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Um Leben und Tod Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern
Ein SPIEGEL-Buch

Kundenrezensionen (8)

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04678-9

Erschienen: 27.04.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Bekenntnisse eines Hirnchirurgen

Wie arbeitet ein Hirnchirurg? Wie fühlt es sich an, in das Organ zu schneiden, mit dem Menschen denken und träumen? Wie geht man damit um, wenn das Leben eines Patienten von der eigenen Heilkunst abhängt? Und wie, wenn man scheitert? Mehr noch als in anderen Bereichen der Medizin ist es in der Hirnchirurgie so gut wie unmöglich, nie einem Patienten zu schaden, denn Operationen am Innersten des Menschen sind immer mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Henry Marsh, einer der besten Neurochirurgen Großbritanniens, erzählt beeindruckend offen, selbstkritisch und humorvoll von den Ausnahmesituationen, die seinen Arbeitsalltag ausmachen. Seine Geschichten handeln vom Heilen und Helfen, vom Hoffen und Scheitern, von fatalen Fehlern und von der Schwierigkeit, die richtige Entscheidung zu treffen.

"Bekenntnisse eines Hirnchirurgen" - Rezension auf spiegel.de

"Heilen, hoffen, scheitern" - huffingtonpost.de

"Einblick in ein krankes Gesundheitssystem" - deutschlandfunk.de

»In seinem hervorragend erzählten Buch lernen wir Henry Marsh kennen. Gnadenlos ehrlich und voller Demut für die Menschen und das Organ, das unser Ich ausmacht.«

ARD - ttt titel thesen temperamente, Brigitte Kleine, 26.04.2015

Henry Marsh (Autor)

Henry Marsh ist einer der renommiertesten Hirnchirurgen Englands und arbeitet als Consultant Neurosurgeon am Atkinson Morley’s / St. George’s Hospital in London. Vor seinem Medizinstudium am Royal Free Hospital in London hat er Wirtschaft, Politik und Philosophie in Oxford studiert. Mit einer von ihm gegründeten Stiftung operiert Marsh häufig in der Ukraine, wo er sich Patienten widmet, die sonst ohne ärztliche Hilfe blieben. Über ihn und seine Arbeit sind zwei preisgekrönte TV-Dokumentationen gedreht worden. 2010 wurde ihm der britische Verdienstorden verliehen.

»In seinem hervorragend erzählten Buch lernen wir Henry Marsh kennen. Gnadenlos ehrlich und voller Demut für die Menschen und das Organ, das unser Ich ausmacht.«

ARD - ttt titel thesen temperamente, Brigitte Kleine, 26.04.2015

»Das besondere an Marshs Erzählungen ist nicht nur die Perspektive, sondern vor allem seine Offenheit. [...] Mit Humor und erfrischend distanziert schaut er auf seine Allüren.«

SPIEGEL Online, Heike Le Ker, 26.04.2015

»Was [Marsh] auszeichnet, sind seine gute Beobachtungsgabe und seine Offenheit. […] Informativer als viele medizinische Sachbücher und unterhaltsamer und bewegender als jeder Arztroman.«

Deutschlandradio Kultur - Buchkritik, Michael Lange, 08.05.2015

»Es sind menschliche Geschichten [...] die Marshs Buch „Um Leben und Tod“ lesenswert machen.«

Technology Review, 06/15

»Eine glänzend geschriebene Autobiografie, informativ und unterhaltsam, bewegend und zutiefst menschlich, von einer Ehrlichkeit, die Mut macht.«

huffingtonpost.de, 29.05.2015

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Aus dem Englischen von Katrin Behringer
Originaltitel: Do No Harm: Stories of Life, Death and Brain Surgery
Originalverlag: W&N

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-421-04678-9

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen: 27.04.2015

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Ein faszinierender Medizinroman!

Von: Sophie Datum: 28.01.2017

www.sophiessofa.blogspot.com

Henry Marsh ist Neurochirurg, also ein Chirurg, der sich um Erkrankungen des Nervensystems spezialisiert hat. Er ist einer der besten Neurochirurgen Großbritanniens, hat zahlreiche Operationen vollbracht und die Schicksale vieler Menschen direkt beeinflusst. Ob diese nun ein Aneurysma, ein Karzinom oder ein Oligodendrogliom haben, in seinem Buch „Um Leben und Tod. Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern“ hat der Hirnchirurg zahlreiche seiner Fälle beschrieben.

