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Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

Ungekürzte Lesung mit Christian Baumann

Kundenrezensionen (3)

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Hörbuch MP3-CD ISBN: 978-3-8445-2697-4

NEU
Erschienen: 13.02.2017
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»Ein Abenteuerspielplatz des Geistes.« DENIS SCHECK

Andrea Wulf vergegenwärtigt das pralle Leben des Universalgenies Alexander von Humboldt und zeigt ihn als interdisziplinären Forscher sui generis. Natur wird bei Humboldt quasi neu erfunden: in ihrer ganzen Fülle als Lebensnetz, als moderne Ausgestaltung der wirkmächtigen Idee von der „great chain of being“. Wulf macht deutlich, worin Humboldt seiner Zeit weit voraus war und unverändert wichtig bleibt: so sah er bereits um 1800 den von Menschen verursachten Klimawandel kommen und gab entscheidende Anstöße zur Theorie der Evolution.

(2 mp3-CDs, Laufzeit: 15h 38)

Andrea Wulf (Autorin)

Andrea Wulf, geboren in Indien und aufgewachsen in Deutschland, lebt seit anderthalb Jahrzehnten in London. Seit ihrem Studium der Designgeschichte am Royal College of Art arbeitet sie als Sachbuchautorin und Journalistin. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, ihr Buch "The Brother Gardeners" wurde u.a. für die Longlist zum Samuel Johnson Prize nominiert. Sie schreibt u.a. für "Wall Street Journal", "Sunday Times", "New York Times", "Guardian" und "Times Literary Supplement" und arbeitet zudem regelmäßig für die BBC. 2012 erschien ihr Buch "Die Jagd auf die Venus".


Christian Baumann (Sprecher)

Christian Baumann steht als Schauspieler seit 1996 auf der Bühne, vor allem im Münchner Metropol-Theater, u. a. in dem Kultmusical "The Black Rider" von Tom Waits. Er spielte in dem Kinofilm "Feindliche Übernahme" (Regie: Carl Schenkel), war er im "Tatort", in "SOKO 5113", "München 7" oder zuletzt als Dracula in der ZDF-Reihe "Terra X" zu sehen. Im Bayerischen Rundfunk ist er regelmäßig in Lesungen und Radiofeatures zu hören. Für den Hörverlag liest er mit der Autorin gemeinsam Amelie Frieds "Schuhhaus Pallas", "Das Vermächtnis des alten Pilgers" von Rainer M. Schröder, "Caravan" von Marina Lewycka sowie "Shit happens" von Håkan Nesser.

12.03.2017 | 16:00 Uhr | Köln

Die Erfindung der Natur - Andrea Wulf und Neil MacGregor treffen Alexander von Humboldt

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Mehr Infos

Schauspiel Köln im DEPOT 1
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln

Weitere Informationen:
lit.COLOGNE GmbH
50677 Köln

Tel. 0221/1601815

24.03.2017 | 19:00 Uhr | Leipzig

Moderiertes Gespräch mit Neil MacGregor

Moderation: Thomas Bille

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Mehr Infos

GRASSI Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig

Weitere Informationen:
Leipziger Messe GmbH
04356 Leipzig

Tel. 0341/6788101, info@leipziger-buchmesse.de

25.03.2017 | 13:30 - 14:00 Uhr | Leipzig

Moderiertes Gespräch im ARD-Forum

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Leipziger Buchmesse
Messe-Allee 1
04356 Leipzig

Tel. 0341/6788101, info@leipziger-buchmesse.de

25.03.2017 | 20:05 Uhr | Leipzig

Buchnacht von ARD und 3sat moderiert von Denis Scheck

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Bayrischer Bahnhof
Bayrischer Platz 1
04103 Leipzig

Weitere Informationen:
Leipziger Messe GmbH
04356 Leipzig

Tel. 0341/6788101, info@leipziger-buchmesse.de

18.06.2017 | 12:00 Uhr | Frankfurt am Main

„Being a Humboldt“: Ein Abend mit Andrea Wulf und Neil MacGregor

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Mehr Infos

Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Str. 17
60311 Frankfurt am Main

Weitere Informationen:
Humboldt Forum Kultur GmbH
10117 Berlin

27.06.2017 | 20:00 Uhr | Stuttgart

„Being a Humboldt“: Ein Abend mit Andrea Wulf und Neil MacGregor
Moderation Denis Scheck

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Mehr Infos

Literaturhaus
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart

Tel. 0711/2202173, hoellerer@literaturhaus-stuttgart.de

Übersetzt von Hainer Kober
Originalverlag: C. Bertelsmann

Hörbuch MP3-CD, 2 CDs, Laufzeit: 938 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2697-4

€ 24,99 [D]* | € 28,10 [A]* | CHF 35,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

NEU
Erschienen: 13.02.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Verstehen lernen

Von: Günter Otten aus Köln Datum: 05.02.2017

Alexander von Humboldt hat in seinem unermüdlichen Forscherdrang das Tor geöffnet, die Natur im Zusammenhang zu begreifen und damit das begründet, was heute Ökologie heißt. Andrea Wulf öffnet die Tür, Humboldts Wirken zu begreifen mit einer ebenso gründlichen und faktenreichen wie auch hervorragend geschriebenen und spannenden Biografie. Ein Lesevergnügen reich an Erkenntnissen, wunderbar!

