Die langen Abende

Roman

Hardcover
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»Mir fehlt die Küste von Maine auch«, sagte Olive zu Jack. Und ab da war alles gut.

In Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine, ist nicht viel los. Und doch enthalten die Geschichten über das Leben der Menschen dort die ganze Welt. Da ist Olive Kitteridge, pensionierte Lehrerin, die sich auch mit siebzig noch in alles einmischt, so barsch wie eh und je. Da ist Jack Kennison, einst Harvardprofessor, der ihre Nähe sucht. Beide vermissen ihre Kinder, die ihnen fremd geworden sind, woran Olive und Jack selbst nicht gerade unschuldig sind … Ein bewegender Roman, der von Liebe und Verlust erzählt, vom Altern und der Einsamkeit, von Momenten des Glücks und des Staunens.

»Strout stößt tief in die verworrenen Gefühle der Menschen vor, bis zur ›Einsamkeit am Grund eines jeden Lebens‹«

Ariane Heimbach / Brigitte Woman (31. März 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth
Originaltitel: Olive, Again
Originalverlag: Random House US
Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87529-3
Erschienen am  16. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Maine, Vereinigte Staaten von Amerika

Leserstimmen

Ich leibe Olive

Von: ulrike rabe

21.10.2020

Olive Kittridge ist wieder hier und sie ist alt geworden. In Crosby, Maine vergehen die Tage und vor allem die Abende langsam. Doch nach dem Tod ihres ersten Ehemannes Henry hat Olive in dem ebenfalls verwitweten Jack Kennison einen neuen Gefährten gefunden. Die langen Abende heißt das Sequel zu Mit Blick aufs Meer. Elizabeth Strout hat auch in diesem Roman einzelne Episoden aus dem Alltag der Menschen in der kleine Stadt Crosby lose aneinandergehängt. Was die kleinen alltäglichen Geschichten verbindet, ist die mehr oder weniger starke Präsenz der ehemaligen Lehrerin Olive Kittridge. „Diese langen Abende, sie waren so lang und schön, es könnte einen verrückt machen.“, sagt Jack und genießt das Abendrot. „Die Abende nahmen dieser Tage kein Ende, dabei wusste sie noch, wie sie die langen Abende immer geliebt hat.“, so denkt Olive, als sie allein durch ihr Haus stromert. „Olive again“ heißt dieses Buch mit dem Originaltitel. Ein Titel mit zwei Gesichtern. Ja, da ist eine große Freude beim Lesen, Olive ist wieder da. „Schon wieder Olive!“, mögen viele Bewohner Crosbys denken. Und – meine Herren - Olive hat nicht nur ein Gesicht. Sie ist so ein vielschichtiger Charakter. Nach außen hin schroff, süffisant, manchmal fast ein bisschen bösartig. Aber trotz aller Schubladen, in die sie gerne fein säuberlich ihre Mitmenschen steckt, sie kennt ihre Fehler, mit dem Altern immer mehr. Aber genau dort, wo keiner hinschauen mag, ist Olive tatkräftig vorort, stellt sich gegen das Unglück, gibt Beistand oder redet einfach nur mal Tacheles. Das Leben hat so viele Facetten. Elizabeth Strout schreibt so nahe am Menschen. Olive ist so nahe an mir selbst, dass es beim Lesen oft schmerzt. „Olive, könntest du bei mir bitte nicht ganz so olive-ig sein, auch wenn du‘s bei andern dann umso mehr bist? Weil ich dich liebe und uns nicht mehr viel Zeit bleibt.“ Diese langen Abende sind gefüllt mit Wehmut und Witz. Die Liebe im Alter ist kein schmachtiger Kitsch. Da geht es schon mal um dicke Bäuche und Inkontinenz. Die verstorbenen früheren Ehepartner nehmen noch Raum ein. Persönliche, finanzielle, politische „Altlasten“ werden nicht einfach so aufgegeben. Im Grunde ist das Fazit zu diesem Buch ganz einfach: ich liebe Olive Kittridge!

