Hörbuch Download
7,95 [D]* inkl. MwSt.
7,95 [A]* (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Ein schwarzer Tag für Kommissar Stefan Lindmann. Nach seiner Diagnose Krebs erfährt er von dem Mord an seinem ehemaligen Kollegen Herbert Molin. Am Tatort wurden blutige Fußspuren gefunden, die wie Tangoschritte aussehen. Gibt es einen Zusammenhang mit Molins nationalsozialistischer Vergangenheit?

(Laufzeit: 1h 45)

"Das beste Gegengift gegen Orkan- und Schauerwetter, das uns dieser Bücherherbst zu bieten hat."

Die Welt

Übersetzt von Wolfgang Butt
Originaltitel: © 2000 Henning Mankell, © 2002 Paul Zsolnay Verlag Wien, (P) Westdeutscher Rundfunk Köln 2003
Hörbuch Download, Laufzeit: 1h 45min
ISBN: 978-3-8445-0558-0
Erschienen am  20. November 2003
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Der Kurt Wallander-Kosmos: Linda und Stefan

Leserstimmen

Die Rückkehr des Tanzlehrers

Von: Poldis Hörspielseite

03.06.2010

Erster Eindruck: Blutige Schritte Kommissar Stefan Lindman hat mit der Diagnose Zungenkrebs zu kämpfen. Doch lange Zeit hat er nicht, sich damit auseinanderzusetzen, denn sein ehemaliger Kollege Herbert Mollin wird ermordet zwischen Blutspuren in Form des Tango-Grundschrittes aufgefunden. Lindman muss tief nationalsozialistisches Gedankengut eintauchen, um den Mörder zu finden... Fernab von seiner bekanntesten Figur Kurt Wallander hat Henning Mankell noch andere Romane und Figuren erschaffen. Einer seiner erfolgreichsten Romane trägt dabei den Titel "Die Rückkehr des Tanzlehrers" und wurde von Thomas Leutbach für den WDR vertont, der Hörverlag hat eine CD-Version des über 100-minütigen Werkes veröffentlicht. Und dieses steht den berühmten Wallander-Krimis keinesfalls nach, sondern strotzt gerade so vor Spannung. Die Aufbau ist großartig, nach dem kurzen Kennenlernen des Ermittlers mit der harten Diagnose Krebs und den damit einhergehenden Befürchtungen wird man mit dem Fund der Leiche mitten in die Geschichte geworfen, keine Schonung bei den brutalen Details. Die Recherchearbeit ist logisch aufgebaut und zeigt viele interessante Charaktere, alle mit ihren kleinen Abgründen - das Abtauchen in die nationalsozialistische Szene lässt einen fast den Atem stocken. Und immer wieder: Stefan Lindmans Charakter, der vorder- und hintergründig in die Handlung einspielt und sehr tiefgehend und umfassend beschrieben wird. Die Spannung steigert sich immer mehr bis zum packenden Finale, das man schon am Anfang kaum erwarten kann. Gänsehaut und bangen um die Figuren ist angesagt. Ein grandioses Hörspiel, bei dem man nicht mehr mit dem Hören stoppen kann. Auch die Sprecher sind hevorragend, allen voran Christian Berkel als Stefan Lindman. Sehr zielsicher kann er alle Stimmungen, jede kleine Gefühlsregung des Kommissars auf den Hörer übertragen. Giuseppe, der Lindman bei den Recherchen unterstützt, wird von Andreas Fröhlich gesprochen, der sich in dieser Rolle hörbar entfalten kann und Spaß an dem düsteren Thema hat. Lena Stolze spricht Veronica und lässt dabei tiefe Einblicke in den gespielten Charakter zu. Weitere Sprecher sind Rosemarie Fendel, Dietrich Hollinderbäumer und Matthias Ponnier. Durch die durchgehend intensive Atmosphäre wird die Spannung des Romanes nicht nur wiedergegeben, sondern zusätzlich gesteigert. Mit tragenden, düsteren Melodien und dynamischen Wechseln wird der Hörer gefesselt und kann leicht in die Geschichte versinken. Die Geräusche tragen ihren Teil zur Glaubwürdigkeit der Handlung bei. Ein tanzendes Tangopaar ist als Silhouette vor einem großen Fenster zu sehen, die geschmückten Säulen ganz im Hintergrund wirken dabei ebenso stimmungsvoll wie das Cover selbst. Der typische rote Farbschwung der Mankell-Hörspiele ist auch hier wiederzufinden. Die restliche Aufmachung ist sehr schlicht und vornehmlich in schwarz gehalten. Fazit: Ein geradezu geniales Hörspiel mit einer hochspannenden Vorlage und einer tollen Umsetzung. Zeit nehmen, denn vorzeitig unterbrechen will man hier keinesfalls!

