preußen, Bismarcks und der Nationalsozialisten.

Geschrieben während der Brexit-Ereignisse, Trumps Präsidentschaft und Putins vierter Amtszeit ist dieses Buch nicht nur ein großes Geschichtswerk, sondern lehrt uns auch viel über unsere eigene Epoche und deren Strukturen von Selbstlegitimation, Machtverständnis und Machterhalt.

»Christopher Clark ist einer der einflussreichsten Historiker der Gegenwart... Sein Buch unterscheidet sich von historischen Sachbüchern aus deutscher Produktion. Clark schreibt gut lesbar und scheut doch keine Theoriediskussion.«

Nils Minkmar, DER SPIEGEL (10. November 2018)

Aus dem Englischen von Norbert Juraschitz
Originaltitel: The Times of Power
eBook epub (epub), 12 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-23163-7
Erschienen am  12. November 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Von Narrativen und... Narrativen.

Von: warmerSommerregen

27.02.2019

Dieses Werk lässt mich zugegebenermaßen zwiegespalten zurück. Zum einen wird das Versprechen, Zusammenhänge zwischen Macht und Zeit aufzuzeigen, durchaus auch eingelöst. So erfährt man, wie sich Machtstrukturen wandeln, wie Macht zu verschiedenen Zeiten legitimiert wird und so weiter. Doch andererseits hatte ich häufig den Eindruck, plakative, an Inhalt jedoch ärmere Phrasen zu lesen. Da in diesem Buch viele geschichtliche Figuren wie Friedrichs II. von Preußen, Bismarck und Weitere thematisiert werden, erhält man auf den 320 Seiten zwar einen guten Überblick; ich befürchte jedoch, dass man mehr Verständnis für "Zeit und Macht" entwickeln würde, nähme man ein paar wenige gute Lektüren zu einzelnen der hier beschriebenen Epochen zur Hand, erführe man über die beiden Schlagworte wesentlich mehr. Besonders die "Narrative", auf die sich ständig bezogen wird, bereicherten für mich nicht gerade die Lektüre. Der Schreibstil war abwechselnd sehr bildhaft-eingänglich und umständlich-demotivierend. "Kein einziges der auf diesen Seiten analysierten Regime änderte formal den Kalender. Kein einziges führte eine neue Zeitordnung ein. Aber jedes einzelne besaß eine markante zeitliche Signatur. Jedes 'tanzte' zu einer anderen zeitlichen Musik." (S.231) Was mir wiederum von der Idee her sehr zusagte, war, dass im Epilog Bezug auf die aktuelle Situation Europas genommen wird. Hier stellt der Autor ein paar Bezüge zu den zuvor herausgestellten Situationen in der Geschichte her.Ab Seite 249 folgen sein Dank, die Anmerkungen und das Register (bis S. 313), was mich persönlich vom Umfang her überraschte. Insgesamt handelt es sich meines Erachtens um ein Buch, das viele Epochen anführt und auf die Stichwörter "Macht" und "Zeit" hin untersucht. Dabei überraschen der doch recht geringe Umfang des Werkes, die häufig einfließenden Modewörter, die leider nicht wirklich mit Inhalt gefüllt werden und der zwischen bildhaft und trocken wechselnde Schreibstil. Obwohl ich ein paar neue Denkanstöße habe erlangen können, vermochte mich das Buch leider nicht zu überzeugen.

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Vita

Christopher Clark

Christopher Clark, geboren 1960, lehrt als Professor für Neuere Europäische Geschichte am St. Catharine's College in Cambridge. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte Preußens. Er ist Autor einer Biographie Wilhelms II., des letzten deutschen Kaisers. Für sein Buch »Preußen« erhielt er 2007 den renommierten Wolfson History Prize sowie 2010 als erster nicht-deutschsprachiger Historiker den Preis des Historischen Kollegs. Sein epochales Buch über den Ersten Weltkrieg, »Die Schlafwandler« (2013), führte wochenlang die deutsche Sachbuch-Bestseller-Liste an und war ein internationaler Bucherfolg.

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Events

12. Mai 2019

Christopher Clark zu Gast auf Schloß Ettersburg

19:00 Uhr | Ettersburg | Lesungen & Events
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Von Zeit und Macht

13. Mai 2019

Christopher Clark zu Gast in Menden

19:30 Uhr | Menden | Lesungen & Events
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Von Zeit und Macht

14. Mai 2019

Christopher Clark zu Gast im "Hörsalon im Kunst Forum"

20:00 Uhr | Hamburg | Lesungen & Events
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15. Mai 2019

Christopher Clark zu Gast in Heidelberg

20:00 Uhr | Heidelberg | Lesungen & Events
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24. Okt. 2019

Christopher Clark zu Gast in Wiesbaden

17:00 Uhr | Wiesbaden | Lesungen & Events
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Links

Pressestimmen

»Das seit langem aufregendste Buch über die deutsche Geschichte«

Alexander Cammann, DIE ZEIT (22. November 2018)

»Ein meisterhaft tiefenscharfes Geschichtsbuch – und zugleich ein großer Essay über die subtile, Macht der Mächtigen.«

Jens-Christian Rabe, Süddeutsche Zeitung (27. November 2018)

»Man muss wohl Australier sein, der in England lehrt, um deutsche Geschichtsbilder so brillant zu deuten.«

Adam Soboscynski, DIE ZEIT (22. November 2018)

»Clarks Buch ist eine äusserst erhellende Lektüre, wobei sich der Autor auch aktuellen Fragen nicht verschliesst.«

Neue Zürcher Zeitung (18. Dezember 2018)

»Kein Historiker ist momentan so populär – und in den Medien präsent – wie Christopher Clark.«

Nürnberger Zeitung (31. Januar 2019)

»Durch die Lektüre von Christopher Clarks Buch „Von Zeit und Macht“ bekommt man einen neuen Blick auf die Gegenwart von Brexit, Trump und Nationalismus.«

Die Presse (A) (17. November 2018)

»Christopher Clark liefert reiches Material, unser Verhältnis zur Zeit zu überdenken.«

Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel (23. November 2018)

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