VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Ein Sommer in Corona del Mar Roman

Kundenrezensionen (3)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-13027-5

NEU
Erschienen: 13.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Service

  • Biblio

Es ist Sommer in der südkalifornischen Stadt Corona del Mar. Die beiden Freundinnen Mia und Lorrie Ann sind unzertrennlich. Doch als Lorrie Anns Vater stirbt, weiß Mia nicht, was sie für ihre Freundin tun kann. Und dies ist nur der erste von vielen schweren Schicksalsschlägen, die Lorrie Ann treffen werden … Jahre später steht Lorrie Ann plötzlich wieder vor Mias Tür: barfuß, hungrig und vom Leben gezeichnet. Und Mia kann nicht verstehen, wie das Leben ihrer scheinbar makellosen Freundin so aus dem Ruder laufen konnte. Kann es sein, dass sie Lorrie Ann nie wirklich gekannt hat?

Rufi Thorpe (Autorin)

Rufi Thorpe wuchs in Kalifornien auf und studierte in New York Literatur und Kreatives Schreiben. Ihr erster Roman »Ein Sommer in Corona del Mar« war nominiert für den International Dylan Thomas Prize und den Flaherty-Dunnan First Novel Prize. Rufi Thorpe lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Kalifornien.

Aus dem Amerikanischen von Beate Brammertz
Originaltitel: The Girls from Corona del Mar
Originalverlag: Knopf

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-13027-5

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

NEU
Erschienen: 13.03.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Ein Roman über Freundschaft und das Leben

Von: catching.wordsss Datum: 19.04.2017

catching-wordsss.blogspot.de/

Cover

Das Cover fand ich eigentlich wirklich süß. Es erinnert irgendwie an Sommer, Sonne, Badespaß. Die 2 Frauen die dadrauf sitzen und sich unterhalten, könnten die beiden Freundinnen sein. Jedoch irritieren Cover und Titel, wenn man sich mit dem Inhalt beschäftigt. Denn diese leichte Sommerlektüre, die es zu sein scheint, wird am Ende doch etwas anspruchsvoller, als man es von außen erwartet hätte.

Schreibstil

Mit dem Schreibstil bin ich leider nicht so wirklich warm geworden. Die ganze Zeit hat Mia erzählt. Es war, als würde sie einfach eine Geschichte erzählen. Mal eine aus ihrem Leben und mal eine aus dem Leben ihrer Freundin. Es wirkte für mich manchmal nicht wirklich wie ein Roman, eher wie ein Lebensbericht, eine Biografie.

Charaktere

Mia ist eine der beiden Freundinnen. Sie erzählt die ganze Geschichte. Manchmal mochte ich sie sehr und an anderen Stellen fand ich sie einfach nur nervig.
Das gleiche gilt eigentlich auch für ihre Freundin Lorrie Ann. Die meisten Geschichten in dem Buch drehen sich um sie. Manchmal kann ich sie wirklich gut verstehen und ihre Ansichten nachvollziehen, aber manchmal schien sie mir einfach wie ein unsympathischer Mensch, der allen Verpflichtungen und Herrausforderungen im Leben aus dem Weg geht, was mich manchmal wirklich gestört hat.

Meine Meinung

Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von dem Buch halten soll.

Auf der einen Seite war es wirklich schön. Die 2 Freundinnen, die am Anfang alles miteinander geteilt haben, sich aber nach Jahren trotzdem unterschiedlich entwickelt haben und beide gingen völlig andere Wege. Während die eine studiert und ein geregeltes Leben führt, reist die andere ziellos durch die Welt, Drogen, Party, kein Geld...das volle Programm.
Es sind 2 Geschichten von 2 völlig unterschiedlichen Frauen, die doch irgendwo verbunden sind.

Beide scheinen eine straffe Entwicklung durchzumachen Während Mia am Anfang "Die Böse" war, ihr beiden kleinen Brüder selber aufziehen musste & sich für eine Abtreibung entschied, war Lorrie Ann immer "Die Gute". Das liebe Mädchen von nebenan, das dann zu früh schwanger wurde & ein behindertes Kind bekommt.
Nach all den Jahren scheinen ihre Plätze getauscht & besonders Mia muss feststellen, dass man einen Menschen, egal wie lange man ihn doch schon zu kennen glaubt, nie vollständig versteht und kennen kann.

Manche Dingen haben mich aber leider auch gestört. Es gibt einfach keinen Höhepunkt in der Handlung. Das ganze plätschert so vor sich hin, wir gerade aus erzählt. Am Anfang handelt es sich nur um Rückblicke, danach begleitet man Mia weiter in ihrem Leben, dass nun ohne großen Kontakt zu Lorrie Ann verläuft.

Da alles so spannungslos verläuft, fiel es mir schwer, viel an einem Stück zu lesen. Ich brauche einen Punkt, andem man erkennt, jetzt ändert sich etwas, aber die Spannung blieb aus.

Auch dieses ständige einbinden von diesen Mythen wie Inanna hat mich eher verwirrt, als das es für mich relevant schien.

