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Die Rivalin der Königin Ein Tudor-Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-10287-9

Erschienen: 09.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Im Mittelpunkt des neuen großen Romans von Elizabeth Fremantle steht Penelope Devereux, eine für ihre Zeit ungewöhnlich selbstbestimmte und mutige Frau. Sie ist nicht nur schön, sondern auch gewitzt. Als Hofdame lebt sie im Machtzentrum der alternden Elizabeth I., verfolgt Ränkespiele bei Hofe und ist dabei selbst nicht ganz unbeteiligt. Trotz ihrer Proteste muss sie den unsympathischen Robert Rich heiraten, handelt aber mit ihm aus, dass er sie gehen lässt, wenn sie ihm zwei Söhne geboren hat, denn ihre ganze Liebe gilt Philip Sidney, der für sie hinreißende Sonette schreibt.

Mitreißend und farbig erzählt Elizabeth Fremantle die wahre Geschichte einer faszinierenden Frau am englischen Hof.

Elizabeth Fremantle (Autorin)

Elizabeth Fremantle hat als Journalistin für Magazine wie Elle, Vogue und Vanity Fair gearbeitet. Die Rivalin der Königin ist der dritte Roman, in dem sie die Welt der Tudors zum Leben erweckt. Elizabeth Fremantle lebt in London.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Sabine Herting
Originaltitel: Watch the Lady
Originalverlag: Michael Joseph (Penguin Books), London 2015

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 15,0 x 22,7 cm

ISBN: 978-3-570-10287-9

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

Erschienen: 09.05.2017

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Macht, Intrigen und Verschwörungen

Von: Bücherliebe99 Datum: 02.08.2017

https://buecherliebe99.wordpress.com/

Penelope Devereux hat große Mühe, im Ansehen der Königin Elizabeth I. zu steigen, denn sie wächst bei ihrem Onkel auf – ihr Vater ist tot, die Mutter wurde vom Hof verbannt. Sie versucht mit allen Mitteln, sich mit der Königin gut zu stellen und dadurch an Macht zu gewinnen. Da die Königin schon alt ist und noch keinen Nachfolger bestimmt hat, versucht auch ihr Bruder Robin ihre Gunst zu gewinnen. Allerdings gilt Robin als der ärmste Graf Englands und erntet nur Spott von seinen Mitstreitern. Als Penelope schließlich als Zofe an den Hof geholt wird, steigt sie hoch in der Gunst der Königin und geht am Hofe ein und aus. Einige Jahre später hat auch Robin es geschafft, sich mit der Königin gut zu stellen und sie behandelt ihn fast wie einen Sohn. Alles wäre so, wie Penelope sich das vorgestellt hat, wäre da nur nicht Robert Cecil, der Sohn des engsten Beraters der Königin. Auch er versucht mit allen Mitteln, sich bei der Königin gut zu stellen und vor allem seinen Vater zu beeindrucken und ihn Stolz zu machen. Da Cecil die emporkommende Familie Devereux ein Dorn im Auge ist und er Robin seit dem Kindesalter nicht ausstehen kann, setzt er alles daran, die Königin gegen Robin und Penelope auf zu hetzten. Dabei befinden sich beide Parteien in ständiger Gefahr, beim Intrigen spinnen erwischt zu werden und des Hochverrats angeklagt zu werden. Wird die Familie Devereux dem stand halten können oder wird sie untergehen, bevor sie sich einen sicheren Platz neben der Königin beansprucht hat?

Die Geschichte wird sowohl aus Penelopes Sicht, als auch aus der von Robert Cecil dargestellt, was die beiden zu den Hauptcharakteren macht. Die Handlung wird über mehr als 15 Jahre erzählt, doch die beiden scheinen sich kaum zu verändern.

