Der zweite Schlaf

Roman

(4)

Bestseller Platz 22
Spiegel Hardcover Belletristik

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Der Untergang der Welt, wie wir sie kennen – der neue große Roman von Robert Harris

England ist nach einer lange zurückliegenden Katastrophe in einem erbärmlichen Zustand. Der junge Priester Fairfax wird vom Bischof in ein Dorf entsandt, um dort die Beisetzung des mysteriös verstorbenen Pfarrers zu regeln. In der Umgebung finden sich besonders häufig jene verbotenen Artefakte aus vergangener Zeit – Münzen, Scherben, Plastikspielzeug –, die der Pfarrer akribisch gesammelt hat. Hat diese ketzerische Leidenschaft zu seinem Tod geführt?

Robert Harris’ erster Roman »Vaterland« war ein Ereignis. Seine Berühmtheit wuchs mit historischen Politthrillern wie »Pompeji« und seiner groß angelegten Cicero-Trilogie (»Imperium«, »Titan«, »Dictator«). Ob nun Antike oder jüngere Neuzeit (»Intrige«, »Konklave«, »München«) – auch wenn in seinen Büchern faktenfeste und erfundene Historie sich mischen, so muss man den vordergründigen Mantel nicht weit lüpfen, und die hintergründige Aktualität scheint auf. Robert Harris schreibt letztlich immer über das Hier und Jetzt.

»Es ist unmöglich, das Buch länger aus der Hand zu legen. Zu drängend ist die Frage, wie die Menschen in diese Lage geraten sind.«


Aus dem Englischen von Wolfgang Müller
Originaltitel: The Second Sleep
Originalverlag: Hutchinson
Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27208-8
Erschienen am  30. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Lesenswert

Von: jorpheus aus Karlsruhe

16.10.2019

ich habe das Buch in 24 Stunden (2 Abende) „verschlungen“. Viele gute Ideen, leider auch einige Inkohärenzen. Man liest immer weiter bis zum Schluss in größter Spannung. Lesenswert auf jeden Fall.

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Was bleibt von uns nach einer Apokalypse?

Von: brigitta

13.10.2019

Inhalt: Priester Fairfax, der eher von einer Karriere in der Kurie träumt, als von der Begegnung mit dem gläubigen Volk, wird nach Addicott St. George geschickt um dort den verstorbenen Pfarrer Thomas Lacy beizusetzen und seinen Nachlass zu regeln. In Addicott St. George angekommen ist es zu spät um an diesem Tag noch zu beerdigen und so bleibt Fairfax nichts anderes übrig als sich für die Nacht einzurichten. In Lacys Arbeitszimmer findet er jedoch seltsame ketzerische Schriften und verbotene Bücher. Zunehmend verwirrt möchte er nur noch den Pfarrer unter die Erde bringen und wieder nach Hause zurückkehren. Der Beerdigungsgottesdienst wird allerdings gestört. Ein Unbekannter behauptet während der Totenrede hartnäckig und lautstark, dass Pfarrer Lacy nicht durch einen Unfall gestorben sei, sondern ermordet wurde. Fairfax ahnt immer mehr, dass hier etwas nicht stimmt. Als seine Rückreise durch einen Erdrutsch vereitelt wird, entschließt er sich dem Geheimnis um Lacys Tod auf den Grund zu gehen. Allerdings muss er sich dazu über Gebote der Kirche hinwegsetzen .... Fazit: Lass mich eine Frage stellen, bevor du das Fazit oder das Buch liest: Wenn unsere Kultur morgen untergehen würde, was bliebe von uns? Welche unserer Gebäude würde die Zeiten überdauern? Welche Bücher blieben, welche unserer Errungenschaften oder Forschungsergebnisse könnten in 800 Jahren ausgegraben oder entdeckt werden? Diese Frage habe ich mit kurz nach den ersten Seiten des Buches gestellt und ich hatte eine Vielzahl von Antworten. Als ich etwas länger über die Frage nach dachte, kam ich zu einer anderen Antwort, nämlich: Nichts. Wie lange unsere neuen Gebäude halten, sieht man schön in Tschernobyl. Noch zwanzig Jahre und dort wird kaum ein Haus mehr stehen. Unsere Bücher sind so schlecht gebunden und geklebt, viele fallen schon nach dem dritten Male lesen auseinander. Unsere Fotos verblassen nach 10 Jahren und wer schreibt schon etwas mit der Hand, wenn er es auch gut verpackt im Computer aufbewahren kann. Genau damit setzt sich Robert Harris in "Der zweite Schlaf" auseinander. Die Welt, so wie wir sie kennen, geht in einer Apokalypse unter und 800 Jahre später hat die Kirche die Bevölkerung zurück erobert. Strukturen und Gesellschaft sind mittelalterlich und keiner weiß noch etwas von der Kultur, die die Apokalypse auslöste. Es ist kaum etwas überliefert und Artefakte aus dieser Zeit gibt es kaum noch. Nur Plastik ... das findet sich überall. Davon abgesehen, dass "Der zweite Schlaf auch ein sehr spannender Kriminalroman ist, regt die Geschichte unheimlich dazu an, unsere Gesellschaft und unsere Art zu leben zu reflektieren. Es ist zum Teil erschreckend, zu welch einem Resümee man kommen kann. Robert Harris beschreibt zwar eine Welt, die in 800 Jahren existiert, aber eigentlich beschreibt er unsere Welt. Er beschreibt, was wir hinterlassen, was wir erschaffen, wie wir leben. Damit passt die Geschichte unheimlich gut in die Zeitqualität, aber spricht auch jeden Einzelnen in seiner Lebensart an. Wer diesen Roman als Kriminalroman lesen möchte, kann dies durchaus tun. Wer mehr darin sucht, wird vielleicht mehr finden, als ihm lieb ist.

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Vita

Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Seine Romane »Vaterland«, »Enigma«, »Aurora«, »Pompeji«, »Imperium«, »Ghost«, »Titan«, »Angst«, »Intrige«, »Dictator«, »Konklave« und zuletzt »München« wurden allesamt internationale Bestseller. Seine Zusammenarbeit mit Roman Polański bei der Verfilmung von »Ghost« (»Der Ghostwriter«) brachte ihm den französischen »César« und den »Europäischen Filmpreis« für das beste Drehbuch ein. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Für ein fröhliches Gemüt, als das Robert Harris sich selbst beschreibt, bietet er in seinen Romanen ziemlich düstere Aussichten, allerdings auf höchst unterhaltsamem Niveau.«

Gina Thomas, Frankfurter Allgemeine Zeitung (01. Oktober 2019)

»Robert Harris erzählt wie immer packend und ohne Umschweife. Mit seiner Botschaft geht er nicht hausieren, obwohl er wie immer eine hat.«

»Der britische Bestseller-Autor beweist erneut, dass er zu den besten seines Genres gehört.«

»Dieser so noch nie gelesene Blick „zurück in die Zukunft“ ist interessant, gruselig, humorvoll – und bis zum letzten Kapitel extrem spannend.«

Bettina Jäger, Ruhr Nachrichten (02. Oktober 2019)

»[Harris] baut einen Leseköder nach dem anderen in die gefinkelte Geschichte, sodass man des Lesens kaum müde wird und trotz drohender Apokalypse nicht verzweifelt.«

Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten (01. Oktober 2019)

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