Eine Odyssee

Mein Vater, ein Epos und ich
Der internationale Bestseller

(4)
Hardcover
26,00 [D] inkl. MwSt.
26,80 [A] | CHF 36,50 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Eine berührende Vater-Sohn-Geschichte auf den Spuren des homerischen Epos

Als Jay Mendelsohn, pensionierter Mathematiker und 81 Jahre alt, eines Tages spontan beschließt, den Uni-Grundkurs seines Sohnes Daniel zum Thema „Odyssee“ zu besuchen, ahnen beide Männer nicht, dass dies der Beginn einer ganz eigenen Familien-Reise ist. Vater und Sohn folgen auf einer Schiffsroute den Spuren des homerischen Epos – und im Angesicht der eigenen Sterblichkeit überwinden sie ihr gegenseitiges Schweigen.

Ein 4000 Jahre alter Mythos behandelt all die Menschheitsthemen, die uns noch immer bewegen: Familie, Identität, Heimat. Und zugleich weist er einem Vater und einem Sohn den Weg, wieder zueinander zu finden.

»Ein hinreißendes Buch – ich habe nichts Schöneres in diesem Jahr bisher gelesen. Mendelsohn zeigt, dass Weltliteratur vom Leben handelt.«


Aus dem Englischen von Matthias Fienbork
Originaltitel: An Odyssey. A Father, a Son and an Epic
Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8275-0063-2
Erschienen am  04. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Denn Philologie heißt Liebe zur Sprache

Von: Marysol

15.06.2019

Als begeisterter (griechische) Mythologie-Leser, jedoch nicht des (Alt-)Griechischen mächtig, reizte mich dieser Titel sofort, als ich von ihm las. Nach der Leseprobe war ich allerdings skeptisch und unentschlossen - auf Grund des, bereits auf den ersten Seiten, verschachtelten Erzählstils könnte dieses Buch entweder genial oder unnötig akademisch-komplex werden. Ich habe mich aber entschieden, dem Buch eine Chance zu geben... ... und das nicht bereut! Denn auf etwa 350 Seiten entwirrt der Autor nicht nur die 12.110 Verse der Odyssee, sondern verstrickt diese 10 Jahre Abenteuer Odysseus´ gekonnt mit seinem Leben, dem seines Vaters und anderen Familienangehörigen. Dabei gelingt ihm etwas wunderbares: Er entstaubt dieses über 2500 Jahre alte Epos nicht nur, sondern zeigt auf, dass Geschichte lebt. Was früher die Menschen bewegte, bewegt sie noch immer. Identität, Liebe, Vertrauen und Verrat, Kampf, Tod und Beziehungen beschäftigen Menschen aller Epochen. Dieses Buch verlangt Konzentration - nicht nur ob der Wissensfülle, die Mendelsohn zur Odyssee, ihrem Aufbau, "Autor" Homer, Stilmittel und Sprachbilder während seines Seminars bespricht, sondern insbesondere wegen des unkonventionellen Erzähl- und Schreibstils. Ganz wie die Odyssee, ist auch die Begleitgeschichte keine stringent erzählte, sondern folgt Irrungen und Wirrungen der antiken Erzählung, springt vor und zurück, erklärt erst zu späterem Zeitpunkt Ereignisse und ihre Bedeutung. Passend zur aktuellen Leseposition in Homers Werk und den Debatten der Studieren: Anekdoten aus Daniel Mendelsohns Kindheit, Anmerkungen seines Vaters, gemeinsame Erinnerungen, Anspielungen auf Familiengeheimnisse und Verbindungen zur gemeinsamen Odyssee-Kreuzfahrt. Buch im Buch im Buch - mithilfe dieses Romans kann man nicht nur die Odysee (besser) kennenlernen und das Leben der Protagonisten aus der Jetztzeit erforschen, sondern bekommt quasi einen Lektüreschlüssel zum antiken Werk - man muss sich natürlich nicht an diese vorgegebene(n) Interpretation(en) halten, sondern kann seine eigene bilden. Ich hätte die Bedeutungen einzelner Szenen und Stilmittel auf keinen Fall so erfassen können; zumal ich ja auch des Griechischen nicht mächtig bin. Das Buch ist also eine Zusammenfassung, ein Lektüreschlüssel und zugleich auch ein eigenständiger Roman und zugleich alles auf einmal. So gerne ich auch lesen, durchaus auch Klassiker und Anspruchsvoll(er)es - Literaturwissenschaften, Philologie ("Liebe zur Sprache"), Germanistik und Ähnliches wäre ja gar nichts für mich. Dieses viele Analysieren, diese Ungewissheit, diese Stilmittel... Umso überraschender und beeindruckender war für mich, wie sehr Mendelsohn mir die Liebe zu seiner Disziplin nahbringen und verständlich machen konnte, ohne dass ich das notwendigerweise auch studieren wollen würde. Aber es gelingt ihm eben, indem er mir als Leser das eigenständige Grübeln größtenteils abnimmt und eine Interpretationsrichtung vorgibt, die Gedanken anstößt, das Wunder der Sprache zu offenbaren. Wie genial bestimmte Stilmittel und Bilder zu einer Absicht passen, wie subtil und zugleich offensichtlich etwas angedeutet werden kann, wie eloquent man etwas ausdrücken kann, ohne es dabei gesagt zu haben... FAZIT: Mehr als nur eine fantastische Lesehilfe für die Odyssee; ein Interpretationsangebot, das mit spannenden Einsichten und Verknüpfungen belohnt, wenn man sich dem verworrenen Schreibstil und komplexen Erzählungsaufbau hingibt.