Penelope wird mit 19 in eine Heirat gezwungen, in der sie sich monatelang unglücklich fühlt, da sie einen anderen liebt. Durch eine außerordentliche Entdeckung kann sie ihren Ehegatten zu einer Abmachung überzeugen, die ihr mehr oder weniger die Freiheit schenkt. Penelope ist sehr an Politik interessiert und hat auch viele Freunde am Hofe der Königin, den sie nach ihrer Heirat verlassen muss. Sie und Robin bauen über die Jahre ein Netzwerk an Freunden und Verbündeten an, dem kaum eine Nachricht entrinnen kann. Trotzdem können sie niemandem trauen. Penelope geht am Hofe der Königin ein und aus und wird von ihr wie eine gute Freundin behandelt. Sie allerdings hat keine vergleichbare Meinung von Elizabeth, da diese ihre Mutter vom Hofe verbannt hat und dafür gesorgt hat, dass diese ein unangenehmes Leben vor sich hat. Dies ist eine Tatsache, die Penelope sich nicht aus dem Kopf schlagen kann. Auch die Aussage, dass die Königin ihren Vater getötet hat, indem sie ihn in einen schlecht finanzierten und geplanten Krieg geschickt hat, bei dem ihm nichts anderes übrig blieb als das Leben zu lassen. Dies lastet schwer auf Penelope und Robin, die zum Zeitpunkt des Todes ihres Vaters schon alt genug waren, um alles mitzukriegen. Also versucht Penelope mit viel Wissen und damit auch Macht ihre Stellung am Hofe zu bewahren, koste es was es wolle.

Robert Cecil ist ein hässlicher Mann. Deswegen fühlt er sich von Robin Devereux auch so angegriffen, da diesem in seinem Aussehen nichts nachsteht. In seinen Augen fliegt Robin alles zu, was er möchte, nur er muss hart für seinen Willen arbeiten. Er steht hoch in der Gunst der Königin, da sein Vater, Burghley, seit Jahren einer ihrer engsten Berater ist. Er hat Macht und Einfluss und ein beträchtliches Netzwerk an Spionen, die ihm alles zuflüstern, was im Königreich vor sich geht und wer mit wem Briefverkehr führt und wer nicht. Ihm entgeht quasi nichts. Als dann aber seine Spione nicht mehr zu 100% zuverlässig sind und scheinbar seine Gunst bei der Königin zu fallen scheint, beginnt er damit, einen Plan für den Fall der Familie Devereux zu schmieden, der mehr Zeit in Anspruch nimmt, als er je ahnen konnte.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist ein unglaublich gut recherchierter historischer Roman mit kaum Längen, den man sehr flüssig lesen kann. London und umgebung sind wirkliche eindrucksvoll beschrieben, man kann sich die einzelnen Schauplätze wirklich sehr gut vorstellen. Mit den verschiedenen Namen, also dass Robin Devereux auch der Lord Essex ist, hatte ich keine Probleme, ich lese häufig Bücher, in denen soetwas auch vorkommt. Ich kann allerdings verstehen, wenn es den ein oder anderen Leser verwirren sollte. Allerdings konnte mich das Ende leider nicht sehr überzeugen.

Meine Bewertung: 7/10

Intrigen, Liebe und Verrat einer außergewöhnlichen Frau,Eine außergewöhnliche Frau hält Aufstieg und Fall ihrer Familie in den Händen...

Von: Corisbuchwelt Datum: 01.08.2017

www.corisbuchwelt.de

Dieser Roman basiert auf dem Leben einer außergewöhnlichen Frau, die während der Regentschaft von Königin Elisabeth I durch Intrigen und Ränkeschmieden versucht, den gesellschaftlichen Platz ihrer Familie zu sichern. Die Hauptfigur, Penelope Devereux, hat tatsächlich gelebt und einige Spuren in der Geschichte Englands hinterlassen, die durch die Autorin nunmehr aufgegriffen wurden. Der Charakter und die einzelnen Begegnungen im Roman selbst entstammen jedoch der Fantasie der Autorin, die dunklen Geheimnisse der Gräfinnen und Grafen sind daher (möglicherweise) Fiktion - und doch so treffend charakterisiert, dass man fast meinen könnte, die Autorin habe im 16. Jahrhundert tatsächlich hinter verschlossene Türen geblickt....

