Alles, was ich nicht erinnere

Roman

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Welchen Preis zahlen wir, um nicht allein zu sein?

Samuel hat so viele Gesichter, wie ihn Menschen kennen. Nun lebt er nur noch in der Erinnerung aller, und jeder erinnert sich anders an diesen schmächtigen jungen Mann, der ein fürsorglicher Enkel, großzügiger Freund und hingebungsvoller Liebhaber war – bis zu jenem Tag, an dem er den alten Opel seiner Großmutter in voller Fahrt gegen einen Baum lenkt. War es ein Unfall oder Selbstmord? Die einen sagen, dass Samuel sich hat rächen wollen an seiner großen Liebe Laide, die sich nun immer an ihn erinnern muss. Die anderen sagen, dass das alles nie passiert wäre, hätte sich Samuels bester Freund, der geldgierige Vandad, nicht eingemischt. Was nur ist tatsächlich passiert?
›Alles, was ich nicht erinnere‹ ist wie eine rasante Fahrt durch das heutige Stockholm, bei der Schicksale aufeinanderprallen. So setzt sich ein facettenreiches Bild zusammen von einem Menschen auf der Flucht vor sich selbst – ein mitreißender Roman über Gewalt und Liebe, Leidenschaft und Verlust in unserer hypersensiblen Zeit.

»Es nimmt einem fast den Atem, das Buch zu lesen.«


Aus dem Schwedischen von Susanne Dahmann
Originaltitel: ALLT JAG INTE MINNS
Originalverlag: Bonnier förlag
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-18652-4
Erschienen am  13. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Alles, was ich nicht erinnere

Von: Thrillertante

21.05.2018

Samuel fährt mit der Auto seiner Großmutter gegen einen Baum und verunglückt tödlich. Selbstmord? Unfall? Das versucht ein Journalist in Gesprächen mit Verwandten und Freunden Samuels ans Licht zu bringen. "Alles, was ich nicht erinnere" ist ein sehr anspruchsvoller und berührender Roman, den man nicht mal einfach so wegliest.Samuel wurde von all diesen Menschen unterschiedlich wahrgenommen, was die Frage aufwirft, wie gut kennen wir einen nahestehenden Menschen wirklich? Der Roman spielt in Stockholm mit seinen Asylproblemen und illegalen Einwanderern. Der Autor hat hier einen komplexen Roman geschrieben, der schon einiges an Konzentration von seinen Lesern fordert. Die Interviewten sind unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Schichten und ob man diesen glaubt oder nicht, muss man selber entscheiden. Fakt ist, dass uns hier ein Bild von einem zerissenen, jungen Mann gezeigt wird, was mich sehr berührt hat. Ich gebe für "Alles, was ich nicht erinnere" eine absolute Leseempfehlung! Man sollte sich einiges an Zeit nehmen für diesen intensiv erzählten Roman, der auch lange nach dem esennoch nachdenklich macht!

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Wer war Samuel?

Von: elisas-herzensbuch

13.03.2018

Samuel ist tod. War es Selbstmord oder doch ein Unfall? Das gilt es in diesem literaischen Meisterwerk herauszufinden. Gemeinsam mit einem "Schriftsteller" begeben wir uns auf die Suche nach Schuld und interviewen abwechselnd verschiedene Menschen, die Samuel nahe standen. Und ein Jeder erzählt - über das erste Zusammentreffen mit Samuel - sowie verschiedene prägende Ereignisse - bis hin zu Charakterzügen. Wir skizieren ein Bild. Und werden immer wieder vor Widersprüche gestellt. »Definitiv große Literatur. Ein ausgezeichneter Roman, der lange nachklingt, dessen Protagonistinnen und Protagonisten in den Gedanken des Lesers hängen bleiben. Chapeau!« (sandammeer.at, Roland Freisitzer) Der Autor hat hier ein sehr umfangreiches, besonderes Werk geschaffen. Jedoch muss man sich wirklich darauf einlassen können. Dies ist mir anfangs etwas schwer gefallen. Aber je mehr ich las, desto klarer wurde mein Bild - über die Charaktere - über die Handlung an sich - aber auch über den Aufbau des Romans. Der Roman ist in einer Art "Interviewform" geschrieben - dabei kommen so viele verschiedene Personen zu Wort. Und wir hören zu. Seiner Mutter, einer guten Freundin, Nachbarn und größtenteils seinem Kindheitsfreund Vandad und seine Exfreundin Laide. Anfangs war das alles aber ziemlich verworren. Es wird abwechselnd in kurzen Abschnitten erzählt - untertrennt mit kleinen Sternchen. Somit muss man jedes Mal überlegen, wer da gerade zu Wort kommt. Mit der Zeit ist das aber sehr interessant, es herauszufinden. Man muss schon wirklich längere Zeit am Stück lesen, um sich zurecht zu finden. Ist dies aber erstmal geschehen, erwartet einen ein atemberaubenes Meisterwerk. Und dies ist keine Übertreibung. "Ich glaube nicht, dass man jemanden retten kann, der nicht gerettet werden will." Der Autor erzählt in einem sehr ruhigen und angenehmen Schreibstil eine Geschichte, die ich in dieser Form noch nie gelesen habe. Nach den schleppenden Anfangsschwierigkeiten, konnte ich mich nach und nach immer besser in die Geschichte einfinden. Ein Roman - trotz des Todes - voller Liebe, Freundschaft und Toleranz.

