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Wer sind die beiden Toten, die in einem Rettungsboot an die schwedische Küste treiben? Die Obduktion ergibt, dass es sich um zwei Russen handelt, die vor ihrem Tod gefoltert wurden. Die Ermittlungen führen Kommissar Wallander nach Riga, wo er Baiba Liepa kennen lernt, für die er tiefe Liebe empfindet. Wallander gerät immer tiefer hinein in ein kaum noch zu durchschauendes Komplott unsichtbarer Mächte, in dem er nicht nur seinen Glauben an die Gerechtigkeit verliert, sondern auch fast sein Leben lässt...

Die Stimmen von Heinz Kloss, Christoph Schobesberger u.v.a. sowie die filmreife Musik von Simon Bertling und Christian Hagitte garantieren in diesem packenden Hörspiel zwei Stunden Krimihochspannung.

(Laufzeit: 2h)


Originaltitel: © 1992 Henning Mankell, © 2000 Paul Zsolnay Verlag, (P) STIL im Auftrag des Hörverlags 2002
Hörbuch Download, Laufzeit: 2h
ISBN: 978-3-8445-0148-3
Erschienen am  12. September 2002
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Der Kurt Wallander-Kosmos: Die Kriminalromane

Leserstimmen

Hunde von Riga - Ein Wallander-Hörspiel

Von: Poldis Hörspielseite

03.06.2010

Erster Eindruck: Ein Schwede in Lettland Der neue Auftrag für den Kommissaren Wallander führt ihn aus Schweden heraus nach Lettland, denn von dort wurden zwei Leichen in einem Schlauchboot an die schwedische Küste getrieben. Schnell wird er mit den unterschiedlichen Bedingungen in Riga konfrontiert, merkt jedoch erst spät, was für weitreichende Konsequenzen die Morde haben... "Hunde von Riga" lautet der Titel des zweiten Wallander-Romans von Henning Mankell und genießt bei seinen Lesern einen zwiespältigen Ruf. Die einen mögen den Stil des Autors, seine Figur sehr lebendig wirken zu lassen und ihn mit einer großen Portion Menschlichkeit auszustatten. So hat er seine kleinen Fehler und Macken, äußerst nachvollziehbare Bedürfnisse und gewinnt somit an Liebenswürdigkeit. Auch das gewählte Thema stößt auf viel Gegenliebe - der politische Aufbruch Lettlands Anfang der 90er Jahre wird hier geradezu erlebbar und fängt viel von der damaligen Stimmung ein, womit ein Stück Zeitgeschichte erzählt wird. Doch der Fall, der darum gestrickt wurde, stößt bei einigen auf Kritik und wird als zu oberflächlich, zu unspannend beschrieben. Wie dem auch sei - die Umsetzung von dem Dreamteam der Hörspielsezne Christian Hagitte und Simon Berteling kann sich allemal hören lassen. Sowohl der Fall als auch die Charakterisierung wird gut untermalt und führt letztlich doch zu spannenden zwei Stunden Hörspiel, besonders die Anfangsszenen können hier überzeugen. Ich persönlich habe auch andere Geschichten um den sperrigen Kommissar als besser empfunden, kann aber auch "Hunde von Riga" viel abgewinnen. Natürlich wurde viel Wert auf eine gelungene Sprecherauswahl gelegt, sodass sich nur eindringliche Stimmen um das Mikrofon versammelt haben. Till Hagen beispielsweise ist als Putnis zu hören und lässt immer etwas Geheimnisvolles in seinen Texten mitschwingen. Viola Morlinghaus spricht Baiba Liepa und kann mit ihrem Ausdruck und ihrer betonten, aber niemals übertriebenen Sprechweise sehr überzeugen. Peter Groeger als Murniers hat eine sehr eingängige Stimme, die gut zu dem Charakter passt. Weitere Sprecher sind Jürgen Wolters, Angela Hobrig und Heinz Kloss in der Titelrolle. Wie immer bei den Umsetzungen von Stil dürfen wir klassische Instrumente erwarten, dieses mal aber auch so außergewöhnliche wie die Quena und die Singende Säge. So entsteht eine tolle Mischung aus Gewohntem und Neuem, was einen ganz besonderen Reiz entfaltet. Dass auch die Geräusche sehr gut und glaubwürdig eingefügt sind, muss kaum noch dazu erwähnt werden. Die Mankell Hörspiel haben alle ein einheitliches Desing das setzt sich auch bei diese Folge fort. Eine Hand, die grauen Sand greift - das Titelbild ist wieder so schlicht wie ergreifend. Im Booklet bekommen wir einen kleinen Lebenslauf von Henning Mankell zu lesen, sowie Sprecherangaben und die Laufzeit der beiden einzelnen CD´s Fazit: Die politischen Einflüsse und die beschriebene Aufbruchsstimmung, dazu ein sehr menschlicher Ermittler - auch der zweite Mankell-Roman kann in der Hörspielumsetzung überzeugen.

