Die Gabe

Roman

Paperback
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Es sind scheinbar gewöhnliche Alltagsszenen: ein nigerianisches Mädchen am Pool. Die Tochter einer Londoner Gangsterfamilie. Eine US-amerikanische Politikerin. Doch sie alle verbindet ein Geheimnis: Von heute auf morgen haben Frauen weltweit die Gabe – sie können mit ihren Händen starke elektrische Stromstöße aussenden. Ein Ereignis, das die Machtverhältnisse und das Zusammenleben aller Menschen unaufhaltsam, unwiederbringlich und auf schmerzvolle Weise verändern wird.

»Visionärer Thiller zwischen "Die Tribute von Panem" und "Der Report der Magd" mit verstörendem Suchtpotential.«

GRAZIA (08. Februar 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Sabine Thiele
Originaltitel: The Power
Originalverlag: Penguin
Paperback, Klappenbroschur, 480 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 9 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-453-31911-0
Erschienen am  12. Februar 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Keine Leseempfehlung

Von: Pan Tau Books - Ein Buchblog

19.10.2018

Die Gabe von Naomi Alderman entwirft ein Szenario, das unsere Art zu denken verändern wird – so äußert sich zumindest Margaret Atwood, eine kanadische Schriftstellerin über diesen Roman. Dem kann ich nach dem Lesen der Geschichte nur bedingt zustimmen, doch worum geht es in Die Gabe genau? Frauen und Mädchen entdecken an sich eine Fähigkeit, die es ihnen ermöglicht, die Machtverhältnisse auf der Welt ein für alle Mal zu verändern. Frauen werden zum stärkeren Geschlecht und stürzen damit jedes Land ins Chaos. Obwohl ich die Thematik unglaublich interessant fand, konnte mich die Umsetzung des Romans und die Entwicklung der Story nur wenig überzeugen. Inhalt Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt entdecken von einem Tag auf den anderen, dass sie eine Gabe besitzen. Sie können mit bloßer Berührung Stromstöße abgeben und damit anderen Menschen Schmerzen zufügen – sogar töten. Von jetzt auf gleich werden die Männer dieser Welt zum schwächeren Geschlecht und die Frauen tragen Wut in sich. Sehr viel Wut. Meine Meinung Auf Empfehlung meiner Lieblingsbuchhändlerin hin habe ich Die Gabe von Naomi Alderman beim Bloggerportal angefordert. Die Idee, eine Welt zu entwerfen, in der Männer von heute auf morgen zum schwächeren Geschlecht degradiert werden, hat mich besonders interessiert und ich war gespannt darauf, welche Auswirkungen die verschobenen Machtverhältnisse auf die Gesellschaft und das Miteinander der Menschen haben. Leider muss ich sagen, dass ich mich selten so sehr durch eine Geschichte gequält habe und ein oder zweimal sogar versucht war, das Buch abzubrechen. Erzählt wird die Geschichte alternierend aus den Perspektiven von Roxy, Allie, Margot und Tunde – vier Figuren, die, wenn überhaupt, nur in einigen wenigen Szenen etwas miteinander zu tun haben. Gemein haben sie, dass sie von der aufkommenden Gabe entweder direkt betroffen sind und sie besitzen (wie Roxy, Allie und Margot), oder, wie im Fall von Tunde, von ihr besessen sind. Der Leser folgt den Figuren über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg, in denen sich die Welt durch das Aufkommen der Gabe von Grund auf verändert. Leider hat der Autor (ja, hinter dem Synonym Naomi Alderman verbirgt sich ein Mann) es nicht geschafft, mich über den langen Zeitraum hinweg für eine seiner Figuren zu begeistern. Keine von ihnen taugte als Identifikationsfigur, keine von ihnen ist annähernd so angelegt, dass man mit ihr mitfühlt, ihre Motivation nachvollziehen kann oder ihre Geschichte weiterverfolgen möchte. Auch verschuldet durch die Einteilung der Kapitel in Jahre, die heruntergezählt wurden, war die