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Vita

Jonas Hassen Khemiri wurde 1978 als Sohn eines tunesischen Vaters und einer schwedischen Mutter in Stockholm geboren. Er ist der Star der schwedischen Literaturszene; schon sein Debütroman, "Das Kamel ohne Höcker“ (2003), brachte dem Autor internationale Anerkennung ein. Seine Theaterstücke werden auf vielen Bühnen der Welt gespielt, zurzeit u.a. in Hamburg und Berlin. "Alles, was ich nicht erinnere" ist sein vierter Roman; er wurde mit dem August-Preis ausgezeichnet, dem wichtigsten schwedischen Literaturpreis, und führte über Wochen die Bestsellerliste an. Der Roman erscheint in rund 25 Ländern. Jonas Hassen Khemiri lebt mit seiner Familie in Stockholm.

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Zitate

»Luzide und unsentimental führt Jonas Hassen Khemiri seine moderne Beziehungsrecherche, zugleich ist ihm damit ein überzeugender Großstadtroman gelungen.«

Kölner Stadt-Anzeiger, Elke Biesel (03. März 2017)

»Die Leichtigkeit führt zu sowas wie der Urszene der Literatur, die Möglichkeit, den Toten eine Stimme zu geben. Extrem berührend.«

»So gekonnt und rasant hier Szenen aufeinanderprallen, sich ergänzen, widersprechen und ein vielfarbiges Mosaik ergeben, ist am Ende ganz große und vor allem dynamische Literatur.«

Nordis, Frank Keil (01. März 2017)

»Das Ringen um Wahrheit erzählt der schwedische Schriftsteller Jonas Hassen Khemri in seinem soghaften Roman so multiperspektivisch, wie es unserer zerrissenen Welt entspricht.«

Neue Presse (Hannover) (01. Juli 2017)

»Definitiv große Literatur. Ein ausgezeichneter Roman, der lange nachklingt, dessen Protagonistinnen und Protagonisten in den Gedanken des Lesers hängen bleiben. Chapeau!«

»Erzählungen verdichten sich zu einer intensiven, multiperspektivischen Charakterisierung des Toten. Sie werden zur spannenden, experimentellen Rekonstruktion der Ereignisse, in der jeder seine eigene Wahrheit hat«

BÜCHERmagazin, Jeanne Wellnitz (01. April 2017)

»So facettenreich es auch zusammengesetzt ist, das Bild dieser Person bleibt immer nur ein Mosaik mit vielen Bruchstellen, aber es schillert in vielen Farben.«

literaturblatt für Baden-Württemberg, Katharina Granzin (01. Juli 2017)

»Khemiris Roman wirft mehr Fragen auf, als er schlüssige Antworten zu verkaufen versucht. Auch das spricht für ihn.«

Nürnberger Zeitung, Christian Mückl (14. März 2017)

"Jonas Hassen Khemiri ist einer der herausragendsten Schriftsteller seiner Generation."

Sydsvenskan

»Ohne Zweifel ist Khemiri einer unserer besten Erzähler, und der Roman bringt unsere Weltsicht so geschickt ins Wanken, wie es nur wirklich guter Literatur gelingt.«

Svenska Dagbladet

»Das beste Buch des Jahres - ein hintergründiger Roman!«

Joyce Carol Oates in Times Literary Supplement

“Unvergesslich! Dieses Puzzle von einer Geschichte kann man nicht weglegen. Jonas Hassen Khemiri lässt einen vor Spannung beinahe verrückt werden und bricht einem das Herz.”

Gary Shteyngart