Mehr als tausend Worte

Roman

Hardcover
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Liebe und Hoffnung in einer Zeit, die kein morgen kennt …

Berlin, 9. November 1938: Aliza erwacht von durchdringenden Schreien, als ihr Großvater von der Gestapo abgeholt wird. Die politische Lage in Deutschland spitzt sich immer weiter zu, doch entgegen aller Mahnungen weigert sich ihr Vater, ein jüdischer Arzt, das Land zu verlassen. Nur seine Tochter will er im Ausland in Sicherheit bringen. Aliza ist am Boden zerstört, dass sie Fabian, ihre große Liebe, zurücklassen muss. Beim Abschied versprechen sich die beiden, nach ihrer Rückkehr zu heiraten. Doch werden sie die Wirren des Krieges überstehen?

»Zwischen 1938 und 1945 angesiedelter Liebesroman, der vor allem durch seine Liebe zum Detail besticht.«

Hörzu (24. Mai 2019)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 496 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0650-6
Erschienen am  25. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Leserstimmen

mitreissend und emotional

Von: Nicole Lehmann

18.05.2020

Aliza lebt mit ihren Eltern und Grosseltern in Berlin. Ihr Vater ist ein angesehener Arzt. Eines Abends wird ihr Grossvater von der Gestapo abgeholt. Ihr Vater will, trotz der sich zuspitzenden Lage, in Berlin bleiben. Der Arzt darf nur noch Juden behandeln, Aliza muss die Schule abbrechen und auch ihr Bruder beendet sein Studium. Die Familie verliert immer mehr, da einer der Mieter sie unter Druck setzt. Zuerst nur ein paar Haushaltssachen, irgendwann sogar die grosse Wohnung. Irgendwann erhält Aliza die Möglichkeit, Berlin mit einem Kinderzug zu verlassen. Sie selbst ist von dieser Idee überhaupt nicht begeistert, da sie nicht nur ihre Familie, sondern auch ihre grosse Liebe Fabian zurücklässt. Beim Abschied versprechen sie einander, sich wiederzusehen. Ich liebe die Geschichten von Lilli Beck. Und auch bei dieser hat sie mich nicht enttäuscht. Die Autorin hat einen einnehmenden Erzählstil. Man befindet sich innert ein paar Seiten mitten in der Geschichte drin. Und kann erst aufhören mit dem Lesen, sobald die letzte Seite ausgelesen ist. Ich habe die Figuren geliebt. Ich habe mitgelitten und mitgefiebert und drückte Aliza die Daumen. Aliza hat mir unglaublich gut gefallen. Sie kämpft für ihre Wünsche und entwickelt sich. Obwohl sie mit sehr viel Unsicherheit lebt und nicht weiss, ob ihre Familie und Fabian überlebt haben, gibt sie die Hoffnung nicht auf. Hoffnung kommt immer wieder auf in diesem manchmal schweren Buch. Die Geschichte lässt den Leser ein Gefühlschaos miterleben. Von Hass der Ungerechtigkeit, zu Liebe, Freude und vor allem die Hoffnung. Lilli Beck gibt sich aber nie damit zufrieden, die Hauptfigur zu zeichnen. Auch die Nebenfiguren sind tiefgründig und vielschichtig. Die Kriegszeit wurde gut recherchiert und trifft den Leser mit all seinen Facetten. Ein unglaublich tolles und mitreissendes Buch, welches von mir gerne 5 von 5 Hoffnungsschimmer erhält.

