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Eingedeutscht Die schräge Geschichte unserer Integration

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-22126-3

Erschienen:  19.03.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Mehr als 100.000 Follower auf Facebook und Millionen Views ihrer Youtube-Videos: Abdul Abbasi und Allaa Faham sind Stars der digitalen Netzwerke. Mit ihrem Kanal German LifeStyle wollten sie zunächst syrischen Landsleuten die Herausforderungen des deutschen Alltags näherzubringen: Wie vereinbart man korrekt einen Termin? Wer bezahlt nach dem gemeinsamen Essen die Rechnung? Wie spricht man die Katze in der WG richtig an? Doch schnell stellten sie fest, dass ihre Mission eine ganz andere ist und dass wahre Integration nur dann gelingen kann, wenn sich beide Seiten einbringen. Wie also kriegt man Syrer und Deutsche zusammen? Ganz einfach: Indem wir mit dem gemeinsamen Lachen eine Brücke bauen. Amüsieren wir uns über unsere kulturellen Unterschiede, statt Angst vor ihnen zu haben – denn nur so werden wir aufeinander zugehen und uns verstehen können!

Allaa Faham (Autor)

Allaa Faham, geboren 1997 in Idlib/Syrien, studiert Regenerative Energien in Hamburg.


Abdul Abbasi (Autor)

Abdul Abbasi, geboren 1994 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, kommt aus Aleppo/Syrien und studiert Zahnmedizin in Göttingen.

28.07.2018 | 17:30 Uhr | Essen

Lesung

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Unperfekthaus
Friedrich-Ebert-Str. 18
45127 Essen

11.09.2018 | Ahlen

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Volkshochschule
Markt 15
59227 Ahlen

13.09.2018 | Werl

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Volkshochschule Werl
Kirchplatz 5
59457 Werl

21.09.2018 | Friedland

Podiumsdiskussion

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Museum Friedland
Bahnhofstraße 2
37133 Friedland

24.09.2018 | 19:00 Uhr | Rockenhausen

Lesung

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Donnersberghalle Rockenhausen
Brühlgasse 10
67806 Rockenhausen

Weitere Informationen:
Wahlkreisbüro Rauschkolb
67806 Rockenhausen

03.10.2018 | Düsseldorf

Lesung

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27.10.2018 | 23:30 Uhr | Berlin

Lesung im Rahmen von "Die Schöne Party"

Die Schöne Party

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Kalkscheune
Johannisstr. 2
10117 Berlin

eBook (epub)
farbiger Bildteil 8 Seiten

ISBN: 978-3-641-22126-3

€ 9,99 [D] | CHF 12,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen:  19.03.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Eingedeutscht

Von: Merendina Datum: 05.07.2018

www.merendinabloggt.wordpress.com

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Schon das Buchcover fand ich sehr interessant. Man sieht darauf die beiden Autoren Abdul Abbasi und Allaa Faham in Schwarz-Weiß. Vor ihnen ist der Titel auf schwarz-rot-goldenem Untergrund aufgedruckt. Das passt alles perfekt zum Inhalt und zur Thematik des Buches.

Die beiden Studenten Abdul und Allaa stammen aus Syrien und erzählen in diesem Buch auf locker-frische Weise über ihre Fluche aus Syrien und über ihre Ankunft und ihr Leben in Deutschland.

Ich habe das Buch in kurzer Zeit ausgelesen, weil es zum einen sehr interessant, zum anderen aber auch sehr lustig und witzig geschrieben ist. Eigentlich wollten die beiden jungen Männer zunächst ihren syrischen Landsleuten über den deutschen Alltag erzählen. Sie haben darüber auch auf Facebook und Youtube berichtet und bekamen in ihren Posts sehr viele Follower. Mir war das nicht bekannt, aber ich werde jetzt nach der Lektüre des Buches sicherlich auch online verfolgen, was die beiden Studenten veröffentlicht haben.

Die Sprache im Buch ist einfach und gut lesbar. Sehr oft musste ich beim Lesen schmunzeln, denn die freche, witzige Art und der Stil der beiden jungen Männer ist äußerst amüsant, zugleich sind ihre Berichte aber auch sehr informativ.

