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Die unterirdische Sonne

Ab 16 Jahren

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-16261-3

Erschienen: 24.02.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Am Rand der Nacht, in der Stille der Nacht allein

Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren.

"Ich habe so etwas noch nie gelesen. Ein wunderbares Buch."

ZDF, Das blaue Sofa / Wolfgang Herles (30.05.2014)

Friedrich Ani (Autor)

Friedrich Ani wurde 1959 geboren und lebt in München. Er schreibt Romane, Gedichte, Jugendbücher, Hörspiele und Drehbücher. Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach prämiert, u.a. mit dem Deutschen Krimipreis, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis. Friedrich Ani ist Mitglied des Internationalen PEN-Clubs.

"Ich habe so etwas noch nie gelesen. Ein wunderbares Buch."

ZDF, Das blaue Sofa / Wolfgang Herles (30.05.2014)

"Eine wunderbare Therapie mit selbst erfundenen Märchen, ein stummes Erzählen, in dem nichts ausgesprochen werden muss."

Süddeutsche Zeitung/ Fritz Göttler (07.02.2014)

"Dieser Roman hat eine Langzeitwirkung. (...) Letztlich geht es um Werte, letztlich ist dies ein zutiefst humanes Buch."

SZ Extra (20.02.2014)

"Der Roman stellt eine großartige Leseerfahrung dar, man geht mit seinen Protagonisten an die äußerste Grenze menschlicher Einsamkeit."

Deutschlandfunk/ Thomas Linden (21.06.2014)

"Unbedingt lesenswert"

WDR 5 "Bücher" (31.05.2014)

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ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 336 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-16261-3

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbt

Erschienen: 24.02.2014

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GRUNDBEDÜRFNIS FREIHEIT. FANTASIE GEGEN TERROR.

Von: deckchair Datum: 05.05.2015

buecher-logbuch.de

Der Jugendroman DIE UNTERIRDISCHE SONNE ist wie ein Kammerspiel am Rand der Wahrnehmung, dort wo Abgründe sichtbar werden und Mehrheiten meist wegschauen. Friedrich Ani thematisiert Vereinsamung, instrumentalisierte Gewalt, Verführung Minderjähriger, Grausamkeit, Todesmut und Todessehnsucht, fehlende Vorbilder und die Suche nach Halt in der Pubertät, Cocooning gegen die Angst, Grenzüberschreitung. Die Geschichte zeichnet Verhaltensmuster jugendlicher Charaktere im Extremfall mit Doppelboden: in einem Szenario der Gewalt, das sich über einen längeren Zeitraum hinzieht; auch wie Gewalt Gewaltmechanismen erzeugt und aus einer Gruppe eine wandelnde Zeitbombe machen könnte. Der Hoffnungschimmer glüht umso heller, dass Fantasie und Sprache zum richtigen Zeitpunkt – doch nicht ohne Opfer – den Beginn der Loslösung von der Angst und ihren Folgeerscheinungen einleiten können. Der Roman hinterfragt die Grenzen von Freiheit in einem Kontext, wo Gewalt sich anmaßt, alle Freiheiten versklaven zu wollen.