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Erschreckend und berührend

Von: die.buecherdiebin

12.02.2020

Inhalt: Berlin, November 1938: Für die gutsituierte jüdische Familie Landau wird die politische Lage in Deutschland immer gefährlicher, denn der Judenhass der Nazis nimmt immer extremere Formen an. Die Eltern weigern sich, das Land zu verlassen, doch für die knapp 17-jährige Tochter Aliza gibt es die Möglichkeit, sich mit einem Kindertransport nach England in Sicherheit zu bringen. Aliza ist verzweifelt, denn sie ist in den 18-jährigen Fabian verliebt und will weder ihn, noch ihre Familie verlassen. Doch auch Fabian drängt Aliza zur Flucht und die beiden geben sich das Versprechen, nach ihrer Rückkehr sofort zu heiraten. Doch dann bricht der Krieg aus… Meine Meinung: Der Schreibstil von Lilli Beck ist wie immer leicht und flüssig zu lesen. Während sie in ihrer fiktiven Geschichte hauptsächlich von Aliza erzählt, gibt sie aber auch immer wieder sporadisch Einblicke in das Leben der in Berlin zurückgebliebenen Familie, die sich immer weiter einschränken muss und der immer mehr Rechte genommen werden. Diese Kapitel fand ich besonders erschreckend und berührend und ich hätte gerne noch mehr von den Landaus gelesen. Von Samuel und Rachel, Alizas Eltern und von ihrem Bruder Harald. Aliza hatte das Glück, mit ihren knapp 17 Jahren noch in einem Kindertransport mitfahren zu dürfen. Die Beschreibungen des Transportes fand ich sehr interessant. Wie schwer muss es für Eltern und Kinder gewesen sein, sich voneinander zu trennen. Die Engländer haben damit viele Kinder vor dem sicheren Tod in Deutschland bewahrt. Obwohl Aliza für ihren Unterhalt teilweise schwer arbeiten muss und von vielen Engländern während des Krieges als Nazi beschimpft wird, nur weil sie Deutsche ist, fühlt sie sich doch sicher in England und findet in Mizzie schnell eine gleichaltrige Freundin. Sehr interessant fand ich die Erwähnung von einigen jüdischen Sprichwörtern, Sitten und Gebräuchen, die ich noch nicht kannte oder jüdische Ausdrücke, die auch in unserem Sprachgebrauch nicht unbekannt sind, z.B. meschugge. Auch die Schilderungen vom völlig zerstörten Berlin und den beharrlichen Aufräumarbeiten der Berliner sind sehr gut gelungen. Die Liebesgeschichte fand ich ganz in Ordnung, wenn man bedenkt, wie jung Aliza und Fabian sind. Bei älteren Protagonisten wäre sie mir zu kitschig gewesen. Trotzdem nervte mich irgendwann etwas die häufige Wiederholung des Satzes „Ich liebe dich mehr, als tausend Worte sagen könnten" , auch wenn ein Teil dieses Satzes der Buchtitel ist. Leider gibt es im letzten Drittel des Buches Wendungen, die mir nicht so gut gefallen haben und die auch eher unglaubwürdig wirken, sowie wichtige und emotionale Passagen, die zu schnell abgehandelt werden. Fazit: Ich habe das Buch trotz einiger Kritikpunkte sehr gerne gelesen und bin derselben Meinung wie Lilli Beck: „Und obwohl Aliza und ihre Familie von mir erdacht wurden, so steht ihre Geschichte für all die Schicksale, die niemals vergessen werden dürfen.“ - Zitat aus dem Nachwort.

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Vita

Lilli Beck wurde in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie »Brigitte«, »Burda-Moden« und »Twen«. »Mehr als tausend Worte« ist nach »Glück und Glas« und »Wie der Wind und das Meer« ihr dritter historischer Roman bei Blanvalet.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Eine bewegende Schicksalsgeschichte.«

Neue Welt (30. April 2019)

»Eine berührende Geschichte mit der deutschen Historie als Spannungsrahmen. Wunderbar geschrieben. Absolut lesenswert.«

Ruhr Nachrichten – Dortmunder Zeitung Süd (19. Juni 2019)

»In anschaulicher Sprache erzählt Lilli Beck von den schweren Schicksalsschlägen Alizas und ihrer Liebe zu einem Nicht-Juden.«

Lübecker Nachrichten (04. Juli 2019)

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