Sie mussten nach links gehen

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Nach dem Krieg und vor dem Nichts: Ein jüdisches Mädchen sucht seinen Bruder

Frühjahr 1945: Das KZ Groß-Rosen ist befreit, und die Soldaten behaupten, der Krieg sei vorbei. Aber für die 18-jährige Zofia Lederman fühlt es sich nicht so an. Ihr ganzes Leben ist in Scherben zerfallen: Vor drei Jahren waren ihr Bruder Abek und sie die Einzigen aus ihrer Familie, die an der Rampe nach rechts geschickt wurden, weg von den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau. Alle anderen – ihre Eltern, ihre Großmutter, ihre Tante Maja – mussten nach links gehen. Das Einzige, was Zofia noch am Leben hält, ist die Suche nach ihrem Bruder. Aber wie soll sie ihn in dem Meer von Vermissten finden? Und was, wenn er nicht mehr lebt?

»Hesse gelingt es, auch Jugendliche zum Lesen zu motivieren, die sich für geschichtliche wie auch politische Themen zunächst nicht interessieren.«

Deutscher Jugendliteraturpreis, Nominierung für »Das Mädchen im blauen Mantel« (27. Mai 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Cornelia Stoll
Originaltitel: They went left
Originalverlag: Little Brown, US
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16602-4
Erschienen am  12. Oktober 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine schöne, aber nicht ganz ausgereifte Geschichte

Von: cozybibliophilie

26.11.2020

Im Frühjahr 1945 das KZ Groß-Rosen befreit wurde, hat der Krieg ein Ende. Für Zofia beginnt nun die Suche nach ihrem kleinen Bruder Abek, der einem anderen KZ zugeteilt wurde. Nur die Hoffnung darauf ihren Bruder wiederzusehen hält Zofia am Leben… • Das Cover des Buchs ist schlicht, zeigt aber gut, worum es in der Geschichte geht. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und flüssig. Ein nettes Detail sind die Kapitelüberschriften. Abek und Zofia haben sich ein eigenes Lied bzw Gedicht ausgedacht „von A(bek) bis Z(ofia)“ und die Kapitelüberschriften sind die Buchstaben des Alphabets. Man erlebt am Anfang des Buchs mit, wie Zofia damit zurecht kommt wieder frei zu sein, welche psychischen und körperlichen Probleme sie durch die Gefangenschaft hat und auch, wie ihre Umgebung auf die Rückkehr reagiert. Dahingehend hätte ich mir auch noch etwas mehr gewünscht, da die meisten Themen eher grob angerissen wurden. Natürlich begleitet man Zofia dann auf der Suche nach ihrem Bruder. Es wird gut dargestellt, wie die Suche nach einem Vermissten damals ablief. Wie viele Organisationen es für die Suche gab, Listen, auf die sich Suchende und Gesuchte eintragen konnten usw. Leider fehlte mir auch hier etwas Ausführlichkeit. Auf ihrer Reise lern Zofia die unterschiedlichsten Menschen kennen. Jeder hat eine andere Zeit im Krieg erlebt, eine andere Vergangenheit, die ihn jetzt prägt. Die verschiedenen Charaktere haben eine gute Bandbreite abgedeckt, aber leider fehlte mir auch hier etwas Tiefe. Die Auflösung der Geschichte hat mir leider nicht so gut gefallen, da sie für mich deutliche Logiklücken hat. Man muss aber dazusagen, dass es sich hierbei um einen Jugendroman handelt (was ich zunächst nicht wusste) und daher eventuell einiges etwas oberflächlicher gehalten wurde, damit es dem Alter der Leser gerecht bleibt.

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Anders

Von: Sarahs bunte Welt

20.11.2020

SO HATS MIR GEFALLEN Die meisten Bücher drehen sich um die Zeit im KZ, doch wie ergeht es den Personen danach? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Autorin. Das Cover ist passend und schlicht. Was anderes hätte ich auch nicht gepasst. Einer der Gründe, warum ich wusste, dass das Buch gut wird. Zofia und ihre Familie ist von Polen aus in verschiedene KZ gekommen. In einigen kurzen Beschreibungen wird dieser Schrecken aufgegriffen. Nicht viel, aber genügend. Denn sind wir ehrlich, diese Infos gibt es in vielen anderen Büchern. Vielmehr beginnt das Buch mit ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus. Sie ist nicht fit, hat nichts mehr, kann sich an vieles nicht mehr erinnern und macht sich trotzdem auf den Weg ihren Bruder zu suchen. Obwohl die Nazis verloren haben, wird schnell deutlich, dass die Vorurteile und der Hass gegenüber Juden noch lange nicht verloren hat. Es fallen hässliche Sätze und es gibt viele Situationen, die traurig machen. Ich lerne Polen und Deutschland in der Zeit danach kennen. Lager,überstürzte Hochzeiten, die verzweifelte Suche nach Verwandten, die Angst vor dem nagenden Hunger. Die Emotionen sind so greifbar, dass mir teilweise schlecht wurde, so lebendig schreibt die Autorin. Es macht mich einfach traurig und es ist ein tiefer Einblick in die Zeit abseits von Befreiung oder der berühmten Trümmerfrauen. Es geht hier um bewegende Schicksale, die berühren wie Anne Frank, auch wenn sie fiktiv sind, denn sie wurden an echte Schicksale angelehnt. Statt eines Nachwortes hätte ich mir diese Infos aber als Vorwort gewünscht, denn vieles wäre so noch bewegender gewesen. Besonders der Schluss hat es in sich, denn dieser geht in gewisser Weise an die Nieren. Warum? Ich erfahre die Wahrheit über ihren Bruder und über Josef. Das kann niemanden kalt lassen und zeigt die grausame Wahrheit. Der Krieg war nicht mit Kriegsende zu Ende. KURZ GESAGT Fast jedes Buch endet mit der Befreiung. Dieses Buch fängt genau da an und fängt die grausame Wirklichkeit ein. Menschen, die suchen, Hoffnung haben und sich eingestehen müssen, dass vieles einfach nur eine Illusion war zum eigenen Schutz.