Mein erster Gedanke war, dass es ein Science-Fiction-Roman oder so etwas in der Art sei, als ich den Titel gesehen habe, bis ich dann den Klappentext gelesen und festgestellt habe, dass das ein Medizin-Roman ist. Normalerweise mag ich solche Bücher nicht lesen, weil sie mir zu langweilig, zu kompliziert oder zu belehrend sind. Aber was kann an Neurochirurgie schon belehrend sein? Das Buch habe ich dann einfach ausgeliehen und angefangen und ich muss sagen: es ist wirklich ein tolles Buch!

Henry Marsh schildert seine Erlebnisse als Neurochirurg, gescheiterte wie erfolgreiche Operationen. Er zeigt den schmalen Grat zwischen seinen Entscheidungen auf, die nicht nur auf dem Operationsrisiko, sondern auch auf den Angehörigen und seinen eigenen Erfahrungen beruhen. Mit seinem fesselnden Buch wird es auch „normalen Menschen“ deutlich, was für eine große Herausforderung es ist, Hirnchirurg zu sein, denn Henry Marsh lässt keine Details aus und bleibt dennoch spannend.

Neben seinen Beschreibungen der Operationen schildert der Hirnchirurg auch seinen Alltag im Krankenhaus, der ebenso wie riskante Eingriffe in das Gehirn turbulent und unvorhersehbar ist. Es ist chaotisch, dramatisch und lustig, wie Marsh seinen Alltag beschreibt und trotzdem bleibt er ernst genug, um das vermeintliche Tabu-Thema, die operativen Eingriffe am menschlichen Gehirn interessant zu schildern.

Ehrlich gesagt hätte ich niemals gedacht, je so ein Buch zu lesen. Dieses faszinierende Buch von Henry Marsh hat mich eines Besseren belehrt. Mit seiner Schreibkunst und seinen vielen Erfahrungen ist es eine unglaublich fesselnde Geschichte, die er über sein Leben als Hirnchirurg erzählt. Er geht mit Fehlern und falschen Entscheidungen offen um, was ihn und sein Buch für mich als Leserin sehr sympathisch macht.

Genau aus all diesen Gründen würde ich das Buch auch einfach an jeden weiterempfehlen, der mal ein Buch zu einem etwas anderen Thema lesen möchte. Mein Genre sind normalerweise eher Krimis und Thriller und ab und an mal Romane, aber mir hat „Um Leben und Tod“ sehr gut gefallen.

Wer lieber in der Originalsprache liest: dort heißt das Buch „Do No Harm. Stories of Life, Death and Brain Surgery“.

Viel Spaß beim Lesen,
Eure Sophie

Arzt zu sein ist Berufung, Patient zu sein Schicksal

Von: Paloma Pixel Datum: 12.03.2016

palomapixel.blogspot.de

Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern.

Oh mein Gott, dieses Buch hat mich fertig gemacht. Ja, dass macht Henry Marsh. Er erzählt uns in seinem Buch von seinem Leben als erfolgreicher Neurochirurg in London. Er erzählt, wie er zur Medizin gekommen ist und was ihn dazu bewegte, die Neurochirurgie zu seinem Fachgebiet zu machen. Er erzählt von seinem persönlichen Leben und wie ihn dieser Beruf geprägt und begleitet hat. Er erzählt uns von schwierigen Hirntumoroperationen und seinem Hilfsprojekt in der Ukraine.

Das könnte es jetzt schon gewesen sein, denn diese Themen reichen aus für ein gut gefülltes Buch aber Henry Marsh geht noch zwei Schritte weiter. Er erzählt eben auch die Dinge die viele Ärzte, vor allem Chirurgen niemals laut aussprechen. Er ist menschlich. Er macht Fehler. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Götter in weiß möglichst unfehlbar sein sollen. In der keine Fehler passieren dürfen und diese aus Angst vor Klagen gerne vertuscht werden. In der die Menschen die Erwartung haben, dass sie zum Arzt gehen und danach wieder alles in Ordnung ist. Der Tod ist für viele keine Option mehr die zum Leben dazu gehört. In der das Krankenhauspersonal oft von der Flut der Patienten und der Masse an neuen Gesetzen, Regel und Hygienevorschriften völlig überlastet ist. In der es schwieriger ist ein freies Bett für einen operierten Patienten, als einen Big Mac zu bekommen.

