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Der erste Stein Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8135-0741-6

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Erschienen: 13.03.2017
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Im Herz der Finsternis – Der große Antikriegsroman von einem der schärfsten Gegner des militärischen Engagements des Westens in Afghanistan

In einem Militärcamp in Afghanistan trifft ein Zug dänischer Soldaten ein, 24 Männer und die Soldatin Hannah unter Führung des charismatischen Rasmus Schrøder. Alle sind hochmotiviert, hervorragend ausgebildet und abenteuerhungrig. Doch die Tage fließen monoton dahin, bis durch eine Landmine zwei Männer sterben und eine sich immer schneller drehende Spirale der Gewalt in Gang setzt. Als schließlich Schrøder die Truppe verrät, gerät alles außer Kontrolle.

„Der erste Stein“ ist ein großes Epos über Menschen in den Fängen des Krieges und über Freundschaft, Liebe, Verrat und den Tod.

»Ein Polit-Thriller ohne Genre-Klischees und sicher eine neue Qualität von Polit-Thriller, die Maßstäbe setzen sollte. Ein Meisterwerk.«

Deutschlandfunk Kultur, Thomas Wörtche (23.05.2017)

Carsten Jensen (Autor)

Carsten Jensen, geboren 1952 auf Æro, gelang mit seinem Bestseller „Wir Ertrunkenen“ der internationale Durchbruch. Er ist einer der profiliertesten politischen Journalisten Dänemarks. Daneben arbeitet er auch als Literaturkritiker und scheibt Bücher. Für die Recherche an „Der erste Stein“ verbrachte er längere Zeit in Afghanistan. Der Roman wurde mit mehreren dänischen Preisen bedacht. Veröffentlichungen in mehrere Sprachen sind in Vorbereitung.

»Ein Polit-Thriller ohne Genre-Klischees und sicher eine neue Qualität von Polit-Thriller, die Maßstäbe setzen sollte. Ein Meisterwerk.«

Deutschlandfunk Kultur, Thomas Wörtche (23.05.2017)

»Ein sprachgewaltiger, schockierend großartiger Roman! Die Sinnlosigkeit und den Irrsinn des Krieges zeigt der Däne Carsten Jensen in „Der erste Stein“ auf eindringliche Weise.«

Alex Dengler, denglers-buchkritik.de (20.03.2017)

Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg
Originaltitel: Den første sten
Originalverlag: Gyldendal, Kopenhagen

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 640 Seiten, 15,0 x 22,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-8135-0741-6

€ 26,00 [D] | € 26,80 [A] | CHF 34,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

NEU
Erschienen: 13.03.2017

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Hochaktueller, epischer Anti-Kriegsroman

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 27.04.2017

www.rezensions-seite.de

„Ratlos sehen sie sich an. Sara geht zwischen den Toten umher, tritt sie. Ein Ausdruck wilden Triumphes in ihrem Blick…..Wird sie ebenfalls so herumlaufen, wenn sie selbst eines Tages ausgestreckt auf der Erde liegen sollte?“.

Was schneller passieren kann, als man denkt, betrachtet man diese eintönigen, langweiligen Tage, die fast mehr noch an den Nerven zehren, als wenn sie doch handeln könnten. Kämpfen, planen, strategisch vorgehen.

Doch in diesem Afghanistan des Untergrundkrieges, bei dem nicht offene Kämpfe, sondern heimtückische Anschläge, Landminen und die ständige Ungewissheit, wann „der Feind“ zuschlägt und wer das genau ist, dieser Feind, die Nerven beanspruchen, kommt jede strukturierte Soldaten-Ausbildung an ihre Grenzen.

Denn das zähe vergehen der Stunden und Tage ist trügerisch, wie die dänische Einheit unter Führung eines kernigen, charismatischen, allseits geschätzten Offiziers bitter erleben wird. Als erste Tote zu beklagen sind, heimtückisch durch eine Mine getötet.

„Der Adrenalinrausch ist vorbei. Noch immer halten behalten sie die entwaffneten Männer im Auge…..Es ist ein gefährlicher Augenblick. Denn jetzt fangen sie an zu zweifeln“.

Und das (innerlich, denn die Befehlskette steht natürlich, auch wenn der Anführer nicht da ist) leicht orientierungslos, denn Schröder, der Befehlshaber der Gruppe, ist nicht da. Nicht zu finden. Noch nicht. Doch Spuren hat er hinterlassen. Harte Spuren,

Von allen Seiten von möglichen Feinden umgeben, ein Land im Ausnahmezustand, Taliban und rivalisierende Gruppen, alle gegen jeden und der Rest gegen die westlichen „Schutzkräfte“, einmal angestoßen, macht die Gewalt sich in diesem Roman mehr und mehr selbstständig, steigert sich, kulminiert, so dass die Personen im Buch mehr und mehr nicht mehr Akteure des Geschehens sein werden, sondern reagierende und getriebene.

„Erschießt erst einmal mehr als ein Dutzend Menschen, inklusiver Frauen und Kinder. Und fragt hinterher. Andere Menschen räuspern sich, bevor sie sprechen. Ihr schießt“.