Inspirierende Leitfigur

Von: Constanze Matthes Datum: 20.12.2016

zeichenundzeiten.com

Er war der bekannteste Entdecker, Forscher und Reisende seiner Zeit. Und obwohl heute noch zahlreiche Schulen, Straßen und Plätze, eine Pinguin-Art und ein Mondkrater neben vielen weiteren Örtlichkeiten und Geschöpfen nach ihm benannt sind, ist sein Wirken und seine Bedeutung in Geschichte, Gegenwart und für die Zukunft nahezu in Vergessenheit geraten. Alexander von Humboldt (1769 – 1859) diskutierte mit Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, brachte Charles Darwin dazu, die Beagle für eine Weltumsegelung zu besteigen, und inspirierte bedeutende Naturschriftsteller wie beispielsweise Henry David Thoreau. Andrea Wulf hat über den deutschen Wissenschaftler ein Buch geschrieben, das Maßstäbe setzt und eine wundersame Lektüre bereitet.

Denn der Band wandelt nicht nur auf den Spuren Humboldts – vom Familiensitz in Tegel bei Berlin, über die Studien in Göttingen und Freiberg bis hin zu seiner Lebensstadt Paris und die beiden Mammut-Reisen nach Südamerika und Russland. Andrea Wulf, geboren in Indien, aufgewachsen in Deutschland und heute in England zu Hause, zählt nicht mehr und nicht weniger zu den geistigen Nachfahren Humboldts, denn dessen eigene Ansprüche an ein wissenschaftliches Werk, Informationen mit literarischer Kraft zu verbinden, stellt sie sich mit ihrem Buch und kann diese auch erfüllen: inhaltlich wie stilistisch.

Ihre aufwendige Recherche belegt der eindrucksvolle Anhang, in dem Anmerkungen und Quellen verzeichnet sind, ihre Reisen führte sie nach Deutschland und den USA, Ecuador und Venezuela, wie sie in ihrem Dank beschreibt. Das gesammelte Wissen und die Erlebnisse führt sie zusammen zu einem Band, der zwar wissenschaftlich erscheint, indes als eine eindrucksvolle Mischung aus Biografie, Reisebericht und Essay beeindruckt. Weil sie nicht nur zu Humboldt und seine Zeitgenossen recherchiert, sondern eben auch jene Orte besucht hat. Zu unzähligen Fakten und Informationen gesellen sich eindrucksvoll gestaltete Bilder, der Leser kommt den „Helden“ der damaligen Zeit näher. Allen voran Humboldt, dessen attraktives Äußeres mehrfach erwähnt und dessen besonderer Charakter detailfreudig beschrieben wird. Heute würde der Spross einer wohlhabenden preußischen Adelsfamilie womöglich als hyperaktiv gelten. Stets und ständig war er rege und in Bewegung, ein umtriebiger Geist, der nur wenige Stunden am Tag schlief. Stundenlang konnte er erzählen, so dass andere kaum zu Wort kamen. Zum älteren Bruder Wilhelm hatte er ein ambivalentes, mal kühles, mal enges Verhältnis, mit der Mutter war er emotional nie verbunden. Der Vater starb früh. Eine Liebesbeziehung hatte Humboldt wohl nie gehabt. Seine Leidenschaft galt ausschließlich der Wissenschaft.

Er würde womöglich heute einen passenden Bundeskanzler oder Präsidenten abgeben, obwohl ihm die Politik eher verhasst war, er sein Amt als preußischer Kammerherr nicht mit Interesse und Einsatz ausfüllte. Humboldt war nicht nur seiner Zeit, sondern auch der heutigen in seiner möglichen Funktion als Mahner voraus. Er kannte im Denken keine Grenzen, schätzte die Fähigkeiten der indigenen Völker und die Gleichheit unter den Menschen. Er wusste, dass Bildung für alle gefördert, die Natur in ihrem Reichtum, in der jedes Geschöpf und jede Erscheinung durch sensible Beziehungen verbunden und der Mensch ein Teil dieses Netzes ist, geschützt werden muss. Dass der Homo sapiens zur Bedrohung für die Natur wird – auch das erkannte der Wissenschaftler, der in Südamerika Zeuge der flächendeckenden Rodungen und ihren Auswirkungen wurde.

In acht Kapiteln geht die Autorin zudem auf Personen und ihr Wirken ein, auf die Humboldt maßgeblich Einfluss oder eine persönliche Beziehung hatte. Dazu zählen neben dem Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe und den Revolutionär Simón Bolívar der Evolutionstheoretiker Charles Darwin, der Schriftsteller Henry David Thoreau sowie die Vordenker der Umweltbewegung, George Perkins Marsh und John Muir. Auch über das Schaffen des Zoologen Ernst Haeckels, der Darwins Lehre weiter verbreitete und entwickelte, wird berichtet. Wulf erhielt für dieses Werk, das zudem reich bebildert ist und Karten enthält, den renommierten Costa Biography Award und den Los Angeles Times Book Prize. Wer ihr Werk liest, wird unterhalten und wie auf einer erlebnisreichen Reise unzählige Informationen aufnehmen und auf leichtfüßige Art und Weise ein großes Wissen sammeln. Dabei spricht Wulf nahezu alle an, denn ihr prosahafter Schreibstil kommt auch jenen entgegen, die mit Wissenschaft nicht allzu viel am Hut haben. Mit keinem einzigen Staubkorn ist dieses meisterhafte Buch behaftet, vielmehr ist es großartiges niveauvolles wie eindringliches Kino im Panorama-Format über einen Mann, der wieder zu einer Leitfigur werden sollte.

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