Handlung oft verworren und Zusammenhänge unverständlich. In jedem Kapitel konnte nur ein kurzer Blick auf die momentane Situation der Figuren geworfen werden. Darauf folgte dann wieder ein Zeitsprung, der plötzliche Schauplatzwechsel zur Folge hatte, die jedoch nicht angesprochen wurden und daher unglaublich verwirrten. Zu oft habe ich mich gefragt: Wo befindet sich die Figur gerade? Was ist in der Zwischenzeit passiert? Wie ist sie in diese Situation gekommen? Man hatte beim Lesen einfach permanent das Gefühl, dass wichtige Geschehnisse ausgelassen wurde, die der Handlung einen roten Faden verliehen hätte. Das fand ich sehr schade, denn die Geschichte an sich hat meiner Meinung nach großes Potenzial, das hier aber verschenkt wurde. Die Entwicklung der Handlung hat mich ehrlich gesagt mehr als schockiert. Gerade in einem Zeitalter, in dem Frauen ihre Stimme erheben, ihrer Unterdrückung nicht länger tatenlos zusehen, Ungerechtigkeiten anprangern und körperliche Gewalt gegen sie öffentlich machen, ist die Aussage dieses Buches indiskutabel. Denn das, was der Autor (und dass sich hinter dem Synonym ein Mann verbirgt, macht mich in dem Kontext noch wütender) mit seinem Roman sagen möchte, ist folgendes: Wenn Männer nicht mehr die Welt regieren und an ihrer Stelle Frauen herrschen würden, gäbe es nur Chaos, Gewalt, Vergewaltigung und Mord (alles seitens der Frauen). Indirekt schwingt die Aussage mit, dass diese Punkte unter der männlichen Weltherrschaft weniger häufig, gesitteter und weniger brutal stattfanden – was sie damit akzeptabler machen würde. Der Autor bemüht sich in diesem Buch anhaltend, Frauen als diejenigen darzustellen, die ihre Macht mehr ausnutzen würden, als es Männer bereits tun. Nach Ansicht der Geschichte sind Frauen letztlich für das Leid auf der Welt verantwortlich. Nervig war meiner Meinung nach auch die im Roman dargestellte religiöse Verherrlichung der Gabe. Allie, eine der bereits erwähnten weiblichen Hauptfiguren, wird zur Priesterin erhoben, die eng im Kontakt mit der allmächtigen Göttin steht. Durch sie erhalten alle Mädchen und Frauen die Berechtigung und die Befehle Gewalt anzuwenden, zu foltern und zu töten. Religion und Macht stehen in dieser Geschichte also sehr nah beieinander, was den Roman, bezogen auf die dargestellten Ansichten, zeitgemäß ins Mittelalter zurückversetzt. Einige mittelalterliche Abbildungen von Figuren und Gerätschaften sollen die Glaubwürdigkeit der Geschichte dahingehend untermalen. Meiner Meinung nach ist dieses Buch auch was seine Einordnung in ein bestimmtes Genre angeht, ein Desaster. Der Roman ist sowohl dystopisch als auch fantastisch, historisch und zeitgenössisch zugleich. Als Leser kann man da nur verwirrt sein. Auch der Schreibstil des Autors konnte mich wenig überzeugen. Oft ist die wörtliche Rede im indirekt Dialog verfasst, sodass die Figur ein Gespräch gedanklich nur wiederholt, wodurch beschreibende Mittel völlig außen vor gelassen werden. Auch aus diesem Grund war es extrem schwierig, eine Beziehung zu den Figuren aufzubauen. Fazit & Bewertung Die Gabe von Naomi Alderman kann ich euch leider nicht empfehlen. Der Autor (Naomi Alderman ist ein Synonym) beharrt meiner Meinung nach mit dieser Geschichte zu sehr darauf, die bestehenden Machtverhältnisse, nämlich die Herrschaft der Männer über die Welt, zu verherrlichen. Frauen werden in dieser Geschichte zwar dazu befähigt eine Gabe auszubilden, um zum stärkeren Geschlecht zu werden, jedoch geht die Welt ab diesem Zeitpunkt noch mehr vor die Hunde. Eine schockierende Entwicklung der Handlung, keine Identifikationsfiguren, verworrene Zeitsprünge und fehlende Erklärungen haben diesen Roman zu keinem Lesevergnügen gemacht. https://pantaubooks.wordpress.com/

