Die Frau des Zoodirektors

Eine Geschichte aus dem Krieg

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Eine wahre Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg

Während der Zweite Weltkrieg tobt, wird der Warschauer Zoo Schauplatz einer dramatischen Rettungsaktion, die über 300 Juden vor dem sicheren Tod bewahrt. Als Jan und Antonina Żabiński, der Zoodirektor und seine Frau, mitansehen, wie die Nazis in Polen einmarschieren, ist ihr Entsetzen groß. Die jüdische Bevölkerung wird im Warschauer Ghetto zusammengepfercht. Zeitgleich beginnen die Nazis den Zoo für ihre Zwecke zu nutzen, um ausgestorbene Tierarten rückzuzüchten. Als die Nazis den brachliegenden Zoo verlassen, nutzen die Żabińskis die Situation und schmuggeln Juden aus dem Warschauer Ghetto auf das Zoogelände, wo sie die Todgeweihten in den leeren Tierkäfigen verstecken. Sie retten ihnen damit das Leben.

  • Ausgezeichnet mit dem Orion Award

»Ich kann mir für einen Geschichtenerzähler keine bessere Story vorstellen. ›Die Frau des Zoowärters‹ wird Sie zutiefst berühren.«

Jonathan Safran Foer

Aus dem Amerikanischen von Christine Naegele
Originaltitel: The Zookeeper's Wife
Originalverlag: W. W. Norton & Company
eBook epub (epub)
diverse s/w-Abbildungen
ISBN: 978-3-641-19466-6
Erschienen am  31. Oktober 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Diane Ackermann: Die Frau des Zoodirektors

Von: About Syringa1001

26.11.2017

Heute geht es um ein Buch, dass mich sehr berührt hat. Es basiert auf einer wahren Geschichte und wurde auch verfilmt. Ich muss dazu sagen, dass ich über das Thema "Nationalsozialismus" in jedweder Form durch mein Geschichtsstudium und eigenes Interesse eine Menge weiß und dass das Buch trotz allem, was ich über diese Gräueltaten schon wusste, noch viel mehr offenbarte und schaffte, mich sprachlos zu machen. Inhalt Es geht um die Familie Zabinski, die den Warschauer Zoo leitet. Als 1939 Polen besetzt wird, das Warschauer Ghetto gegründet wird, Bomben die Landschaft zerstören und Juden deportiert werden, hilft diese Familie vielen Menschen, indem sie sie im Haus oder in leeren Käfigen verstecken, stets in der Gefahr, entdeckt und selbst bestraft und hingerichtet zu werden. Bewertung Dieses Buch ist unglaublich. Es ist kein Pageturner, man liest es nicht einfach mal in einem Rutsch durch. Ich habe mal gehört, dass Menschen keine Bücher lesen wollen, die schwere Kost (wie dieses) beinhalten, weil ihr Leben eh schon schwer genug ist und man lieber in der Fantasie ein Happy End erleben möchte. Vermutlich, weil es einfacher ist. Und ablenkt. Und auch ich mag ein schönes Ende. Aber ich bringe es einfach mal auf den Punkt: Die Welt braucht solche Bücher. Absolut. Genauso, wie es den Geschichtsunterricht braucht, denn natürlich lernen wir einfacher aus den Geschichten anderer, als aus unseren eigenen. Was mich am Buch irriert hat, war die Vermischung von typischen Romanelementen und autobiografischem Stil. Die Autorin schwankt zwischen einer Erzählung und wissenschaftlicher Beschreibung. Sprich: Manchmal erzählt sie aus Sicht Antonias (also der Frau des Zoodirektors) und manchmal berichtet sie über sie, indem sie aus ihrem Tagebuch zitiert. Ich weiß nicht, ob ich es anstregend finden soll oder ob es nicht wunderbar ist, weil es den Charakter des Buches ausmacht. Denn was man als Leser braucht, ist Abstand. Man muss das Buch zuklappen können und die Entscheidungsgewalt darüber haben, es weiterzulesen. Und genau das gibt der Schreibstil dem Leser: Die Möglichkeit, Abstand zu nehmen, objektiv zu urteilen. Es rührt so sehr, man möchte weinen, auch wenn diese Grausamkeit mit einer solchen Nüchternheit erzählt wird. Eine Nüchternheit, die es braucht, um bei der Lektüre nicht den Verstand zu verlieren. Es ist unfassbar, dieser Kontrast eines objektiven Schulunterrichtes zu diesem Buch. Antonia ist eine unglaublich starke, empathische Frau. Sie nimmt Menschen und Tiere gleichermaßen in ihr Haus auf, umsorgt sie, stets in dem Bewusstsein, in den Augen der Nationalsozialisten eine Straftat zu begehen. Ich finde es so bemerkenswert, dass es Menschen gab, die sich dieser unmittelbaren Gefahr aussetzten. Ich finde es unglaublich, dass diese Geschichte, eine für mich persönliche Heldentat, nicht gehört wurde, wie der Klappentext schreibt, sogar durchgerutscht ist nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Bis zu dem Zeitpunkt, als die Autorin Diane Ackerman darauf aufmerksam wurde, recherchiert hat und dieses Buch geschrieben hat. Dieses Buch berührt wirklich sehr stark, ist gut recherchiert, hat ein sehr passendes Cover und erzählt trotz seiner Nüchternheit eine wahnsinnige Geschichte, die im Gedächtnis bleibt. Vielleicht ist es die Liebe der Protagonistin zu Tier und Mensch gleich, in einer Welt und zu einer Zeit, in der eine solche Liebe selten Platz fand. Ich möchte nicht zu viel über den Inhalt verraten, aber die Verbindung einer Familiengeschichte mit dem natürlichen Lauf der Natur in ihrer harmonischen Stille zu der Zerstörungskraft der Nationalsozialisten macht den Leser fassunglos und lässt einen fragen, wie so eine Gräueltat überhaupt jemals möglich war. Es zeigt aber auch, dass Nächstenliebe diese Zeit überstehen ließ. Und mehr denn je ist es wichtig, diese Geschichten heute zu erzählen. Den Film werde ich mir sicherlich auch noch ansehen. Fazit Es gehört gelesen zu werden. Es gehört gehört zu werden. Es gehört gesehen zu werden. Es gehört... erzählt zu werden.