Auf witzige Art und Weise erfährt man vieles über das Leben und die Sitten und Bräuche in Syrien, aber man wird auch über die Hürden der deutschen Bürokratie informiert, es wird erklärt, welche Probleme sich wegen der Sprachbarriere auftun etc. Sehr witzig fand ich z.B. die Idee Deutsch mit Hilfe von überall angebrachten Post-its zu lernen. Man erfährt in diesem tollen Buch viel über die Kindheit und Jugend in Syrien, über die Flucht nach Deutschland, die Sprachlosigkeit im fremden Land, über Vorurteile, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Kulturen usw.

Ich fand das Buch richtig gut und kann es bestens weiterempfehlen. Deswegen vergebe ich volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Integration ist keine Einbahnstraße

Von: Barbara Diehl Datum: 27.04.2018

https://buechersindfliegendeteppiche.wordpress.com/2018/04/27/eingedeutscht-abdul-abbasi-allaa-faham/

Die beiden Syrer Abdul Abbasi und Allaa Faham kamen 2015 – unabhängig voneinander - als Flüchtlinge nach Deutschland.

Die wohl größte Hürde die sie überwinden mussten, war das Erlernen der deutschen Sprache. Aber abgesehen von den Sprachschwierigkeiten klafft zwischen der arabischen und der deutschen Kultur eine riesengroße Lücke, die es zu überwinden galt. Der Papierkrieg in den deutschen Behörden, die Deutschen und ihre Liebe zum Haustier, Gastfreundschaft, was wir essen und trinken und wie unterschiedlich unsere Auffassung von Zeit ist; der Weg zur Integration ist steinig und schwer.

Per Zufall lernten sich Abdul und Allaa im Juni/Juli 2016 via Facebook kennen und sehr schnell stellten sie fest, dass sie die gleiche Art von Humor teilen. Warum also nicht gemeinsam ein Projekt starten? Unter dem Namen „German LifeStyle GLS“ wollten sie anfangs via Facebook und YouTube schlicht und einfach ihren syrischen Landsleuten Hilfestellung zur Integration in Deutschland geben, ihnen die Besonderheiten unseres Alltags näherbringen. Es kristallisiert sich heraus, dass Integration keine Einbahnstraße ist und man beide Seiten in den Prozess einbinden muss – am besten funktioniert das, indem man gemeinsam über etwas lacht.


Als wir, Abdul und Allaa, nach Deutschland kamen, waren wir voller Ängste. Angst vor den Menschen, vor Tieren, dem Wetter, vor neuen Situationen und vor Speisen, die wir nicht kannten. Wir hatten Angst vor allem, was uns fremd war. Und fremd war uns: alles. [….] Wir lernten, dass Fremdes nur so lange Angst macht, solange es im Dunkeln bleibt und wir nur Schemen wahrnehmen. Wir haben dieses Buch geschrieben, damit ihr Deutschen uns Syrer besser kennenlernt und wir Syrer euch Deutsche. [.…] Egal was unser Hintergrund ist: Uns verbindet mehr, als wir denken. Lasst uns alle das Licht anknipsen und genauer hinschauen.

Genau das tun Abdul und Allaa sowohl auf ihrem Facebook- oder YouTube-Profil als auch in ihrem Buch „Eingedeutscht“, das am 19.03.2018 im Goldmann Verlag erschienen ist. Sie knipsen das Licht an und schauen genauer hin – mit viel Humor erzählen sie die Geschichte ihrer Integration und auf welche Hindernisse sie dabei gestoßen sind bzw. welche Missverständnisse teilweise aus den verschiedenen Situationen entstanden sind.

So ist es in Syrien (oder in arabischen Ländern allgemein) üblich, dass man angebotenes Essen zuerst einmal freundlich aber bestimmt ablehnt. Der Gastgeber wird jedoch nicht müde, sein Essen trotzdem an den Mann (oder die Frau) bringen zu wollen. Dieser Verhaltenskodex wird den Syrern quasi in die Wiege gelegt.

Nein sagen, auch wenn wir Ja meinen – das ist höflich. Und gerade wenn wir Jajaja meinen (so wie Allaa, wenn es Schokolade gibt), müssen wir unser Nein besonders oft und vehement wiederholen. Das signalisiert unserem Gegenüber unmissverständlich den Grad der Gier beziehungsweise der Verzweiflung.