Mit zarten 18 Jahren wird Penelope eine der Hofdamen von Königin Elisabeth. Bewaffnet mit großem Charme und außergewöhnlicher Schönheit gewinnt sie die Gunst der Königin - doch sie weiß, dass dies ein gefährliches Spiel ist. Ihre eigene Mutter hat das Vertrauen der Monarchin unlängst verloren, da sie sich ohne deren Einverständnis vermählte. Schon ein einziges Wort bei Hofe kann reichen, um mit dem Vorwurf des Verrates und den schrecklichen Strafen konfrontiert zu werden.

Auch Penelope muss lernen, dass eine junge Frau im Jahre 1581 kein Mitspracherecht hat, was ihre Zukunft angeht. Doch ein gebrochenes Herz und ein missbilligender Ehemann verändern die Schönheit auf eine unerwartete Weise. Sie begreift, dass sie nicht so machtlos ist, wie sie dachte und beginnt bald, Allianzen zu schmieden und Intrigen zu spinnen.

Mit der Gunst der Königin im Rücken bringt sie die Familie Devereux an die Spitze der Gesellschaft und sorgt dafür, dass ihr Bruder Robert der Liebling ihrer Majestät wird. Doch währen die Jahre vergehen und die ungesicherte Thronfolge England in Angst versetzt, muss auch Penelope erkennen, dass sie nicht jede Schlacht gewinnen kann. Sie und ihr Bruder werden in ein gefährliches Spiel verstrickt, das den gesellschaftlichen Absturz der Familie und sogar ihre Hinrichtung zur Folge haben könnte...

Elizabeth Fremantle schreibt den Roman aus der Erzählperspektive und folgt hierbei nicht nur den Erlebnissen von Penelope sondern auch denen ihres größten Widersachers bei Hofe: Robert Cecil. Dieser versucht seinem Vater nachzufolgen und Staatssekretär der Königin zu werden. Dabei sind ihm die Ambitionen der Familie Devereux und besonders Graf Robert Essex, Penelopes vergötterter Bruder, mehr als einmal ein Dorn im Auge. Cecil hat ein Netzwerk aus Spionen, welches das der Devereux sogar zu übertreffen vermag und liefert sich einen harten Kampf um die Gunst der Königin und hofft, die Familie Devereux ein für alle Mal vom Hof zu entfernen.

Die wechselnden Charaktere geben Einblick in die verschiedensten Vorgänge bei Hofe und die gezielte Entwicklung von Intrigen und Gerüchten. Das Verhalten der Mitglieder des Hofstaates und wie schnell auch nur ein in die falschen Hände geratener Brief oder ein Gerücht Opfer fordern können, wird klar thematisiert und schafft eine Atmosphäre der Anspannung der Unsicherheit, die Penelope ihr ganzes Leben begleitet.

Die imposante Königin wird älter und ihre Nachfolge ist nicht gesichert - die heimliche Korrespondenz mit potentiellen Thronfolgern und vor allem auch die Versuche, die Königin zu beeinflussen, werden gerade in Cecils Kapiteln stark thematisiert. Durch den Einblick in die Gedanken von Penelope und Cecil kann sich der Leser einen sehr guten Einblick in die Welt bei Hofe und die Normen der Gesellschaft zu dieser Zeit machen. Auch die Angst vor einem Krieg und der unsicheren Zukunft, die nicht nur bei Hofe sondern auch bei der einfachen Bevölkerung umgeht, finden spielend Platz im Roman und verschmelzen simpel mit der Haupthandlung, ohne den Fokus von der beeindruckenden Durchsetzungsfähigkeit und dem Intellekt Penelopes oder dem gerissenen Vorgehen Cecils zu nehmen.

Mehrfach werden im Roman auch die Dichtkunst von Shakespeare und dem Penelope vollkommen verfallenen Sir Philip Sidney gewürdigt. Dabei fließen die Texte mit Leichtigkeit in den Stil des Romans hinein, denn die wiedergegebenen Unterhaltungen wirken durch die verwendeten Ausdrücke sehr zeitgemäß. Dennoch muss man sich nicht auf seitenweise Ausschweifungen voller blumiger Satzbauten gefasst machen, die Autorin achtet hier durchaus darauf, einen fließenden Schreibstil beizubehalten und die Unterhaltungen so kurz wie die Beschreibungen lebendig zu halten.