Lesen Sie weiter

Eine Odyssee: Mein Vater, ein Epos und ich (Rezension)

Von: Im Gegenlicht

16.04.2019

„Geschichten sind alles, was wir haben“, sagt einer der bedächtigeren Wikingerkönige in der erfolgreichen TV-Serie „Vikings“. Sobald Menschengruppen eine Größe annehmen, in denen sich nicht mehr jeder persönlich kennt, sind gemeinsame Mythen, Sagen, eben Geschichten, der soziale Kitt, der ein gedeihliches Zusammenleben ermöglicht. Und spätestens seit Darth Vaders „Nein Luke, ich bin dein Vater!“ wissen wir, dass die besten Geschichten Familiengeschichten sind. Einer der klassischen Grundlagentexte abendländischer Kultur, Homers Odyssee, lässt sich ganz wunderbar als Vater-Sohn-Geschichte lesen: Auf der einen Seite der abwesende Vater, der Held Odysseus, dessen Listenreichtum im Trojanischen Krieg längst der Stoff von Legenden ist, auf der anderen Seite der verlassene Sohn, Telemachos, der in der Pflicht steht, seine Mutter Penelope vor den drängenden Freiern, die am Königshof in Ithaka ungehemmt zechen, zu schützen und den großen Fußstapfen des Vaters irgendwie gerecht zu werden. Die Homerischen Gesänge sind, in ihrem ganzen Reichtum an Deutungsebenen und Querverweisen, ein schier unendlicher Schatz existentiell-menschlicher Reflexion. Und speziell in der Odyssee liegen erstaunlich viele Themen verborgen, die in der 4.000 Jahre späteren Gegenwart ungemein resonieren: Identität, Heimat, familiäre Strukturen und Rollenbilder, das wechselseitige Verhältnis von Dichtung und Wahrheit, um nur einige zu nennen. Den Vater-Sohn-Komplex, als die das Epos auch gelesen werden kann, nimmt der Philologe Daniel Mendelsohn zum Anlass, das Verhältnis zum eigenen Vater zu reflektieren. Durch die gemeinsame Seminarlektüre, durch eine gemeinsame Kreuzfahrt auf den Spuren des „Schmerzensmanns“ Odysseus, durch unzählige Gespräche, Rückblicke, Anspielungen und Assoziationen wird der Leser auf sprachlich höchst ansprechende Weise Zeuge einer Wiederannäherung, letztendlich eines wechselseitigen Verstehens, einer Odyssee der Gefühle und der Gedanken. Am Ende ist man nicht nur belesener, sondern auch beseelter. Geschichten sind wirklich alles, was wir haben. Und das ist so unglaublich viel.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Daniel Mendelsohn, geboren 1960 in New York, gehört zu den bedeutendsten Intellektuellen in den USA und ist als Autor und Übersetzer bekannt geworden. Er promovierte 1994 in Classical Studies und arbeitete als Kritiker u. a. für The New York Review of Books, das New York Magazine, für The New Yorker und die New York Times. 2006 erschien sein aufsehenerregendes, preisgekröntes Familien-Memoir „Die Verlorenen. Eine Suche nach sechs von sechs Millionen“.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Die Odyssee als familiäres Proseminar – das Buch gewordene Vatertagsgeschenk.«

»Ein mitreißendes Buch! Am Ende hat man mehr über die Odyssee gelernt als je zuvor.«

Der Freitag, Erhard Schütz (25. April 2019)

»Daniel Mendelsohn hat es wieder einmal geschafft, auch Eine Odyssee ist ein listenreiches Meisterwerk über Kultur, Identität und Familie.«

Literatur SPIEGEL, Nils Minkmar (16. März 2019)

»Daniel Mendelsohn ist ein bewegendes und bestechendes Buch gelungen.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Uwe Walter (16. März 2019)

»Der Essay über die ‚Odyssee‘ ist eine flirrende Mischung aus Familiengeschichte und Lektüreschlüssel, Textanalyse und Lebensdeutung, elegant geschrieben und souverän komponiert.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Eberhard Rathgeb (07. April 2019)

»Hier versuchen Vater und Sohn jeder für sich, erzählend zu verstehen – mehr noch: Geschehenes wiedergutzumachen, Dingen einen Platz zu geben, den sie nicht hatten.«

»All das erzählt Mendelsohn gekonnt und in schöner Sprache auf einem intelligenten Niveau – ohne dabei die Unterhaltsamkeit oder die Nähe zum Leser zu verlieren.«

Neue Presse (28. Februar 2019)

»Lesenswert nicht nur für Väter und Söhne.«

Leipziger Volkszeitung, Steffen Georgi (11. Juni 2019)

»Eine anrührende Geschichte, bei der man wie nebenbei ganz unakademisch auch ins Herz der «Odyssee» geführt wird.«

SonntagsZeitung (09. Juni 2019)

»Dieses Buch ist so gut geschrieben, dass du dich nach jeder Seite lebendiger fühlst. Mithilfe von Homer hat Mendelsohn seinem Vater ein außergewöhnliches Denkmal gesetzt.«

Times Literary Supplement

»Weise und zutiefst menschlich - ein Buch, das ein antikes Wunder ins moderne Leben überträgt.«

Sunday Times

»Üppig, lebensnah und sehr bewegend... Das Buch hat viel zu sagen, nicht nur über Homers Epos, sondern über Väter und Söhne... Aufschlussreich und lustig.«

The New York Times

»All das erzählt Mendelsohn gekonnt und in schöner Sprache auf einem intelligenten Niveau - ohne dabei die Unterhaltsamkeit oder die Nähe zum Leser zu verlieren«

Neue Presse (28. Februar 2019)