Ich komme mit

Roman

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Seit 42 Jahren wohnt Vita Maier in dem Haus in der Torstraße 6. Als junge Mutter ist sie hier eingezogen. Doch längst ist der Sohn aus dem Haus, der Mann unter der Erde. Für ihren Nachbarn, den Studenten Lazy, ist Vita die Alte von oben, denn für Lazy gibt es nur seine Freundin Elsie. Doch so plötzlich, wie die Liebe kam, und ebenso heftig, kommt die Krankheit. Sie verscheucht Elsie und die Zukunft. Im Treppenhaus liest Vita einen mageren, erschöpften Lazy auf und nimmt ihn zu sich, um ihn mit Wurstbroten aufzupäppeln. Eine ungewöhnliche, lustige und seltsam innige Freundschaft entsteht. Dann kommt der Tag, an dem ein neues Blutbild die Zuversicht kaputt macht. »Ich steige aus«, sagt Lazy. »Ich komme mit«, sagt Vita. Und so begeben sich zwei Lebensmüde auf eine verrückte letzte Reise.


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ISBN: 978-3-641-22855-2
Erschienen am  27. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Pointiert

Von: Valerie Süßmuth

20.09.2018

Uff. So dünne dieses Buch ist (auf dem Ebook Reader sogar nur rund 150 Seiten) so eindrücklich und direkt ist es auch. Der Schreibstil ist sehr speziell, absolut auf den Punkt, es wird genauso geschrieben wie man auch denken oder sprechen würde. Das macht das ganze sehr eindringlich, sehr ehrlich und ich finde auch, absolut passend zur Thematik, die in diesem Buch vorkommt. Ich brauchte durchaus ein paar Seiten bis ich in diesem Erzählstil drin war- so schonungslos und pointiert, wie er ist. In diesem Fall aber durchaus sehr positiv. Um ehrlich zu sein, die beiden Hauptfiguren des Romans, Vita und Lazy, fand ich zunächst beide nicht besonders sympathisch. Im Laufe der Zeit jedoch gewann ich sie lieb. Beide sind gebeutelt vom Schicksal, beide haben ihr Päckchen zu tragen. Und dennoch finden sie einer skurrilen Freundschaft zueinander, die sich ohne diese Päckchen wohl niemals entwickelt hätte. Und beide beschließen, alles hinter sich zu lassen und einem irrwitzigen Plan zu folgen. Ich liebe solche Bücher- sie zeigen, dass es nie zu spät für Abenteuer oder das Erfüllen von Träumen ist, und haben sowas leicht philosophisches, das sich aber still und leise im Hintergrund hält. Und ganz besonders gerne lese ich von mehr oder weniger unmöglichen Freundschaften. Dieses Buch ist eine Perle- obwohl es ziemlich vorhersehbar ist gilt hier: Der Weg ist das Ziel. Man sollte den Weg zum Ende einfach genießen und sich hin und wieder zurücklehnen, um das Gelesene auf sich wirken zu lassen. Ganz sicher ist dieses Buch nicht für jeden was- ich würde sagen, definitiv eher für eine nachdenkliche, philosophisch angehauchte Zielgruppe. Dann aber wird man sicher seinen Spaß daran haben!

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Großartig

Von: Janine Gimbel

07.09.2018

Einsam geworden ist es in Vitas Wohnung in der Torstraße 6. Erst ist ihr Sohn ausgezogen, dann ihr Mann verstorben. Nun ist Vita Maier 72 und hat sehr viel Zeit. Immer wieder läuft sie ihrem Nachbarn Lazar, genannt Lazy, über den Weg. Er ist das krasse Gegenteil von Vita: Zwanzig Jahre alt, Student – nur Zeit, Zeit hat er keine. Denn Lazy leidet an einer schweren Krankheit und Zeit bleibt nicht mehr viel, bis die Chemo endlich anschlagen muss. Vita nimmt sich seiner an, lädt ihn erst zum Frühstück, dann zum Mitwohnen ein. Und aus den beiden ungleichen Menschen wird ein Team, das nur allzu oft über das Leben philosophiert. „Ich komme mit“ sprüht vor Wortgewaltigkeit, vor Tiefe zwischen den Zeilen. Lazy und Vita entwickeln mit der Zeit ein Ritual, in dem sie über das Leben philosophieren. Einer sagt ein Zitat über das Leben, der andere antwortet: „‚Warum sagst du nichts?‘, ruft Maier vom Sofa aus. ‚Leben ist Wärme im Hundeohr‘, sag ich. Maier scheint zu überlegen. ‚Leben ist Melodie erkennen im Summen des Kühlschranks‘, sagt sie dann.“ (Zitat Kapitel 9) Obwohl sich Vita und Lazy vom Alter her nicht nahe sind, hat das Leben doch beide gezeichnet. Aus Vita ist eine resolute Persönlichkeit geworden, sie steht allein ihre Frau und ist für ihre 72 Jahre noch sehr rüstig. Lazy hat das Leben schon so gut wie aufgegeben. Seine große Liebe hat sich von ihm getrennt, die Krankheit bestimmt seine Existenz. Abwechselnd wird aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren berichtet. Und dabei schließt man sie beide so sehr ins Herz, dass das Abschiednehmen am Ende wirklich schwierig ist. Von der ersten Zeile an sind die beiden Figuren sehr sympathisch gezeichnet, haben aber dennoch ihre Ecken und Kanten. Letztlich begeben sich Vita und Lazy auf eine Reise, daher der Buchtitel. Aber vielleicht ist auch das ganze Leben als Reise zu verstehen und der Titel steht nur sinnbildlich für den Weg der beiden. Denn „Leben ist, dass es ‚heute‘ und ‚morgen‘ gibt.“ (Zitat Kapitel 11) Die Autorin aus der Schweiz hat einen sprachlich sehr tief gehenden Roman geschrieben, über das Leben und den Tod gleichermaßen – und alles, was noch dazwischen ist. Ja, es sind die Zwischentöne, die Lebens-Zitate, all das, von dem die Geschichte lebt. Und obwohl die Seiten nur sehr übersichtlich – gerade einmal 224 an der Zahl – ist am Ende alles gesagt. In der Kürze liegt hier fast mehr als die Würze. Und doch bringt Waldis sehr viel auf den Punkt. „Ich komme mit“ ist ein ganz großartiger Roman zum Abtauchen. Für alle, die Zitate lieben und das Leben. Ganz großartige Lektüre, die mit wenigen Worten Tiefgang beweist!

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Angelika Waldis im Interview
WUNDERRAUM & friends

Vita

Angelika Waldis, geboren 1940, machte mit ihrem Mann viele Jahre lang das wegweisende Schülermagazin »Spick«. Mit sechzig begann sie, Bücher zu schreiben. Sie lebt bei Zürich.

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