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Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

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€ 15,50 [A] | CHF 21,90*
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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-328-10211-3

NEU
Erschienen:  10.09.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 11
Spiegel Taschenbuch Sachbuch

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Der Weltbestseller – die große Biografie eines Universalgenies

Er war seiner Zeit weit voraus: Alexander von Humboldt, Universalgelehrter, unermüdlicher Naturforscher, der »zweite Kolumbus« und »Wiederentdecker Amerikas«. Wie kein anderer Wissenschaftler prägte er unser Verständnis von der Natur als lebendigem Ganzen, als Kosmos, in dem alles miteinander verbunden ist und dessen untrennbarer Teil wir sind. In ihrer vielfach ausgezeichneten Biografie führt Andrea Wulf durch das abenteuerliche Leben Humboldts und sein Werk. Er begreift die Natur in ihrer ganzen Fülle als Lebensnetz und prägt damit auch unser Wissen um die Verwundbarkeit der Erde. So bleibt er unverändert wichtig – bis heute.

  • Der Bestseller in 21 Ländern – über 180.000 verkaufte Exemplare in Deutschland [Stand 10/2017]

  • »Eine wunderbare, eine herrlich zu lesende, monumentale Biografie.«

  • »Es ist und bleibt mein Sachbuch des Jahres.«

»Eine wunderbare, eine herrlich zu lesende, monumentale Biografie.«

Denis Scheck

»Es ist und bleibt mein Sachbuch des Jahres.«

Bill Bryson

Andrea Wulf (Autorin)

Andrea Wulf, geboren in Indien und aufgewachsen in Deutschland, lebt in London. Seit ihrem Studium der Designgeschichte am Royal College of Art arbeitet sie als Sachbuchautorin und Journalistin. Sie wurde mit einer Vielzahl internationaler Preise ausgezeichnet, vor allem für ihren Weltbestseller »Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur«. Andrea Wulf schreibt u. a. für »Wall Street Journal«, »Financial Times«, »New York Times«, »Guardian« und »The Atlantic« und arbeitet regelmäßig für die BBC. Bei Penguin erschien zuletzt »Die Vermessung des Himmels. Vom größten Wissenschaftsabenteuer des 18. Jahrhunderts«.

»Für alle, die sich für Geschichte interessieren und die Natur lieben. Spannend und interessant.«

taz

»Wulfs neue Biografie ist glänzend erzählt. Ein absolut lesenswertes Buch.«

Der Standard

»Das beste Sachbuch 2016.«

Michael Lange, Deutschlandfunk

»Andrea Wulf gelingt es, in sprechenden Szenen ein klares, lebendiges Bild ihres Helden zu zeichnen. Ihr Buch ist Biografie und ideenhistorische Studie in einem. Der Leser folgt ihr gern.«

Süddeutsche Zeitung

»Gründlich recherchierte und gut lesbare Einführung in den Kosmos Humboldt.«

Süddeutsche Zeitung

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13.11.2018 | 19:00 Uhr | München

Sprech(er)stunden im Rahmen der "Sternstunden"-Aktion des BR

Sprecher des BR lesen Passagen aus Andreas Wulfs Buch

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Mehr Infos

Bayerischer Rundfunk
Hopfenstraße
Studio 2
80335 München

Weitere Informationen:
BR Bayerischer Rundfunk
80335 München

26.11.2018 | 19:00 - 21:30 Uhr | Passau

Auftakt zum Humboldt Jahr

'Alexander von Humboldt. Die Erfindung der Natur`

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Mehr Infos

Geographische Gesellschaft Passau e.V.
Innstraße 40
94032 Passau

27.11.2018 | 19:30 - 21:30 Uhr | Salzburg

Auftakt zum Humboldt Jahr

'Alexander von Humboldt. Die Erfindung der Natur`

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Mehr Infos

Geographische Gesellschaft Salzburg
Heilbrunnerstraße 34
5020 Salzburg

22.02.2019 | 19:30 Uhr | Berlin

Auftakt zum Humboldt Jahr

'Alexander von Humboldt. Die Erfindung der Natur`

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Museum für Naturkunde Berlin
Invalidenstraße 43
10115 Berlin

28.03.2019 | 18:00 Uhr | Berlin

Auftakt zum Humboldt Jahr

'Alexander von Humboldt. Die Erfindung der Natur`

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Mehr Infos

Staatsbibliothek zu Berlin
Unter den Linden 8
10117 Berlin

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Englischen von Hainer Kober
Originaltitel: The Invention of Nature
Originalverlag: John Murray (Hachette), London 2015

Paperback, Klappenbroschur, 560 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 15 farbige Abbildungen, 69 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-328-10211-3

