Gespräche mit Freunden

Roman

Bestseller Platz 25
Spiegel Hardcover Belletristik

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Frances und ihre Freundin Bobbi, Studentinnen in Dublin, lernen das gut zehn Jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen. Sie treffen sich bei Events, zum Essen, führen Gespräche. Persönlich und online diskutieren sie über Sex und Freundschaft, Kunst und Literatur, Politik und Genderfragen und, natürlich, über sich selbst. Während Bobbi von Melissa fasziniert ist, fühlt sich Frances immer stärker zu Nick hingezogen … Ein intensiver Roman über Intimität, Untreue und die Möglichkeit der Liebe, eine hinreißende, kluge Antwort auf die Frage, wie es ist, heute jung und weiblich zu sein.

»Ihre Bücher stolpern nie. Sie sind so scharfsinnig und elegant komponiert, dass man ihnen schon auf der ersten Seite verfällt.«

Carolin Würfel / DIE ZEIT (18. Juli 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Zoë Beck
Originaltitel: Conversations with Friends
Originalverlag: Faber & Faber
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87541-5
Erschienen am  22. Juli 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Dublin, Irland

Leserstimmen

Fesseln, aufregend und süchtig machend!

Von: Lara

13.09.2019

Meine Meinung Dieses Buch habe ich tatsächlich in irgendeiner Zeitung gefunden und es hörte sich wahnsinnig interessant an. Besonders der Satz wie „Sie ist die Stimme der jungen Generation“ hat sich sehr in meinem Kopf festgesetzt. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte der jungen Studentin. Und damit wären wir bei Frances, die 21-Jährige Studentin in Dublin. Sie schreibt gerne, besonders Gedichte und ist allgemein nicht unzufrieden mit sich, obwohl sie es sich immer mal wieder in Erinnerung rufen muss. Sie studiert und macht Praktika, möchte aber mit diesem Leben am liebsten gar nicht mehr aufhören. Sie ist ein ruhiger Charakter, der vor Emotionen brodelt, diese aber aufgrund von Geschehnissen in der Vergangenheit kaum an die Außenwelt trägt. Dadurch wird sie oft als „die Coole“ oder „die Gelassene“ beschrieben, obwohl sie häufig alles andere als gelassen ist. Sie hat mir gleich sehr gut gefallen, einerseits weil ich mich selbst sehr stark in ihr sehe und andererseits weil ich mich vielleicht ein kleines bisschen in sie verliebt habe. Bei Nick wusste ich zu keinem Zeitpunkt, was genau ich von ihm halten sollte. Er war immer wieder sehr faszinierend, aber doch blieb seine Intention für mich sehr unklar, wobei es Frances da schließlich sehr ähnlich ergehen musste. Die Handlung ist ebenso aufregend, wie alltäglich und normal. Es gibt keine wahnsinnig hohen Höhepunkte, auf die das Buch hin arbeitet, aber trotzdem ist es nicht langweilig, im Gegenteil. Während Frances sich ihrer Leidenschaft zu Nick immer mehr hingibt, durchläuft sie eine wahnsinnige Entwicklung, die sehr spannend anzuschauen war. Sie lernt sich selbst immer weiter kennen und trifft Entscheidungen, die sie immer weiter verändern und trotzdem kommt sie immer wieder zu sich zurück. Es geht viel um Frances‘ Emotionen und Gefühle und weniger darum, eine wahnsinnig fantasievolle Geschichte zu entwickeln. Es geht um eine Geschichte, die jede junge Frau erleben könnte, ohne dass Dinge geschönt werden. Ohne, dass alles perfekt läuft. Es wird gezeigt, was Liebe und Wut aus einem Menschen machen könen, wie viel uns Freundschaft bedeutet und wie weit jemand gehen würde, wenn es um seine Gefühle geht und das ohne romantisierten Schnick Schnack, sondern als pure Realität. Zudem geht es natürlich auch noch um die Gespräche unter Freunden – die vier Hauptfiguren diskutieren gerne über sämtliche Themen, besonders aber auch über Politik, Feminismus, Diskriminierungen und Sexualität. All diese Gespräche waren wirklich sehr interessant dargestellt, sodass es niemals zu viel von einem wurde. Es gab einen guten Wechsel und die Gespräche kann ich wahnsinnig gut auf mich un meine Freunde übertragen. Fazit Sally Rooney hat mich wahnsinnig begeistern können. Ihr Buch spiegelt ehrlich und unromantisiert die Emotionen einer jungen Studentin wieder, die sich in einem großen Gefühlschaos befindet und das in einem wundervollen Schreibstil. Die Handlung hat mich sowohl gefesselt, als auch süchtig gemacht und ich wollte nicht, dass dieses Buch endet. Vielen Dank an das Bloggerportal und den Luchterhand Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Gespräche mit Freunden