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Vita

Henning Mankell

HENNING MANKELL wurde 1948 in Stockholm geboren und wuchs im schwedischen Härjedalen auf. Schon im Alter von 17 Jahren ging er an das Riks Theater und arbeitete bereits ab 1968 als Regisseur und Autor. Mit einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972 einen Kindheitswunsch. Die Faszination für dieses Land ließ Henning Mankell auch in seiner schwedischen Heimat nicht mehr los. Seit 1990 widmete er sich den Fällen des Kommissar Wallander, die mittlerweile in 15 Sprachen übersetzt wurden und auch in Fernsehen und Kino weltweit erfolgreich sind. Der vielbeschäftigte Schriftsteller, Drehbuchautor und Intendant leitete seit 1996 das Teatro Avenida in Maputo. 2015 verstarb Henning Mankell im Alter von 67 Jahren.

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Heinz Kloss

Christoph Schobesberger erhielt seine Schauspielausbildung am Max-Reinhard-Seminar und an der Musikhochschule in Wien. Er spielte u.a. am Stadttheater Bern, an der Komödie im Bayerischen Hof in München, am Theater am Kurfürstendamm und am Theater des Westens in Berlin. Außerdem wirkte er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit. In "Die Brandmauer", "Die weiße Löwin" und in "Mörder ohne Gesicht" von Henning Mankell spricht er den Erzähler.

Geboren wurde Heinz Kloss 1947 im schwäbischen Tuttlingen und wuchs dort in der Nachkriegszeit auf. Er machte seine Schauspielausbildung an der Stuttgarter Schauspielschule. Von 1993 bis 1996 war er am Schauspiel Dortmund engagiert, wo er in Gorkies "Kinder der Sonne", Brechts "Leben des Galilei", Shakespeares "Sommernachtstraum", Burroughs "Black Rider" und in weiteren Stücken mitwirkte. Von 1996 bis 1999 engagierte ihn das Maxim Gorki Theater in Berlin, wo Kloss unter anderem in Molières "Don Juan", Schillers "Don Carlos", Zuckmayers "Hauptmann von Köpenick" und Döblins "Berlin Alexanderplatz" zu sehen war. Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen Fernsehproduktionen mit.

Viola Morlinghaus, geboren 1958, studierte Schauspiel an der Folkwangschule Essen. 1989 und 1993 war sie Nachwuchsschauspielerin des Jahres. Sie arbeitete bis 2000 als Schauspielerin in Krefeld, Moers, Berlin, München und Wien. Dann absolvierte sie verschiedene Aus- und Weiterbildungen. Heute arbeitet Viola Morlinghaus als Schauspiellehrerin, Trainerin und Coach. Neben Arbeiten an der Universität der Künste in Berlin, im Justizministerium Sachsen und in der jtw leitet sie ihr eigenes Institut "Resonanz".

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Christoph Schobesberger

Christoph Schobesberger erhielt seine Schauspielausbildung am Max-Reinhard-Seminar und an der Musikhochschule in Wien. Er spielte u.a. am Stadttheater Bern, an der Komödie im Bayerischen Hof in München, am Theater am Kurfürstendamm und am Theater des Westens in Berlin. Außerdem wirkte er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit.
In "Die Brandmauer", "Die weiße Löwin" und in "Mörder ohne Gesicht" von Henning Mankell spricht er den Erzähler.

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Paul Berf

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

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