Punktabzug gibt es von meiner Seite jedoch dafür, dass beim Lesen gerade bis zu den letzten Kapiteln nicht übermäßig viel Spannung aufgebaut wurde. Das liegt nicht an den Zeitsprüngen zwischen den Kapiteln (eine Notwendigkeit, wenn ein Roman ein aufregendes Leben widerspiegeln soll) sondern an der Erzählung an sich. Trotz Kapiteln aus der Perspektive der beiden Figuren wird stets ein gewisser Abstand gewahrt, welcher bei anderen Unterhaltungsromanen nicht gegeben ist. Die Handlungen und Gefühle von Penelope und Cecil werden zwar beschrieben, für mich ist jedoch nicht richtig "der Funke übergesprungen". Womöglich hätte ich die Entwicklungen als spannender empfunden, wenn die Autorin noch mehr auf die Charaktere eingegangen wäre.

Dennoch war es sehr interessant, in die Welt am Hofe von Königin Elisabeth I einzutauchen und ich kann das Buch durchaus empfehlen, wenn man Interesse an Adel, Intrigen und geschichtlichen Ereignissen hat. Der Roman ist ein Gesamtpaket, das Wissen über die Ereignisse von 1581 bis 1603 und zudem Respekt für eine ungewöhnliche und bewundernswerte Frau vermittelt. ,Dieser Roman basiert auf dem Leben einer außergewöhnlichen Frau, die während der Regentschaft von Königin Elisabeth I durch Intrigen und Ränkeschmieden versucht, den gesellschaftlichen Platz ihrer Familie zu sichern. Die Hauptfigur, Penelope Devereux, hat tatsächlich gelebt und einige Spuren in der Geschichte Englands hinterlassen, die durch die Autorin nunmehr aufgegriffen wurden. Der Charakter und die einzelnen Begegnungen im Roman selbst entstammen jedoch der Fantasie der Autorin, die dunklen Geheimnisse der Gräfinnen und Grafen sind daher (möglicherweise) Fiktion - und doch so treffend charakterisiert, dass man fast meinen könnte, die Autorin habe im 16. Jahrhundert tatsächlich hinter verschlossene Türen geblickt....

Mit zarten 18 Jahren wird Penelope eine der Hofdamen von Königin Elisabeth. Bewaffnet mit großem Charme und außergewöhnlicher Schönheit gewinnt sie die Gunst der Königin - doch sie weiß, dass dies ein gefährliches Spiel ist. Ihre eigene Mutter hat das Vertrauen der Monarchin unlängst verloren, da sie sich ohne deren Einverständnis vermählte. Schon ein einziges Wort bei Hofe kann reichen, um mit dem Vorwurf des Verrates und den schrecklichen Strafen konfrontiert zu werden.

Auch Penelope muss lernen, dass eine junge Frau im Jahre 1581 kein Mitspracherecht hat, was ihre Zukunft angeht. Doch ein gebrochenes Herz und ein missbilligender Ehemann verändern die Schönheit auf eine unerwartete Weise. Sie begreift, dass sie nicht so machtlos ist, wie sie dachte und beginnt bald, Allianzen zu schmieden und Intrigen zu spinnen.

Mit der Gunst der Königin im Rücken bringt sie die Familie Devereux an die Spitze der Gesellschaft und sorgt dafür, dass ihr Bruder Robert der Liebling ihrer Majestät wird. Doch währen die Jahre vergehen und die ungesicherte Thronfolge England in Angst versetzt, muss auch Penelope erkennen, dass sie nicht jede Schlacht gewinnen kann. Sie und ihr Bruder werden in ein gefährliches Spiel verstrickt, das den gesellschaftlichen Absturz der Familie und sogar ihre Hinrichtung zur Folge haben könnte...