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Gelungene Fortsetzung!

Von: books.and.twins

10.09.2020

Ich möchte vorab empfehlen „Mit Blick aufs Meer“ zu lesen, bevor man mit „Die langen Abende“ beginnt. Elizabeth Strout hat mit diesem Roman eine gelungene Fortsetzung geschrieben. Wir befinden uns wieder in Crosby, einem kleinen „Kaff“ in Maine und begegnen erneut der außergewöhnlichen Olive Kitteridge wie sie leibt und lebt! Mit einer gehörigen Portion Zynismus und kratzbürstig wie eh und je, hat sich die pensionierte Lehrerin kaum verändert und sorgt so in dem kleinen Küstenstädtchen weiterhin für Gesprächsstoff. Des Weiteren lernen wir weitere Charaktere kennen, wie Jack Kennison, einen ehemaligen Harvardprofessor oder die McPhersons, die seit einer Ewigkeit im gleichen Haus getrennt voneinander leben. Wortwörtlich durch Trennlinien im gesamten Haus. Strout beschreibt hier wie im Vorgänger wunderbar Menschen mit Ecken und Kanten. Nichts ist schwarz oder weiß, Menschen machen Fehler, lernen daraus oder nicht, sind glücklich und traurig, entdecken die Liebe neu oder beginnen einen neuen Lebensabschnitt. Man fühlt mit den Protagonisten mit, lacht und weint, es schwingt ein wenig Melancholie mit und man fühlt sich einfach wohl mit diesem Buch. In meinen Augen ein Roman ideal geeignet für den Sommerabschluss. „Kiss me hard before you go, summertime sadness“

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Vita

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren. Für ihren Roman »Mit Blick aufs Meer« bekam sie 2009 den Pulitzerpreis. »Die Unvollkommenheit der Liebe« wurde für den Man Booker Prize 2016 nominiert. »Alles ist möglich« wurde 2018 mit dem Story Prize ausgezeichnet, erhielt ein überwältigendes Presseecho in den USA und stand in allen großen Medien auf den Empfehlungslisten. Die Übersetzungsrechte ihres neuen Romans wurden in bisher 17 Länder verkauft. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.

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Pressestimmen

»Ein wunderbar versöhnlicher Blick auf Menschen, das Miteinander und Älterwerden.«

Donna (04. März 2020)

»Elizabeth Strout ist eine behutsame Erzählerin, die sich ihren Figuren mit Respekt und Zuneigung nähert.«

Petra Pluwatsch / Kölner Stadt-Anzeiger (03. April 2020)

»Das neue Buch, ein Meisterwerk so wie der erste Olive-Kitteridge-Roman, hat wie der Vorgänger keinen durchgängigen Plot, sondern viele Geschichten.«

Franziska Wolffheim / Der Tagesspiegel (15. März 2020)

»Ein bewegender Roman, bei dem man weinen, aber auch herzhaft lachen muss.«

Grazia (25. Juni 2020)

»Großartige, tiefsinnige, menschenkennende Kleinstadtprosa - mit einem ganzen Ensemble von Helden des Alltags.«

Thomas Andre / Hamburger Abendblatt (27. März 2020)

»Auch dieser Roman Elizabeth Strouts ist geradezu penibel alltäglich und realistisch - und gerade darum durchzogen von Tragik und Bitternis.«

Sylvia Staude / Frankfurter Rundschau (16. April 2020)

»Ein wunderbares Buch für lange Abende.«

Franziska Trost / Kronen Zeitung (04. April 2020)

»Ein elegant geschriebener Roman über Kleinstadtleben und Wandel, menschliche Eigenheiten und Hoffnungen.«

Für Sie (01. April 2020)

»Berührend und tröstlich, unterhaltsam und traurig zugleich.«

Silke Hellwig / Weser Kurier (09. April 2020)