€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

NEU
Erschienen:  10.09.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Die globale Sicht auf das Winzigste

Von: Anja Beisiegel "Hund im Buch" Datum: 02.06.2018

https://hundimbuch.wordpress.com/


„Dies ist das Schicksal des Menschen: Man erreicht das Ende des eigenen Lebens und vergleicht, nicht ohne Traurigkeit, das Wenige, das man hervorgebracht hat, mit all jenem, was man hätte unternehmen wollen, um das Reich der Wissenschaften zu erweitern.“ Alexander von Humboldt war 76 Jahre alt, als er 1844 dieses Resümee seines Lebens zog.
Am 6. Mai 1859 starb Alexander von Humboldt. Er hatte Europa, Amerika und Asien bereist und erforscht. „Das Wenige“, das er hervorbrachte setzte, niedergeschrieben in vielen wirkmächtigen Büchern, einen wesentlichen Grundstein zu unserer Betrachtung der Umwelt. Seine Forschungsarbeit stellte bereits im 18. Jahrhundert heraus, in welchem Einfluss Umwelt, Klima und geografische Gegebenheiten für das Leben, für Tiere und Pflanzen haben.
„Die Erde erschien ihm als riesiger Organismus, in dem alles mit allem in Verbindung stand.“
Aufgrund dieser epochalen Bedeutung wurde er Namensgeber unzähliger Schulen und Universitäten auf dem gesamten Globus. Er war Reisender, Naturforscher und politischer Berater. Andrea Wulf hat sich auf Alexander von Humboldts Spuren begeben und eine umfassende Biografie über den großen Naturforscher geschrieben.
Die Historikerin nahm die Spurensuche wörtlich und bereiste die Orte und Länder, die Humboldt während seines langen Lebens besucht hatte. So erklomm sie den Chimborazo (immerhin ein Sechstausender) und schlief im venezolanischen Regenwald und stöberte in Bibliotheken und Archiven nach Handschriften, Büchern und Dokumenten.
Auf mehr als 400 Seiten (und zusätzlich 150 Seiten Literaturverzeichnis und Anmerkungsapparat) bringt Andrea Wulf uns Humboldt als Mensch und Wissenschaftler nah. Sie beschreibt die Kindheit (im Haus einer strengen Mutter), seine Forschungsreisen und sein Leben in Paris, London und -immer wieder- Berlin. Humboldts Arbeiten waren von großer Bedeutung und Wirkkraft auf die intellektuellen Kreise seiner Zeit.
Seine Wirkung und seine Interessen beschränkten sich nicht allein auf die Naturwissenschaften. Er stellte „als Erster eine Beziehung zwischen Kolonialismus und Umweltzerstörung her“ und war Berater des amerikanische Präsidenten Thomas Jefferson. „Niemand in Europa oder Nordamerika wusste mehr über Südamerika als Humboldt – er war die Autorität auf diesem Gebiet“. Mit Jefferson stritt er auch um die moralische Rechtfertigung der Sklaverei, deren erbitterter Gegner Humboldt war.
Der südamerikanische Freiheitskämpfer Simon Bolivar preist Humboldts enzyklopädische Kenntnisse und stützt sich in seinem Kampf auf Humboldts Erkenntnis, dass der Kolonialismus eine Katastrophe für Mensch und Umwelt sei. Humboldt beeinflusst Schriftsteller wie David Thoreau, William Wordsworth und Samuel T. Coleridge.
Auch für nachfolgende Generationen von Naturforschern setzten Humboldts Ideen Standards. Für Charles Darwin war Humboldt einer der wichtigen Impulsgeber. Ernst Haeckel las bereits als Kind Humboldts Bücher und saugte seine Ideen auf.
Mein Fazit:
Die Humboldt-Biografie von Andrea Wolf ist aus meiner Sicht ein wichtiges und sehr lesenswertes Buch. Ich persönlich habe viel über Alexander von Humboldt erfahren; über seinen biografischen Hintergrund, seine Forschungsreisen, seine Veröffentlichungen. Und vor allem: Über seine Bedeutung als Erforscher des Naturganzen, des Zusammenhangs und der Vernetzung unseres empfindlichen und manchmal fragilen Ökosystems.
Humboldt begriff „die Natur als eine globale Kraft“. Damals war dies ein „radikales Konzept, und noch heute prägt es unser Verständnis der Ökosysteme.“ Seine Erkenntnisse sind mehr als 200 Jahre alt. Und heute so radikal und wichtig wie damals.