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Henning Mankell

HENNING MANKELL wurde 1948 in Stockholm geboren und wuchs im schwedischen Härjedalen auf. Schon im Alter von 17 Jahren ging er an das Riks Theater und arbeitete bereits ab 1968 als Regisseur und Autor. Mit einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972 einen Kindheitswunsch. Die Faszination für dieses Land ließ Henning Mankell auch in seiner schwedischen Heimat nicht mehr los. Seit 1990 widmete er sich den Fällen des Kommissar Wallander, die mittlerweile in 15 Sprachen übersetzt wurden und auch in Fernsehen und Kino weltweit erfolgreich sind. Der vielbeschäftigte Schriftsteller, Drehbuchautor und Intendant leitete seit 1996 das Teatro Avenida in Maputo. 2015 verstarb Henning Mankell im Alter von 67 Jahren.

Zur AUTORENSEITE

Rosemarie Fendel war eine der großen Charakterdarstellerinnen in Deutschland. Ihr Weg führte sie an das Landestheater Tübingen und zu Gustaf Gründgens an das Düsseldorfer Schauspielhaus, es folgten Engagements in Darmstadt, München und Frankfurt am Main. Neben ihrer Bühnenkarriere trat sie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen ("Der Komissar", "Schtonk!" von Helmut Dietl) auf und wirkte zudem als Regisseurin und Drehbuchautorin. Ihre Synchronstimme lieh sie unter anderem Elizabeth Taylor, Jeanne Moreau, Brigitte Bardot und Annie Girardot. Rosemarie Fendel starb 2013.

Andreas Fröhlich, bekannt geworden durch seine Rolle als Bob Andrews in „Die drei ???", ist auch als Synchronsprecher (John Cusack, Edward Norton und Gollum aus „Herr der Ringe") sehr erfolgreich.

Christian Berkel, bekannt aus „Der Untergang“, „Die Affäre Semmeling“ und "Der Kriminalist" spielt den Gefühlsmenschen ebenso überzeugend wie zwielichtige Charaktere. Als Hörbuchsprecher setzt er jede Textvorlage virtuos um.

Christian Berkel
Traugott Buhre
© Rosemarie Fendel
Rosemarie Fendel
© Christian Hartmann
Andreas Fröhlich
Lena Stolze

Thomas Leutzbach

Thomas Leutzbach wurde 1963 in Karlsruhe geboren und studierte Germanistik, Philosophie und Informatik in Köln. Er war einige Jahre als Ensemblemitglied in mehreren freien Theatergruppen tätig. Seit 1990 arbeitet er beim Hörfunk des Westdeutschen Rundfunks, zunächst als Regieassistent und heute als Regisseur. Er führt Regie bei den Radio Tatorten des WDR.

zum Regisseur

Pressestimmen

"Mühelos beweist Henning Mankell, dass er es ohne seinen Wallander fast noch besser kann."

Cosmopolitan

"Das spannende Krimi-Hörspiel macht süchtig"

Woman