Von: Nico aus dem Buchwinkel

07.09.2019

Gegenwartsliteratur, die sich nur um zwischenmenschliche Beziehungen dreht, lese ich eigentlich nicht. Und trotzdem. Für Menschen, die in Großstädte ziehen und „irgendwas mit Medien“ machen, interessiere ich mich nicht besonders. Und trotzdem. „Mann betrügt Ehefrau mit deutlich Jüngerer“ klingt für mich ziemlich nach Klischee. Und trotzdem habe ich „Gespräche unter Freunden“ beinahe an einem Tag durchgelesen. Die Autorin Sally Rooney wird als DER britische Shootingstar am Literaturhimmel (die Zeit 30/2019) bezeichnet und ihr Debut „Gespräche mit Freunden“ wird bereits von der BBC als zwölfteilige Serie verfilmt. Was macht die 28-jährige Irin mit ihrem Erstlingswerk also so besonders? Die Geschichte des Buches ist schnell erzählt und eine Spoilerwarnung auch nicht notwendig, weil es im Buch nicht um die Geschichte geht. Die Handlung bietet lediglich den Rahmen für die titelgebenden Gespräche, die beinahe schon eine Generationenstudie darstellen. Worum geht es also? Frances und ihre Exfreundin Bobbi – beide Anfang zwanzig – treten häufiger gemeinsam bei Spoken-Word-Veranstaltungen auf. Dort treffen sie auf ein Ehepaar Mitte dreißig, sie Autorin, er Schauspieler. Die vier kommen ins Gespräch, werden Bekannte. Frances, aus deren Perspektive die Geschichte geschrieben ist, beginnt eine Affäre mit dem verheirateten Mann, dessen Beziehung zu seiner Frau nicht mehr wirklich glücklich zu sein scheint. So weit, so unspektakulär. Allerdings passiert in dem Roman stilistisch und erzähltechnisch einiges, was den Roman von anderen abhebt und wovon ich berichten will. Was mir beim Lesen von „Gespräche mit Freunden“ aufgefallen ist: Der erste Bruch in meinem Leben fand statt, als ich feststellen musste, dass die meisten professionellen Fußballspieler mittlerweile deutlich jünger waren als ich. Nun muss ich mit dem Gedanken anfreunden, dass auch erfolgreiche Autor*innen jünger sind als ich. Hart! Sprachliche Äußerungen sind nicht durch Anführungszeichen markiert. Es mag sich nach einer Kleinigkeit anhören, es fühlt sich wahnsinnig neu und ungewohnt an. So war ich stellenweise zum Beispiel unsicher, ob es sich bei dem gerade Gelesenen um einen Gedanken oder einen Gesprächsbeitrag handelte. Ich fühlte mich als Leser gefordert, mir meine eigenen Gedanken zu machen: Was hätte ich gesagt? Hätte ich in der Situation dasselbe gedacht? Die „Freunde“ haben mich also in ihre Gespräche eingebunden. Die Unterhaltungen finden auch über Chats und E-Mails statt, die im Buch abgedruckt sind. Auch insgesamt ist der Schreibstil nüchtern, wie ein Chatgespräch, bei dem die Smileys fehlen. Als Leser wusste ich manchmal nicht: Ist das ernst gemeint? Fehlt da etwas? Wie soll ich auf das Gelesene reagieren? Keine der Figuren ist wirklich sympathisch. Frances nicht, die großen Wert auf ihr Äußeres legt und ständig erwähnt, welche Kleidung sie am jeweiligen Anlass an hatte. Auch Bobbi nicht, die von allen geliebt wird und sich deshalb benehmen kann, wie sie will. Schon gar nicht Nick, der sich häufig passiv verhält oder Melissa, die in ihrer Ehe die Zuneigung vergessen zu haben scheint. Trotzdem waren mir die Figuren für die Zeit der Lektüre wichtig und ich wollte teilhaben an ihrem Leben. Ich schätze, das ist eine ziemliche Leistung von Sally Rooney. Ein gelungener Ausflug ins Grüne Manchmal lohnt es sich, über den literarischen Tellerrand hinauszuschauen. „Gespräche mit Freunden“ ist ein denkwürdiges Debut von Sally Rooney und obwohl Gegenwartsliteratur nicht zu meinen bevorzugten Genres gehört, war ich von Anfang bis Ende gefesselt, zeitweise überrascht und auch über das Ende hinaus nachdenklich. Alle, die bis hierhin gelesen haben, sollten ernsthaft über einen Kauf des Buches nachdenken, mir fehlen nämlich noch Leute, mit denen ich mich darüber austauschen kann! Das wäre dann quasi ein weiteres „Gespräch mit Freunden“.