Aber die Ruhe zu bewahren, erst mal zu fragen und dann zu handeln, dass fällt bei diesen Szenen etwa in der Mitte des umfassenden Romans eben nicht mehr leicht, zu viel ist bereits geschehen, als das eine innere Ruhe noch zu finden wäre.

Und da dieser sich ständig steigernden inneren Unruhe, diesem „Flattern der Nerven“ und abtauchen in tatsächlich oft sinnlose „Kleinkriege“ der sehr ruhige, unaufgeregte Tonfall Jensens kontrastreich entgegensteht, bleibt dem Leser viel Freiheit, mit eigenen, inneren Bildern der Eskalation der Gewalt und dem Verlieren der Fassung der zu Anfang kühl und professionell wirkenden Soldantetruppe zu folgen. Was nachhaltige Wirkung erzeugt.

Denn geht so Frieden? Kann so Eintracht, zumindest eine Balance der Kräfte im Land entstehen? Oder stimmt die alte Formel doch, dass sich die Ziele in den Mitteln wiederfinden müssen? Denn jene Ansätze, in denen eher Empathie als Gewehre und Ausrüstung in den Vordergrund treten, könnten Hoffnung machen. Wenn nicht die verschiedenen Interessen und inneren Überzeugungen einander so diametral gegenüberstehen würden, dass im Roman wenig Aussicht und wenig Hoffnung auf überhaupt irgendeine, vor weniger konstruktive Lösung verbleibt.

So versteht es Jensen glänzend, auf beiden Ebenen des Romans, einen intensiven Eindruck und wichtige, offene Fragen zu hinterlassen, Sei es im „Mikrokosmos“ der Gruppe von Soldaten, sei es im Makrokosmos der großen Fragen nach Krieg und Frieden und dem Aufeinanderprallen wesensfremder Kulturen, beispielhaft hier in Afghanistan, einem der Brennpunkte der Gegenwart.

Eine rundweg empfehlenswerte, hervorragende Lektüre über die Tatsache, dass es irgendwann völlig egal wird, wer vermeintlich den ersten Stein geworfen hat, weil die Spirale der Gewalt kein Ende findet und irgendwann auch keinen Anfang mehr kennt.

Wer ohne Sünde ist oder Leben und Sterben in Helmand

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 10.04.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Im Januar 2002 beschliesst das Dänische Parlament die Beteiligung an der Operation Enduring Freedom in Afghanistan. Erster Einsatzort der Soldaten ist Kabul, später kommt eine weitere Einheit im Nordosten des Landes dazu, und ab 2006 sind dänische Streitkräfte auch in der Unruheprovinz Helmand an der Grenze zu Pakistan stationiert. Offiziell beendet wird der Einsatz der Dänen Mitte 2013.

Carsten Jensen, Autor, politischer Journalist und Professor für Kulturanalyse, steht diesem militärischen Engagement des Westens von Beginn an sehr kritisch gegenüber, hat er sich doch bei zahlreichen Reisen nach Afghanistan vor Ort von dessen Sinnlosigkeit überzeugen können. In seinem mehrfach ausgezeichneten neuen Roman „Der erste Stein“ packt er seine Eindrücke sowie die Reflexionen dazu in 638 Seiten, in denen er das Leben einer 26-köpfigen Gruppe von Soldaten, 25 Männer und eine Frau, während ihres Einsatzes im Süden Afghanistans beschreibt.

Jede/r hat nicht nur ihre/seine eigene Geschichte mit ins Camp gebracht, sondern auch ihre/seine Vorstellung von Krieg. Für die eine/n ist es ein „Ballerspiel“ wie es Rasmus Schrøder, der charismatische Leader, in seinem früheren Leben entwickelt hat. Für andere wiederum ist das Soldat sein ein Job wie jeder andere, und wenn die Mission erfüllt oder die Zeit abgeleistet ist, ziehen sie die Uniform aus und kehren zurück in die Heimat. Illusorisch zu glauben, sie könnten ihr altes Leben wieder aufnehmen als ob nichts geschehen wäre.

Die Tage schleichen dahin, Monotonie bestimmt den Alltag, Spannung liegt in der Luft. Warten auf den Krieg, der in seiner Unbarmherzigkeit schneller zuschlägt als gedacht. Zwei Kameraden sterben, und von da an scheint es, als ob ein Schalter umgelegt worden wäre. Gewalt greift um sich, die Moral bleibt auf der Strecke, die Beziehungen untereinander verändern sich. Empathie und Nähe scheinen Fremdwörter zu sein. Das Beste und/oder das Schlechteste von jedem einzelnen kommt zum Vorschein. Niemand ist frei von Schuld und jeder nimmt Schaden an seiner Seele.

Der Autor richtet den Blick weniger auf die äußeren Ereignisse als vielmehr auf die Auswirkungen, die diese auf das Verhalten des Einzelnen haben. Wobei natürlich sowohl Jensen als auch dem Leser bewusst ist, dass heutige Kriege nicht mehr Mann gegen Mann sondern durch den Einsatz von Drohnen eher in Computerspielmanier geführt werden.

Mit „Der erste Stein“ ist Carsten Jensen ein beeindruckender Antikriegsroman gelungen, in dem Helden keinen Platz haben. Vergleichbar mit Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“, für mich noch immer das Maß aller Dinge, was dieses Genre angeht. Nachdrückliche Leseempfehlung!

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