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Vita

Monica Hesse stammt aus Illinois, ist Schriftstellerin und außerdem Journalistin bei der Washington Post. Sie lebt mit ihrem Mann und einem verrückten Hund in Washington. »Das Mädchen im blauen Mantel«, ihr erster Roman, der auf Deutsch erschien, stand auf der New-York-Times-Bestsellerliste und erhielt zahlreiche Preise, darunter den renommierten Edgar Award in der Kategorie »Junge Erwachsene«, und wurde von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019 nominiert.

www.monicahesse.com

Zur Autor*innenseite

Cornelia Stoll, geboren 1953, ist als Übersetzerin, Englischlehrerin und als Buchhändlerin ausgebildet. Sie war in allen drei Berufen tätig und übersetzt seit 1988 hauptsächlich englische Kinder- und Jugendliteratur, darunter Bücher von Zizou Corder, Monica Hesse, Erin Hunter, Beth Kephart, Gary Paulsen und Philip Pullman. Sie lebt in Tübingen.

Zur Übersetzer*innenseite

Pressestimmen

»Hesse macht die Lebenswirklichkeit der unmittelbaren Nachkriegszeit bis ins Kleinste sinnlich erfahrbar. Ihre großartig gearbeiteten Figuren erwachen ebenfalls zum Leben in diesem meisterhaft komponierten Roman.«

Booklist, Starred Review (13. Februar 2020)

»Dieses Buch zeigt [Monica Hesses] Gabe, sich einer schon oft erzählten Geschichte aus einer neuen Perspektive zu nähern, sowie ihre eindringliche Sprache und Figurenzeichnung.«

Publishers Weekly, Starred Review (21. Februar 2020)

»Ein sehr bewegendes Buch, das Redebedarf hervorruft.«

Neue Presse Hannover über »Sie mussten nach links gehen« (29. Dezember 2020)

»Mich beeindruckte, wie verständlich die Autorin Zofias Traumata beschreibt.«

Spiegel PLUS über »Sie mussten nach links gehen« (15. Dezember 2020)

»Durch ihre differenzierte, vielschichte und überaus berührende Darstellung überzeugend […]. Einfach brillant!«

Eselsohr über »Sie mussten nach links gehen« (01. Dezember 2020)

»Monica Hesse hat zum zweiten Mal ein packendes, in den Details gut recherchiertes Buch über die NS-Zeit geschrieben, in dessen Mittelpunkt eine junge Frau steht.«

Schwäbisches Tagblatt über »Sie mussten nach links gehen« (14. Dezember 2020)

»Monica Hesse beschreibt dieses Dilemma in starken Bildern und großartig gezeichneten Figuren.«

Hallo Borken über »Sie mussten nach links gehen« (19. Dezember 2020)

»Unterhaltung, die den Leser so sehr zu Tränen rührt wie kaum etwas anderes - die Geschichten aus Monica Hesses Feder sind Meisterwerke der Emotionen.«

»Monica Hesse hat ein wunderbares Auge fürs Detail […]. Ein berührender Roman, den ich sehr empfehlen kann.«

»Historisch genau recherchiert und einfühlsam […]. Ein beeindruckender Beitrag gegen das Vergessen.«

»Ein wunderschönes Buch, das ohne viel Schmus und ohne auf die Tränendrüse zu drücken, sehr gradlinig erzählt wird. […] Großartige Erzählung!«

»Tief berührend und fesselnd, lässt dieser wichtige Roman die schmerzhafte Vergangenheit begreiflich werden.«

Mainhattan Kultur über »Sie mussten nach links gehen« (23. November 2020)

»Ein beeindruckender Beitrag gegen das Vergessen – historisch genau recherchiert und einfühlsam erzählt.«

Blitz am Sonntag über »Sie mussten nach links gehen« (03. Januar 2021)

»Baut sensibel und berührend eine Brücke zwischen der Vergangenheit, die nicht vergessen werden darf, und einer neuen Zukunft, die das alte Leben überwinden kann.«

»Eindrucksvoll, spannend und ergreifend.«

Melsunger Allgemeine über »Sie mussten nach links gehen« (24. November 2020)

»Ich bin begeistert und will dieses Jugendbuch nicht mehr im Regal missen. […] weil Monica Hesse diese düstere und schmerzerfüllte Zeit so ehrlich und detailreich verpackt.«

»Dramatisch, traurig und es wird nichts beschönigt.«

»So fesselnd und gut geschrieben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.«

Lesenetz Hamburg über »Das Mädchen im blauen Mantel« (17. Juni 2019)

»Historisch präzise [und] anschaulich.«

Eselsohr über »Das Mädchen im blauen Mantel« (01. Juli 2019)

»Die Geschichte berührt und fesselt. [...] Ein absolut lesenswertes und wichtiges Buch.«

JULIM Jugendliteratur und Medien über »Das Mädchen im blauen Mantel« (17. Januar 2018)

»Ein ausgezeichnetes Buch über den Holocaust, das in einer Zeit spielt, die nicht oft in den Fokus genommen wird.«

School Library Connection, Starred Review (23. Januar 2020)

Weitere Bücher der Autorin