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Vita

Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normal People« kam auf die Longlist des Man Booker Prize 2018, war Waterstones Book of the Year, ist auf der Shortlist des Costa Novel Award und gewann den An Post Irish Novel of the Year Award.

Zur AUTORENSEITE

Zoë Beck, geboren 1975, lernte Klavier und studierte Literatur. Nach diversen Film- und Theaterjobs arbeitet sie heute als Autorin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.

zoebeck.net

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Pressestimmen

»Der ganze Hype ist in diesem Fall glücklicherweise komplett berechtigt«

Meredith Haaf / Süddeutsche Zeitung (20. Juli 2019)

»Es ist eine Geschichte über Liebe, Treue, Freundschaft, Ehrlichkeit, Kunst auch und Literatur. So frisch und frei geschrieben, so voller Leben, so inspirierend schön. Lesen!«

Katja Kraft / tz München (09. August 2019)

»Wenn in ›Gespräche mit Freunden‹ von Sally Rooney drei Frauen und ein Mann über Liebe, Sex und Freundschaft reden, wird man selbst zum Voyeur. Sogwirkung.«

Cosmopolitan (13. Juni 2019)

»Faszinierend wie Rooney die Ménage-à-quatre beschreibt und daneben noch Raum findet für hochaktuelle gesellschaftliche Themen.«

Kristina Appel / Emotion (08. Juli 2019)

»Schnörkellos und mondän ist die Sprache ihres Realismus, atemberaubend sind ihre Dialoge, die hin und her springen, sich aneinander hoch- und wieder herunterschrauben.«

Diba Shokri / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (21. Juli 2019)

»›Gespräche mit Freunden‹ ist ein Debütroman, der zärtlich und psychologisch feinsinnig von einem Lebensgefühl erzählt, das noch nach seinem literarischen Ausdruck sucht.«

Miriam Zeh / Deutschlandfunk (23. Juli 2019)

»Mit ihrem Verständnis von Weiblichkeit zeigt Sally Rooney eindrücklich, was es in der heutigen Zeit bedeutet Frau zu sein.«

Simone Schlosser / WDR 5 (20. Juli 2019)

»Die Irin Sally Rooney gilt als literarische Stimme der 20- bis 30-Jährigen.«

Frauke Fentloh / Focus (20. Juli 2019)