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"schon immer in ihr geschlummert"

Von: Travel Without Moving

20.09.2018

‚[...] und zeigt ihr, wie sie die Kraft nutzen kann, die schon immer in ihr geschlummert haben muss, all die Jahre ihres Lebens.‘ (Seite 81) Überall auf der Welt entdecken Frauen, dass sie plötzlich über eine Kraft verfügen, die sie zum starken Geschlecht macht: Sie können mit bloßen Händen Stromschläge austeilen, damit Schmerzen verursachen oder gar töten. Von einem Tag zum anderen unterwerfen sie Männer, revoltieren und brechen alte Strukturen auf. Ich war sehr gespannt auf ‚Die Gabe‘ von Naomi Alderman, und den Einstieg in den Roman fand ich großartig. Mich hat die Geschichte anfangs nicht nur völlig in ihren Bann geschlagen, sondern ich fand sie überzeugend, plausibel und ein sehr spannendes Gedankenexperiment. Auch die verschiedenen Erzählperspektiven und Zeitebenen, die den Roman sehr abwechslungsreich machen und viel Spannung erzeugen, empfand ich als gelungen und gut umgesetzt. Bis zum ersten Drittel des Romans hätte ich ihn vorbehaltlos empfohlen, weil es ein richtig toller Schmöker war, der flüssig geschrieben und gut durchdacht ist, dessen Protagonisten überzeugend charakterisiert wurden, der ebenso unterhaltsam wie anspruchsvoll war. Doch irgendwann hat mich die starke Gottlastigkeit in einem der Erzählstränge zusehends genervt, auch die extreme Brutalität bei der Schilderung einiger Szenen fand ich deplatziert und unnötig, und nicht zuletzt war mir der Roman viel zu actionreich, erinnerte mich stark an einen Blockbuster im Abendprogramm. Wer so etwas mag, der kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Für mich ist das eher nichts, und die actionreiche Geschichte hat mich im Verlauf etwas gelangweilt.

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Vita

Naomi Alderman ist in London aufgewachsen und studierte in Oxford und an der University of East Anglia. Sie stellt bei BBC Radio 4 „Science Stories“ vor und ist Professorin für Kreatives Schreiben an der Bath Spa Universität. Als Autorin wurde sie bereits mehrfach mit Preisen für junge Autoren ausgezeichnet. Für Die Gabe wurde ihr der renommierten Baileys Women's Prize for Fiction verliehen. Naomi Alderman lebt in London.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»Keine Frage: Inhaltlich passt "Die Gabe" wunderbar zum Diskurs dieser Tage.«

NDR (13. Februar 2018)

»Naomi Alderman trifft mit ihrer Dystopie für das #MeToo-Zeitalter genau den Lesernerv.«

Die Presse am Sonntag (18. Februar 2018)

»Dieses Buch könnte kaum zu einer passenderen Zeit erscheinen.«

Stern (08. März 2018)

»Ein Roman, der zum Nachdenken anregt.«

Glamour

»"Die Gabe" hat das Zeug zu einem zeitgemäßen Klassiker im Genre Dystopie.«

dpa/ Hamburger Abendblatt (13. Februar 2018)

»"Die Gabe“ ist der erste große „MeToo“-Roman.«

Österreich (17. Februar 2018)

»Achtung, schreit dieses Buch, es könnte auch alles anders sein.«

MISSY MAGAZINE (14. März 2018)

»Alderman dreht die Verhältnisse radikal und brutal um.«

emotion (06. März 2018)

»Hier ist der Romankracher zur #MeToo-Debatte.«

annabelle (28. März 2018)

»Alderman macht aus einer interessanten Idee ein gutes Buch.«

Deutschlandfunk Kultur (27. März 2018)

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