Henry Marsh spricht es laut aus ohne Angst davor zu haben das er als Nestbeschmutzer der weißen Zunft da steht. Das macht ihn herrlich ehrlich.

Gerade in der Neurochirurgie zählt jeder Millimeter. Sie können über Leben und Tod entscheiden. Das Gehirn ist der komplexeste Ort in unserem Körper und der wichtigste. Geht hier etwas schief, hat es verheerende Konsequenzen. Mit diesen Konsequenzen muss der Chirurg leben können. Das Buch ist hart. Es war für mich bei einigen Geschichten schwer weiter zu lesen. Das lag aber nicht nur daran das Mr Marsh sehr mitfühlend schrieb, sondern das ich selbst schon einige dieser Situationen durch meinen Job als Krankenschwester erlebt habe. Ich glaube für Betroffene, die an einem Hirntumor leiden kann das Buch Fluch und Segen sein, je nachdem was man sich zutraut. Will man schonungslose Ehrlichkeit, wie seine Chancen stehen und versteht man auch etwas von der Medizin kann man es lesen. Ansonsten würde ich Betroffenen eher abraten. Jedem Medizinstudenten aber empfehle ich es als absolute Pflichtlektüre! Vor allem denen, die auf Grund von Ehre und Geld Medizin studieren und schon im Studium eine gewissen Arroganz an den Tag legen.

Das Problem am Arzt sein, ist nicht nur der Druck und die hohe Erwartungshaltung durch die Unfehlbarkeit, sondern auch sich seine Menschlichkeit zu erhalten. Patienten sind irgendwann nur noch Fallnummern die kommen und gehen. Nach einer Tumoroperation, ob nun geglückt oder nicht, fährt man nach Hause zu seinen Lieben und feiert Geburtstag oder isst Pizza. Im Krankenhaus bleibt die Fallnummer Patient mit einer Halbseitenlähmung und einer Lebenserwartung von einem halben Jahr weinend zurück. Das ist nicht für jeden etwas und das erträgt auch nicht jeder der Arzt wird. Der Job bringt es mit sich das man unweigerlich abstumpft und man muss aufpassen, dass man dies nicht irgendwann auch in den privaten Bereichen tut und gar nichts mehr empfinden kann. Henry Marsh kämpft seit 27 Jahren diesen Kampf. Zwischen chirurgischer Passion und eigenem Mitgefühl. Selten habe ich erlebt, dass ein Arzt das so schonungslos zugibt. Es ist ein scheiß Gefühl jemandem zu sagen das er sterben muss und es ist okay sich dabei scheiße zu fühlen.

Das Buch ist in einzelne Fälle oder Erzählungen aus Henry Marsh's Leben aufgeteilt und jede Geschichte, hat als Titel den medizinischen Fachbegriff der Erkrankung. Mr Marsh kommt als Arzt natürlich um viele Fachbegriffe nicht herum und es ist hilfreich selbst als Leser vom Fach zu sein aber absolut kein muss. Er schreibt wunderbar klar und strukturiert und man leidet in den Geschichten ein Stück mit. Man ist zusammen mit Henry traurig, besorgt oder wütend und ich musste auch die ein oder andere Träne trocknen. Selbst wenn ich jetzt nach beenden des Buches daran zurück denke.

Ein wirklich emotionales und schonungsloses Buch, dass auch mal die Obersten der Gesundheitsbehörden und Krankenkassen lesen sollten. Der interessierte Leser der noch keine Berührungspunkte mit diesem Thema hatte, kann hier nachlesen was in Krankenhäusern und hinter den verschlossenen Türen des OP- Saals wirklich so geschieht. Wir sind nicht nur Fallnummern sondern Menschen und Menschlichkeit lässt sich nicht in Geld bemessen. Arzt zu sein ist immer noch eine Berufung, genau so wie Patient zu sein Schicksal ist.

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