Elizabeth Fremantle schreibt den Roman aus der Erzählperspektive und folgt hierbei nicht nur den Erlebnissen von Penelope sondern auch denen ihres größten Widersachers bei Hofe: Robert Cecil. Dieser versucht seinem Vater nachzufolgen und Staatssekretär der Königin zu werden. Dabei sind ihm die Ambitionen der Familie Devereux und besonders Graf Robert Essex, Penelopes vergötterter Bruder, mehr als einmal ein Dorn im Auge. Cecil hat ein Netzwerk aus Spionen, welches das der Devereux sogar zu übertreffen vermag und liefert sich einen harten Kampf um die Gunst der Königin und hofft, die Familie Devereux ein für alle Mal vom Hof zu entfernen.

Die wechselnden Charaktere geben Einblick in die verschiedensten Vorgänge bei Hofe und die gezielte Entwicklung von Intrigen und Gerüchten. Das Verhalten der Mitglieder des Hofstaates und wie schnell auch nur ein in die falschen Hände geratener Brief oder ein Gerücht Opfer fordern können, wird klar thematisiert und schafft eine Atmosphäre der Anspannung der Unsicherheit, die Penelope ihr ganzes Leben begleitet.

Die imposante Königin wird älter und ihre Nachfolge ist nicht gesichert - die heimliche Korrespondenz mit potentiellen Thronfolgern und vor allem auch die Versuche, die Königin zu beeinflussen, werden gerade in Cecils Kapiteln stark thematisiert. Durch den Einblick in die Gedanken von Penelope und Cecil kann sich der Leser einen sehr guten Einblick in die Welt bei Hofe und die Normen der Gesellschaft zu dieser Zeit machen. Auch die Angst vor einem Krieg und der unsicheren Zukunft, die nicht nur bei Hofe sondern auch bei der einfachen Bevölkerung umgeht, finden spielend Platz im Roman und verschmelzen simpel mit der Haupthandlung, ohne den Fokus von der beeindruckenden Durchsetzungsfähigkeit und dem Intellekt Penelopes oder dem gerissenen Vorgehen Cecils zu nehmen.

Mehrfach werden im Roman auch die Dichtkunst von Shakespeare und dem Penelope vollkommen verfallenen Sir Philip Sidney gewürdigt. Dabei fließen die Texte mit Leichtigkeit in den Stil des Romans hinein, denn die wiedergegebenen Unterhaltungen wirken durch die verwendeten Ausdrücke sehr zeitgemäß. Dennoch muss man sich nicht auf seitenweise Ausschweifungen voller blumiger Satzbauten gefasst machen, die Autorin achtet hier durchaus darauf, einen fließenden Schreibstil beizubehalten und die Unterhaltungen so kurz wie die Beschreibungen lebendig zu halten.

Punktabzug gibt es von meiner Seite jedoch dafür, dass beim Lesen gerade bis zu den letzten Kapiteln nicht übermäßig viel Spannung aufgebaut wurde. Das liegt nicht an den Zeitsprüngen zwischen den Kapiteln (eine Notwendigkeit, wenn ein Roman ein aufregendes Leben widerspiegeln soll) sondern an der Erzählung an sich. Trotz Kapiteln aus der Perspektive der beiden Figuren wird stets ein gewisser Abstand gewahrt, welcher bei anderen Unterhaltungsromanen nicht gegeben ist. Die Handlungen und Gefühle von Penelope und Cecil werden zwar beschrieben, für mich ist jedoch nicht richtig "der Funke übergesprungen". Womöglich hätte ich die Entwicklungen als spannender empfunden, wenn die Autorin noch mehr auf die Charaktere eingegangen wäre.

Dennoch war es sehr interessant, in die Welt am Hofe von Königin Elisabeth I einzutauchen und ich kann das Buch durchaus empfehlen, wenn man Interesse an Adel, Intrigen und geschichtlichen Ereignissen hat. Der Roman ist ein Gesamtpaket, das Wissen über die Ereignisse von 1581 bis 1603 und zudem Respekt für eine ungewöhnliche und bewundernswerte Frau vermittelt.

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