Natur, Romantik, Wissenschaft

Von: Gernot Uhl Datum: 12.03.2018

https://www.eulengezwitscher.com

"Die Natur muss gefühlt werden." Alexander von Humboldts wichtigste Botschaft steht in keinem Lehrbuch, sondern in einem Brief an den Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Humboldts wichtigste Botschaft? Geht es da nicht um die Vermessung der Welt? Oder um die Kategorisierung von Pflanzen? Heute wird Alexander von Humboldt als Ikone der Naturwissenschaft gefeiert – dabei geht der inspirierende Romantiker unter. Schade.
 Alexander von Humboldt (Jahrgang 1769) ist ein Glückskind. Seine Familie ist wohlhabend und angesehen. Wie sein Bruder Wilhelm genießt Alexander von Humboldt eine exzellente, weil umfassende und nachhaltige Bildung. Er ist mit Geistesgrößen wie Goethe befreundet und verehrt den Königsberger Philosophen Immanuel Kant. Früh plagt ihn das Fernweh. Am liebsten liest er (autobiografische) Klassiker der Abenteuerliteratur. Er wandert gerne und sammelt Pflanzen. Das ist eine von Klischees beschwerte Kindheitsgeschichte, in der die späteren Erfolge als Humanist und Wissenschaftler, Entdecker und Abenteurer bereits angelegt sind. Vielleicht muss man das nicht so akzentuiert erzählen wie seine Biografin Andrea Wulff, aber es spricht auch nichts dagegen, einen roten Faden in die Lebensgeschichte von Alexander von Humboldt zu weben. Er ist zeit seines Lebens leidenschaftlich gerne gereist und er hat mit kindlicher Neugier alles aufgesogen, was es zu entdecken gab. Für Humboldt war das eine ganze Menge: Seine Forschungsfahrten haben ihn um die ganze Welt geführt: Europa, Amerika, Asien. Seine akribische wissenschaftliche Arbeit und sein Talent, beschwerliche Reisen als aufregende Abenteuer zu erzählen haben ihn weltberühmt gemacht.
 Heute ist es vor allem die Wissenschaft, die Alexander von Humboldt für sich vereinnahmt. Er gilt als Ikone und Stammvater der modernen Naturwissenschaft – oder vielmehr: dem wissenschaftlichen Interesse am Verstehen der Natur. Das scheint allerdings leider auch der einzige Maßstab zu sein, an dem sein Leben und sein Werk heute bemessen würden dürfen. Das greift zu kurz, weil dieser Maßstab Alexander von Humboldt in keiner Weise gerecht werden kann. Die einen bemängeln, dass sein Beitrag zur Wissenschaft gering und teilweise sogar irreführend sei. Den anderen entgeht der sensible Romantiker, der die Welt nicht nur durch seine kartographischen Werkzeuge wahrnimmt, sondern auch mit der feinen Sinneswahrnehmung eines einfühlsamen Dichters. Andrea Wulff wagt einen Spagat: Auf der einen Seite schimmert durch ihre Humboldt-Biografie das wohltuende Gefühl, dass die Autorin dem Helden des Buches sehr nahe gekommen ist. Deshalb deutet sie immer wieder seine innige Liebe zur Natur an und nicht nur seine Lust an ihr.
 Es geht Alexander von Humboldt, anders als manchem Wissenschaftler, nicht um die Entzauberung der Natur (beispielsweise, indem er sie in Zahlen und Kategorien seziert). Ihm geht es um das Wunder der Natur, an dem er Teil haben möchte.
Der kluge Vergleich zwischen Humboldt und dem Waldmenschen David Henry Thoreau ist ein Beispiel dafür, dass Andrea Wulff den Romantiker Humboldt durchaus kennt. Die Besteigung des südamerikanischen Berges Chimborazo ist ein besseres Beispiel. Obwohl er nicht zum Gipfel kommt (für die meisten Erfolgsbergsteiger von heute ein Drama), sieht die Biografin in dem Aufstieg auf knapp 6000 Höhenmeter (nie zuvor war ein Mensch höher geklettert) einen biografischen Schicksalsmoment. Hier habe Humboldt sein Gesamtbild der Natur entworfen. Scheinbar war aber die Erwartungshaltung an eine Humboldt-Biografie stärker als das Einfühlungsvermögen der Biografin. Humboldts Aktualität (Klimawandel, ökologisches Denken, Nachhaltigkeit) wird viel zu stark betont. Ein "Zurück zur Natur" hätte es auch getan – und wäre Alexander von Humboldt womöglich gerechter geworden.
Wenn man aber darüber hinweg sieht, was geschrieben werden muss, um wahrgenommen zu werden, steckt in diesem Buch eine inspirierende Lebensgeschichte.

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