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Diane Ackerman - Die Frau des Zoodirektors

Von: Kerstin Junglen

14.11.2017

Kurzbeschreibung: Eine wahre Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg Während der Zweite Weltkrieg tobt, wird der Warschauer Zoo Schauplatz einer dramatischen Rettungsaktion, die über 300 Juden vor dem sicheren Tod bewahrt. Als Jan und Antonina Żabiński, der Zoodirektor und seine Frau, mitansehen, wie die Nazis in Polen einmarschieren, ist ihr Entsetzen groß. Die jüdische Bevölkerung wird im Warschauer Ghetto zusammengepfercht. Zeitgleich beginnen die Nazis den Zoo für ihre Zwecke zu nutzen, um ausgestorbene Tierarten rückzuzüchten. Als die Nazis den brachliegenden Zoo verlassen, nutzen die Żabińskis die Situation und schmuggeln Juden aus dem Warschauer Ghetto auf das Zoogelände, wo sie die Todgeweihten in den leeren Tierkäfigen verstecken. Sie retten ihnen damit das Leben. Zur Autorin: Diane Ackerman, geboren am 7. Oktober 1948 in Waukegan, Illinois, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Lyrikerin. In Bezug auf ihre Bücher über Naturgeschichte lässt sich ihr Stil am besten beschreiben als eine Mischung von Dichtung, Erzählung und Populärwissenschaft. Sie unterrichtete an verschiedenen Universitäten einschließlich der Columbia University und der Cornell University. Ihre Essays erscheinen regelmäßig in angesehenen Zeitschriften. Meinung: Als ich das Buch anfing zu lesen, ging ich davon aus, dass es sich hierbei um einen biografischen Roman handelt. Doch dann musste ich feststellen, dass Diane Ackerman ein Sachbuch verfasst hat, was ja natürlich nicht schlecht ist, aber ihr Schreibstil konnte mich leider gar nicht für sich einnehmen. Die wahre Geschichte des polnischen Ehepaares Antonina und Jan Żabiński, die den Warschauer Zoo betrieben und in Kriegszeiten dort etliche Juden versteckten und vor dem Tod bewahrten, ist zwar sehr interessant, da mir das Paar vorher leider gar kein Begriff war. Aber der Erzählstil Diane Ackermans war mir zu distanziert, kühl und zu sachlich, sodass ich keine richtige Beziehung zu den Personen aufbauen konnte. Vor allem Antonina, um die es auch laut Titel des Buches vorwiegend gehen sollte, blieb mir somit fremd, man erfährt so gut wie nichts über ihre Gefühls- und Gedankenwelt, ihr Leben wird eher emotionslos schlicht geschildert. Trotzdem war es interessant, mehr über dieses bewundernswerte Ehepaar zu erfahren, was mir sehr wahrscheinlich sonst entgangen wäre. Fazit: Diane Ackermans Schreibstil und die Geschichte als Sachbuch zu verpacken, lag mir leider gar nicht. Dadurch blieben die Personen nicht greifbar und distanziert, gar emotionslos. Trotzdem konnte ich eine Menge über die Zeit, den Warschauer Zoo und das Ehepaar Żabiński lernen.

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Diane Ackerman

Diane Ackerman, geboren am 7. Oktober 1948 in Waukegan, Illinois, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Lyrikerin. In Bezug auf ihre Bücher über Naturgeschichte lässt sich ihr Stil am besten beschreiben als eine Mischung von Dichtung, Erzählung und Populärwissenschaft. Sie unterrichtete an verschiedenen Universitäten einschließlich der Columbia University und der Cornell University. Ihre Essays erscheinen regelmäßig in angesehenen Zeitschriften.

www.dianeackerman.com

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Zitate

»Dieser kraftvolle Thriller wäre ein unglaublicher Roman - aber die Geschichte ist wahr.«

Jared Diamond

»Ein unglaublich ergreifendes und fesselndes Buch.«

The New York Times Book Review

»Eine erfrischende und packende Ergänzung zur ganzen Holocaust-Literatur.«

San Francisco Chronicle

»Ein leuchtendes Buchereignis jenseits aller Kategorien. Zweifelsohne Ackermans wichtigstes Werk.«

Los Angeles Times

»Eine wahre Geschichte, die zugleich ernst und überschäumend, weise und verspielt ist. Ackerman hat eine wunderbare Geschichte zu erzählen, und sie tut dies meisterhaft.«

Washington Post