Die Gespräche zwischen den beiden Frauen fand ich teilweise wirklich interessant und ihre unterschiedlichen Standpunkte beim Thema Abtreibung, Familie oder ähnlichen.
Manche Passagen sind wirklich etwas tiefgründiger und machen es zu einem anspruchsvolleren Roman, als es durch Titel und Cover scheint.

Es ist kein reiner Unterhaltungsroman, er fordert einen auf mitzudenken, auch über sich selber, was man von sich selbst erwartet und was man vielleicht von anderen erwartet, obwohl man gar kein Recht hat, über die Menschen zu urteilen.

Geschichte einer zerbröckelnden Freundschaft zweier ungleicher Frauen: litarische Unterhaltung auf hohem Niveau

Von: schnäppchenjägerin Datum: 24.03.2017

erdbeersekt-testet.blogspot.de/

Mia und Lorrie Ann wachsen in Corona del Mar in Kalifornien auf und sind während ihrer Schulzeit beste Freundinnen, auch wenn sie grundsätzlich verschieden sind. Mia, aus deren Sicht der Roman geschrieben ist, ist schon immer "die Böse" gewesen. Sie ist das rebellische Mädchen, das im Gegensatz zu der zurückhaltenden, hübschen Lorrie Ann auffällt und nicht in so liebevollen, geordneten Familienverhältnissen aufwächst. Mias Mutter ist aufgrund ihres Alkoholkonsums häufig nicht ansprechbar und kümmert sich auch nicht um ihre jüngsten Söhne.

"Für mich war meine Freundin Lorrie Ann die Gute, und ich war die Böse. Sie war wunderschön (geradezu skandalös, wie ein Gemälde von Vermeer), ich hingegen sexy (mit dreizehn bedurfte es nichts weiter als einer Tonne kirschfarbenem Labello). Wir waren beide schlau, aber Lorrie Ann auf die nachdenkliche Art, wohingegen ich gewieft war, sie ernst und ich verschroben. Während sie sentimental war, war ich sarkastisch."

Während sich Mia mit 15 Jahren, ungewollt schwanger, für eine Abtreibung entscheidet, wird Lorrie Ann früh ungeplant Mutter. Auch wenn sie der Vater des Kindes heiratet und Jim sich sogar als Soldat verpflichtet, um seine kleine Familie zu ernähren, verläuft Lorrie Anns Leben nicht glücklich.

Mia fängt an zu studieren und zieht nach Europa, weshalb sich die Freundinnen über Jahre nicht sehen und sich fremd werden. Da kommt Lorrie Ann unerwartet zu Mia nach Istanbul: ohne Mann und Kind, ohne Schuhe, aber vollgepumpt mit Drogen.

Mia, die mit inzwischen 28 Jahren mit ihrer Vergangenheit in Corona del Mar abgeschlossen hat und sich ein eigenes Leben zusammen mit einem Freund, der sie liebt, aufgebaut hat, ist entsetzt über den Zustand ihrer ehemals so schönen, gutherzigen Freundin, Sie nimmt Lorrie Ann bei sich auf, in der Hoffnung, sie zu einem Entzug zu bewegen, damit sie auch wieder zu ihrem Sohn nach Kalifornien zurückkehren kann.
In Rückblenden erzählt Lorrie Ann ihre Geschichte und was sich seit der Trennung der Freundinnen ereignet hat.

"Ein Sommer in Corona del Mar" ist keine leichte (Urlaubs-)lektüre, wie der Titel suggeriert. Ich habe mich allerdings aufgrund der Kurzbeschreibung für den Roman entschieden und bin nicht enttäuscht worden.
Es ist ein Roman über eine langjährige Freundschaft zweier junger Frauen in den 90er-Jahren, die sich, aufgrund von verschiedenen Schicksalsschlägen und letztlich auch der räumlichen Distanz über zwei Kontinente hinweg geschuldet, verläuft. Während die beiden unmittelbar nach dem Wegzug von Mia den Kontakt telefonisch halten und Mia auch noch später in Corona del Mar zu Besuch ist, haben sie sich - schon fast unbemerkt - später über Jahre nicht gesehen.
Völlig hilflos und fertig mit dem Leben, taucht Lorrie Ann überraschend in Istanbul auf uns drängt sich kurze Zeit in Mias Leben, die ihrerseits ihre Freundin kaum wiedererkennt.

Es scheint, als haben die beiden Protagonistinnen die Rollen getauscht: Nun ist Lorrie Ann "die Böse", die ihre Familie in Kalifornien zurückgelassen hat, um durch Indien zu reisen, und Mia diejenige, die sich zum Positiven verändert hat, erwachsen und sesshaft geworden ist.

Die Schicksale beider Frauen sind unheimlich eindringlich geschildert, gehen sehr nah und stimmen traurig. Die Geschichte einer zerbröckelnden Freundschaft gleicht einer feinfühligen Charakterstudie und zeigt, in welch ganz andere Richtungen Menschen sich entwickeln können. Zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar, ist das Debüt von Rufi Thorpe berührend und literarische Unterhaltung auf hohem Niveau - eine Geschichte, die ich so schnell nicht vergessen werde. Ein Lesehighlight!

Voransicht