Während man in Syrien mitunter eine halbe Stunde darüber palavert bis jemand das angebotene Essen dann doch endlich nimmt, spielt sich in Deutschland in Minutenschnelle folgende Szene ab:

Ich sah, wie ein Mitarbeiter des Migrationszentrums seinen Servierwagen am Tisch einer mir bisher unbekannten syrischen Flüchtlingsfamilie parkte: „Möchten Sie etwas Suppe? Oder ein Brot?“ Der Vater winkte sofort ab: „Oh, nein danke, wir haben gar keinen Hunger, aber das ist nett von Ihnen“. Seine Frau und die Kinder nickten. Der Mitarbeiter fuhr mit dem Servierwagen und dem Essen weg.

Ich konnte beim Lesen die Enttäuschung dieser Familie spüren, wussten sie doch nicht, was sie falsch gemacht haben. In Deutschland ist ein „Nein“ ein „Nein“, basta – und die Familie musste hungern.

Witzig fand ich die Gegenüberstellung der deutschen und syrischen Liebesschwüre. „Ich möchte auf Deinen Wimpern laufen“ … „Deine Schönheit hat meine Seele getötet“.... ich lache jetzt noch. Dem gegenüber steht unser deutsches „Du bist die Frau meiner Träume“ doch ziemlich langweilig da, oder?

Nachdenklich gemacht hat mich der Abschnitt über die Deutschen und ihre Liebe zum Tier.

„Obwohl so viele Tiere ausgesetzt werden, sieht man in Deutschland keinen einzigen Straßenhund. In Syrien gab es vor dem Krieg viele Straßenhunde, aber keine Menschen, die auf der Straße lebten. Es war neu für uns Syrer, hier in Deutschland Obdachlose zu sehen, aber keinen einzigen herren- und wohnungslosen Hund. Kein Wunder, wenn pro Jahr rund 300.000 Deutsche einen neuen Hund aufnehmen! Und wusstet ihr, dass es im Jahr 2016 etwa 335.000 Obdachlose gab? Die Liebe der Deutschen zum Tier ist aus vielen Perspektiven eine besondere. Wie wäre es also, wenn die Hundeliebhaber einen Obdachlosen aufnehmen würden? Sie könnten ihn aus dem Urlaub anrufen, ihm etwas zu Weihnachten schenken und Postkarten schreiben. Und der Ex-Obdachlose könnte solange auf das Haustier aufpassen.“

Vorausgegangen ist diesem Abschnitt eine Aufzählung, dass 64 % der Deutschen ihrem Haustier etwas zu Weihnachten schenken, 14 % telefonieren aus dem Urlaub mit ihrem Hund, 6 % schicken ihm eine Postkarte.

Wenn man sich das Kapitel über „Zeit, Zahlen, Perfektion und Bürokratie“ durchliest, in welchem es um die Organisation einer Veranstaltung geht, dann stellt man mit Erschrecken fest, dass wir Deutschen doch ab und an mal (ich bitte um Entschuldigung für die nachfolgende Formulierung) den Stock aus dem Arsch nehmen sollten. Wogegen es bei uns wiederum in der Regel ziemlich locker zugeht, wenn man den Eltern der Freundin vorgestellt werden soll. Dazu muss man in Deutschland nicht gleich Heiratsabsichten haben.

So stellen sie auf 224 Seiten unsere deutsche der arabischen Kultur gegenüber – mal witzig und auch mal nachdenklich – und sie verfügen über die seltene Gabe, über sich selbst lachen zu können.

Ich bin schon lange Fan der GLS-Facebook-Seite und des YouTube-Kanals und ich werde es sicher noch lange bleiben. ِAktuell, Stand 27.04.2018, haben die Beiden auf ihrer Facebook-Seite 115.180 Follower und ihr Youtube-Kanal wird von 42.307 Leuten abonniert.

Abdul und Allaa, die zwischenzeitlich beide an einer deutschen Universität studieren, wünsche ich für ihre Zukunft alles Gute!

Auch in meinem Leben gibt es Syrer, die 2015 als Flüchtlinge in unser Land kamen. Wer sich integrieren möchte, der braucht auch jemanden, der ihn integriert bzw. ihm dabei hilft, sich zu integrieren.

In diesem Sinne
مع السلامة
maʿa as-salāma

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