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Fotos, die die Welt bewegten

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Die großen Momente der Zeitgeschichte

Fotos, die die Welt bewegten dokumentiert bedeutende Augenblicke des 20. und 21. Jahrhunderts. Hier finden jene Fotografien ihren Platz, die zu ikonenhaften Sinnbildern geworden sind: darunter Dorothea Langes „Heimatlose Mutter“ (1936), das berühmte Bild des nackten vietnamesischen Mädchens, das vor dem amerikanischen Napalm-Angriff flieht (1972), die jubelnde Menschenmasse auf der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor im November 1989, der Angriff auf das World Trade Center am 11. September 2001 oder die Zerstörung, die der verheerende Tsunami 2011 in Japan anrichtete. Der Band zeigt über 100 Meisterwerke des Fotojournalismus: Bilder, die mit dem renommierten Pulitzer Preis und World Press Award bedacht wurden, stehen neben herausragenden Schnappschüssen unbekannter Fotografen. Allen ist gemeinsam, dass sie zu Meilensteinen der kollektiven Erinnerung wurden. Jede der Aufnahmen ist mit einem begleitenden Text versehen, der den Zusammenhang und die Besonderheit des Fotos erläutert.


Paperback, Flexobroschur, 216 Seiten, 19,3 x 24,0 cm, 40 farbige Abbildungen, 65 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-7913-8250-0
Erschienen am  03. Oktober 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Bewegende Momente

Von: Jessica

16.06.2018

So ein Fotoband ist mal etwas anderes. Bereits das Cover zeigt, dass hier nicht nur schöne Blumen und verlassene Orte hübsch in Szene gesetzt werden, sondern dass es hier um einschneidende Erlebnisse unserer Geschichte geht. Besonders gut gefällt mir, dass neben jeder Fotografie auch noch Texte enthalten sind, die Aufschluss über den jeweiligen Moment geben. Die Zeit mit dem Buch verbringt man also nicht nur mit stupidem Fotos anschauen. Auch wenn man einige der Bilder bereits kennt, erfährt man durch die informativen Texte noch etwas über die Hintergründe. Fazit Ein schöner Bildband, der aber auch viele bewegende und traurige Momente enthält.

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Ein wenig Zeitgeschichte zum 1. Mai

Von: Juli

01.05.2017

Kennt Ihr diese Wahnsinnsbilder, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen und für immer und ewig mit einem Ereignis verknüpft sind? Für mich gehört definitiv das Bild des ostdeutschen Grenzsoldaten, der am 13. August 1961 allen Mut zusammennimmt und den Stacheldraht überspringt, dazu. Was für ein Glück für den Fotografen, in diesem Moment auf den Auslöser gedrückt und ein Sinnbild für den Gegensatz zwischen Freiheit und Zwang geschaffen zu haben! Dieses Bild ziert das Cover des Fotobandes Fotos, die die Welt bewegten, der über hundert solcher Aufnahmen beinhaltet: Die vietnamesischen Kinder, die vor der Napalmbombe fliehen, die Papparazzi-Bilder von Lady Di oder der Tsunami, der 2004 weite Teile Thailands zerstörte, sind uns noch gut im Gedächtnis. Anderes ist vielleicht schon wieder etwas in Vergessenheit geraten wie die hungernden Kinder in Nigeria oder der Militärputsch gegen Salvador Allende. Doch natürlich können nicht nur Bilder, die Leid und Krieg zeigen, die Menschen bewegen. Zum Zeitgeschehen des 20. und 21. Jahrhunderts zählen ebenso die erste Landung auf dem Mond, das Woodstock-Festival oder die Inauguration von Barack Obama, dem ersten schwarzen Präsidenten der USA. Nicht erst seit Bots und Fake-News wissen wir aber, dass Bilder nicht immer die ganze Wahrheit erzählen, auch wenn es so scheint. Deshalb gibt es zu jedem Foto nicht nur einen ausführlichen Text, der Struktur und Wirkung beschreibt, sondern eben auch eine Einordnung in den historischen Kontext, wodurch sich Kunst- und Zeitgeschichte sehr schön ergänzen. Ein schaler Nachgeschmack bleibt allerdings, doch das ist bei weitem nicht die Schuld des Fotobandes: So viel menschliches Elend ist in Bildern festgehalten und für die Nachwelt archiviert worden, niemand kann das Geschehene leugnen – und doch werden wie es scheint immer wieder dieselben Fehler gemacht.

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Vita

Peter Stepan

Peter Stepan ist Kunsthistoriker und Autor zahlreicher Bücher. Er lebt bei Frankfurt am Main.

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