Verstörend und real! Eine Warnung an Kinder, Jugendliche und Eltern

Von: JogiExperience Datum: 21.03.2015

jogiexperience.blogspot.de/search/label/B%C3%BCcher

Ich mag die Süden-Romane und mir gefällt Friedrich Anis Stil, mit eher leisen Worten Spannung und Atmosphäre zu erzeugen. Ani schreibt neben seinen Geschichten über Tabor Süden, so wie hier, auch Jugendromane, und er lässt auch dabei wieder ein brisantes Thema aus dem realen Leben nicht aus. Das spurlose Verschwinden von Kindern ist oftmals verbunden mit erwachsenen, kranken Geistern. In drei Akten ist der Leser in „Die unterirdische Sonne“ Zeuge in einem Kellergefängnis auf einer Insel, in dem sich zunächst fünf Kinder bzw. Jugendliche im Alter zwischen 11 und 15 Jahren befinden, die von ihren Peinigern in unregelmäßigen Abständen einzeln aus ihrem Verlies geholt werden. Friedrich Ani beschreibt nicht die Grausamkeiten, die die Gefangenen über sich ergehen lassen müssen, sondern die geschilderten Handlungen bleiben bei den Jugendlichen in den Momenten, in denen sie sich selbst überlassen sind. Und dennoch bekommt man mit Fortgang der Geschichte eine Ahnung von dem, was in den oberen Räumlichkeiten passiert. Ein nach eigenen Angaben 18-jähriger junger Mann, der als „neue“ und zusätzliche Geisel zur "Kellergemeinschaft" stößt, rüttelt die übrigen auf grausame Weise wach, bringt sie in die Realität, nimmt ihnen auf der einen Seite Hoffnung und sämtliche Illusionen, löst aber auf der anderen Seite auch eine Art von Kraft des Entgegenstemmen aus. Wie es ausgeht, soll hier nicht verraten werden.

Man kann in der Tat lange darüber nachdenken, ob dieses Buch wirklich für Jugendliche ab 16 Jahre geeignet erscheint. Bedenkt man allerdings, in welche Situationen und Geschehnisse sich Kinder und Jugendliche heutzutage freiwillig begeben, dann halte ich die Altersbeschränkung für nahezu unbedenklich. Ganz im Gegenteil, denn Friedrich Ani rät in diesem Roman, ob gewollt oder nicht, zur Vorsicht. Ein Ratschlag auch für die Eltern. Ganz wichtig scheint dabei auch die Erkenntnis, dass es Opfer aus allen erdenklichen und sozialen Schichten gibt. Opfer, die im Zuge ihrer aussichtslosen Situation zunächst Sarkasmus und Ironie erlernen.

Ani zeichnet hier eine Art Psychogramm der Entführten. Jede Kopf-, Hand- und Fußbewegung zeigt die Emotionen der Kinder, ebenso wie die Veränderungen, die im mentalen Bereich zum völligen Einbruch des Lebenswillens führen können. Sie versetzen sich gedanklich in eine andere Welt, um wenigstens punktuell, für kurze Momente, wenigstens geistig dem Elend zu entkommen. Schließlich und endlich sollte nach dem Zuklappen von „Die unterirdische Sonne“ allen Eltern und Kindern klar sein, dass Vermisstenanzeige bei der Polizei, Fahndungsplakate und jede weitere Art der Öffentlichkeitsfahndung nicht ausreichend sind, um solche Verbrechen zukünftig zu verhindern.

Dieses Buch verlangt zeitweise ein sehr aufmerksames Lesen. Denn die Veränderung der jeweiligen Charaktere sind im Gesamtbild sehr wichtig. Jeder der Protagonisten liefert auf seine eigene Art und Weise ein verstörendes Bild ab, und da ist die Zuordnung der jeweiligen Sätze und Stimmungen in den Gesprächen unabdingbar. Ist man mit dem, zu keiner Zeit vorhersehbaren Buch durch, bleibt man nachdenklich, vielleicht sogar etwas schockiert, zurück. Mit dieser Aussagekraft ist Friedrich Ani ein sehr wichtiges Buch gelungen!

Von: Anette Haas aus Haßfurt Datum: 26.02.2014

Buchhandlung: Buchhandlung Glückstein

Was für ein radikales, schonungsloses Buch!
Man fühlt den Schmerz und die Scham der Kinder in jedem Knochen.
Friedrich Ani schreibt unerbittlich über unsagbare Dinge und lässt doch Hoffnung zu, weil er über die Grenzen von Macht erzählt und davon, was Menschen am Leben erhält: Mut, Widerstand und Solidarität.
Eindringlicher kann man nicht erzählen!

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